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Die Gründung Augsburgs und seine römische Geschichte

Title: Die Gründung Augsburgs und seine römische Geschichte

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Hannes Langhammer (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Vor den Alpenfeldzügen des Drusus und des Tiberius war der Augsburger Raum von den Kelten besiedelt. Erste Spuren auf eine keltische Besiedlung finden sich ab der Hallstattzeit ( ca. 730 v. Chr. ). Diese gilt als „Blütezeit“ des Gebiets im Bereich des heutigen Augsburgs. So wurden aus dieser Zeit viele Gräber entdeckt, was für eine damals dichte Besiedlung spricht.1 Außergewöhnlich reiche Grabbeigaben sprechen ebenfalls für ein „goldenes Zeitalter“ während der keltischen Besiedlung. Die nun folgende Latenezeit ( 500 –15 v. Chr.) ist dagegen gekennzeichnet durch wirtschaftlichen Niedergang und wird auch als Unruheperiode angesehen. 2 Die Besiedlungsdichte des Augsburger Raumes nahm, bedingt durch Wanderungen der Kelten in andere Gebiete, stark ab. Bisher fanden sich nur Hinweise auf kleine Siedlungen. Spuren eines oppidum (= keltische Großsiedlung), wie Cäsar sie nannte, fehlen gänzlich.

Deshalb lässt sich die Latenezeit als relativ unbedeutende Epoche im Augsburger Raum beschreiben. Somit bestand aufgrund der dünnen keltischen Vorbesiedlung keinerlei Veranlassung in Augsburg ein römisches Militärlager zu errichten. 3 Dabei gibt es jedoch zwischen den historischen Überlieferungen und der modernen Archäologie deutliche Differenzen.
Laut den schriftlichen historischen Zeugnissen ( Horaz, v. a. aber Strabo´s „Geographika“ ) war Rätien ein von den Kelten relativ dicht besiedelter Raum. Strabo nennt die keltischen Städte Brigantium (= Bregenz), Cambodunum (=Kempten) und Damasia (= der heutige Auerberg).
Infolgedessen müssten an diesen Plätzen reichliche Überreste der Kelten aus der Latenezeit zu finden sein.
Stattdessen finden sich heute aber weder an den oben genannten Orten noch in Augsburg umfangreichere keltische Ausgrabungsfunde. Diese sind nur im Bereich der ehem. „oppida“ (=keltische Großsiedlungen), wie z.B. in Manching bei Grabungen zu Tage getreten.
Somit lässt sich bis heute nicht exakt klären, in welchem Umfang Rätien und im Speziellen der Augsburger Raum vor der römischen Okkupation von den Kelten besiedelt war und auf welchen Widerstand die Römer bei der Eroberung stießen.

Excerpt


Gliederung

1 Der Augsburger Raum in der vorrömischen Zeit ( bis 15 v. Chr. )

2 Das frühkaiserzeitliche Militärlager Augsburg-Oberhausen

3 Augusta Vindelicum

3.1 Die Anfänge

3.2 Das Municipium Aelium Augustum

4 Augsburg in spätrömischer Zeit ( 250 – 450 n.Chr. )

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung Augsburgs von der keltischen Besiedlung in vorrömischer Zeit bis zum Ende der römischen Herrschaft im 5. Jahrhundert nach Christus. Ziel ist es, den Wandel von einem militärischen Stützpunkt hin zur bedeutenden Provinzhauptstadt aufzuzeigen und dabei archäologische Funde sowie historische Überlieferungen kritisch zu analysieren.

  • Analyse der keltischen Besiedlungsstruktur im Augsburger Raum vor der römischen Okkupation.
  • Untersuchung der Bedeutung und Funktion des Militärlagers Augsburg-Oberhausen.
  • Darstellung der Entwicklung von Augusta Vindelicum zur Provinzhauptstadt und zum Municipium.
  • Diskussion der Auswirkungen der Alamanneneinbrüche und des Endes der römischen Zivilverwaltung.

Auszug aus dem Buch

2 Das frühkaiserzeitliche Militärlager Augsburg-Oberhausen

Im Jahr 15 v. Chr. beginnt der römische Feldzug zur Eroberung des Alpen-vorlandes. Laut Horaz kamen dabei Drusus und seine Truppen über den Brenner und das Inntal und besiegten anschließend die Vindeliker, während die Truppen unter dem Kommando des Tiberius die Räter „überrannte“. Insgesamt stießen die römischen Armeen wohl jedoch nicht auf allzu großen keltischen Widerstand.

Auf diese Vermutung lässt auch die Tatsache schließen, dass während des Bestehens des Augsburg- Oberhausener Militärlagers gleichzeitig nur ein weiteres Militärlager existierte, nämlich das am Lorenzberg bei Epfach. Dies bedeutet, dass anscheinend nur wenige militärische Sicherungsanlagen in den Jahren nach der Eroberung des Alpenvorlandes notwendig waren und somit ausgeschlossen werden kann, dass die römischen Besatzer mit starkem keltischen Widerstand sowohl während des Eroberungsfeldzuges selbst als auch in den folgenden Jahren zu kämpfen hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Augsburger Raum in der vorrömischen Zeit ( bis 15 v. Chr. ): Dieses Kapitel beleuchtet die keltische Besiedlung und stellt die Diskrepanz zwischen historischen Berichten und archäologischen Befunden im Augsburger Raum dar.

2 Das frühkaiserzeitliche Militärlager Augsburg-Oberhausen: Hier werden die Gründung, Funktion und das Ende des Militärlagers sowie die Bedeutung der archäologischen Funde für die militärische Präsenz im Alpenvorland erörtert.

3 Augusta Vindelicum: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Zivilsiedlung, deren Aufstieg zur Provinzhauptstadt und die Verleihung des Stadtrechts als Municipium.

4 Augsburg in spätrömischer Zeit ( 250 – 450 n.Chr. ): Der letzte Abschnitt beschreibt die Krisenzeit unter dem Druck der Alamanneneinbrüche, die militärischen und politischen Reformen sowie das schließliche Ende der römischen Herrschaft.

Schlüsselwörter

Augsburg, Augusta Vindelicum, Rätien, Römer, Militärlager, Oberhausen, Kelten, Alpenvorland, Siedlungsgeschichte, Municipium, Archäologie, Spätantike, Alamannen, Via Claudia Augusta, Stadtgründung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der römischen Geschichte Augsburgs, beginnend bei der keltischen Vorbesiedlung bis hin zum Ende der römischen Ära im 5. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die militärische Besetzung durch die Römer, die Entwicklung von der Garnison zur zivilen Provinzhauptstadt sowie die Bedrohung durch germanische Stämme in der Spätantike.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die historische Rekonstruktion der Stadtwerdung unter römischer Herrschaft unter Einbeziehung archäologischer Funde und schriftlicher Quellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von historischen Quellenberichten sowie die Auswertung moderner archäologischer Erkenntnisse und Grabungsberichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die militärische Phase in Oberhausen, die zivile Entwicklung von Augusta Vindelicum und die spätrömische Phase unter dem Druck der Alamanneneinbrüche.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Augusta Vindelicum, Militärgeschichte, römische Provinzverwaltung, Stadtarchäologie und Alamannen geprägt.

Warum ist die archäologische Forschung zum Militärlager Augsburg-Oberhausen so schwierig?

Da das Areal seit den 1930er Jahren überbaut ist, sind direkte archäologische Untersuchungen des Lagers kaum möglich, weshalb viele Fragen zur genauen Lokalisierung offen bleiben.

Welche Bedeutung hatte die Via Claudia Augusta für die Stadt?

Die Fernstraße sicherte die infrastrukturelle Anbindung an Italien und war ein entscheidender Faktor für den Aufstieg der Siedlung zur Provinzhauptstadt.

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Details

Title
Die Gründung Augsburgs und seine römische Geschichte
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Proseminar „Kaiser Augustus und seine Zeit“
Grade
1,4
Author
Hannes Langhammer (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V67586
ISBN (eBook)
9783638604017
ISBN (Book)
9783638754064
Language
German
Tags
Gründung Augsburgs Geschichte Proseminar Augustus Zeit“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannes Langhammer (Author), 2003, Die Gründung Augsburgs und seine römische Geschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67586
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