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Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit

Eine kritische Lebenssituation und ihre Bewältigung

Title: Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit

Seminar Paper , 2002 , 29 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Isabel Ebber (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit in unterschiedlichen Dimensionen. In diese Arbeit integriert ist im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit die Forschung in Vergangenheit und Gegenwart, die nationale und internationale Forschung mit ihren Forschungsinhalten, Forschungsschwerpunkten, Forschungsmethoden, Forschungsergebnissen und Forschungsdebatten. Auf folgende Fragen soll im Verlauf dieser Arbeit versucht werden, eine mögliche Antwort zu geben:
1. Was bedeutet (psychische) Gesundheit?
2. Mit welchen Forschungsdesigns, Hypothesen und Forschungsmethoden untersucht die wissenschaftliche Forschung den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit?
3. Welche Struktur hat der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit?
4. Wie und wodurch wird der Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit beeinflusst?
5. Warum wirkt Arbeitslosigkeit auf die psychische Gesundheit?
6. Wie wird Arbeitslosigkeit verarbeitet?
7. Welche Rolle hat die Arbeit für den Menschen und seine Gesundheit?
8. Welchen Einfluss haben Persönlichkeitsdispositionen auf die Verarbeitung von Arbeitslosigkeit?
9. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Individuum, Arbeit, gesellschaftlichem Wertsystem, Anerkennung und Identität?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Leitfaden

II. Erzeugt Arbeitslosigkeit Krankheit oder Krankheit Arbeitslosigkeit ?

II. 1. Begriff Gesundheit - Messung von Gesundheit - Forschungsdesign – Forschungsdebatte

II. 2. Forschungsresultate als Unterstützung für die Selektionshypothese

II. 3. Forschungsresultate als Unterstützung für die Kausationshypothese

II. 4. Forschungsresultate als Unterstützung für die Selektionshypothese und die Kausationshypothese

II. 5. Ein Fazit aus der Kausations-Selektions-Debatte

III. Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit Variationen – Strukturen – Prozesse – Mechanismen –Verarbeitung

IV. Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit im Zusammenhang mit der Rolle der Arbeit für Ansehen und Identität

V. Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit unter Berücksichtigung historischer und aktueller nationaler sowie internationaler Forschungsergebnisse. Das primäre Ziel ist es, die wechselseitigen Wirkungsmechanismen – insbesondere im Kontext der Kausations-Selektions-Debatte – zu analysieren und die Rolle der Erwerbsarbeit für Identität und soziale Anerkennung kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der kausalen und selektiven Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit.
  • Diskussion theoretischer Modelle zur psychischen Verarbeitung von Arbeitslosigkeit.
  • Untersuchung der Bedeutung von Arbeit für Selbstwertgefühl und soziale Identität.
  • Betrachtung von Einflussfaktoren wie Arbeitsqualität, soziale Unterstützung und individuelle Ressourcen.

Auszug aus dem Buch

II. 2. Forschungsresultate als Unterstützung für die Selektionshypothese

Mastekaasa vom „Institute of Social Research“ in Oslo, untersucht in einer 1996 veröffentlichten Interviewstudie mit 3 829 norwegischen Probanden im Längsschnitt bei zwei Wellen zu 1989 und 1993 das Verhältnis zwischen dem Gesundheitszustand und der Wiedereingliederung in den Beruf. Neben den abhängigen Variablen „Job loss“ und „re employment“ integriert der Interviewbogen als unabhängige Variablen „Health measures“ für psychische und physische Krankheitssymptome und Kontrollvariablen zur Erfassung der Sozialdaten und der Arbeitssituation.

Der psychische Gesundheitszustand wird durch 4 Items in Form von Fragen zum Bestand von Nervosität, Sorge, Rastlosigkeit, Depressionen, Müdigkeit, Unpässlichkeit und Konzentrationsschwäche in den vergangenen Monaten, per Ordinalskala einzuschätzen, erfasst. Die Regressionsanalyse in Bezug auf „selection into unemployment“ erlaubt folgende Wahrscheinlichkeitsaussage: „A unit increase in the [psychological] distress score is associated with a 22% increase in the probability of lay-offs.“ […] On the other hand, there is no evidence of selection with regard to physical health.”

Zusammenfassung der Kapitel

I. Leitfaden: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit anhand aktueller Statistiken.

II. Erzeugt Arbeitslosigkeit Krankheit oder Krankheit Arbeitslosigkeit ?: Hier werden verschiedene empirische Forschungsdesigns vorgestellt und die zentrale Kausations-Selektions-Debatte erläutert, um zu klären, inwieweit Gesundheit den beruflichen Status beeinflusst oder umgekehrt.

III. Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit Variationen – Strukturen – Prozesse – Mechanismen –Verarbeitung: Dieses Kapitel analysiert klassische und moderne theoretische Erklärungsmodelle zur psychischen Reaktion auf Arbeitslosigkeit, wie etwa das Deprivationsmodell von Jahoda.

IV. Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit im Zusammenhang mit der Rolle der Arbeit für Ansehen und Identität: Die Analyse konzentriert sich hier auf die gesellschaftliche Stigmatisierung und die Identitätskrise, die durch den Verlust der Arbeit und damit verbundenen Anerkennungsverlust entstehen kann.

V. Schlusswort: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit wissenschaftlich fundierter Unterstützung für Arbeitslose zur Vorbeugung von Chronifizierungen.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, psychische Gesundheit, Kausationshypothese, Selektionshypothese, Identitätskrise, Stigmatisierung, Deprivationsmodell, Arbeitsmarktforschung, Gesundheitsverhalten, psychosomatische Symptome, soziale Unterstützung, psychische Belastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den vielschichtigen Zusammenhang zwischen der Erfahrung von Arbeitslosigkeit und dem psychischen Gesundheitszustand von Individuen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Kausations-Selektions-Debatte, die Bedeutung von Erwerbsarbeit für Identität und Anerkennung sowie die psychologische Verarbeitung von Arbeitslosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die wissenschaftliche Forschung zu hinterfragen, ob Arbeitslosigkeit Krankheit verursacht oder ob bereits bestehende gesundheitliche Einschränkungen zur Arbeitslosigkeit führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine umfangreiche Literaturanalyse und wertet diverse nationale und internationale empirische Studien sowie theoretische Erklärungsmodelle aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Forschungsdesigns, verschiedene theoretische Modelle wie das Deprivationsmodell und untersucht die Rolle der sozialen Stigmatisierung für das Individuum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen insbesondere Arbeitslosigkeit, psychische Gesundheit, Selektions- und Kausationshypothese sowie Identitätskrise.

Welche Rolle spielen "Moderatorvariablen" in der Untersuchung?

Moderatorvariablen wie Alter, Geschlecht oder soziale Netzwerke beeinflussen die Ausprägung der psychischen Belastung und werden herangezogen, um Unterschiede in der individuellen Verarbeitung zu erklären.

Warum ist die "Marienthalstudie" für diese Arbeit wichtig?

Sie gilt als historischer Ausgangspunkt der modernen Arbeitslosenforschung und dient als Basis für das Verständnis psychischer Reaktionen auf Arbeitslosigkeit im soziographischen Kontext.

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Details

Title
Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit
Subtitle
Eine kritische Lebenssituation und ihre Bewältigung
College
University of Duisburg-Essen  (Fachbereich 1 – Psychologie)
Course
Grundstufenseminar: Kritische Lebensereignisse und ihre Bewältigung
Grade
sehr gut
Author
Isabel Ebber (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V6771
ISBN (eBook)
9783638142700
ISBN (Book)
9783638639613
Language
German
Tags
Arbeitslosigkeit Gesundheit Grundstufenseminar Kritische Lebensereignisse Bewältigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Ebber (Author), 2002, Arbeitslosigkeit und psychische Gesundheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6771
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