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Klassenmusizieren und Musizieren in Arbeitsgemeinschaften an der allgemein bildenden Schule

Title: Klassenmusizieren und Musizieren in Arbeitsgemeinschaften an der allgemein bildenden Schule

Examination Thesis , 2006 , 151 Pages , Grade: 1

Autor:in: Daniel Hänsgen (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Der Musikunterricht an der allgemein bildenden Schule hat in den letzten Jahrzehnten eine grundlegende Veränderung erfahren. Nachdem zu Anfang des 20. Jahrhunderts der Singunterricht einen bedeutenden Teil der musikalischen Erziehung bildete, wandelte sich mit der Jugendbewegung in den 60er Jahren der hauptsächlich vokal orientierte Musikunterricht hin zum praktisch handlungsorientierten Musizieren mit Instrumenten.
Diese Entwicklung ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen, dies belegen viele Modellversuche, die praktisches Musizieren in das Unterrichtskonzept zu integrieren versuchten.
Erst die letzten zehn Jahre hat sich ein Sichtwechsel eingestellt. Lehrer erkennen das Förderliche am Praxisunterricht Musik mit Instrumenten.
Die Folge ist, dass viele unterschiedliche Konzepte, sowohl für den Musikunterricht im Rahmen des Regelunterrichts als auch für das freiwillige Nachmittagsangebot, im Rahmen von sogenannten Arbeitsgemeinschaften geschaffen wurden.
Die Frage bleibt bestehen, welche dieser Konzeptionen nun wirklich in den Schulalltag Einzug hält. Wie viele Schulen gehen auf diesen musikpädagogischen Wandel ein und gebrauchen diese „neuen“ Konzeptionen?
Die vorliegende Arbeit will versuchen diese Frage zu klären. Bei dem nicht einfach zu durchschauenden Schulalltag kann nicht pauschalisiert werden, was „Wirklichkeit“ an den Schulen bedeutet.
Es bleibt festzustellen, wie Lehrer zum praktischen Musizieren stehen. Dies soll mittels einer Befragung von Lehrern herausgefunden werden, denn sie haben die Aufgabe, „den Stein ins Rollen zu bringen“. Wie ist ihre Haltung gegenüber dem praktischen Musizieren? Nutzen sie das „neue“ musikpädagogische Handlungswerkzeug des praktischen Musizierens? Welches ist die gängige Praxis im Umgang mit instrumentalem Musizieren?
Zunächst sollen die Hintergründe des praktischen Musizierens an allgemein bildenden Schulen in einen theoretischen Bezugsrahmen gestellt werden, der hauptsächlich aus der bearbeiteten Literatur hervorgeht. Anschließend sollen Fragestellungen formuliert, Befragungsmethoden erörtert und die Vorgehensweise der Befragung vorgestellt werden. Im nächsten Teil werden dann die Ergebnisse der Befragung aufgezeigt und analysiert. Zuletzt soll ein Fazit zusammenfassend einen Überblick über die erzielten Ergebnisse geben und mit der Beantwortung der Fragestellungen abschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Geschichtliche Entwicklung des praktischen Musizierens in der allgemein bildenden Schule

2.1.1 Entwicklung des instrumentalen Musizierens in der allgemein bildenden Schule bis zum 20. Jahrhundert

2.1.2 Entwicklung des Schulmusizierens im 20. Jahrhundert

2.1.3 Aktuelle Situation und Ausprägungen des Ensemblemusizierens im außerschulischen Bereich

2.1.4 Ansätze der musikpädagogischen Forschung zum instrumentalen Musizieren in allgemein bildenden Schulen

2.1.4.1 Lerntheoretischer Ansatz

2.1.4.2 Stellenwert des instrumentalen Musizierens in der allgemein bildenden Schule

2.1.4.3 Handlungsorientierung des Musikunterrichts

2.2 Begriffsklärung

2.2.1 Klassenmusizieren

2.2.1.1 Musikklassen und erweiterter Musikunterricht

2.2.2 Musizieren in Arbeitsgemeinschaften

2.2.3 Kooperation Musikschule – Allgemein bildende Schule

2.3 Besetzungsformen für den musikpraktischen Unterricht

2.3.1 Musizieren mit Orff-Instrumenten

2.3.2 Bläserklasse

2.3.2.1 Yamaha BläserKlasse

2.3.3 Streicherklasse

2.3.4 Keyboardklasse

2.3.4.1 Yamaha KeyboardClass

2.3.5 Gemischtes Klassenorchester

2.3.6 Schulorchester

2.3.7 Schülerband

2.4 Methodisch-didaktische Aspekte des praktischen Musizierens in der allgemein bildenden Schule

2.4.1 Voraussetzungen für das praktische Musizieren

2.4.2 Methodische Aspekte

2.4.3 Didaktische Aspekte

3 Fragestellungen der Untersuchung

4 Umfrage

4.1 Art der Befragung

4.2 Leitfadenkonstruktion

4.3 Feldphase

4.4 Stichprobe

4.5 Auswertungsverfahren

5 Ergebnisse der Befragung

5.1 Bedingungsanalyse

5.1.1 Schulvoraussetzungen im Vergleich

5.2 Art des praktischen Musizierens – Klassenmusizieren oder Musizieren in Arbeitsgemeinschaften

5.2.1 Arrangements im praktischen Klassenmusizierunterricht

5.2.2 Arbeitsgemeinschaften

5.3 Vor- und Nachteile des praktischen Musizierens mit Instrumenten an der allgemein bildenden Schule

5.3.1 Vorteile des praktischen Musizierens

5.3.2 Nachteile des praktischen Musizierens

5.3.3 Vorteile des AG-Musizierens gegenüber dem Klassenmusizieren

5.4 Arbeitsmethoden in den Lerngruppen

5.4.1 Umgangsregeln für das praktische Musizieren in der Schule

5.4.2 Differenzierungsmöglichkeiten für den musikpraktischen Unterricht

5.4.3 Engagement der Schüler während des Klassenmusizierens

5.5 Sozialer Gruppenaspekt im praktischen Musikunterricht

5.5.1 Soziales Miteinander innerhalb der Klasse

5.5.2 Disziplin

5.5.3 Belastung für den Musiklehrer

5.5.4 Feedback und Beratung durch den Musiklehrer

5.6 Organisation und Vorbereitung der Musiklehrer

5.6.1 Zusammenarbeit im Kollegium

5.7 Ensemblespiel in der Klasse und in AGs

5.7.1 Üben

5.7.2 Auftrittsmöglichkeiten

5.8 Schwerpunkte und Zielsetzungen

5.8.1 Wirkung auf außerschulisches Interesse

5.8.2 Leistungsfähigkeit des Klassen- und AG-Musizierens

5.9 Spezifische Angaben der Musiklehrer

5.9.1 Einstellung der Musiklehrer zum praktischen Musizieren in der Schule

5.9.2 Fort- und Weiterbildung der Musiklehrer

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das praktische instrumentale Musizieren in allgemein bildenden Schulen, unterteilt in den regulären Musikunterricht (Klassenmusizieren) und freiwillige Arbeitsgemeinschaften. Ziel ist es, die pädagogische Praxis, die Haltung der Lehrkräfte, methodische Ansätze sowie die Wirkung auf Schüler zu analysieren und einen Vergleich zwischen den unterschiedlichen institutionellen Einbindungen zu ziehen.

  • Historische Entwicklung des praktischen Musizierens an Schulen.
  • Konzepte wie Bläser-, Streicher- und Keyboardklassen sowie deren methodisch-didaktische Umsetzung.
  • Die Rolle der Kooperation zwischen Musikschulen und allgemein bildenden Schulen.
  • Analyse von Lehrerexpertisen durch qualitative Interviews zur Unterrichtspraxis.
  • Vergleich von Motivation, Disziplin und Lernerfolg in verschiedenen Unterrichtsformaten.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Entwicklung des instrumentalen Musizierens in der allgemein bildenden Schule bis zum 20. Jahrhundert

„Obwohl Musik existentiell an die Musikausübung gebunden ist, wurde das instrumentale Musizieren erst relativ spät für den Musikunterricht allgemeinbildender Schulen entdeckt“ (MAAS, 1995, S. 70).2

Das praktische Musizieren an allgemein bildenden Schulen hat eine lange Entwicklung erfahren. Den Beginn stellten im Mittelalter die Kloster-, Dom-, Stifts- oder Pfarrschulen dar, die als Vorläufer der neuzeitlichen allgemein bildenden Schule angesehen werden können. Hier existierte instrumentales Ensemblespiel als eigener Gegenstand musikalischer Lehre noch nicht.

In den Latein- und Gelehrtenschulen musizierten schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts sogenannte Chöre mit Instrumenten, die in unterschiedlichsten Besetzungen bei festlichen Gelegenheiten in Konzert- und Kirchenmusik mitwirken (vgl. PFEFFER, 2001, S. 14). Bis in das 18. Jahrhundert war festzustellen, dass sich die musikalischen Aktivitäten grundlegend „in den Dienst kirchlicher Musikpflege stellen“ (PFEFFER, 2001, S. 14).

Im 18. Jahrhundert wurde in einigen Ausnahmeschulen das Ensemblespiel gelehrt und gepflegt, es gab Aufführungen, die ausschließlich durch Schülerchor und –orchester durchgeführt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel vom Sing- zum handlungsorientierten Musikunterricht und definiert die Forschungsfrage bezüglich der heutigen Musizierpraxis.

2 Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel liefert den historischen Abriss der Entwicklung und erläutert musikpädagogische Ansätze sowie verschiedene Besetzungsformen und deren didaktische Grundlagen.

3 Fragestellungen der Untersuchung: Hier werden die zentralen Bereiche der Befragung definiert: das Klassenmusizieren, Arbeitsgemeinschaften und deren systematischer Vergleich.

4 Umfrage: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Lehrerbefragung, inklusive der Leitfadenkonstruktion und Stichprobenauswahl.

5 Ergebnisse der Befragung: Das Hauptkapitel präsentiert und analysiert die empirischen Daten zu Schulvoraussetzungen, Unterrichtsmethoden, sozialem Gruppenaspekt und der Motivation der Lehrkräfte.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung des praktischen Musizierens im Schulalltag und gibt Ausblicke auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Klassenmusizieren, Arbeitsgemeinschaften, Musikunterricht, Instrumentalpädagogik, Bläserklasse, Orff-Instrumentarium, Musikschule, handlungsorientierter Unterricht, Schülermotivation, Musikpädagogik, Lehrerbefragung, qualitative Forschung, Ensemblearbeit, Didaktik, Musizierpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie praktisches instrumentales Musizieren an allgemein bildenden Schulen in den Alltag integriert wird und welche Unterschiede zwischen dem regulären Unterricht und Arbeitsgemeinschaften bestehen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Zentral sind die historische Einordnung, die musikpädagogischen Konzepte (z.B. Bläserklassen), die Rolle der Lehrkräfte sowie die praktischen Voraussetzungen und sozialen Effekte an den Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die "Wirklichkeit" des Musikunterrichts an Schulen zu erfassen, die Haltung der Lehrer gegenüber praktischem Musizieren zu beleuchten und herauszufinden, wie Instrumente als musikpädagogisches Werkzeug genutzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Verfasser nutzt die Methode des qualitativen Interviews, um tiefgehende Einblicke in die Erfahrungen und Meinungen von 16 Musiklehrern zu gewinnen.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die Rahmenbedingungen (Schulvoraussetzungen), die verschiedenen Musizierformen, die verwendeten Lehrmethoden, Disziplinprobleme sowie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit charakteristisch?

Die Arbeit ist stark geprägt von Begriffen wie Klassenmusizieren, Instrumentalunterricht, Handlungsorientierung, musikalische Förderung und schulische Kooperationsmodelle.

Wie unterscheidet sich das Klassenmusizieren von der Arbeit in Arbeitsgemeinschaften?

Während Klassenmusizieren fester Bestandteil des Regelunterrichts ist und oft pädagogische Prozesse in den Vordergrund stellt, sind Arbeitsgemeinschaften meist freiwillige Angebote, die oft produktorientierter und motivierter wahrgenommen werden.

Welche Rolle spielt die Lehrerpersönlichkeit bei der praktischen Musikarbeit?

Die befragten Lehrer sehen sich stark in der Rolle des Motivators, wobei die eigene Persönlichkeit und Ausstrahlung als entscheidender Faktor für den Erfolg des Unterrichts angesehen wird.

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Details

Title
Klassenmusizieren und Musizieren in Arbeitsgemeinschaften an der allgemein bildenden Schule
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Musikwissenschaft/Musikpädagogik)
Grade
1
Author
Daniel Hänsgen (Author)
Publication Year
2006
Pages
151
Catalog Number
V67512
ISBN (eBook)
9783638586184
ISBN (Book)
9783638711579
Language
German
Tags
Klassenmusizieren Musizieren Arbeitsgemeinschaften Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hänsgen (Author), 2006, Klassenmusizieren und Musizieren in Arbeitsgemeinschaften an der allgemein bildenden Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67512
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