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Eigenkapitalausweis bei Banken in Abhängigkeit von der Rechtsform (HGB vs. IFRS)

Title: Eigenkapitalausweis bei Banken in Abhängigkeit von der Rechtsform (HGB vs. IFRS)

Seminar Paper , 2006 , 32 Pages , Grade: 2

Autor:in: Harm Linnecke (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Das Geschäftsbankensystem ist in Deutschland in Universalbanken und Spezialbanken unterteilt. Unter den Universalbanken gibt es private - und öffentlich – rechtliche Geschäftsbanken, die alle wichtigen Bankleistungen anbieten. Die Universalbanken werden in verschiedenen Rechtsformen geführt, wobei die Formen der AG, der eG, der Sparkasse und der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) vorherrschend sind. Je nach der Rechtsform müssen verschiedene Vorschriften für den Jahresabschluss einer Bank angewendet werden. Die Bilanzierung des Eigenkapitals ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Bilanz, um die Kennzahlen der Eigenkapitalquote und der Eigenkapitalrentabilität berechnen zu können und somit die Wettbewerbsposition der Banken untereinander darzustellen. Der unterschiedliche Ausweis dieses Bilanzpostens hängt von der rechtlichen Ausgestaltung der Bank ab und ob die Rechnungslegungsvorschriften des HGB oder der IAS / IFRS angewendet werden. Das Eigenkapital der Sparkasse besteht oft nur aus einer Sicherheitsrücklage. Im Gegensatz dazu ist im IFRS Abschluss einer Bank als AG eine hoch komplexe Eigenkapitalgliederung zu finden. Zunächst geht es in Kapital 2.1 um die Definition, Aufgaben und Funktion des Eigenkapitals bei Banken. Die beiden folgenden Kapiteln 2.2 und 2.3 erläutern die Funktion des Eigenkapitals als haftendes Eigenkapital, indem die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung unter Basel I und die neuen Vorschriften nach Basel II 2 beschrieben werden. Die Größe des bilanziellen Eigenkapitals nach dem HGB und den IAS / IFRS wird in den Abschnitten 2.4 und 2.5 dargelegt. Auf die Rechnungslegung nach den US – GAAP wird nicht eingegangen, bislang bilanziert nur die Deutsche Bank nach diesen Vorschriften. Im dritten Kapital werden die einzelnen, wichtigsten Rechtsformen von Banken vorgestellt und der entsprechende Eigenkapitalausweis wird theoretisch und praktisch dargestellt. Im Kapitel 4 wird ein kurzer Vergleich und ein Fazit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Residualgröße Eigenkapital bei Banken

2.1 Definition, Aufgaben und Funktionen des Eigenkapital bei Banken

2.2 Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung

2.3 Die neuen Eigenkapitalanforderungen bei Banken unter Basel II

2.4 Bilanzierung des Eigenkapitals eines Kreditinstituts nach dem HGB

2.5 Bilanzierung des Eigenkapitals eines Kreditinstituts nach den IAS / IFRS

3. Eigenkapitalausweis in Anhängigkeit von der Rechtsform

3.1 Geschäftsbank in Form einer Aktiengesellschaft

3.2 Eigenkapitalausweis nach HGB einer Geschäftsbank als AG

3.3 Eigenkapitalausweis nach IFRS einer Geschäftsbank als AG

3.4 Die Universalbank als Genossenschaftsbank

3.5 Eigenkapitalausweis bei Genossenschaftsbanken nach HGB und IFRS

3.6 Die Sparkasse als Anstalt öffentlichen Rechts

3.7 Eigenkapitalausweis bei den Sparkassen nach dem HGB

3.8 Die Privatbank in der Rechtsform der KGaA

3.9 Eigenkapitalausweis bei Privatbanken als KGaA

4. Zusammenfassender Vergleich und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Ausweis des Eigenkapitals bei verschiedenen Banktypen in Deutschland, wobei die Abhängigkeit von der jeweiligen Rechtsform sowie den Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS im Zentrum der Untersuchung steht.

  • Stellenwert und Funktionen des Eigenkapitals im Bankwesen
  • Regulatorische Anforderungen durch Basel I und Basel II
  • Vergleichende Darstellung der Bilanzierung nach HGB und IFRS
  • Einordnung des Eigenkapitalausweises bei AG, eG, Sparkassen und KGaA
  • Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher Rechtsformen auf das Eigenkapital

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition, Aufgaben und Funktionen des Eigenkapital bei Banken

Auf der Passivseite der Bilanz stellt das Eigenkapital eine „Saldogröße“ dar, indem von den Vermögenswerten die Schulden abgezogen werden. Das Eigenkapital weist für die Gläubiger einer Bank eine „elementare vertrauensbildende Funktion“ auf. Es hat eine Gründungsfunktion, denn nach dem Kreditwesengesetz muss zur Gründung der Bank ein ausreichendes haftendes Eigenkapital vorhanden sein. Im Interesse der Gläubiger und zur Sicherung der Einlagen weist das Eigenkapital eine Haftungsfunktion auf. Außerdem kommt dem Eigenkapital die Begrenzungsfunktion zu. Mit dem Eigenkapital sollen Risken aus Bankgeschäften vermindert werden und Verluste sollen möglichst nicht entstehen. Ebenso wie das Fremdkapital erfüllt das Eigenkapital die Finanzierungsfunktion. Nach § 12 KWG soll zum Beispiel das dauernde langfristige Anlagevermögen vollständig durch das haftende Eigenkapital gedeckt sein. Dem Eigenkapital kommt die Bemessungsfunktion bei der Gewinnverwendung zu, weil das Gezeichnete Kapital die Grundlage bei der Verteilung des Gewinns darstellt. Durch die Höhe der Eigenkapitalquote wird die Wettbewerbs – und Leistungsfähigkeit der Bank dargestellt. Damit ergibt sich eine Repräsentationsfunktion. Allerdings wird auch vertreten, dass der Geschäftsbetrieb einer Bank auch ohne oder mit sehr wenig Eigenkapital betrieben werden kann, denn der Anteil des Eigenkapitals ist gegenüber dem Fremdkapital sehr gering. Schließlich sollen die Gewinne und Verluste zwischen verschiedenen Geschäftsjahren ausgeglichen werden (Ausgleichsfunktion). Wegen der geringen Höhe des Eigenkapitals sind die Haftungs – und Finanzierungsfunktionen weniger bedeutend, ebenso können die Repräsentationsfunktion und die Ausgleichsfunktion kritisch gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Struktur des Geschäftsbankensystems in Deutschland und die Notwendigkeit der Eigenkapitalbilanzierung in Abhängigkeit von Rechtsform und Rechnungslegung.

2. Die Residualgröße Eigenkapital bei Banken: Erläuterung der ökonomischen Funktionen des Eigenkapitals sowie der regulatorischen Rahmenbedingungen durch Basel I und Basel II inklusive der Bilanzierungsgrundlagen.

3. Eigenkapitalausweis in Anhängigkeit von der Rechtsform: Detaillierte Untersuchung des Eigenkapitalausweises bei Aktiengesellschaften, Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken in der Form der KGaA nach HGB und IFRS.

4. Zusammenfassender Vergleich und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Gegenüberstellung der verschiedenen Eigenkapitalausweise zur Verdeutlichung der Unterschiede in der Transparenz und Volatilität.

Schlüsselwörter

Eigenkapital, Banken, HGB, IFRS, Rechtsform, Bilanzierung, Basel II, Eigenmittel, Aktiengesellschaft, Genossenschaftsbank, Sparkasse, KGaA, Eigenkapitalquote, Haftungsfunktion, Rechnungslegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Banken in Deutschland ihr Eigenkapital in Abhängigkeit von ihrer Rechtsform und den gewählten Rechnungslegungsvorschriften (HGB vs. IFRS) in der Bilanz ausweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Funktionen des Eigenkapitals bei Kreditinstituten, die regulatorischen Eigenkapitalanforderungen unter Basel I und II sowie die spezifische bilanziellen Gliederung nach verschiedenen Rechtsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den unterschiedlichen Ausweis des Eigenkapitals theoretisch zu fundieren und anhand praktischer Beispiele aus Geschäftsberichten vergleichend darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Herleitung der Bilanzierungsvorschriften genutzt, ergänzt durch eine praktische Analyse und den Vergleich von konkreten Jahresabschlüssen verschiedener Bankentypen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Eigenkapitalfunktionen und -anforderungen sowie die detaillierte Vorstellung der Eigenkapitalgliederung für AGs, eGs, Sparkassen und KGaAs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Eigenkapital, Banken, Rechtsform, Bilanzierung, HGB, IFRS, Basel II und Eigenmittel.

Warum unterscheidet sich der Eigenkapitalausweis bei Sparkassen so stark von dem einer AG?

Da Sparkassen Anstalten des öffentlichen Rechts sind und von ihrem Träger abgesichert werden, besteht ihr Eigenkapital primär aus einer Sicherheitsrücklage, während eine AG eine komplexe Gliederung mit gezeichnetem Kapital und diversen Rücklagen aufweist.

Welche Rolle spielen die IFRS für die Eigenkapitalhöhe?

Die IFRS führen durch zusätzliche Bilanzposten wie Neubewertungsrücklagen oder Minderheitenanteile tendenziell zu einer höheren Volatilität des Eigenkapitals im Zeitverlauf, was aus Investorensicht als transparenter empfunden wird.

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Details

Title
Eigenkapitalausweis bei Banken in Abhängigkeit von der Rechtsform (HGB vs. IFRS)
College
Martin Luther University  (Lehrstuhl für Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung)
Course
SBWL Seminar: Aktuelle Entwicklungen des Aufsichts-, Bilanz - und Steuerrechts bei Banken und Finanzdienstleistern
Grade
2
Author
Harm Linnecke (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V67357
ISBN (eBook)
9783638603409
ISBN (Book)
9783638671934
Language
German
Tags
Eigenkapital Ausweis Banken Abhängigkeit Rechtsform IFRS) SBWL Seminar Aktuelle Entwicklungen Aufsichts- Bilanz Steuerrechts Finanzdienstleistern MLU Martin - Luther Universität Halle - Wittenberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Harm Linnecke (Author), 2006, Eigenkapitalausweis bei Banken in Abhängigkeit von der Rechtsform (HGB vs. IFRS), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67357
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