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Gender Mainstreaming und Frauenpolitik

Titel: Gender Mainstreaming und Frauenpolitik

Hausarbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Stefanie Witt (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Geschichte Deutschlands zeigt, dass Politik über Jahrhunderte hinweg eine reine Männerdomäne war. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts begannen feministische Wissenschaftlerinnen die Gleichsetzung von Politik und Männern kritisch in Frage zu stellen. Seit dem bekommen Frauen immer mehr Recht zugesprochen, doch auch in der heutigen Zeit ist noch lange nicht von einer Gleichberechtigung von Mann und Frau zu sprechen. Doch diese Gleichberechtigung wirkt auf beiden Seiten. Es gibt Bereiche, in denen Männer unterrepräsentiert und nicht gleichberechtigt sind, ebenso, wie es vor allem in der Politik und in Führungspositionen eine Gleichberechtigung der Frau noch lange nicht gibt. In Deutschland existiert immer noch ein hierarchisches Geschlechterverhältnis, welches auch für Männer mit einem anderen Lebenskonzept, wie z.B. eine familienorientierte Lebensführung, die Gleichstellung in der Gesellschaft erschwert. Die Frauenbewegungen in der Geschichte Deutschlands hat das Konzept der Frauenpolitik hervorgebracht. In diesem Konzept geht es einzig und allein um die Belange der Frau, sowie derer Gleichberechtigung. Da aber nicht nur Frauen um Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Gesellschaft bemüht sind, hat sich in den 80er Jahren das Konzept des Gender Mainstreamings entwickelt, welches viel breiter gefaßt und auch um die Gleichberechtigung des Mannes bemüht ist. In dieser Arbeit soll die Frauenpolitik mit dem Gender Mainstreaming Konzept verglichen und die Differenzen herausgearbeitet werden. Hauptfrage dabei ist, ob beide Konzepte das gleiche Ziel verfolgen. Im Ersten Teil der Arbeit (Punkt 2) soll kurz die Frauenpolitik definiert sowie eine Darstellung der historischen Entwicklung und der heutigen Situation der Frauenpolitik in Deutschland erläutert werden. Der Zweite Teil (Punkt 3) befasst sich dann etwas ausführlicher mit dem Konzept des Gender Mainstreaming. Unter anderem werden Aspekte der rechtlichen und politischen Voraussetzungen, Ziele und die Frage nach der Funktionsweise des Gender Konzeptes erklärt. Der Punkt 4 beinhaltet die Differenzierung der beiden Konzepte und welche neuen Aspekte das Gender Mainstreaming mit sich bringt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauenpolitik

2.1. Definition

2.2. Geschichte der Frauenbewegung und Frauenpolitik

2.3. Zur aktuellen Situation von Frauen in Deutschland

2.4. Frauenpolitik in Deutschland

3. Gender Mainstreaming

3.1. Definition

3.2. Rechtliche und politische Voraussetzungen und Vorgaben

3.3. Geschichte des Konzeptes

3.4. Ziele

3.5. Verfahren

3.6. Wie funktioniert Gender Mainstreaming?

4. Unterschiede zwischen Gender Mainstreaming und Frauenpolitik

4.1. Differenz von Gender Mainstreaming zur Frauenpolitik

4.2. Das Neue an Gender Mainstreaming

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von klassischer Frauenpolitik und dem neueren Konzept des Gender Mainstreamings. Ziel der Untersuchung ist es, die Unterschiede beider Ansätze herauszuarbeiten und die zentrale Frage zu beantworten, ob beide Konzepte das gleiche Ziel der Gleichstellung verfolgen.

  • Historische Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland
  • Aktuelle sozioökonomische Situation und Benachteiligung von Frauen
  • Konzeptionelle Grundlagen und Definitionen von Gender Mainstreaming
  • Rechtliche Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene
  • Methoden und Instrumente der Implementierung von Gender Mainstreaming

Auszug aus dem Buch

3.6. Verfahren - Wie funktioniert Gender Mainstreaming?

Zu Beginn ist zu sagen, dass es nicht die universelle Gender Mainstreaming Methode gibt, die auf alle Sachgebiete und Fragen passt. Das Gender Mainstreaming Verfahren verlangt von den Umsetzungsverantwortlichen Kreativität, neue spezielle Methoden und Instrumente zu entwickeln und zu testen. Entscheidungsprozesse im Sinne des Gender Mainstreaming sind immer dann von Bedeutung, wenn ein Vorhaben Menschen, also Frauen und Männer, betrifft. Es gibt drei Gruppen bisher entwickelter und erprobter Instrumente: Erstens die analytischen Instrumente, wie z.B. geschlechterdifferenzierte Statistiken und Analysen, Checklisten, Gleichstellungsprüfungen. Zweitens die Bildungsinstrumente wie Schulungen und Gender-Trainings, und Drittens die Konsultationsinstrumente wie die Einrichtung von Lenkungs- und Steuerungsgruppen, Befragungen, Anhörungen etc.

Die Durchführung von Gender Mainstreaming Prozessen ist vergleichbar mit anderen Veränderungsprozessen in Organisationen. Daher gelten die gleichen Grundsätze im Vorgehen, die auch für die Organisationsentwicklung von Relevanz sind. Es gibt drei Orientierungspunkte, die für einen erfolgreichen Gender Mainstreaming Prozess von Bedeutung sind. Vergleichbar sind diese Punkte mit der Gleichstellungsprüfung der Europäischen Kommission und sind als analytische Instrumente einzuordnen.

Am Anfang eines Veränderungsprozesses wird eine Datenerhebung zum Ist-Stand durchgeführt. Hierbei geht es um die Prüfung und Feststellung der geschlechtsspezifischen Relevanz. Im zweiten Arbeitsschritt geht es um die Bewertung der geschlechtsspezifischen Auswirkung der Maßnahme anhand von verschiedenen Kriterien. Zu den Kriterien zählen u.a. Unterschiede zwischen Frauen und Männern in Bezug auf Beteiligung, Ressourcen, Normen und Werte, die die Geschlechterrollen beeinflussen, Rechte sowie Zugang zu Rechten. Gleichzeitig werden in dieser Phase gleichstellungspolitische Ziele entwickelt, die die Richtung der Veränderung betreffen. Hierbei müssen die Mitarbeiter/innen aktiv am Veränderungsprozess beteiligt werden, eigene Ideen einbringen und auch einen eigenen Nutzen für sich erkennen können. Der dritte Schritt ist die Umsetzung, diese bedarf einer prozessorientierten Steuerung. Für die Umsetzung des Veränderungsprozesses bedarf es einer sorgfältigen Organisation des Veränderungsprozesses, der Bereitstellung der notwendigen Ressourcen und der Klärung der Aufgaben und Rollen zwischen den beteiligten Personen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Männerdomäne Politik sowie die Notwendigkeit von Frauenpolitik und stellt das Vergleichskonzept zum Gender Mainstreaming vor.

2. Frauenpolitik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Frauenpolitik, beleuchtet deren Geschichte und analysiert die aktuelle benachteiligte Situation von Frauen in Deutschland.

3. Gender Mainstreaming: Hier wird das Konzept des Gender Mainstreamings umfassend erläutert, inklusive seiner Definition, Entstehungsgeschichte, Zielsetzung sowie der notwendigen politischen und methodischen Voraussetzungen.

4. Unterschiede zwischen Gender Mainstreaming und Frauenpolitik: Dieses Kapitel arbeitet die konzeptionellen Differenzen heraus und zeigt auf, welche neuen Aspekte Gender Mainstreaming im Vergleich zur klassischen Frauenpolitik einbringt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Ansätze gleichberechtigte Ziele verfolgen, jedoch unterschiedliche Strategien anwenden, und betont den fortbestehenden Handlungsbedarf der Politik.

Schlüsselwörter

Frauenpolitik, Gender Mainstreaming, Gleichstellung, Chancengleichheit, Geschlechterrolle, Sozialmanagement, Diskriminierung, Gleichberechtigung, Arbeitsmarkt, Geschlechtergerechtigkeit, Empowerment, Reformpolitik, Gender-Forschung, Familienpolitik, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit vergleicht die zwei Konzepte der Frauenpolitik und des Gender Mainstreamings hinsichtlich ihrer Ziele und Methoden in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Frauenbewegung, die Analyse bestehender geschlechtsspezifischer Ungleichheiten in der Gesellschaft sowie die methodische Umsetzung von Gleichstellungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Differenzierung beider Ansätze und die Klärung der Frage, ob beide Konzepte das gleiche Ziel der tatsächlichen Gleichstellung verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, bei der aktuelle Fachliteratur und offizielle Berichte zum Vergleich der beiden Politikansätze herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Frauenpolitik sowie die Entstehung und Anwendung von Gender Mainstreaming detailliert dargestellt und anschließend gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Frauenpolitik, Gender Mainstreaming, Chancengleichheit und Gleichstellung definieren.

Wie unterscheidet sich Gender Mainstreaming konkret von der klassischen Frauenpolitik?

Während Frauenpolitik als Instrument gezielt bei Benachteiligungen von Frauen ansetzt, verfolgt Gender Mainstreaming einen breiteren, strukturellen Ansatz, der bei allen politischen Entscheidungen ansetzt und beide Geschlechter in den Blick nimmt.

Warum ist laut der Autorin trotz Gleichstellungsbemühungen weiterhin Handlungsbedarf gegeben?

Die Autorin stellt fest, dass in Führungspositionen und bei der Entlohnung weiterhin massive Diskrepanzen bestehen und strukturelle Barrieren wie die Doppelbelastung von Frauen durch Familie und Beruf die Chancengleichheit behindern.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gender Mainstreaming und Frauenpolitik
Hochschule
Universität Lüneburg
Veranstaltung
Management
Note
2,7
Autor
Stefanie Witt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V67719
ISBN (eBook)
9783638604741
ISBN (Buch)
9783656803911
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Mainstreaming Frauenpolitik Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Witt (Autor:in), 2006, Gender Mainstreaming und Frauenpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67719
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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