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Wann beginnt- woher kommt die deutsche Geschichte?

Title: Wann beginnt- woher kommt die deutsche Geschichte?

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Schröder (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Geschichte kann durch unterschiedliche Zugänge erschlossen werden. Gerade bei der exakten Bestimmung des Beginns der „deutschen“ Geschichte stößt mancher Historiker an seine Grenzen. Es kommen zum Beispiel Fragen auf: Wann beginnt die deutsche Geschichte? Wie ist Deutschland entstanden? Was lebten damals für Menschen dort und wer waren sie? Was hatten sie für Absichten und Pläne für die Zukunft? Gab es damals schon das Ziel, eine Nation zu gründen?
In vielen Aufsätzen und Büchern werden diese Themen häufig übergangen bzw. nicht exakt bearbeitet.
Die Arbeit soll den Versuch unternehmen, trotz der Uneinigkeit der Historiker, mögliche Ansätze zu dieser Problematik aufzuzeigen.
Die vorliegende Aufzeichnung stützt sich schwerpunktmäßig auf verschiedene Standardwerke von Joachim Ehlers 1 , Carlrichard Brühl 2 und Josef Fleckenstein 3 sowie den Aufsatz von Johannes Fried: „Wo beginnt - woher kommt die deutsche Geschichte?“ 4 Des Weiteren wurden unterschiedliche andere Werke benutzt, die zum vertiefenden Studium der Materie dienten.
Tatsache ist, dass es nicht „Deutsche“ waren, die das Reich gegründet haben. Klingt paradox! Wer hat denn dann dieses Land erschaffen, was wir Deutschland nennen? Wer sind die Menschen, die als „Deutsche“ charakterisiert werden? Wer waren die „Reichsgründer“? Lässt sich das Ottonische Königtum als Epochenscheide bezeichnen? 5 Wann also entstand die deutsche Geschichte?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der „deutschen“ Geschichte

3. Vermeintliche Ursprünge der „Deutschen“ Geschichte

4. Hegemoniales Kaisertum: Otto der Große (936-973)

4. 1. Aachener Krönung- Otto der Große- erster „deutscher“ König?

4. 2. Von der Lechfeldschlacht zur Kaiserkrönung

4. 3. „Reichskirchensystem“

5. Die Bedeutung der deutschen Sprache

6. Resümee

7. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, trotz historischer Uneinigkeit verschiedene Ansätze zur Entstehung der „deutschen“ Geschichte im Mittelalter aufzuzeigen und die Frage zu klären, ab wann von einer solchen gesprochen werden kann.

  • Methodische Auseinandersetzung mit dem Beginn der deutschen Geschichte
  • Rolle und Herrschaftsverständnis Otto des Großen
  • Funktion und Bedeutung des sogenannten „Reichskirchensystems“
  • Sprachwissenschaftliche Einordnung des Begriffs „deutsch“
  • Prozesshafte Entwicklung zur politischen Einheit im Mittelalter

Auszug aus dem Buch

3. Vermeintliche Ursprünge der „Deutschen“ Geschichte

Seit Beginn hat die sprachlich-kulturelle Vereinigung keine Einheit mit der politischen Herrschaftsbildung gebildet. Deshalb sind die sprachlichen und politischen Grenzen nicht kongruent. Sie hatten dennoch beide eine wechselseitige Wirkung aufeinander. Aus diesem Grund kann von Anfang an von einer doppeldeutigen Geschichte gesprochen werden.

Für die weiteren Betrachtungen ist es wichtig, dass wann immer von „Deutschland“ und den „Deutschen“ die Rede ist, es nicht im ethnischen oder nationalen Sinn verstanden werden darf. Es lässt sich ein treffenderer philologischer Vergleich anstellen, dass es keine Nationalsprache ist, sondern eine Sprachstufe. Die „Deutschen“ waren dahin gehend verbunden, dass sie „deutsch“ redeten. „Deutschland“ meint das Land, dessen Bevölkerung „deutsch“ sprach, nicht die Heimat jenes „deutschen“ Volkes.

Ein möglicher Ansatz ist, dass das „Deutsche Reich“ um 911 n. Chr. aus dem Ostfrankenreich entstanden ist. Dort herrschten bis ins Hochmittelalter drei Dynastien. Als erstes die sächsischen Kaiser im Zeitraum von 919 - 1024, mit Ausnahme Konrad I., der kein Sachse war. In der Zeitspanne zwischen 1024 – 1125 regierten die salischen Kaiser (Salier) und von 1137 - 1250 die Staufer.

Das Westfrankenreich entwickelte sich zu Frankreich, das ab 987 von den Capetingern regiert wurde. Im Gegensatz zum romanisierten Westfrankenreich war das germanische Ostfrankenreich außerhalb des antiken Römischen Reiches gelegen und dadurch mehr durch das Eigenbewußtsein der Stämme und Stammesherzöge geprägt. Dieses Merkmal hat die deutsche Geschichte mitgeprägt. Das „deutsche“ Volk war nicht die Vorraussetzung für die Entstehung eines „deutschen“ Staates, vielmehr das Ergebnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit, den exakten Beginn der deutschen Geschichte zu bestimmen, und stellt die zentralen Forschungsfragen der Arbeit vor.

2. Grundlagen der „deutschen“ Geschichte: Dieses Kapitel erläutert, dass die Anfänge in einer überlieferungslosen Vorgeschichte liegen und die Entstehung der deutschen Nation als politischer Prozess statt als punktuelles Ereignis zu verstehen ist.

3. Vermeintliche Ursprünge der „Deutschen“ Geschichte: Hier wird die sprachliche und politische Entwicklung beleuchtet, wobei der Fokus auf dem Ostfrankenreich und der Entstehung von Identitäten liegt.

4. Hegemoniales Kaisertum: Otto der Große (936-973): Dieser Abschnitt analysiert die Herrschaft Ottos I., seine Krönung sowie die militärischen und administrativen Säulen seines Machtausbaus.

4. 1. Aachener Krönung- Otto der Große- erster „deutscher“ König?: Es wird untersucht, inwieweit die Krönung in Aachen 936 als symbolischer Beginn eines deutschen Bewusstseins gewertet werden kann.

4. 2. Von der Lechfeldschlacht zur Kaiserkrönung: Das Kapitel behandelt den Sieg über die Ungarn 955 und die anschließende Kaiserkrönung von 962 als zentrale Meilensteine für das Einheitsbewusstsein.

4. 3. „Reichskirchensystem“: Diese Analyse beschreibt das Reichskirchensystem als zentralen Machtpfeiler, der auf der Verfügungsgewalt des Königs über die Kirche beruhte.

5. Die Bedeutung der deutschen Sprache: Der Fokus liegt auf der etymologischen Herkunft und dem Wandel des Begriffs „deutsch“ sowie dessen Bedeutung im 10. bis 12. Jahrhundert.

6. Resümee: Die Zusammenfassung betont, dass die Entstehung des Deutschen Reiches ein langwieriger, mehrschichtiger Prozess war, der weit über einzelne historische Daten hinausgeht.

7. Literaturliste: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Deutsche Geschichte, Mittelalter, Otto der Große, Reichskirchensystem, Ostfrankenreich, Lechfeldschlacht, Stammesherzogtümer, Deutschland, Identität, Volkwerdung, Herrschaftsbildung, Sprachgeschichte, Karolinger, Nation, Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Ursprünge und den Beginn der „deutschen“ Geschichte im Mittelalter und hinterfragt, ab wann man von Deutschland oder den Deutschen sprechen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die politische Entwicklung aus dem Ostfrankenreich, die Herrschaft der Ottonen, die Funktion der Kirche als Machtinstrument sowie die sprachliche Evolution des Begriffs „deutsch“.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Uneinigkeit unter Historikern aufzugreifen und zu zeigen, dass die deutsche Geschichte auf einem komplexen Prozess beruht und nicht auf einem einzelnen Gründungsdatum festzumachen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse anerkannter Standardwerke zur mittelalterlichen Geschichte und vergleicht verschiedene Thesen zur Entstehung des Reiches.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Grundlagenbetrachtung, die Analyse der Ursprungsdebatten, die Untersuchung der Herrschaft Ottos des Großen sowie die philologische Untersuchung der deutschen Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Deutsche Geschichte, Reichskirchensystem, Otto der Große, Ostfrankenreich, Identität und Volkwerdung.

Welche Rolle spielte die Lechfeldschlacht für das Einheitsbewusstsein?

Der Sieg über die Ungarn im Jahr 955 wird als historisch bedeutsam eingestuft, da er die Machtstellung Ottos I. sicherte und einen wesentlichen Schub für das gemeinsame Einheitsbewusstsein im Reich bedeutete.

Warum wird der Begriff „Reichskirchensystem“ in der Forschung kritisch betrachtet?

Der Begriff ist umstritten, da das Wort „System“ suggeriert, es handele sich um einen bewussten politischen Geistesblitz, während es eher als gewachsene Machtstruktur zu verstehen ist.

Inwiefern beeinflusste die Sprache die Identitätsbildung?

Die Arbeit stellt fest, dass die Sprache (als Sprachstufe) zwar ein verbindendes Element war, aber zunächst keine nationale Identität im modernen Sinne begründete; die Identität entwickelte sich vielmehr organisch über Jahrhunderte.

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Details

Title
Wann beginnt- woher kommt die deutsche Geschichte?
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Course
PS: Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte- Die 'deutschen' Päpste im Mittelalter
Grade
1,7
Author
Susanne Schröder (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V67611
ISBN (eBook)
9783638604093
ISBN (Book)
9783656778370
Language
German
Tags
Wann Geschichte Einführung Studium Geschichte- Päpste Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Schröder (Author), 2006, Wann beginnt- woher kommt die deutsche Geschichte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67611
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