Verkehrserziehung in der Grundschule


Hausarbeit, 2006

19 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Richtlinien
2.1. Verkehrserziehung in der 1. und 2. Klasse
2.2. Verkehrserziehung in der 3. und 4. Klasse

3. Mobilitätserziehung in der Grundschule
3.1. Sicherheitserziehung
3.2. Sozialerziehung
3.3. Gesundheiterziehung
3.4. Umwelterziehung

4. EVAG macht Schule
4.1. Die theoretische Stunde
4.2. Der Linienplan
4.3. Der Fahrplan
4.4. Die Vorbereitung der Rallye

5. Das Bus- und Bahntraining
5.1. Die Rallye

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser schriftlichen Ausarbeitung möchte ich auf das Thema Mobilitäts- und Verkehrserziehung in der Grundschule sowie auf das Projekt von der Essenerverkehrsgesellschaft „EVAG macht Schule“ eingehen.

Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der Verkehrsgesellschaft „EVAG“ und dem Arbeitsbereich Mobilitätserziehung der Universität Duisburg – Essen.

Im ersten Kapitel meiner Ausarbeitung werde ich auf die Richtlinien des Landes NRW eingehen. Bei den Richtlinien beziehe ich mich ausschließlich auf die Grundschule, da dies auch mein Studienschwerpunkt ist.

In diesem Kapitel werde ich auf die Aufgaben und Ziele der Verkehrserziehung und insbesondere das was gelehrt werden soll bzw. muss, eingehen.

Im zweiten Kapitel wird dann beschrieben, welche Ziele die Mobilitätserziehung im Einzelnen verfolgt. Hierbei werden die Teilgebiete, die laut den Richtlinien Thema in der Grundschule seien sollen, hervorgehoben.

Im dritten Kapitel wird dann auf das Projekt „EVAG macht Schule“ eingegangen.

Zunächst wird die theoretische Stunde erläutert und im Anschluss daran der praktische Teil. Der praktische Teil ist in zwei gegliedert. Zuerst fahren die Schüler zum Betriebsgelände der EVAG, wo ihnen verschiedene Alltagsituationen demonstriert werden und zum Schluss folgt eine Rallye mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt Essen.

Im letzten Kapitel wird noch einmal alles Wichtige zusammengefasst, wobei ich hier zunächst auf die Verkehrserziehung in der Grundschule und danach auf das Projekt „EVAG macht Schule“ eingehen werde.

2. Richtlinien

Die Aufgaben und Ziele der Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Schule bestehen laut Beschluss der Kultusministerkonferenz zur Verkehrserziehung vom 17.06.1994 darin, die Schüler die notwendigen Kenntnisse zu vermitteln, um sie für eine verantwortliche Teilname am Straßenverkehr zu befähigen.[1]

Die Schüler sollen insbesondere die Verkehrsräume und Verkehrsmittel kennen lernen, denn es ist wichtig, dass sie die Regeln im Straßenverkehr verstehen und beachten.

In der Grundschule werden besonders die Bereiche der Sicherung des Schulweges sowie die Radfahrausbildung thematisiert.

Sie sollen frühzeitig einen Verkehrssinn entwickeln, um sich schließlich im Straßenverkehr sicher bewegen zu können.

2.1. Verkehrserziehung in der 1. und 2. Klasse

In der ersten und zweiten Klasse sollen die intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten der Kinder trainiert werden, um sich sicher und selbstständig im Straßenverkehr orientieren zu können.

Sie sollen lernen, sich im Straßenverkehr zu Recht zu finden, sei es als Fußgänger, Fahrradfahrer oder Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel.

Damit dies erreicht werden kann, werden in den ersten beiden Grundschuljahren drei Themenkreise behandelt. Zum einen „Schul- und Wohnumgebung“, zum Zweiten „Unterwegssein bei schlechten Sichtverhältnissen“ und zuletzt „Bewegungssicherheit und das Radfahrtraining“.

Zum ersten Themenkreis gehört das Training der Wahrnehmung und Schulung der Sinne im Bezug auf Geräusche, Lichtzeichen, Raumorientierung, Entfernungen, Geschwindigkeiten sowie Formen und Farben als Bedeutungshilfen.

Des Weiteren soll kennen gelernt werden die Einschränkung der Wahrnehmung in Bezug auf den Weg unter Zeitdruck, den Weg in der Gruppe sowie den Weg unter Einfluss von unterschiedlicher Stimmung. Die Kinder sollen lernen in den verschiedensten Situationen den Straßenverkehr zu beachten und sich dementsprechend zu verhalten. Sie müssen in der Lage sein, Situationen und Gefahren im Verkehr zu erkennen.

Den Kindern müssen alltägliche Situationen, wie zum Beispiel parkende Fahrzeuge an Zebrastreifen, erhöhte Geschwindigkeit bei Autofahrern oder aber auch die schlechte Sicht des Busfahrers bewusst gemacht werden.

Verantwortungsvolles und situationsgerechtes Verhalten der Schüler ist sehr wichtig, nur so können die Schulwege sicherer werden.

Beim zweiten Themenkreis, „unterwegs bei schlechten Sichtverhältnissen“, ist es wichtig, dass den Kindern bewusst gemacht wird, welche Auswirkungen Dunkelheit, trübes Wetter, Regen, Schnee und Eis haben können. Sie müssen die Bedeutung von hellen Farben und Reflektoren an Kleidung und an Schultasche sowie die Beleuchtung am Fahrrad nachvollziehen können und sie als notwenig akzeptieren.

Im dritten Themenbereich soll die Sensomotorik und die Reaktionsfähigkeit der Kinder geschult werden.

Des Weiteren sollen sie in der Lage sein, ihr eigenes Fahrrad hinsichtlich seiner Verkehrssicherheit zu überprüfen. Ihnen muss bewusst gemacht werden, wofür die einzelnen Teile am Fahrrad nötig sind und das Tragen eines Fahrradhelmes von ganz großer Bedeutung ist.[2]

Situationsgerechtes und verantwortungsvolles Verhalten auf den unterschiedlichsten Wegen, sowie das Überqueren einer Fahrbahn sei es als Fahrradfahrer, Inliner oder Skateboarder soll erworben werden.[3]

2.2. Verkehrserziehung in der 3. und 4. Klasse

In der dritten und vierten Klasse werden noch einmal die beiden bereits bekannten Themenkreise „Schul- und Wohnumgebung“ sowie „Bewegungssicherheit und Radfahrausbildung“ aufgegriffen und vertieft.

Im ersten Themenkreis wird insbesondere auf das umweltbewusste Verhalten und Handeln eingegangen. Den Schülern sollen die Gesundheitsgefährdungen durch Lärm, Abgase und Geschwindigkeit verdeutlicht werden.

Um sich sicher im Straßenverkehr zu verhalten, sollen die Schüler ihre erworbenen Kenntnisse über Verkehrsregeln und –zeichen in der Verkehrsrealität anwenden. Sie sollen aber auch in der Lage sein, anderen Verkehrsteilnehmern Hilfestellungen leisten zu können, um somit Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln.

Sie müssen aber auch lernen mit eigenen Emotionen und Reaktionen umzugehen und sich dementsprechend richtig zu verhalten.

Die Sensomotorik und die Reaktionsfähigkeit werden in den beiden Schuljahren auf verschiedenster Weise trainiert. Sie werden mit Sportgeräten (wie zum Beispiel Inliner oder Skateboard) und Fahrrädern, aber auch ganz ohne Geräte geübt.

Die Verkehrssicherheit mit dem Fahrrad wird anhand einer Radfahrausbildung überprüft. Diese findet nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch statt.

Erst nach erfolgreichem Abschließen dieser Ausbildung, ist es den Kindern erlaubt, sich mit ihrem Fahrrad frei im Straßenverkehr zu bewegen.[4]

3. Mobilitätserziehung in der Grundschule

Im Folgenden werden die Aufgaben und Ziele der Mobilitätserziehung bzw. –bildung beschrieben. Neben der Verkehrserziehung werden auch die Bereiche Sicherheitserziehung, die Sozialerziehung, die Umwelterziehung und die Gesundheitserziehung thematisiert. Die Schüler sollen Interesse an verkehrsbezogene Themen und Inhalte zeigen. Dabei werden drei Lernziele behandelt[5]:

1. Information und Aufklärung über Mobilität und Verkehr
2. Veränderung von Einstellung, Motiven und emotionalen Bewertungen
3. Veränderung des zukünftigen Mobilitätsverhalten

[...]


[1] Vgl.: ministerielle Rahmenvorgabe zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung in NRW. 2003. Seite 1

[2] Vgl.: ministerielle Rahmenvorgabe zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung in NRW. 2003. Seite 4 f

[3] Vgl.: Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW (Hrsg.): Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Schule: Rahmenvorgabe. Ritterbach Verlag. Frechen. 2003. Seite 9 ff

[4] Vgl.: ministerielle Rahmenvorgabe zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung in NRW. 2003. Seite 5 f

[5] Vgl.: Limbourg, Maria / Flade, Antje / Schönharting, Jörg: Mobilität im Kindes- und Jugendalter. Leske und Büdrich. Opladen. 2000. Seite 164

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Verkehrserziehung in der Grundschule
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Autor
Jahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V67745
ISBN (eBook)
9783638604949
Dateigröße
506 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verkehrserziehung, Grundschule
Arbeit zitieren
Angelique Scholtyssek (Autor), 2006, Verkehrserziehung in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67745

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