War noch bis vor kurzem die junge Generation die Hauptzielgruppe der meisten Wirtschaftszweige, so verschiebt sich diese Entwicklung zunehmend und erfordert Umdenken, um langfristigen Unternehmenserfolg zu garantieren und sich eine positive Marktposition zu verschaffen. Kaum eine Branche kann es sich leisten, die Generation 50plus länger außer Acht zu lassen und sich der Herausforderung nicht zu stellen.
Kaum ein anderes Thema wurde und wird aktuell in der Literatur und Medienlandschaft so intensiv diskutiert wie der demographische Wandel in Deutschland und die sich daraus ergebenden Folgen und Anforderungen an die Wirtschaft.
Das in vielen Köpfen verankerte Bild von den Senioren als zurückgezogene Bevölkerungsschicht unserer Gesellschaft, die hart gearbeitet und ihr Leben lang gespart hat, stimmt so nicht mehr. Der altersfeindliche Tenor der sich u.a. im Jahr 1995 in einem Bericht der „Woche“ mit dem Titel „Kampf der Generationen! Krieg den Alten! Die Senioren-Lawine verschüttet die Zukunft der Jungen - wehrt sich die verlorene Generation?“ und 1996 im „Focus“ mit dem Titel „Der neue Krieg ums Geld: Jung gegen Alt“ heraushören lässt, zeigt deutlich, wie negativ die Gruppe der Älteren noch vor wenigen Jahren gesellschaftlich besetzt war. Autoren wie Auer, Horrion und Kalweit wiesen jedoch schon im Jahr 1989 darauf hin, dass „es zukünftig wichtig sein wird, den kaufkraftstarken Sektor „Alte Menschen“ zu studieren“. Es gestaltete sich jedoch schwierig, das Bild von älteren Menschen, die als gebrechlich, passiv, rigide und wenig umgänglich galten, zu wandeln, sich eingehend mit dieser Zielgruppe zu beschäftigen und sie mit ihren Interessen und Lebenszielen zu verstehen.
Gliederung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Forschungsfragestellung
1.3 Methodik und Struktur der Arbeit
Teil I: Theoretischer Hintergrund
2. Generation 50plus – der Markt der Zukunft
2.1 Demographische Gegebenheiten und Entwicklung in Deutschland
2.1.1 Von der Pyramide zum Pilz
2.1.2 Ausblick auf die zukünftige demographische Entwicklung
2.2 Begriffsdefinitionen
2.2.1 „50plus versus Senioren“
2.2.2 Besonderheiten der Generation 50plus
2.3 Segmentierungsmöglichkeiten
2.3.1 Segmentierung nach chronologischem Alter
2.3.2 Segmentierung nach Typologie
2.3.2.1 Typologie nach TNS Emnid
2.3.2.2 Typologie nach Infratest/Sinus/Becker
2.3.2.3 Typologie der GfK
2.3.2.4 Sinus-Milieus
2.4 Die neue Lebenslust der Generation 50plus
2.4.1 Einkommen und Ausgabebereitschaft – Die neue Lust am Konsum der Generation 50plus
2.4.1.1 Konsumausgaben Automobile
2.4.1.2 Kaufentscheidungsverhalten mit Fokus auf die Automobil Kaufentscheidung
2.4.2 Freizeitaktivitäten
2.4.2.1 Mobilität
2.4.2.2 Mediennutzung mit Fokus auf das Internet
3. Die Generation 50plus als Zielgruppe im Marketing
3.1 Zunehmende Bedeutung von Marketing für die Generation 50plus für die Wirtschaft, insbesondere die Automobilindustrie
3.2 Die Kommunikation mit der Zielgruppe ab 50
3.2.1 Die werbliche Ansprache
3.2.2 Darstellung der Generation 50plus in der Werbung
3.2.3 Überblick erfolgreicher Gesamtkonzepte zur Ansprache der Zielgruppe
3.2.3.1 Beiersdorf Nivea Vital
3.2.3.2 Allianz Unfallversicherung
3.2.3.3 TUI Club Elan
3.2.3.4 T-Online „Für Alle“
3.3 Produktpolitik im Rahmen des Marketing Mix
3.3.1 Einleitung
3.3.2 Produktgestaltung in der Automobilindustrie
3.4 Preispolitik
3.5 Distributionspolitik
Teil II: Empirische Erhebungen
4. Zielgruppenbefragungen: Erhebung relevanter Charakteristika der Autokäufer 50plus
4.1 Auswahl der Zielgruppe
4.2 Design des Fragebogens
4.3 Durchführung der Umfrage
4.4 Hinweise zur Auswertung der empirischen Erhebungen
4.5 Untersuchungsergebnisse
4.5.1 Demographische Ergebnisse
4.5.2 Das ideale Fahrzeug für die Generation 50plus
4.5.3 Die Automobil-Kaufentscheidung der Generation 50plus
4.5.4 Markentreue beim Autokauf
4.5.5 Kommunikation mit der Zielgruppe
Teil III: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse mit Lösungsempfehlungen
5. Lösungsansätze für den Marketing-Mix
5.1 Kommunikationspolitik
5.2 Distributionspolitik
5.3 Produktpolitik
5.4 Preispolitik
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den demographischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Automobilindustrie, mit dem Ziel, die Bedürfnisse der „Generation 50plus“ zu identifizieren und kundenorientierte Marketingstrategien zu entwickeln.
- Demographische Entwicklung und Soziologie der Generation 50plus
- Segmentierungsmöglichkeiten der Zielgruppe mittels Typologien
- Konsumverhalten und Kaufentscheidungsprozesse im Automobilbereich
- Empirische Analyse relevanter Charakteristika von Autokäufern ab 50
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für den Marketing-Mix
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
Kaum ein anderes Thema wurde und wird aktuell in der Literatur und Medienlandschaft so intensiv diskutiert wie der demographische Wandel in Deutschland und die sich daraus ergebenden Folgen und Anforderungen an die Wirtschaft. War noch bis vor kurzem die junge Generation die Hauptzielgruppe der meisten Wirtschaftszweige, so verschiebt sich diese Entwicklung zunehmend und erfordert Umdenken, um langfristigen Unternehmenserfolg zu garantieren und sich eine positive Marktposition zu verschaffen. Kaum eine Branche kann es sich leisten, die Generation 50plus länger außer Acht zu lassen und sich der Herausforderung nicht zu stellen.
Das in vielen Köpfen verankerte Bild von den Senioren als zurückgezogene Bevölkerungsschicht unserer Gesellschaft, die hart gearbeitet und ihr Leben lang gespart hat, stimmt so nicht mehr. Der altersfeindliche Tenor der sich u.a. im Jahr 1995 in einem Bericht der „Woche“ mit dem Titel „Kampf der Generationen! Krieg den Alten! Die Senioren-Lawine verschüttet die Zukunft der Jungen – wehrt sich die verlorene Generation?“ und 1996 im „Focus“ mit dem Titel „Der neue Krieg ums Geld: Jung gegen Alt“ heraushören lässt, zeigt deutlich, wie negativ die Gruppe der Älteren noch vor wenigen Jahren gesellschaftlich besetzt war. Autoren wie Auer, Horrion und Kalweit wiesen jedoch schon im Jahr 1989 darauf hin, dass „es zukünftig wichtig sein wird, den kaufkraftstarken Sektor „Alte Menschen“ zu studieren“. Es gestaltete sich jedoch schwierig, das Bild von älteren Menschen, die als gebrechlich, passiv, rigide und wenig umgänglich galten, zu wandeln, sich eingehend mit dieser Zielgruppe zu beschäftigen und sie mit ihren Interessen und Lebenszielen zu verstehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert den demographischen Wandel und die Notwendigkeit für Unternehmen, die kaufkraftstarke Generation 50plus als Zielgruppe zu erschließen.
2. Generation 50plus – der Markt der Zukunft: Hier werden demographische Daten, Begriffsdefinitionen und Segmentierungsansätze sowie das Konsum- und Freizeitverhalten der Generation 50plus detailliert dargestellt.
3. Die Generation 50plus als Zielgruppe im Marketing: Dieser Abschnitt analysiert die Bedeutung der Zielgruppe für die Automobilindustrie und diskutiert Anforderungen an Marketing-Mix, Kommunikation und Produktgestaltung.
4. Zielgruppenbefragungen: Erhebung relevanter Charakteristika der Autokäufer 50plus: Dieses Kapitel präsentiert das methodische Vorgehen und die Ergebnisse einer empirischen Studie zum Verhalten und den Präferenzen von Autokäufern ab 50 Jahren.
5. Lösungsansätze für den Marketing-Mix: Der abschließende Teil leitet aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen konkrete Handlungsempfehlungen für die Automobilhersteller ab.
Schlüsselwörter
Generation 50plus, Demographischer Wandel, Seniorenmarketing, Automobilindustrie, Best Ager, Kaufentscheidung, Markentreue, Konsumverhalten, Zielgruppenanalyse, Marketing-Mix, empirische Forschung, Produktgestaltung, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des „Best Ager“-Marktes mit einem spezifischen Fokus auf die Anforderungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe innerhalb der deutschen Automobilindustrie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt Bereiche wie demographische Trends, Typologien älterer Menschen, deren Kaufentscheidungsverhalten sowie spezifische Marketingstrategien im Bereich Automobil ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Lesern die Generation 50plus näherzubringen und konkrete Ansätze für eine zielgruppengerechte Ansprache in der Automobilindustrie zu entwickeln, die über das klassische „All-Age“-Marketing hinausgehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche mit einer eigenen empirischen Studie, für die persönliche Interviews und Fragebögen bei Messen und Veranstaltungen verwendet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert den theoretischen Hintergrund des Marktes 50plus, die Relevanz der Zielgruppe für das Marketing sowie die Ergebnisse der eigenen empirischen Erhebungen hinsichtlich Anforderungen an das „ideale Fahrzeug“.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Generation 50plus, Best Ager, Automobilmarketing, Kaufverhalten, Markentreue und Kundenorientierung.
Wie unterscheidet sich die Zielgruppe von bisherigen Vorstellungen?
Die Arbeit zeigt, dass die Generation 50plus aktiv, fit und kaufkräftig ist und sich von einem rein defizitären, „seniorenhaften“ Bild distanziert.
Welche Rolle spielt die Markentreue bei älteren Automobilkäufern?
Die Studie ergab, dass diese Käufer zwar markentreu sind, jedoch die Qualität ausschlaggebend ist und eine wachsende Bereitschaft zu Markenwechseln bei mangelnder Kundenorientierung besteht.
Warum ist das Internet für diese Zielgruppe relevant?
Die Arbeit stellt heraus, dass die Internetnutzung innerhalb der Generation 50plus stark wächst und somit ein enormes Potenzial für gezieltes Marketing und Feedback-Einholung bietet.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2005, Zukunftsmarkt 50plus. Analyse des Best Ager-Marktes. Zielgruppenspezifische Ansprache in der Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67324