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Grundsätze der ordnungsmäßigen Bilanzierung

Title: Grundsätze der ordnungsmäßigen Bilanzierung

Term Paper , 2002 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bernd Redder (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Hausarbeit zum Thema „Grundsätze der ordnungsmäßigen Bilanzierung“
im Wintersemester 2001/2002
„Grundsätze der ordnungsmäßigen Bilanzierung“
Thema: Nehmen Sie zunächst eine systematische Gliederung der Grundsätze vor und gehen
Sie dann ausführlich auf den Grundsatz der Vorsicht ein.
Grundlagen:
Nach § 238 Absatz 1 Satz 1 Handelsgesetzbuch (HGB) ist jeder Vollkaufmann im Sinne des
HGB verpflichtet, „Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage
seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu
machen“. Zudem verpflichtet § 140 Abgabenordnung (AO) jeden, der nach anderen Gesetzen
als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die Verpflichtungen, die
ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch auf die Besteuerung anzuwenden. Zu diesen
anderen Gesetzen zählt auch der § 238 HGB.
Unter kaufmännischer Buchführung versteht man im allgemeinen die planmäßige und
lückenlose, inhalts- und wertmäßige Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle einer
Unternehmung, die in chronologischer Reihenfolge sowie systematisch geordnet
vorzunehmen ist und aus der in regelmäßigen Abständen ein Abschluss zu erstellen ist.
Geschäftsvorfälle sind alle wirtschaftlich bedeutsamen Vorgänge, die sich innerhalb einer
Unternehmung und in der Beziehung des Unternehmens zu seiner Umwelt ereignen.
Ziel der Buchführung ist es, einem sachverständigem Dritten, bzw. dem
Buchführungspflichtigen selbst, „innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die
Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln“ zu können und sich die
Geschäftsvorfälle in ihrer Entstehung und sachlichen Zuordnung (Abwicklung) verfolgen
lassen. (§ 145 Abs.1 AO, H 29 EStR, § 238 Abs.1 HGB). [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen

2. Historie

3. GoB im engeren Sinne

3.1 Formelle Grundsätze

3.2 Materielle Grundsätze

4. Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung

4.1 Allgemeine Grundsätze

4.2 Ansatzgrundsätze (Bilanzierung dem Grunde nach)

4.3 Bewertungsgrundsätze (Bilanzierung der Höhe nach)

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der systematischen Strukturierung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und Bilanzierung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der detaillierten Erläuterung des Vorsichtsprinzips liegt, um dessen Bedeutung für den Gläubigerschutz und die Bilanzadressaten aufzuzeigen.

  • Systematik der GoB im weiteren und engeren Sinne
  • Differenzierung zwischen formellen und materiellen Buchführungsgrundsätzen
  • Kategorisierung bilanzierungsrelevanter Grundsätze (Ansatz- und Bewertungsgrundsätze)
  • Detaillierte Analyse des Vorsichtsprinzips (Realisations- und Imparitätsprinzip)
  • Bedeutung der Generalnorm für die Bilanzwahrheit

Auszug aus dem Buch

Das Vorsichtsprinzip

Das Vorsichtsprinzip. In vielen Büchern zu diesem Thema wird das Vorsichtsprinzip als das wohl wichtigste und vorherrschende Prinzip der ordnungsmäßigen Bilanzierung bezeichnet. Vielleicht auch unter dem Aspekt deutscher Tugenden ist die kaufmännische Vorsicht tief im Bilanzrecht verwurzelt. Im Grundsatz besagt es, dass eine eher pessimistische als optimistischere Bewertungsansetzung zu bevorzugen ist. Da auch stets die subjektive Einschätzung des bilanzierenden Kaufmannes gerade auch bei unsicheren Geschäften eine Rolle bei der Aufstellung des Abschlusses spielt, gilt es hierbei auch die Interessen der Gläubiger und Bilanzadressaten zu schützen. Inhaltlich konkretisiert wird das Vorsichtsprinzip durch das Realisations- und Imparitätsprinzip.

Realisationsprinzip: Es hat zum Inhalt, dass Gewinne und Verluste erst dann ausgewiesen werden dürfen, wenn sie durch den Umsatzprozess in Erscheinung getreten sind. Die Anschaffungs-, bzw. Herstellungskosten bilden die Obergrenze der Bewertung (§ 253 HGB). Hat zum Beispiel ein Betrieb ein Grundstück vor 20 Jahren zum Preis von 60.000 € gekauft, welches heute einen Wert von 600.000 € hat, dürfen doch nur 60.000 bilanziert werden, solange bis das Grundstück auch tatsächlich für 600.000 verkauft werden sollte. Das Niederst- und Höchstwertprinzip schränken das Realisationsprinzip weiter ein. Sinkt der Tageswert von Vermögensgegenständen unter die Anschaffungskosten, droht also Verlust, dann ist der niedrigere Tageswert anzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen: Definiert die gesetzlichen Buchführungspflichten nach HGB und AO sowie das Ziel der kaufmännischen Buchführung zur Vermittlung eines Überblicks über die Unternehmenslage.

2. Historie: Beleuchtet die Entwicklung der GoB von ungeschriebenen Regeln hin zur fachlichen Spezifizierung durch Richtlinien und der heutigen Kodifizierung.

3. GoB im engeren Sinne: Unterscheidet zwischen formellen Grundsätzen, die die Übersichtlichkeit betreffen, und materiellen Grundsätzen, die die Vollständigkeit und Richtigkeit der Aufzeichnungen fordern.

4. Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung: Systematisiert die Bilanzierungsregeln in allgemeine Grundsätze, Ansatzgrundsätze zur Bilanzierung dem Grunde nach sowie Bewertungsgrundsätze zur Bilanzierung der Höhe nach.

5. Zusammenfassung: Reflektiert das Spannungsfeld zwischen verschiedenen Bilanzierungsgrundsätzen wie dem Vorsichtsprinzip und dem Wahrheitsgrundsatz.

Schlüsselwörter

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, GoB, Bilanzierung, HGB, Vorsichtsprinzip, Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Bilanzwahrheit, Jahresabschluss, Bewertungsgrundsätze, Ansatzgrundsätze, Gläubigerschutz, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und die systematische Einordnung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung im deutschen Handelsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Systematik der GoB, die Unterscheidung zwischen formellen und materiellen Grundsätzen sowie die Bilanzierung nach dem Grunde und der Höhe nach.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine systematische Gliederung der Grundsätze sowie eine ausführliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Vorsichtsprinzip.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deduktiven Methode, welche die Ableitung der Grundsätze aus den gesetzlichen Bestimmungen und der wissenschaftlichen Diskussion in den Fokus rückt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert die GoB im weiteren und engeren Sinne, die Ansatz- und Bewertungsgrundsätze der Bilanzierung sowie die verschiedenen Ausprägungen des Vorsichtsprinzips.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie GoB, Bilanzwahrheit, Vorsichtsprinzip, Realisationsprinzip und handelsrechtliche Bilanzierung geprägt.

Warum ist das Vorsichtsprinzip für den Gläubigerschutz so wichtig?

Das Vorsichtsprinzip schützt Gläubiger, indem es eine pessimistische Bewertungsansetzung vorschreibt und damit eine überhöhte Gewinnausschüttung verhindert, die das Unternehmensvermögen gefährden könnte.

Was ist der Unterschied zwischen dem Realisations- und dem Imparitätsprinzip?

Das Realisationsprinzip besagt, dass Gewinne erst nach ihrer Entstehung ausgewiesen werden dürfen, während das Imparitätsprinzip fordert, dass bereits absehbare Verluste sofort zu berücksichtigen sind.

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Details

Title
Grundsätze der ordnungsmäßigen Bilanzierung
College
Management School Oberhausen
Course
3. Semester
Grade
1,3
Author
Bernd Redder (Author)
Publication Year
2002
Pages
11
Catalog Number
V6736
ISBN (eBook)
9783638142403
Language
German
Tags
Grundsätze Bilanzierung Semester
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Redder (Author), 2002, Grundsätze der ordnungsmäßigen Bilanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6736
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