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Geheiligt werde dein Name - Gott der ganz Andere

Title: Geheiligt werde dein Name - Gott der ganz Andere

Presentation (Elaboration) , 2006 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bernd Wegener (Author), Andreas Hinrichs (Author)

Theology - Biblical Theology
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„Gott der ganz Andere“ – diese Aussage bringt einen zeitlosen und somit stets aktuellen Konflikt mit sich. Jeder Mensch kennt Situationen aus dem Alltag, in denen wir uns von Gott verlassen fühlen oder nicht verstehen können, warum er bestimmte Dinge zulässt. In diesen Situationen hinterfragen wir Gott und hadern mit ihm. Auch in vielen Stellen des Alten und des Neuen Testamentes zeigt sich Gott als ein strafender Gott oder als ein Gott, der die Menschen leiden lässt. Selbst Jesus musste die Erfahrung mit Gott dem Anderen machen. Dies wird am Deutlichsten anhand der Passionsgeschichte. Hier lässt Gott selbst seinen eigenen Sohn Qualen erleiden und sterben. Eine Tatsache, die klar im Kontrast zum Bild vom gütigen und schützenden Gott steht.
Natürlich können wir, das sind mein Kommilitone und ich, in unserem Referat nicht die Gründe für Gottes Handeln aufführen, vielleicht aber trotzdem ein wenig Mut und Hoffnung vermitteln. Schließlich werden alle Menschen durch den qualvollen Tod Jesu am Kreuz erlöst und erfahren letztendlich doch einen barmherzigen Gott.
Die Aussage „Geheiligt werde dein Name“ ist bekanntermaßen der zweite Vers aus dem Vaterunser. Hierzu erläutern wir systematisch die Definitionen zu den Begriffen „Gott“ und „Heilig“ beziehungsweise „Heiligkeit“. Das Wort „Heilig“ ist schließlich häufig der erste Begriff, mit dem man Gott verbindet. Diese Ausführungen sollen jedoch keinen Schwerpunkt unserer Ausarbeitung bilden, sondern lediglich eine Einleitung in das Referatsthema sein und zunächst einmal einen Kontrast zu den folgenden Punkten darstellen.
So liegt der Hauptakzent unseres Vortrages auf der Aussage „Gott der ganz Andere“, also auf der Spannung zwischen Gott als dem gütigen Vater, der für uns da ist, wenn wir ihn brauchen und dem Gott, der uns leiden lässt. Um aufzuzeigen, dass Gott tatsächlich ein ganz Anderer sein kann, behandeln wir die Passionsgeschichte aus dem Markusevangelium, wo der Höhepunkt die verzweifelte und somit für uns Mensch so verständliche Klage des irdischen Jesus an Gott ist: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Diese Bibelstelle werden wir ausführlich unter exegetischen Gesichtspunkten untersuchen und analysieren.
Den Abschluss bildet unsere zusammenfassende Position zu dieser Thematik, die den Kern noch einmal anschaulich und präzise auf den Punkt bringen soll. Hier soll noch einmal klar werden, was die Hauptaussagen dieser breiten Thematik sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Gott der Heilige“ - systematische Erklärungen

2.1 Der Begriff „Gott“

2.2 Der Begriff „Heiligkeit“

3. Exegese zu Mk 15,34

3.1 Formanalyse

3.2 Einzelerklärungen zu den Versen

3.3 Synoptischer Vergleich und der Tod Jesu bei Johannes

3.3.1 Der Tod Jesu bei Matthäus

3.3.2 Der Tod Jesu bei Lukas

3.3.3 Der Tod Jesu bei Johannes

3.4 Merksätze

4. Schlussgedanken

5. Quellenangaben

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theologische Spannung zwischen dem Bild Gottes als gütiger Vater und dem Phänomen „Gott der ganz Andere“, das in Momenten menschlichen Leidens und in der Passionsgeschichte Jesu erfahrbar wird. Ziel ist es, durch eine systematische Begriffsanalyse und eine exegesische Untersuchung von Mk 15,34 aufzuzeigen, wie diese Ambivalenz den christlichen Glauben prägt.

  • Systematische Definition der Begriffe „Gott“ und „Heiligkeit“
  • Exegetische Analyse des markinischen Kreuzigungsberichts
  • Untersuchung der Gottverlassenheit und des Sterbens Jesu
  • Synoptischer Vergleich der Passionsberichte
  • Theologische Reflexion zur Theodizeefrage und zum Reich Gottes

Auszug aus dem Buch

3.1 Formanalyse

Im markinischen Kreuzigungsbericht bilden Mk 15,33-39 den absoluten Hauptteil, der im Schrei Jesu „Elo, Eloi, lema sabachgtani?“ den stärksten Ausdruck findet.

Der Abschnitt lässt sich wie folgt gliedern: Vers 33-36: Ereignisse vor Jesu Tod. Vers 37: Jesu Tod. Vers 38-39: Ereignisse nach Jesu Tod.

Der Verfasser Markus bringt den Text in einen stimmigen Kontext, indem er in Vers 33a und Vers 34a jeweils eine konkrete Zeitangabe in Form eines Stundenschemas setzt: „Als die sechste Stunde kam…“ und „in der neunten Stunde“. Die letzten Stunden Jesu werden durch diese Benennung gezählt.

Redaktionell ist der in Vers 39 erwähnte heidnische Hauptmann, der durch die Aussage „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn“ sich zu Jesus bekennt. Der Hauptmann gilt außerdem neben den umherstehenden Frauen, die im darauf folgenden Vers 40 vorkommen, als Zeugen für den Tod Jesu am Kreuz.

Der Tod Jesu und seine vorangegangene Todesstunde wurden unter Zuhilfenahme des Alten Testamentes und des urchristlichen Bekenntnisses ausgestaltet. Vers 34b „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ ist ein Zitat aus dem Alten Testament und wird in aramäischer Sprache und in griechischer Übersetzung wiedergegeben. Hier findet sich der Ausspruch in Ps 22,2 wieder. Dort heißt es: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?“ Diese Verbindung mit dem Klagepsalm des Alten Testamentes kann unterschiedlich gedeutet werden. Die Verbindung zeigt zunächst durch die Worte Jesu die tiefe Leidensstunde Jesu am Kreuz. Der Psalm spiegelt also einerseits die Klage eines Verlassenen wieder. Andererseits endet der mit dem Ausdruck „Mein Gott“ begonnene vollständige Klagepsalm am Ende doch mit Zuversicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autoren begründen die Wahl des komplexen Themas und skizzieren die Spannung zwischen der Barmherzigkeit Gottes und der leidvollen Gottverlassenheit am Beispiel der Passionsgeschichte.

2. „Gott der Heilige“ - systematische Erklärungen: Dieses Kapitel erläutert die Unfassbarkeit der Begriffe „Gott“ und „Heiligkeit“ aus religionsgeschichtlicher, biblischer und systematischer Sicht.

3. Exegese zu Mk 15,34: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse des markinischen Kreuzigungsberichts inklusive Formanalyse, Einzelauslegung der Verse und einem Vergleich mit den anderen Evangelisten.

4. Schlussgedanken: Die Autoren ziehen ein Fazit, in dem sie betonen, dass Gott trotz seiner Unbegreiflichkeit und der Erfahrung des Leidens als barmherziger Gott erfahrbar bleibt, der das Reich Gottes schenkt.

5. Quellenangaben: Verzeichnis der verwendeten theologischen Fachliteratur und Kommentare.

Schlüsselwörter

Passionsgeschichte, Mk 15,34, Gott der ganz Andere, Gottverlassenheit, Heiligkeit, Reich Gottes, Exegese, Kreuzestod, Markus-Evangelium, Theodizee, Barmherzigkeit, Jesus Christus, Synoptiker, Vaterunser, Christologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theologischen Untersuchung, wie Gott in Momenten extremen Leidens, wie dem Tod Jesu am Kreuz, als „Gott der ganz Andere“ erfahren wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die biblische Exegese der Passionsgeschichte, das Gottesbild in den Evangelien und die systematische Reflexion über die Begriffe Gott und Heiligkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Spannung zwischen dem Bild eines barmherzigen Vaters und dem unbegreiflichen, leidzulassenden Gott aufzuzeigen und theologisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen vor allem die historisch-kritische Bibelexegese, eine systematisch-theologische Begriffsanalyse sowie einen synoptischen Vergleich der Evangelien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Einleitung zu den Begriffen und eine intensive exegesische Untersuchung des markinischen Berichts vom Tod Jesu inklusive des Rufs am Kreuz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Passionsgeschichte, Gottverlassenheit, Heiligkeit, das Reich Gottes und der Kreuzestod Jesu.

Warum spielt das „Vaterunser“ eine Rolle für das Thema?

Die Arbeit nimmt den Vers „Geheiligt werde dein Name“ als Ausgangspunkt, um die Ambivalenz Gottes sowohl als barmherzigen Vater als auch als unbegreiflichen „ganz Anderen“ zu beleuchten.

Welchen Stellenwert nimmt die Klage Jesu in Mk 15,34 ein?

Der Schrei Jesu „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ wird als Höhepunkt der Einsamkeit, aber auch als Ausdruck eines tiefen Vertrauens zu Gott interpretiert.

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Details

Title
Geheiligt werde dein Name - Gott der ganz Andere
College
University of Vechta  (Katholische Theologie)
Grade
2,0
Authors
Bernd Wegener (Author), Andreas Hinrichs (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V67434
ISBN (eBook)
9783638600019
ISBN (Book)
9783656816768
Language
German
Tags
Geheiligt Name Gott Andere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Wegener (Author), Andreas Hinrichs (Author), 2006, Geheiligt werde dein Name - Gott der ganz Andere, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67434
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