Es ist nichts neues, dass es in jeder Zeit Kinder gibt und gab, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Schon im Struwwelpeter werden Kinder beschrieben, die dieselben Verhaltensmuster zeigen, wie sie heute ADS-Kindern zugerechnet werden. Die Stichwörter „Hyperaktivität“, „ADS“, „ADD“ (attencion-deficit-disorder) oder „POS“ (Psychoorganisches Syndrom) findet man immer häufiger in dem Medien, und somit auch in aller Munde.
Doch was heißt eine derartige Diagnose für die Kinder respektive ihre Eltern, Erzieher, Lehrer?
Was sind die Symptome?
Worin liegen die Ursachen für diese Verhaltensauffälligkeiten?
Wie soll in der Schule damit umgegangen werden?
Auf diese und weitere Fragen sollen in dieser Arbeit Antworten gefunden werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 ADS – eine Definition
3 Symptome
4 Ursachen von ADS
5 Verhalten der Kinder im Unterricht
6 Prinzipien im Unterricht
6.1 Strukturen und Rituale
6.2 Differenzierung
6.3 Sinne ansprechen
6.4 Bewegung
6.5 Selbstständige Kontrolle
6.6 Regeln
7 Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus
8 Therapiemöglichkeiten
8.1 Medikamentöse Behandlung
8.2 Verhaltensmodifikation
8.3 Familientherapie
9 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) im schulischen Kontext und erarbeitet praktische Lösungswege sowie pädagogische Prinzipien zur Unterstützung betroffener Schülerinnen und Schüler.
- Definition und Symptomatik von ADS
- Ursachen und Auswirkungen auf das Lernverhalten
- Pädagogische Prinzipien für den Unterricht
- Kooperation zwischen Schule und Elternhaus
- Multimodale Therapieansätze
Auszug aus dem Buch
6.4 Bewegung
Um den Bewegungsdrang der ADS-Kinder in eine Richtung zu lenken, die den Unterricht nicht oder möglichst wenig stört, können dem Kind verschiedene Aufgaben übertragen werden. Es kann zum Beispiel Botengänge oder das Austeilen der Hefte oder anderer Arbeitsmaterialien übernehmen. Diese Aufgaben befriedigen nicht nur sein Bedürfnis sich zu bewegen, sondern das Kind übernimmt damit auch ein Stück Verantwortung für seine Tätigkeit, was sich wiederum sehr positiv auf sein Selbstwertgefühl auswirken kann.
Wenn es vom Lehrer und den anderen Schülern nicht als störend wahrgenommen wird, könnte das Kind auch seinen Stuhl gegen einen Gymnastikball austauschen, da Bewegungen auf einem Ball weniger auffallend und störend sein können, als auf einem Stuhl.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Präsenz von Verhaltensauffälligkeiten und definiert die Forschungsfragen hinsichtlich der Diagnose und des schulischen Umgangs mit ADS.
2 ADS – eine Definition: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Definition des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms und grenzt ADS von ADS ohne Hyperaktivität ab.
3 Symptome: Hier werden die vielfältigen Symptome des Syndroms beschrieben und der Begriff der Komorbidität eingeführt.
4 Ursachen von ADS: Das Kapitel erläutert den aktuellen wissenschaftlichen Konsens zur genetischen Komponente und neurologischen Ursachen von ADS.
5 Verhalten der Kinder im Unterricht: Es wird analysiert, wie sich die Konzentrationsstörung in schulischen Lernprozessen äußert und welche psychischen Folgen (Frustration) daraus entstehen.
6 Prinzipien im Unterricht: Dieses Kapitel stellt konkrete pädagogische Strategien vor, um Lernumgebungen für ADS-Kinder strukturierter und förderlicher zu gestalten.
7 Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus: Das Kapitel betont die Notwendigkeit einer engen, vertrauensvollen Kooperation zwischen Lehrkräften und Eltern zur Unterstützung des Kindes.
8 Therapiemöglichkeiten: Ein Überblick über medizinische, verhaltensorientierte und systemische Ansätze in der ADS-Therapie.
9 Fazit: Das Fazit plädiert für die Integration von Bewegung und Sinneseindrücken in den Schulalltag als entlastende Maßnahme für betroffene Kinder.
Schlüsselwörter
ADS, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Unterricht, Pädagogik, Konzentration, Impulsivität, Hyperaktivität, Lernstörung, Struktur, Rituale, Differenzierung, Elternhaus, Therapie, Ritalin, Selbststeuerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen Kinder mit ADS im Schulalltag begegnen, und erarbeitet pädagogische Lösungsansätze.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Definition von ADS, die Symptomatik, die Ursachen, der schulische Umgang sowie die verschiedenen Therapiemöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrern und Erziehern Strategien an die Hand zu geben, um ADS-Kindern ein positiveres Selbstbild zu ermöglichen und sie beim Lernen zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Fachliteratur und psychologischen Erkenntnissen über ADS.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden unter anderem die Prinzipien der Unterrichtsgestaltung, die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und verschiedene therapeutische Interventionen wie die medikamentöse Behandlung detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind ADS, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Unterrichtsgestaltung, Lernstörung und Verhaltensmodifikation.
Warum wird der Einsatz von Computern als hilfreich bewertet?
Computer ermöglichen eine sofortige, wertungsfreie Rückmeldung, was für ADS-Kinder essenziell ist, da sie Kritik oder Lob oft nicht zeitversetzt verarbeiten können.
Welche Rolle spielt die Familie in der ADS-Therapie?
Die Familie spielt eine zentrale Rolle, da durch Schuldzuweisungen oder Unsicherheiten innerhalb des Systems familiäre Konflikte entstehen können, die eine konstruktive Begleitung des Kindes erschweren.
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- Eva Wallner (Author), 2006, ADS - Probleme und Lösungswege für den Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67321