Ubiquitous commerce

Auf dem Weg zur ultimativen Vernetzung


Seminararbeit, 2007

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Phänomen U-Commerce
2.1 Entstehung
2.2 M-Commerce
2.2.1 Portabilität
2.2.2 M-Erreichbarkeit
2.2.3 M-Zugänglichkeit
2.2.4 M-Lokalisierung
2.2.5 M-Identifikation
2.2.6 Definition
2.3 Vom M- zum U-Commerce
2.4 Begriff
2.4.1 Ubiquity
2.4.2 Uniqueness
2.4.3 Universality
2.4.4 Unision
2.4.5 Definition

3 Chancen und Risiken für internetbasierte Geschäftsmodelle
3.1 Internetbasierte Geschäftsmodelle
3.2 Chancen
3.3 Risiken
3.4 Fazit

4 Zusammenfassung & Ausblick

Verzeichnis der zitierten Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Evolution des Handels

Abbildung 2: Übergang vom E- zum M-Commerce

Abbildung 3: Raum-Zeit-Kontinuum

Abbildung 4: Kontinuum der Personalisierung

Abbildung 5: Die U-Matrix

Abbildung 6: Der Übergang vom M- zum U-Commerce

Abbildung 7: Eigenschaften des U-Commerce

Abbildung 8: Basisgeschäftsmodelltypen des 4C-Net-Business-Model

1 Einleitung

Das Internet hat eine gewaltige Welle des Wandels mit sich gebracht und die Art und Weise wie Geschäfte heutzutage abgewickelt werden in vielen Dingen verändert. Die nächste Welle, welche auf die Innovationen in der Wireless und Ubiquitous-Computing-Technologie zurückzuführen ist, wird diese Entwicklung noch weiter fortführen. Am Ende dessen steht die ultimative Form der Vernetzung. Es wird allgegenwärtige Netzwerke und universale Endgeräte geben, die die Kommunikation überall und zu jeder Zeit erlauben werden. Als Resultat dessen werden wir von der aktuellen Zeit des Mobile Commerce in die des Ubiquitous Commerces1 übergehen. Doch was steht wirklich hinter diesem Begriff und welche neuen Möglichkeiten erschließen sich für Unternehmen?

Ein Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser ein Verständnis für den Begriff des U- Commerce zu vermitteln und dieses Phänomen näher zu untersuchen. Um dies zu gewährleisten wird zu Beginn die Entstehung des U-Commerce näher erläutert, weshalb zunächst der Begriff des Mobile Commerce genauer untersucht wird und seine spezifischen Charakteristika dem Leser näher gebracht werden. Darauf aufbauend erfolgt dann eine Abgrenzung des Mobile Commerces gegenüber dem U-Commerce aufgrund dessen dann eine Definition dieses Phänomens erfolgt.

Anschließend werden die sich durch den U-Commerce ergebenden Chancen und Risiken für Unternehmen mit internetbasierten Geschäftsmodellen näher untersucht. So dass als ein weiteres Ziel der Arbeit definiert werden kann, dem Leser einen Überblick über die sich bietenden Chancen und Risiken zu gegeben.

2 Phänomen U-Commerce

2.1 Entstehung

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise wie Geschäfte abgewickelt werden entscheidend verändert. Ausgehend von dem G-Commerce (Geographic Commerce), bei dem für die Durchführung eines Geschäftsvorgangs die physische Zusammenkunft der Geschäftspartner noch von Nöten war, entstand mit dem E-Commerce (Electronic Commerce) die „erste Welle“ der Revolution der Geschäftswelt. Dieser hebt die Beschränkung des physischen Zusammenkommens der Geschäftspartner auf und erlaubt die Geschäftsabwicklung durch eine elektronische Interaktion der beteiligten Parteien2. Die Revolution wurde durch die Verbreitung des Internets ermöglicht und sorgte so für die Erschaffung der Digital Economy3. Als „zweite Welle“ dieser Revolution wird der M-Commerce (Mobile Commerce) gesehen4, welcher den E-Commerce aufgrund von mobilen Endgeräten ortsunabhängig werden lässt. Die letzte Stufe dieser Entwicklung ist der U-Commerce, eine Form des Handels, die wir heute noch nicht erreicht haben. In Abbildung 1 ist die beschriebene Evolution des Handels noch einmal graphisch dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Evolution des Handels5

2.2 M-Commerce

Eine Definition des M-Commerce kann am Besten erfolgen, indem man die Unterschiede zwischen diesem und dem E-Commerce aufzeigt. Von daher werden zunächst die Charakteristika des M-Commerce näher untersucht, da anhand dieser am Besten eine klare Abgrenzung gegenüber dem E-Commerce erfolgen kann. Die Charakteristika lassen sich in Erreichbarkeit (reachability), Zugänglichkeit (accessibility), Lokalisation (localisation), Identifikation (identification) und Portabilität (portability) klassifizieren6. Im Folgenden wird jede dieser Eigenschaften näher erklärt und auf die Verschiedenheit bezüglich des E-Commerces untersucht. Abbildung 2 zeigt die Unterschiede der beiden Arten des Handels, wobei um die gleichen Charakteristika auf der Seite des elektronischen und mobilen Handels unterscheiden zu können, das Präfix E- oder M- vorangestellt wird. Wie aus der Abbildung zu entnehmen ist, kommt der Eigenschaft Portabilität eine entscheidende Rolle zu. Aus diesem Grund wird mit der Betrachtung dieses Charakteristikums begonnen.

Abbildung 2: Übergang vom E- zum M-Commerce7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.1 Portabilität

Portabilität umfasst die physischen Aspekte von mobilen Endgeräten. Zu der Klasse der mobilen Endgeräte sollen hier nicht nur Mobiltelefone, sondern jede Art von kleinen, leichtgewichtigen Geräten für Sprach- und Daten- Kommunikation gezählt werden8. All diese Geräte haben das Streben nach Verkleinerung bei gleichzeitiger Vergrößerung ihrer Funktionen gemeinsam und ermöglichen dem Benutzer Ortsunabhängigkeit bei der Abwicklung von Geschäften über das Internet9.

Wie aus Abbildung 2 ersichtlich, hat die Eigenschaft der Portabilität eine besondere Bedeutung für den M-Commerce und macht die anderen Charakteristika erst einzigartig und unterscheidbar von den entsprechenden auf der Seite des E-Commerces.

2.2.2 M-Erreichbarkeit

M-Erreichbarkeit beschreibt den Umstand, dass ein Benutzer eines mobilen Endgerätes 24 Stunden, 7 Tage die Woche für andere Menschen erreichbar ist. Dies ist natürlich nur möglich, vorausgesetzt die Netzabdeckung ist ausreichend und das Gerät eingeschaltet. Der Benutzer hat auch die Möglichkeit seine M-Erreichbarkeit auf bestimmte Personen und Zeiten zu beschränken.

Beim E-Commerce hingegen, ist die E-Erreichbarkeit auf den Zugang zum Internet über einen Computer beschränkt. Ein Benutzer ist also nur erreichbar, wenn er sich physisch vor einem Computer befindet, welcher mit dem Internet verbunden ist. In der mobilen Welt jedoch, kann eine „wahre“ zu-jeder-Zeit (any time), an-jedem-Ort (any place) Erreichbarkeit gewährleistet werden, begünstigt durch die Eigenschaft der Portabilität9.

2.2.3 M-Zugänglichkeit

Im Gegensatz zur M-Erreichbarkeit beschreibt M-Zugänglichkeit die Tatsache, dass ein Benutzer mit Hilfe eines mobilen Endgerätes zu jeder Zeit und von jedem Ort aus Zugang zu einem mobilen Netzwerk hat. Natürlich ist auch hier wieder eine adäquate mobile Netzabdeckung vorausgesetzt. Mit heutigen Übertragungstechnologien ist der Benutzer jedoch noch gezwungen pro-aktiv eine Sitzung zu initialisieren. Zukünftige Technologien hingegen, werden es dem Benutzer erlauben permanent verbunden zu sein und dies auch ohne vorher eine Sitzung initiiert zu haben.

Im Gegensatz dazu ist die E-Zugänglichkeit, genauso wie die E-Erreichbarkeit zuvor, wieder an einen Computer gebunden. Von daher ist ein Zugang zu einem Netzwerk nur über einen Computer mit entsprechendem Netzwerkanschluss möglich und die Art des Zugangs ortsabhängig.

Die Kombination von M-Erreichbarkeit und M-Zugänglichkeit erweitern das traditionelle Raum-Zeit-Kontinuum wie aus Abbildung 3 ersichtlich ist. Obwohl wir uns in der Zeit des M-Commerce befinden, ist die äußerste Form von M-Erreichbarkeit und M-Zugänglichkeit noch nicht erreicht. Von daher kann der U-Commerce als der Stand gesehen werden, bei dem die M- Charakteristika in vollem Umfang erfüllt sind. Solch eine Welt ist dann gekennzeichnet durch allgegenwärtige Erreichbarkeit und Zugänglichkeit10.

Abbildung 3: Raum-Zeit-Kontinuum11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.4 M-Lokalisierung

M-Lokalisierung beschreibt die Möglichkeit der Lokalisierung einer Person aufgrund ihres mobilen Endgerätes. Dieses ist die wichtigste Eigenschaft um ortsspezifische Mehrwertdienste (location-based services) zu ermöglichen und gilt von daher als das Charakteristikum, das den M-Commerce vom E- Commerce am deutlichsten unterscheidet12.

Die Lokalisierung von Personen durch mobile Endgeräte beruht heutzutage auf Technologien wie beispielsweise GPS13, die eine exakte Bestimmung des geographischen Längen- und Breitengrades erlauben. Beim E-Commerce kann die Identifizierung des Aufenthaltes eines Benutzers nur aufgrund der IPAdresse erfolgen, wobei durch die Verwendung von größtenteils dynamischen IP-Adressen dieses erschwert bzw. unmöglich wird.

2.2.5 M-Identifikation

Mobile Endgeräte verwenden größtenteils Chipkarten zur Authentifizierung des Benutzers. Diese Karten beinhalten sicherheitsrelevante Daten ebenso wie Benutzerdaten und werden in das mobile Endgerät gesteckt14. Dieser Umstand ermöglicht die Entkopplung der Identität des Benutzers vom mobilen Endgerät und erlaubt so den Wechsel des Endgerätes ohne den Wechsel der Identität. Die angesprochene Identität kann als M-Identität bezeichnet werden.

Im Gegensatz dazu ist die Identität eines Benutzers im Kontext des Internets an einen Computer gebunden. Es sind zwei Ansätze zur E-Identifikation möglich. Zum einen auf dem Anwendungs- und zum anderen auf dem Hardware-Level.

Auf dem Anwendungs-Level können Internetapplikationen nur begrenzte Informationen über die Identität eines Benutzers speichern, beispielsweise durch Cookies, und so keine konsistenten und umfassenden Benutzerprofile erstellen.

[...]


1 Synonym verwendete Begriffe sind auch U-, Ultimate- und Über-Commerce. Im Folgenden wird nur noch der Begriff des U-Commerce verwendet werden.

2 Vgl. Andam (2003), S.6

3 Synonym verwendete Begriffe sind auch: Net Economy, Informations- und Netzwerkökonomie

4 Vgl. Curie (2000)

5 In Anlehnung an Junglas (2003)

6 Vgl. Junglas. (2003)

7 In Anlehnung an Junglas. (2003)

8 Weitere Beispiele wären Personal Digital Assistants (PDA), Smart Phones, Laptops, etc.

9 Vgl. Junglas. (2003)

10 Vgl. Junglas (2003)

11 In Anlehnung an Junglas. (2003)

12 Vgl. Junglas (2003)

13 Global Positioning System

14 Vgl. Vedder (2002)

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Ubiquitous commerce
Untertitel
Auf dem Weg zur ultimativen Vernetzung
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Trends und Technologien des Web 2.0
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
23
Katalognummer
V67543
ISBN (eBook)
9783638593960
ISBN (Buch)
9783638672115
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ubiquitous, Trends, Technologien
Arbeit zitieren
Sascha Gabriel (Autor), 2007, Ubiquitous commerce, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67543

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