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Das Doppelgebot der Liebe - Eine sozialgeschichtliche Auslegung von Mt 22, 34-40

Title: Das Doppelgebot der Liebe - Eine sozialgeschichtliche Auslegung von Mt 22, 34-40

Seminar Paper , 2004 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katrin Annegarn (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Für meine Hausarbeit im Exegetischen Proseminar habe ich als Bibelstelle Mt 22, 34-40 ausgewählt. In dieser Perikope wird Jesus von einem Pharisäer nach dem wichtigsten Gebot gefragt, worauf dieser das Doppelgebot der Liebe (Gottes- und Selbst-/Nächstenliebe) nennt.
Bei der Interpretation dieser Perikope orientiere ich mich an den im Skript zum Exegetischen Proseminar angegebenen Arbeitsschritten: Am Anfang steht eine Textanalyse, in der ich die sprachliche Gestaltung, die Übersetzung sowie die literarische Gattung und die Textgrenzen herausarbeite. Anschließend folgen eine Einordnung der Perikope in ihren literarischen Zusammenhang sowie eine geistes- und religionswissenschaftliche Einordnung des Textes und eine sozialgeschichtliche Analyse, in der ich mich auf drei wissenschaftliche Kommentare beziehe. In einer Gesamtinterpretation fasse ich die in den vorangehenden Kapiteln erhaltenen Ergebnisse zusammen und nehme selber Stellung dazu.
Da die Begriffe „Altes“ und „Neues“ Testament auch als für Juden diskriminierende höhere Bewertung des Neuen Testaments verstanden werden können, es jedoch noch keine allgemein akzeptierten Alternativen gibt, verwende ich in dieser Arbeit anstelle des Ausdrucks „Altes Testament“ den Begriff „Hebräische Bibel“, der nicht die Assoziation hervorruft, das Alte Testament sei weniger wichtig und überholt. Für „Neues Testament“ gibt es leider keine Alternative, so dass ich diesen Begriff beibehalte.
Als biblische Grundlage verwende ich in meiner gesamten Arbeit die Lutherübersetzung in der Revision von 1984. Sofern ein Bibelzitat keine Fußnote mit einer anderen Quellenangabe besitzt, ist es aus der Lutherübersetzung zitiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textanalyse

2.1 Allgemeine Informationen zum Matthäusevangelium

2.2 Bestimmung der literarischen Gattung

2.3 Textgrenzen und Gliederung

2.4 Übersetzungsvergleich

3. Der literarische Zusammenhang

3.1 Verfasserschaft

3.2 Synoptischer Vergleich

4. Geistes- und religionswissenschaftliche Einordnung

5. Sozialgeschichtliche Analyse

5.1 Eigene Beobachtungen zu Mt 22, 34-40

5.2 Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Kommentaren

6. Gesamtinterpretation

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die sozialgeschichtliche Auslegung der Perikope Mt 22, 34-40, wobei die Forschungsfrage untersucht, wie das dort genannte Doppelgebot der Liebe zu verstehen ist und welche Bedeutung es für die christliche Ethik im Kontext des jüdischen Gesetzesverständnisses einnimmt.

  • Exegetische Analyse und literarische Einordnung des Textabschnitts Mt 22, 34-40.
  • Vergleichende Untersuchung verschiedener Bibelübersetzungen und synoptischer Parallelstellen.
  • Religionswissenschaftliche Kontextualisierung der Pharisäer und Sadduzäer als jüdische Gruppierungen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Kommentaren zur Interpretation der zentralen Gebote.

Auszug aus dem Buch

5.1 Eigene Beobachtungen zu Mt 22, 34-40

Vers 34 bezieht sich auf ein vorhergehendes Ereignis: „dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte“. Daraus lässt sich schließen, dass bei der Diskussion Jesu mit den Sadduzäern entweder Pharisäer anwesend waren oder dass diese davon erfahren haben und testen wollten, ob Jesus auch auf ihre Fragen zufrieden stellend antworten könnte (wie in Vers 35 deutlich wird). Vermutlich beabsichtigten sie, ihn durch geschicktes Fragen in einer Diskussion bloßzustellen und somit seine Autorität in Frage zu stellen. Sie „versammelten […] sich“, lässt vermuten, dass sie sich wahrscheinlich zu diesem Ziel verabredet hatten, diese Aktion also schon vorher abgesprochen war.

Ein „Schriftgelehrter versuchte“ Jesus, indem er eine Frage stellt. Die Berufsbezeichnung „Schriftgelehrter“ bedeutete, dass derjenige viele Jahre lang die Tora studiert hatte und mit einer Ordination Mitglied in der Zunft der Schriftgelehrten wurde. Schriftgelehrte konnten in Strafprozessen als Richter mitwirken, in Zivilprozessen Urteile fällen und in den Hohen Rat aufgenommen werden. Die Mehrzahl von ihnen gehörte zu den Pharisäern.

Aus dem Vers geht nicht hervor, ob dem Schriftgelehrten diese Frage spontan eingefallen ist, oder ob die versammelten Pharisäer schon vorher gemeinsam überlegt hatten, mit welcher Frage sie Jesus am besten prüfen könnten. Die folgende Frage wird daher wohl besonders schwierig gewesen sein, da sie als Testaufgabe gestellt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der gewählten Bibelstelle sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und der verwendeten biblischen Grundlagen für die Interpretation.

2. Textanalyse: Untersuchung der Rahmendaten der Perikope, wie der Einordnung der Textgrenzen, der Gattungsbestimmung und eines umfassenden Übersetzungsvergleichs.

3. Der literarische Zusammenhang: Analyse der Verfasserschaft des Matthäusevangeliums sowie ein synoptischer Vergleich mit den Parallelstellen bei Markus und Lukas.

4. Geistes- und religionswissenschaftliche Einordnung: Bereitstellung von Hintergrundwissen zu den zeitgenössischen jüdischen Gruppierungen der Pharisäer und Sadduzäer für ein tieferes Textverständnis.

5. Sozialgeschichtliche Analyse: Detaillierte exegetische Beobachtungen zum Text sowie eine kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen wissenschaftlicher Kommentatoren.

6. Gesamtinterpretation: Synthese der vorangegangenen Analyseergebnisse zu einer abschließenden theologischen Deutung der Aussagen Jesu.

7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der christlichen Ethik und Reflexion über weiterführende ethische Fragestellungen.

Schlüsselwörter

Mt 22 34-40, Doppelgebot der Liebe, Gottesliebe, Nächstenliebe, Selbstliebe, Matthäusevangelium, Pharisäer, Sadduzäer, Exegese, Tora, Gesetz, Jesus, neutestamentliche Wissenschaft, christliche Ethik, Hermeneutik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die sozialgeschichtliche und exegetische Auslegung der biblischen Textstelle Mt 22, 34-40, in der Jesus nach dem wichtigsten Gebot gefragt wird.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Rolle der Pharisäer und Sadduzäer, die Bedeutung des Doppelgebots der Liebe (Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe) sowie deren Einordnung in die christliche Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Sinn des Doppelgebots der Liebe zu entschlüsseln und zu untersuchen, wie dieses Gebot als Kriterium für moralisches Handeln verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine exegetische Methode, die Textanalysen, synoptische Vergleiche und die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Kommentaren umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgen eine detaillierte Textanalyse, eine religionswissenschaftliche Einordnung der jüdischen Parteien und eine systematische Vers-für-Vers-Interpretation der Perikope.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Doppelgebot der Liebe, Exegese, Matthäusevangelium, Tora und christliche Ethik.

Wie unterscheidet sich die Interpretation des Doppelgebots von traditionellen Sichten?

Die Autorin betont, dass das Doppelgebot als "christliches Proprium" und als Kriterium zur Beurteilung aller anderen Gebote zu verstehen ist, anstatt die anderen Gesetze als überholt abzutun.

Warum ist die Analyse der Begriffe "Herz", "Seele" und "Gemüt" wichtig?

Die Analyse verdeutlicht, dass Jesus durch die bewusste Verwendung spezifischer griechischer Begriffe über den hebräischen Urtext hinausgeht und den ganzen Menschen zur Hingabe an Gott aufruft.

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Details

Title
Das Doppelgebot der Liebe - Eine sozialgeschichtliche Auslegung von Mt 22, 34-40
College
University of Paderborn  (Theologie)
Grade
2,0
Author
Katrin Annegarn (Author)
Publication Year
2004
Pages
30
Catalog Number
V67447
ISBN (eBook)
9783638593885
ISBN (Book)
9783656810933
Language
German
Tags
Doppelgebot Liebe Eine Auslegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Annegarn (Author), 2004, Das Doppelgebot der Liebe - Eine sozialgeschichtliche Auslegung von Mt 22, 34-40, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67447
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