Dieser Arbeit liegen die unterschiedlichen Befugnisse des Staatsoberhauptes der Weimarer Republik und des Staatsoberhauptes der Bundesrepublik Deutschland zugrunde. Die Arbeit im Parlamentarischen Rat und die dortigen Entscheidungsfindungsprozesse, die das Amt des Bundespräsidenten betreffen, werden ebenso erläutert, wie die historischen innen- und außenpolitischen Verhältnisse, die weitere Argumente für das vorwiegend repräsentativ ausgelegte Präsidentenamt liefern.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung:
- 2. Die Gestaltung des Amtes des Bundespräsidenten...
- 2.1 Die Befugnisse des Reichspräsidenten.........
- 2.2 Die Befugnisse des Bundespräsidenten.……………………..\li>
- 2.3 Die Arbeit im Parlamentarischen Rat - die Entwicklung des Amtes des Bundespräsidenten
- 2.4 Die außen- und innenpolitische Lage als zusätzliche Gründe für die Entscheidungsfindung im Parlamentarischen Rat..
- 3. Fazit.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung des Amtes des Bundespräsidenten in der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zum Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Sie beleuchtet die Befugnisse beider Ämter, analysiert die Entscheidungsfindungsprozesse im Parlamentarischen Rat und beleuchtet die historischen innen- und außenpolitischen Bedingungen, die die Gestaltung des Bundespräsidentenamtes beeinflusst haben.
- Die Gestaltung des Bundespräsidentenamtes im Kontext der Weimarer Republik und der negativen Erfahrungen mit dem Reichspräsidenten
- Die Befugnisse des Reichspräsidenten und des Bundespräsidenten im Vergleich
- Die Rolle des Parlamentarischen Rates bei der Ausgestaltung des Bundespräsidentenamtes
- Die Bedeutung der historischen Umstände für die Gestaltung des Bundespräsidentenamtes
- Die repräsentative Funktion des Bundespräsidenten im Vergleich zu den exekutiven Befugnissen des Reichspräsidenten
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung:
Die Einleitung stellt den Kontext der Entstehung des Grundgesetzes und des Amtes des Bundespräsidenten nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Sie beschreibt die Herausforderungen, vor denen die Verfassungsgeber standen, und die Notwendigkeit, aus den Fehlern der Weimarer Republik zu lernen. Insbesondere wird die Rolle des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik als ein Schlüsselfaktor für die Entstehung des Nationalsozialismus hervorgehoben.
2. Die Gestaltung des Amtes des Bundespräsidenten
Dieses Kapitel widmet sich der Entwicklung des Bundespräsidentenamtes. Zuerst werden die Befugnisse des Reichspräsidenten der Weimarer Republik erläutert und mit den Befugnissen des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland verglichen. Anschließend wird die Arbeit des Parlamentarischen Rates und die Entscheidungsfindungsprozesse im Zusammenhang mit dem Bundespräsidentenamt untersucht. Das Kapitel schließt mit einer kurzen Darstellung der historischen innen- und außenpolitischen Verhältnisse, die die Gestaltung des Bundespräsidentenamtes beeinflusst haben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen des Bundespräsidentenamtes, der Weimarer Republik, des Reichspräsidenten, des Parlamentarischen Rates, des Grundgesetzes, der Repräsentation und der Exekutive. Sie analysiert die Entwicklung des Staatsoberhauptes und die Gestaltung seiner Befugnisse im Kontext der deutschen Geschichte und der negativen Erfahrungen mit dem Reichspräsidenten.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheiden sich die Befugnisse des Reichspräsidenten und des Bundespräsidenten?
Der Reichspräsident der Weimarer Republik hatte weitreichende exekutive Befugnisse (z. B. Notverordnungen), während der Bundespräsident heute primär repräsentative Aufgaben wahrnimmt.
Warum wurde das Amt des Bundespräsidenten so schwach konzipiert?
Die Verfassungsgeber im Parlamentarischen Rat wollten eine Wiederholung der Geschichte verhindern, in der die Machtfülle des Reichspräsidenten den Aufstieg des Nationalsozialismus begünstigte.
Welche Rolle spielte der Parlamentarische Rat?
Der Rat erarbeitete das Grundgesetz und legte die spezifischen, eingeschränkten Kompetenzen des Staatsoberhauptes fest, um die Stabilität der parlamentarischen Demokratie zu sichern.
Welche historischen Verhältnisse beeinflussten die Gestaltung des Amtes?
Neben den Erfahrungen aus Weimar spielten auch die innen- und außenpolitische Lage nach dem Zweiten Weltkrieg eine entscheidende Rolle für die Neugestaltung des Amtes.
Ist der Bundespräsident heute völlig machtlos?
Nein, er hat formale Prüfungsrechte bei Gesetzen und eine wichtige moralische und integrierende Funktion, auch wenn seine politische Entscheidungsgewalt sehr begrenzt ist.
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- Katrin Schulze (Author), 2005, Das Amt des Bundespräsidenten - Eine Entwicklung mit Hindernissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67779