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Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria

Title: Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Werle (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Globalisierung und ihre Wirkungen auf die Weltwirtschaft, sind seit einigen Jahrzehnten ein sehr populäres Diskussionsthema. Nahezu alle Institutionen stürzen sich, mehr oder minder berechtigterweise, auf diese Thematik. Der Aufbau eines internationalen Handelsgeflechts erfordert einen Blick in die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen, sowohl unserer Nachbarländer, als auch derer fernab vom Wirtschaftsstandort Deutschland. Des Weiteren bringt der globale Wandel auch zunehmend Probleme mit sich, die zwar in den meisten Fällen schon vorher Bestand hatten, jedoch auf dem Weg von nationaler zu globaler Problematik an Intransparenz zunehmen. So z.B. die Korruption. Kein Land weltweit kann von sich behaupten frei von korrupten Machenschaften zu sein und dennoch unterscheiden sich die Staaten hinsichtlich der Intensität enorm. Während viele Jahrhunderte die Intensität des Korruptionsgeschehens unerforscht blieb, aufgrund mangelnder Daten oder aber mangelndem Interesse, widmen sich heutzutage zahllose Institutionen und Wissenschaftler diesem Phänomen.
Im Folgenden wird eine der ersten und vielleicht auch eine der wichtigsten Anti-Korruptions-Organisationen vorgestellt - Transparency International (TI). Ihr Messgröße ist der CORRUPTION PERCEPTION INDEX (CPI), der einmal jährlich erstellt und publiziert wird. Die Tendenz ist klar zu erkennen. Entwicklungsländer sind laut diesem Index am anfälligsten für Korruptionszahlungen, d.h. sie neigen am häufigsten dazu, Schmiergelder entgegen zu nehmen und erhalten somit auch die niedrigsten CPI-Werte. Doch beinhaltet der CPI, wie die meisten statistischen Messgrößen, einige Mängel, die nicht ganz unwesentlich sind. Daher wird eine genauere Betrachtung der verwendeten Methodik folgen. Schließlich sollen die Ursachen für Korruption am Beispiel von Nigeria genannt werden. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass der Schwerpunkt nicht auf der vollständigen Auflistung aller denkbaren Ursachen für Korruption liegt, sondern vielmehr die Struktur Nigerias näher beleuchtet und ein mögliches Defizit im Land aufgezeigt werden soll. Korruption hat nicht nur objektiv messbare Bestandteile, da neben materiellen eine ganze Reihe von immateriellen Faktoren existiert. Somit ist es unmöglich Ursachen zu gewichten und auf eine vollständige Erörterung dieser zu bestehen. Das Ursache-Wirkungsgeflecht der Korruption ist und bleibt phänomenartig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Transparency International

3. Der Corruption Perception Index (CPI)

3.1 Bestandteile des CPI

3.2 Aussagekraft des CPI

4. Ursachen der Korruption in Nigeria

4.1 Ethnische Diversifikation in Nigeria

4.3 Medienverbot während des Militärregimes

4.4 Armut und Ungleichverteilung

4.5 Wirtschaftliche Standortvorteile Nigerias

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Korruption am konkreten Fallbeispiel Nigeria, wobei der Corruption Perception Index (CPI) als zentrales Analyseinstrument dient. Ziel der Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen der Korruption in Nigeria zu entwickeln, indem politische, soziale und wirtschaftliche Faktoren analysiert werden, anstatt lediglich den Indexwert als gegeben hinzunehmen.

  • Analyse der Funktionsweise und Aussagekraft des Corruption Perception Index (CPI)
  • Untersuchung der historischen und politischen Hintergründe Nigerias
  • Einfluss ethnischer Diversifikation und gesellschaftlicher Fragmentierung auf die politische Stabilität
  • Die Rolle der Medienfreiheit und sozioökonomischer Faktoren bei der Korruptionsentstehung
  • Die Auswirkungen des Erdölreichtums auf die ökonomische Machtverteilung

Auszug aus dem Buch

4.1 Ethnische Diversifikation in Nigeria

Nigeria gehört neben Staaten wie Ägypten, Uganda, Kenia und Sierra Leone zu den ehemals britischen Kolonien. Die Kongo - Konferenz und die daraus folgende Kongoakte 1884/1885 waren Ergebnis eines Wettlaufs europäischer Staaten um erfolgreiche Beschlagnahmung afrikanischer Staaten, dem so genannten Scramble for Africa. Ziel der Kolonialisierungs-Politik war eine wirtschaftliche, militärische sowie machtpolitische Nutzung der beherrschten Gebiete. Die afrikanische Bevölkerung wurde von der politischen Willensbildung ausgeschlossen und wirtschaftlich ausgebeutet. Die Kolonialmächte exportierten Rohstoffe aus den besetzten Gebieten in ihre Heimatländer, ohne angemessene monetäre Gegenleistung. Ein Grundstein für die sozioökonomische sowie politische Struktur und administrative Verfahren in Afrika wurde hierdurch gelegt. Die, auf Ausbeutung der vorhandenen Rohstoffe ausgelegten Kolonien, bedienten sich dem Instrumentarium der autoritäreren Politik. Dies machte eine umfangreiche Verwaltung, sowie eine umfassende staatliche Regulierung unabdingbar. Die Monopolstellung des Staates, sowie die Verfügungs- und Entscheidungsmacht von staatlichen Akteuren, begünstigten vielerorts korrupte Handlungen. Die räumliche Distanz der Funktionalisten und Statthalter in Nigeria zur herrschenden Imperialmacht, schuf einen diskretionären Ermessenspielraum, innerhalb welchem Korruption leicht etabliert werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der globalen Korruption ein und stellt das Ziel der Arbeit sowie die Organisation Transparency International vor.

3. Der Corruption Perception Index (CPI): Hier werden die methodischen Grundlagen, die Bestandteile sowie die Aussagekraft des CPI detailliert erörtert und kritisch hinterfragt.

4. Ursachen der Korruption in Nigeria: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Faktoren wie ethnische Fragmentierung, Medienrestriktionen, Armut und den Einfluss des Ölsektors auf die Korruptionsanfälligkeit in Nigeria.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Komplexität des Phänomens Korruption in Nigeria vor dem Hintergrund historischer und struktureller Gegebenheiten.

Schlüsselwörter

Korruption, Nigeria, Transparency International, Corruption Perception Index, CPI, Ursachenanalyse, ethnische Diversifikation, Klientelismus, Ölsektor, Armut, Medienverbot, Wirtschaftsgeographie, politische Stabilität, Demokratie, Entwicklungsland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Korruption in Nigeria, wobei untersucht wird, welchen Ursachen das hohe Korruptionsniveau in diesem Land entspringt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktionsweise des Corruption Perception Index (CPI), die historischen Auswirkungen des Kolonialismus, ethnische Fragmentierung, die Rolle von Medien und Klientelismus sowie die ökonomischen Folgen des Ölreichtums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Ursachenanalyse für das hohe Korruptionsniveau in Nigeria, um zu verstehen, warum das Land trotz steigender CPI-Werte weiterhin als stark korrupt wahrgenommen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ursachenorientierte Analyse, die statistische Indikatoren (CPI) mit politik- und wirtschaftsgeographischen Strukturanalysen des Landes verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die ethnische Diversifikation, die Auswirkungen von Medienverboten unter autoritären Regimen, das Problem der Armut und Ungleichverteilung sowie die spezifischen Standortvorteile Nigerias durch Ölreserven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Korruption, Nigeria, CPI, Klientelismus, ethnische Diversifikation, politische Stabilität und Rohstoffreichtum.

Welche Rolle spielt die ethnische Diversifikation für die Korruption in Nigeria?

Die Arbeit argumentiert, dass die ethnische Zersplitterung die politische Stabilität schwächt und klientelistische Strukturen fördert, was wiederum die Anfälligkeit für korrupte Machenschaften erhöht.

Wie beeinflusst der Ölreichtum die Korruptionssituation?

Der Ölreichtum führt laut Autorin nicht zu einer Verbesserung des Lebensstandards der breiten Masse, sondern begünstigt eine Machtposition der Eliten, die den monetären Strom der Korruption und Entwicklungsgelder in die eigene Tasche lenken.

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Details

Title
Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria
College
University of Mannheim  (Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre)
Course
Wirtschaftsgeographie
Grade
1,3
Author
Melanie Werle (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V67325
ISBN (eBook)
9783638603287
Language
German
Tags
Corruption Perception Index Eine Ursachenanalyse Fallbeispiel Nigeria Wirtschaftsgeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Werle (Author), 2006, Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67325
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