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Die Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses in den ehemaligen Sowjetrepubliken

Title: Die Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses in den ehemaligen Sowjetrepubliken

Research Paper (postgraduate) , 2007 , 67 Pages , Grade: 6 (Schweiz) = ausgezeichnet

Autor:in: P. Schär (Author), D. Wunderli (Author), F. Kaufmann (Author)

Politics - Region: USA
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit Die Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses in den ehemaligen Sowjetrepubliken untersucht die Popularität der USA in diesen Gebieten, basierend auf Meinungsumfragen. Dabei wird das Zusammenspiel von harter und weicher Macht untersucht, Hard Power-Interessen der USA in diesen Gebieten sowie Public Diplomacy und weiche Macht.
Die Theorien, auf welche wir uns hauptsächlich abstützen stammen von Nye (Soft Power. The Means to Success in World Politics; Das Paradox der amerikanischen Macht. Warum die einzige Supermacht der Welt Verbündete braucht) und Huntington (The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order; The Lonely Superpower). Wichtig bei Huntington sind für diese Arbeit vor allem seine Annahmen im Zusammenhang mit dem Konzept einer uni-multipolaren Welt, die die Tendenz von kleineren Staaten, sich mit der einzigen Supermacht zu verbünden, um dem Einfluss der Regionalmacht zu kontern, beinhaltet.
Bei Nye spielen die drei Ebenen weicher Macht, nämlich "Tägliche Kommunikation", "Strategische Kommunikation" und "Beziehungen mit Schlüsselfiguren" eine wichtige Rolle für diese Arbeit.
Untersucht wird auch die Rolle Russlands, der kulturelle Einfluss auf unsere Fragestellung sowie der Einfluss des Entwicklungsstandes in unseren untersuchten Staaten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Uni-multipolare Weltordnung und Herleitung der Fragestellung

1.2. Relevanz der Forschungsfrage

1.3. Forschungsstand

2. Theorieteil

2.1. US Aussenpolitik: Macht und Einfluss

2.2. Konzeption von Macht nach Nye

2.3. Einfluss

2.4. Zusammenspiel von harter und weicher Macht

2.5. Kontextabhängigkeit (theoretische Fallauswahl)

3. Hypothesen

3.1. Hard Power-Interessen der USA

3.2. Public Diplomacy und weiche Macht

3.3. Beziehungen mit Russland

3.4. Kontrollvariable 1: Kultureller Einfluss

3.5. Kontrollvariable 2: Entwicklungsstand

3.6. AV Einfluss und öffentliche Meinung

4. Operationalisierung

4.1. AV Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses

4.2. UV Hard Power-Interessen der USA

4.3. UV Public Diplomacy

4.4. UV Beziehungen mit Russland

4.5. Kontrollvariable 1: Kultur

4.6. Kontrollvariable 2: Entwicklung

5. Indikatoren und Datengrundlage

5.1. AV Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses

5.2. UV Hard Power-Interessen der USA

5.3. UV Public Diplomacy

5.4. UV Abhängigkeit von Russland

5.5. Kontrollvariable 1: Kultur

5.6. Kontrollvariable 2: Entwicklung

6. Quantitative Analyse

6.1. Vorgehen und Modell

6.2. Bivariate Korrelationen

6.2.1. UV Hard Power-Interessen der USA

6.2.2. UV Public Diplomacy

6.2.3. UV Abhängigkeit von Russland

6.3. Kulturelle Unterschiede in den Ex-Sowjetrepubliken

6.4. Multivariate Regression und Kontrollvariablen

6.5. Multivariate Regression

7. Ausgewählte Fallstudien

7.1. Georgien

7.2. Lettland

7.3. Tadschikistan

8. Zusammenfassung/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die eine unterschiedliche Wahrnehmung des US-amerikanischen Einflusses in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion erklären. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, warum der Einfluss der USA in dieser Region trotz globaler Trends teilweise positiver bewertet wird als in anderen Teilen der Welt, unter Berücksichtigung einer uni-multipolaren Machtstruktur.

  • Analyse der US-Außenpolitik im Kontext von Macht und Einfluss nach Joseph Nye.
  • Untersuchung der geostrategischen Interessen (Hard Power) und der Wirksamkeit von Public Diplomacy.
  • Einfluss der asymmetrischen Interdependenz gegenüber Russland auf die Wahrnehmung der USA.
  • Berücksichtigung von Kontrollvariablen wie Kultureller Hintergrund und Entwicklungsstand.
  • Empirische quantitative Analyse und ergänzende Fallstudien (Georgien, Lettland, Tadschikistan).

Auszug aus dem Buch

2.4. Zusammenspiel von harter und weicher Macht

Wer viel harte Macht hat, jedoch über sehr wenig weiche Macht verfügt, kann mit Bedrohung, Bestrafung oder finanzieller Begünstigung Einfluss ausüben. Der Einfluss jedoch, so Josef Joffe, hört in solchen Fällen genau dort auf, wo die Reichweite der harten Macht endet (Nye 2004: 11). Weiche Macht kann jedoch auch Menschen ausserhalb der Reichweite der harten Macht erreichen und beeinflussen. Es ist zudem durchaus möglich, ohne harte Machtressourcen Einfluss zu nehmen (Nye 2004: 9). Stalin, ohne Zweifel ein Politiker, der seine Politik auf harte Macht ausrichtete, soll auf den Vorschlag des französischen Aussenministers, den Katholizismus in der Sowjetunion zu tolerieren um den Papst zu beschwichtigen, folgendermassen reagiert haben: „Der Papst? Wie viele Divisionen hat er denn?“ (Anderson/Lieb 2005: 1). Hätte Stalin das Ende der Sowjetunion miterlebt, würde er diese Aussage wahrscheinlich nicht mehr wiederholen. Gorbatschow gestand im Jahr 1992 während einer Rede ein, dass ohne die Präsenz des Papstes die Transformation in Osteuropa nicht möglich gewesen wäre (Anderson/Lieb 2005: 1). Stalin scheint die Bedeutung weicher Macht nicht richtig verstanden zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die uni-multipolare Weltordnung nach Huntington und leitet die Forschungsfrage bezüglich der Wahrnehmung des US-Einflusses in den Ex-Sowjetrepubliken her.

2. Theorieteil: Hier werden die Konzepte von Macht und Einfluss nach Nye und Dahl diskutiert sowie das Zusammenspiel von harter und weicher Macht theoretisch fundiert.

3. Hypothesen: Dieses Kapitel formuliert Hypothesen über den Einfluss von Hard-Power-Interessen, Public Diplomacy, Beziehungen zu Russland sowie kulturellen Faktoren und Entwicklungsstand.

4. Operationalisierung: Die Variablen werden hier operationalisiert, um die Wahrnehmung des US-Einflusses messbar zu machen.

5. Indikatoren und Datengrundlage: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Indikatoren, Datenquellen und die Datengrundlage für die quantitative Analyse.

6. Quantitative Analyse: In diesem Teil werden bivariaten und multivariaten Regressionen durchgeführt, um die Hypothesen statistisch zu prüfen.

7. Ausgewählte Fallstudien: Anhand der Länderbeispiele Georgien, Lettland und Tadschikistan werden die theoretischen Annahmen vertiefend geprüft und illustriert.

8. Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Ergebnisse der statistischen Analyse sowie der Fallbeispiele.

Schlüsselwörter

USA, Sowjetunion, Ex-Sowjetrepubliken, Macht, Einfluss, Soft Power, Hard Power, Public Diplomacy, Geostrategie, Russland, Transformation, Entwicklung, Politische Meinung, Internationale Beziehungen, Machtverteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum der US-amerikanische Einfluss in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion unterschiedlich wahrgenommen wird und welche Faktoren diese Bewertung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Konzepte von Macht (Hard und Soft Power), die Rolle von Public Diplomacy sowie die Auswirkungen von geostrategischen Interessen und der Abhängigkeit von Russland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Faktoren zu erklären, die zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung des US-Einflusses in der Bevölkerung der ehemaligen Sowjetrepubliken führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein methodischer Mix aus einer quantitativen statistischen Analyse (Regression) und drei qualitativen Fallstudien (Georgien, Lettland, Tadschikistan) angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Hypothesenbildung, Operationalisierung, die quantitative Datenauswertung und die detaillierte Analyse spezifischer Länderfälle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie "Soft Power", "Geopolitik", "Public Diplomacy", "Transformation" und "asymmetrische Interdependenz".

Warum spielt die Variable "Entwicklungsstand" eine so wichtige Rolle?

Die Analyse ergab, dass der Entwicklungsstand eines Staates einen signifikanten negativen Zusammenhang zur Wahrnehmung des US-Einflusses aufweist: Je weniger entwickelt ein Staat ist, desto positiver wird der US-Einfluss bewertet.

Welche Rolle spielt Russland in der Analyse?

Russland wird als Regionalmacht betrachtet, deren wirtschaftliche Abhängigkeiten (z.B. durch Erdgasimporte) als ein Faktor untersucht werden, der die Wahrnehmung des US-Einflusses beeinflussen könnte.

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Details

Title
Die Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses in den ehemaligen Sowjetrepubliken
College
University of Zurich  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
US-Aussenpolitik im Wandel
Grade
6 (Schweiz) = ausgezeichnet
Authors
P. Schär (Author), D. Wunderli (Author), F. Kaufmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
67
Catalog Number
V67804
ISBN (eBook)
9783638605250
ISBN (Book)
9783638833172
Language
German
Tags
Wahrnehmung US-Amerikanischen Einflusses Sowjetrepubliken US-Aussenpolitik Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
P. Schär (Author), D. Wunderli (Author), F. Kaufmann (Author), 2007, Die Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses in den ehemaligen Sowjetrepubliken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67804
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