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Die Hugenotten. Religion, Flucht und Aufnahme in Brandenburg-Preußen und Sachsen

Titre: Die Hugenotten. Religion, Flucht und Aufnahme in Brandenburg-Preußen und Sachsen

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 34 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Michael Pehle (Auteur)

Philologie française - Linguistique
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Ausgehend von einer kurzen Einführung in die Religion der Hugenotten spiegelt die Arbeit die Vertreibung, Flucht und Ansiedlung der Hugenotten in Brandenburg/Preußen und Sachsen wieder. Nach dem Widerruf des Ediktes von Nantes durch Ludwig XIV am 18. Oktober 1685 flüchteten ca. 160 000 Franzosen protestantischen Glaubens, viele davon nach Brandenburg/Preußen und einige nach Sachsen. Sowohl die Flucht, als auch die Aufnahmebedingungen, die Integration und die sprachliche Hinterlassenschaft der Emigranten wird in dieser Arbeit beschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE RELIGION DER HUGENOTTEN – REFORMIERTE KIRCHEN

3 DER WIDERRUF DES EDIKTS VON NANTES

3.1 Die Lebensumstände der Hugenotten zur Zeit des Widerrufs des Edikts von Nantes

3.1.1 Die Zeit Ludwigs XIII.

3.1.2 Die Zeit Ludwigs XIV.

3.2 Das Edikt von Fontainebleau 1685

3.2.1 Außen- und innenpolitische Folgen für Frankreich

3.2.2 Die Folgen für die Hugenotten in Frankreich

4 FLUCHT DER HUGENOTTEN

4.1 Situation in Deutschland zur Zeit des Edikts von Fontainebleau

4.2 Die Hugenotten in Brandenburg-Preußen

4.3 Sprachliche Hinterlassenschaft der Hugenotten

5 DIE HUGENOTTEN IN SACHSEN

5.1 Hugenottische Kaufleute in Leipzig

5.2 Hugenottische Künstler und Handwerker in Dresden

5.3 Integration der Hugenotten in die sächsische Gesellschaft

6 DIE VERTREIBUNG DER HUGENOTTEN ALS AKT EUROPÄISCHER VERSTÄNDIGUNG

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die komplexen Hintergründe der hugenottischen Flucht aus Frankreich unter Ludwig XIV. und analysiert die Aufnahmebedingungen sowie die langfristige Integration dieser Glaubensflüchtlinge in Brandenburg-Preußen und Sachsen unter Berücksichtigung kultureller und sozioökonomischer Aspekte.

  • Religiöse Identität und Reformierte Kirchen
  • Die Auswirkungen des Edikts von Fontainebleau (1685)
  • Aufnahmekulturen in Brandenburg-Preußen versus Sachsen
  • Wirtschaftliche und kulturelle Transferleistungen der Hugenotten
  • Sprachliche Hinterlassenschaft und soziale Assimilation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Zeit Ludwigs XIII.

Die Hugenottenfrage besaß zur Zeit Ludwig XIII. nicht nur eine religiöse, sondern vor allem auch eine politische Dimension, denn mit Spanien und England hatte Frankreich auf der einen Seite einen erzkatholischen, auf der anderen Seite einen protestantischen Nachbarn, die es zu berücksichtigen galt. Außenpolitisch war „[das] katholische Spanien […] seit Karl V. der säkulare Gegner einer französischen Monarchie, die eine spanische Vormachtstellung in der Christenheit nicht zu dulden bereit war, sondern sich selbst zu dieser Aufgabe berufen fühlte“.

Somit benötigte Frankreich protestantische Verbündete, die es in England, Schweden und protestantischen deutschen Fürsten fand. Aufgrund dieser Verbindungen musste Ludwig XIII. Rücksicht auf die Protestanten im eigenen Land nehmen und konnte die Auseinandersetzungen mit den protestantischen Glaubensbrüdern der Verbündeten nicht unendlich verschärfen.

Dies wirft den Blick auf die innenpolitischen Verhältnisse, in denen das „Wiedererstarken der Monarchie nach der Krise der Religionskriege eine Festigung und einen Ausbau der königlichen Macht“ benötigte. So galt es, die hugenottischen Bestrebungen nach der Bildung von Staaten im Staat entgegenzuwirken, aber auch oppositionelle Kräfte innerhalb des katholischen Königshauses zurückzuweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der persönlichen Fluchtmotivation anhand historischer Zeugnisse und Einführung in die Forschungsziele sowie Thesen dieser Arbeit.

2 DIE RELIGION DER HUGENOTTEN – REFORMIERTE KIRCHEN: Untersuchung der theologischen Wurzeln des Calvinismus und der daraus resultierenden kirchenpolitischen Organisationsform der Hugenotten.

3 DER WIDERRUF DES EDIKTS VON NANTES: Analyse der politischen Motive Ludwigs XIII. und XIV., die schließlich zur Aufhebung der Toleranzedikte und zur systematischen Verfolgung führten.

4 FLUCHT DER HUGENOTTEN: Untersuchung der Migrationsbewegungen aus Frankreich und der Aufnahmebedingungen in Deutschland, mit Fokus auf Brandenburg-Preußen.

5 DIE HUGENOTTEN IN SACHSEN: Beleuchtung der spezifischen Ansiedlungssituation in Sachsen und der wirtschaftlichen sowie sozialen Integrationshürden in Leipzig und Dresden.

6 DIE VERTREIBUNG DER HUGENOTTEN ALS AKT EUROPÄISCHER VERSTÄNDIGUNG: Reflexion über die langfristigen Auswirkungen der Flucht und die These, dass das Ereignis unbeabsichtigt die Toleranzentwicklung in Europa förderte.

Schlüsselwörter

Hugenotten, Frankreich, Ludwig XIV., Edikt von Fontainebleau, Reformation, Flucht, Exil, Brandenburg-Preußen, Sachsen, Calvinismus, Integration, Toleranz, europäische Verständigung, Religionsfreiheit, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Verfolgung und Vertreibung der Hugenotten aus Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert sowie deren Aufnahme und Integration in deutschen Territorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Religionspolitik der französischen Könige, den Fluchtursachen, der wirtschaftlichen Bedeutung der Hugenotten und ihrem soziokulturellen Einfluss auf die Aufnahmegebiete.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Vertreibung der Hugenotten trotz ihrer Grausamkeit zur europäischen Völkerverständigung beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere auf historische Berichte, Edikte und Sekundärliteratur zur Hugenottengeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es wird die Lebenslage der Hugenotten unter Ludwig XIII. und XIV. beleuchtet, die Fluchtereignisse dargestellt sowie die Integrationsverläufe in Brandenburg-Preußen und Sachsen detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hugenotten, Reformation, Exil, Integration, Toleranz und europäische Verständigung sind die Kernbegriffe der Untersuchung.

Wie unterschied sich die Aufnahme in Brandenburg-Preußen von der in Sachsen?

Brandenburg-Preußen agierte als toleranter Aufnahmeort mit privilegierter Förderung der Einwanderer aus wirtschaftlichen Gründen, während in Sachsen, trotz wirtschaftlicher Pläne des Herrschers, eine starke lokale Xenophobie und religiöse Vorbehalte die Ansiedlung erschwerten.

Welche Bedeutung hatte die Sprache für die Integration der Hugenotten?

Das Französische fungierte zunächst als Prestigesprache der Eliten, assimilierte sich jedoch über die Generationen hinweg mit dem Deutschen, bis sie schließlich als Umgangssprache verschwand und in den Gemeinden durch Deutsch ersetzt wurde.

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Résumé des informations

Titre
Die Hugenotten. Religion, Flucht und Aufnahme in Brandenburg-Preußen und Sachsen
Université
Dresden Technical University  (Institut für Romanistik)
Cours
Le francais dans le monde au 18ème siècle
Note
1,0
Auteur
Michael Pehle (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
34
N° de catalogue
V67337
ISBN (ebook)
9783638603317
ISBN (Livre)
9783638694629
Langue
allemand
mots-clé
Hugenotten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Pehle (Auteur), 2006, Die Hugenotten. Religion, Flucht und Aufnahme in Brandenburg-Preußen und Sachsen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67337
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Extrait de  34  pages
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