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Die Wurzeln des Bösen

Title: Die Wurzeln des Bösen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Iris Kuckelberg (Author)

Psychology - Social Psychology
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„Ich versuchte sie umzubringen. Ich dachte sie wäre nicht tot deswegen schoss ich noch mal. Als ich sie dann umdrehte erkannte ich, dass sie tot war. Ich beschloss sie zu vergewaltigen. Ich zog ihren toten Körper in das Wohnzimmer und machte Feuer im Kamin neben ihrem nackten Körper. Dann vergewaltigte ich ihren leblosen Körper und nahm beim gehen ein paar Dollar aus ihrer Geldbörse...“. „...Sex mit lebenden Frauen gibt mir keinen Nervenkitzel....“ „Ich wollte sie vergewaltigen, aber hatte ein bißchen Angst ob Hausbewohner es bemerken würden. Ich schaute sie ein paar Sekunden an und dann stach ich zu. Sie krümmte sich zusammen vor Schmerzen. Ich presste meine Hand über Ihren Mund und stach noch mehrere Male zu.“ Mosley war verheiratet und hatte zwei Kinder. In den Akten hatte er keine straffällige Vergangenheit. Er ermordete drei junge Frauen auf brutalste Weise und gab die Vergewaltigung und Beraubung weiterer Frauen zu. Es stellt sich bei seiner Schilderung des Tathergangs die Frage wie und warum Menschen dazu in der Lage sind solche böswilligen und grausamen Taten zu vollbringen und diese Arbeit versucht somit einige Einflüsse und Faktoren näher zu erläutern die solches Verhalten beeinflussen oder auslösen.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Die Faszination des Bösen

2. AGGRESSION ALS AUSDRUCK DES BÖSEN

2.1. Aggression und Ihre Ausdrucksformen

2.2. Aggressionstheorien nach Freud und Konrad Lorenz

2.3. Das Frustrations-Aggressionsmodell

3. EINFLUSSFAKTOREN DES AGGRESSIONSVERHALTEN

3.1. Genetische Prädisposition

3.2. Drogen und Alkohol

3.3. Soziale Faktoren und der Einfluss der Lebensumstände

3.4. Pornographie und sexuelle Gewalt

4. DIE WURZELN DES BÖSEN

3.2. Instrumentalität- Mittel zum Zweck

3.3. Idealismus- "Doing good by doing bad"

3.4. Sadismus- Die Freude am Schmerz

3.3. Bedrohtes Selbst

3.3. Hohes Selbstkonzept und Aggression

5. ZUSAMMENFASSENDE ERKENNTNISSE

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Wurzeln des Bösen sowie die Entstehung aggressiven Verhaltens. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, warum Menschen trotz gesellschaftlicher Normen zu grausamen Handlungen fähig sind und welche internen sowie externen Faktoren diese Prozesse beeinflussen.

  • Analyse klassischer und aktueller Aggressionstheorien.
  • Untersuchung biologischer und situativer Einflussfaktoren auf Gewalt.
  • Betrachtung des Zusammenhangs von Selbstkonzept und Aggression.
  • Reflektion über die Rolle von Ideologien und sadistischen Verhaltensweisen.
  • Diskussion über die Bedeutung der Selbstkontrolle bei der Vermeidung von Gewalt.

Auszug aus dem Buch

4. DIE WURZELN DES BÖSEN

Seit Menschengedenken verhalten sich Menschen gewaltsam in allen Kulturen und in allen Teilen unserer Welt, aber kaum einer hält sich selbst für gewalttätig. Erstaunlicherweise sind diejenigen, die die größten Verbrechen unserer Geschichte verursacht haben, davon überzeugt, dass Ihr Verhalten legitim und richtig war. Sie selbst sehen nicht die Bösartigkeit ihres Verhaltens und es bleibt die Frage offen wie so wenig „böse“ Menschen so viel Unheil anrichten können bzw. warum die Täter nicht die Unrechtmäßigkeit ihres Verhaltens anerkennen und den Schaden den sie Ihren Opfern antun sehen. In einer Studie von Baumeister, Stilwenn & Wotmann (1990) versuchte man mehr über den Ursprung von Aggressionen herauszufinden. Man ließ zwei Versuchspersonen zwei prägnante Ereignisse aus zwei Perspektiven aus Ihrer Vergangenheit erzählen. Einmal aus der Perspektive in der die VPn durch Verhalten einer anderen Person wütend wurde (Opfer) und einmal aus der Perspektive als die Vpn eine andere Person mit Ihrem Verhalten wütend gemacht hatte (Täter). Täter und Opfer waren in dieser Studie demzufolge ein und dieselbe Person und jegliche Unterschiede, die gefunden wurden mussten somit aufgrund der Rollen und nicht der Persönlichkeiten resultieren.

Es zeigten sich einige wichtige Unterschiede in der Erzählung aus der Sicht des Opfers und des Täters. Die Zeitspannen der Geschichten differierten extrem. Die Opferschilderungen waren sehr ausführlich mit Hintergrundinformationen zum Geschehen während die Täterschilderungen wesentlich knapper gefasst waren. Für die Opfer waren stets schwerwiegende Folgen impliziert im Gegensatz zu den Tätern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Gewalt ein und beleuchtet die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Definition des Bösen anhand aktueller psychologischer Ansätze.

2. AGGRESSION ALS AUSDRUCK DES BÖSEN: Hier werden zentrale Aggressionstheorien wie die Triebtheorie nach Freud und das Frustrations-Aggressionsmodell vorgestellt und kritisch hinterfragt.

3. EINFLUSSFAKTOREN DES AGGRESSIONSVERHALTEN: Dieses Kapitel untersucht verschiedene biologische und soziale Faktoren, wie Drogenkonsum, soziale Umstände und die Rolle der sozialen Wahrnehmung bei der Entstehung von Gewalt.

4. DIE WURZELN DES BÖSEN: Hier stehen die Ursachen für böswilliges Handeln im Zentrum, wobei insbesondere Instrumentalität, Idealismus, Sadismus und das Selbstkonzept analysiert werden.

5. ZUSAMMENFASSENDE ERKENNTNISSE: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Komplexität des Zusammenspiels von internalen und externalen Faktoren bei der Entstehung des Bösen.

Schlüsselwörter

Aggression, Böses, Gewalt, Frustration, Selbstkonzept, Narzissmus, Ideologie, Sozialpsychologie, Selbstkontrolle, Triebtheorie, Attribution, Instrumentalität, Sadismus, Täter-Opfer-Dynamik, Situationskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Psychologie des Bösen und der Frage, welche Faktoren dazu führen, dass Menschen grausam oder aggressiv gegenüber anderen handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen von Aggression, die Rolle der sozialen Situation, das Konzept der Selbstkontrolle sowie die Auswirkungen von Ideologien und Selbstwahrnehmung auf gewalttätiges Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Ursachen und Einflussfaktoren aufzuzeigen, die aggressives und böswilliges Verhalten begünstigen oder auslösen, um ein besseres Verständnis für das Phänomen zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze finden Verwendung?

Die Autorin stützt sich auf eine Vielzahl sozialpsychologischer Studien und Theorien, unter anderem von Baumeister, Freud, Lorenz und die Frustrations-Aggressions-Theorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Aggression als Ausdruck des Bösen, die Untersuchung spezifischer Einflussfaktoren wie Drogen oder soziale Umfelder sowie die Erörterung der Wurzeln des Bösen durch Instrumentalität und Selbstkonzept.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Aggression, Selbstwertbedrohung, Situationskraft (Power of situations) und soziale Wahrnehmung geprägt.

Warum spielt die Selbstkontrolle eine so große Rolle für die Arbeit?

Die Selbstkontrolle wird als entscheidender Puffer identifiziert, der Menschen im Normalfall davon abhält, Konflikte durch Gewalt zu lösen. Ihr Versagen gilt laut der zitierten Forschung als wesentliches Charakteristikum von Kriminellen.

Welche Rolle spielt der Idealismus beim Entstehen des Bösen?

Laut der Arbeit ist Idealismus eine der "tragischsten" Wurzeln des Bösen, da Täter ihre Gewalt als Pflicht ansehen, um vermeintlich gute Ziele für eine größere Gesamtheit zu erreichen.

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Details

Title
Die Wurzeln des Bösen
College
University of Cologne
Course
Zur Psychologie von Gut und Böse
Grade
2,0
Author
Iris Kuckelberg (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V67540
ISBN (eBook)
9783638586399
ISBN (Book)
9783656795599
Language
German
Tags
Wurzeln Bösen Psychologie Böse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Iris Kuckelberg (Author), 2006, Die Wurzeln des Bösen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67540
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