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Vernunft und Wille in der Geschichtsphilosophie

Title: Vernunft und Wille in der Geschichtsphilosophie

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Gust (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Mit „Vernunft und Wille in der Geschichtsphilosophie“ will ich einen
allgemeinen Einblick in die Geschichtsphilosophie geben und dabei an Hand von zwei
philosophischen Geschichtsdeutungen aufzeigen das gesellschaftliche Auffassungen und
Normen bezüglich dem Gottglauben in die Konstruktion einer Geschichtsinterpretation mit
einspielen und deren Ausrichtung maßgeblich mitbestimmen können.
Um dieses Ziel zu erreichen werde ich im ersten Abschnitt meiner Arbeit einführend und
überblickend erklären worum es sich bei Geschichtsphilosophie handelt. Dabei stelle ich
heraus, dass es sich bei Geschichtsphilosophie um kein eindeutig zu definierendes
Unterfangen handelt und das viele Einflüsse die Bildung einer solchen Theorie, Hypothese,
mitbestimmen. Da, wie eben schon kurz angeführt wurde, viele Faktoren existieren, welche
die Geschichtsphilosophie beeinflussen, würde eine ausführliche Behandlung dieser Einflüsse
den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen. Deshalb konzentriere ich mich in der
Auseinandersetzung mit den geschichtsphilosophischen Konstruktionen der Philosophen
Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer lediglich auf eine, für mich bedeutende, Kernfrage
der Geschichtsphilosophie, nämlich die nach dem Prinzip, welches hinter einer menschlichen
Handlungsgeschichte stehen könnte.
Diese Einschränkung auf einen Teilaspekt in der Geschichtsphilosophie führe ich im zweiten
Teil meiner Arbeit, also in der Bearbeitung der Systeme der soeben genannten Philosophen,
ebenfalls fort. Indem ich auch hier die für mich aussagekräftigsten Aspekte und Prinzipien
derer Lehren gewählt habe um die unterschiedlichen Grundeinstellungen und Auffassungen
der Philosophen darzustellen, ohne komplett in deren inhaltliche Tiefe einzutauchen und ohne
in alle Winkel ihrer sehr umfangreichen philosophischen Werke vorzustoßen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GESCHICHTSPHILOSOPHIE

3. IMMANUEL KANTS GESCHICHTSPHILOSOPHIE

3.1 GESCHICHTSPHILOSOPHISCHE ANSÄTZE IN KANTS WERKEN

3.2 DIE VERNUNFT DER NATUR

3.3 DER ENDZWECK DER GESCHICHTE IN KANTS PHILOSOPHIE

4. ARTHUR SCHOPENHAUERS GESCHICHTSPHILOSOPHIE

4.1 DIE WELT ALS WILLE

4.2 ZIEL UND ZWECK IN SCHOPENHAUERS PHILOSOPHIE

5. ZUSAMMENFASSUNG

6. LITERATURLISTE

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss gesellschaftlicher Normen und religiöser Überzeugungen auf geschichtsphilosophische Entwürfe. Ziel ist es, anhand der konkurrierenden Ansätze von Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer aufzuzeigen, wie unterschiedliche Grundannahmen über die Welt zu diametral entgegengesetzten Interpretationen des menschlichen Geschichtsverlaufs führen.

  • Analyse des Begriffs der Geschichtsphilosophie
  • Kants teleologische Geschichtsauffassung und das Prinzip der Vernunft Gottes
  • Schopenhauers pessimistische Metaphysik und das Prinzip des Willens
  • Gegenüberstellung von Fortschrittsglaube und Resignation
  • Untersuchung der Rolle religiöser Wurzeln in der philosophischen Systembildung

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Vernunft der Natur

Nachdem ich Gott als den Mäzen der Vernunft in der Natur und der Welt in Kants Werken hervorgehoben habe möchte ich nun etwas näher auf dieses von Gott gestiftetes Prinzip, die Vernunft in der Natur, eingehen. Um eine Vernunft in einem System zu ermitteln bedarf es Regeln denen das System folgt und diese Regeln sind für Kant ein wichtiger Anhaltspunkt, was ihn zum folgenden Zitat veranlasste.

„Alles in der Natur, sowohl in der leblosen als auch in der belebten Welt, geschieht nach Regeln, ob wir diese Regeln nicht immer kennen. (..) es giebt überall keine Regellosigkeit. Wenn wir eine solche zu finden meinen, so können wir in diesem Falle nur sagen: daß uns die Regeln unbekannt sind“. 34

In diesem Zitat von Kant lässt sich die Grundmotivation des Philosophen für die Aufstellung eines geschichtsphilosophischen Entwurfes erkennen. Kant will mit Hilfe der Eigenschaften die er dem Verstand zuspricht die Welt und ihren Verlauf erklären und ebenfalls darauf hinweisen das selbst dort wo keine offensichtlichen Regeln für den Verstand erkennbar sind trotzdem ein Prinzip, wenn nicht ein vernünftiges Prinzip verborgen sein könnte, nämlich das oben aufgeführte Prinzip Gottes, als höchste Regel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit, die darin besteht, anhand der Geschichtsbilder von Kant und Schopenhauer den Einfluss gesellschaftlicher Normen auf philosophische Konstruktionen aufzuzeigen.

2. GESCHICHTSPHILOSOPHIE: Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über den Begriff der Geschichtsphilosophie und verortet ihn als interdisziplinäres Projekt, das seit der Aufklärung versucht, Sinn in den menschlichen Geschichtsverlauf zu bringen.

3. IMMANUEL KANTS GESCHICHTSPHILOSOPHIE: Der Autor stellt Kants System vor, das von einem vernünftigen, durch Gott gestifteten Endzweck geprägt ist und die Menschheitsgeschichte als fortschreitende Entwicklung hin zu einem moralischen Zustand betrachtet.

3.1 GESCHICHTSPHILOSOPHISCHE ANSÄTZE IN KANTS WERKEN: Hier werden zentrale Werke Kants analysiert, um die Annahme einer vernünftigen höheren Instanz als Grundlage für die Systematisierbarkeit der Geschichte aufzuzeigen.

3.2 DIE VERNUNFT DER NATUR: Dieses Kapitel untersucht das von Kant postulierte Prinzip der Vernunft, das als verborgene Regel hinter den Naturprozessen steht und eine systematische Deutung des Weltverlaufs ermöglicht.

3.3 DER ENDZWECK DER GESCHICHTE IN KANTS PHILOSOPHIE: Es wird erläutert, wie Kant die Zweckmäßigkeit der Natur dazu nutzt, die moralische Vervollkommnung der Menschheit als Endzweck der Geschichte zu begründen.

4. ARTHUR SCHOPENHAUERS GESCHICHTSPHILOSOPHIE: Das Kapitel führt in das System Schopenhauers ein, das Kants Fortschrittsoptimismus eine radikal pessimistische Sichtweise entgegensetzt.

4.1 DIE WELT ALS WILLE: Es wird analysiert, wie Schopenhauer den „Willen“ zum zentralen, alles bestimmenden Prinzip erhebt, welches die Welt als eine bloße Vorstellung und Erscheinung erklärt.

4.2 ZIEL UND ZWECK IN SCHOPENHAUERS PHILOSOPHIE: Dieses Kapitel verdeutlicht, dass es in Schopenhauers Philosophie keinen Fortschrittsgedanken gibt, sondern lediglich einen sinnlosen, leidvollen Kreislauf des Willens.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Der Autor resümiert die fundamentalen Unterschiede zwischen Kants Heilsgeschichte und Schopenhauers atheistischem Pessimismus.

6. LITERATURLISTE: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Geschichtsphilosophie, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Vernunft, Wille, Teleologie, Fortschrittsglaube, Pessimismus, Metaphysik, Gott, Säkularisierung, Handlungsgeschichte, Moral, Weltentwicklung, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die geschichtsphilosophischen Konzepte von Immanuel Kant und Arthur Schopenhauer, um den Einfluss von gesellschaftlichen Normen und religiösen Überzeugungen auf die Interpretation des menschlichen Geschichtsverlaufs zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Philosophie der Geschichte, die Rolle Gottes in der Vernunftkonzeption, die Metaphysik des Willens sowie der Vergleich zwischen Fortschrittsglauben und philosophischem Pessimismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Philosophen durch ihre gesellschaftlich geprägten Grundannahmen zu völlig unterschiedlichen Konstruktionen einer „Sinnstiftung“ in der Geschichte gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, bei der zentrale Werke der genannten Philosophen auf ihre geschichtsphilosophischen Kerngedanken hin untersucht und systematisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die detaillierte Darstellung von Kants Vernunftprinzip einerseits und Schopenhauers Willensmetaphysik andererseits, wobei jeweils die Konsequenzen für die jeweilige Geschichtsdeutung herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschichtsphilosophie, Vernunft, Wille, Teleologie, Fortschrittsglaube, Pessimismus, Metaphysik und Säkularisierung.

Wie unterscheidet sich Kants Sicht auf Gott von der Schopenhauers?

Während Kant Gott als vernünftigen Architekten begreift, der einen moralischen Endzweck in die Geschichte pflanzt, lehnt Schopenhauer eine göttliche Vorsehung ab und sieht in der Welt nur einen sinnlosen, dämonischen Willen.

Was bedeutet der Begriff „Reichs Gottes auf Erden“ in diesem Kontext?

Bei Kant bezeichnet dies die moralische Zielvorgabe der Menschheitsgeschichte, in der sich der Mensch durch vernünftige Anlagen und freiheitliche gesellschaftliche Strukturen zu einem guten Wesen entwickelt.

Warum wird Schopenhauer als Rebell der deutschen Philosophie bezeichnet?

Er gilt als Rebell, weil er die gesellschaftskonforme „Schulphilosophie“ seiner Zeit ablehnte und mit seiner Verteufelung der Welt als „schlechtester aller Welten“ den vorherrschenden Fortschrittsoptimismus radikal infrage stellte.

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Details

Title
Vernunft und Wille in der Geschichtsphilosophie
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Philosophie)
Grade
2,0
Author
Oliver Gust (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V67359
ISBN (eBook)
9783638603423
ISBN (Book)
9783638671965
Language
German
Tags
Vernunft Wille Geschichtsphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Gust (Author), 2005, Vernunft und Wille in der Geschichtsphilosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67359
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