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Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IFRS im Vergleich

Title: Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IFRS im Vergleich

Seminar Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sandra Stocker (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die traditionelle Rechnungslegung auf der Basis der GoB und dem HGB wird von den großen Unternehmen in Deutschland wie auch international nicht mehr mit dem Ansehen betrachtet wie es einmal war. Dies ist besonders auf die starken steuerlichen Einflüsse bezüglich der Handelsbilanz und auch auf den hohen Gläubigerschutz zurückzuführen. Wer sich als Unternehmer weltweit behaupten will, muss sich zwangsläufig mit der Rechnungslegung nach IAS beschäftigen. Auch mit Schaffung des neuen § 295a HGB, der als Öffnungsklausel die internationale Rechnungslegung unterstützt, werden deutsche börsennotierte Unternehmen vom HGBKonzernabschluß befreit. Nach Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19.07.2002, betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards, sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, ihre Konzernabschlüsse ab 2005 nach IFRS vorzulegen. Die IAS werden künftig für mehr Transparenz bei der Rechnungslegung in der Europäischen Union sorgen, und damit auch in Deutschland einen hohen Stellenwert haben. Um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, wird in dieser Seminararbeit die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IAS näher erläutert und gegenübergestellt. Anschließend wird ein Resümee gezogen und ein Ausblick auf mögliche künftige Entwicklungen in der Rechnungslegung gegeben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen

1.1. Definition des Begriffs Rechnungslegung

1.2. Allgemeines zur Rechnungslegung nach HGB und GoB

1.3. Allgemeines zur Rechnungslegung nach IFRS / IAS

1.4. Die wesentlichen Unterschiede zwischen HGB und IFRS

2. Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB

2.1. Bilanzansatz

2.2. Bewertung

2.3. Ausweis

3. Die Rechnungslegung der Forderungen nach IAS

3.1. Bilanzansatz

3.2. Bewertung

3.3. Ausweis

4. Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IAS im Vergleich

4.1. Gemeinsamkeiten

4.2. Unterschiede

5. Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die unterschiedlichen Ansätze zur Rechnungslegung von Forderungen gemäß dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) systematisch gegenüberzustellen. Dabei wird analysiert, wie sich die abweichenden Zielsetzungen der beiden Rechnungslegungssysteme – Gläubigerschutz versus Informationsvermittlung – auf den Bilanzansatz, die Bewertung und den Ausweis von Forderungen auswirken, um so die Auswirkungen der zunehmenden Internationalisierung auf die Bilanzierungspraxis aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definition der Rechnungslegung nach HGB und IFRS/IAS
  • Methodische Unterschiede in Bilanzansatz, Bewertung und Ausweis von Forderungen
  • Vergleich der Behandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Fertigungsaufträgen
  • Analyse des Einflusses des Realisationsprinzips versus Fair Value
  • Diskussion zukünftiger Entwicklungen im Kontext der Harmonisierung der Rechnungslegung

Auszug aus dem Buch

2.2. Bewertung

Maßgebend für die Bewertung der Forderungen sind die allgemeinen Bewertungs vorschriften der §§ 252 ff. HGB. Danach ist grundsätzlich vorsichtig zu bewerten und es müssen daher die Anschaffungskosten bzw. ein niedrigerer Wertansatz (§ 253 Abs. 3 HGB) in der Handelsbilanz angesetzt werden. Die Anschaffungskosten stellen bei der Bewertung die Wertobergrenze dar.

Nach allgemeiner Auffassung wird bei Forderungen der Nominalbetrag als Anschaffungskosten angesehen. Das bedeutet, dass Forderungen zuzüglich Umsatzsteuer und abzüglich Preisnachlässe - wie Rabatte - zu bilanzieren sind, wenn mit der Inanspruchnahme der Preisnachlässe noch zu rechnen ist.

Werthaltige Forderungen werden mit ihrem Nominalwert in die Schlussbilanz übernommen. Jedoch hat wegen dem allgemeinen Kreditrisiko eine Pauschalabschreibung zu erfolgen, die Höhe des Abschreibungsprozentsatzes bestimmt sich nach der bisherigen Entwicklung und den zukünftigen Erwartungen, vor allem auch dem Konjunkturverlauf. Sie stellt eine Ausnahme zum Grundsatz der Einzelbewertung des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB dar. Die Pauschalwertberichtigung erfolgt grundsätzlich vom Nettobetrag der Forderungen (Nominalbetrag der Forderung abzüglich Umsatzsteuer), da erst bei tatsächlichem Forderungsausfall die Umsatzsteuer korrigiert werden darf. Zweifelhafte Forderungen gehen mit dem Wert in die Schlussbilanz ein, der dem Unternehmen wahrscheinlich zufließen wird. Bei der Einzelwertberichtigung wird aber nur der Nettobetrag der zweifelhaften Forderung anteilsmäßig abgeschrieben, die Umsatzsteuer darf erst korrigiert werden, wenn die Höhe des Ausfalls feststeht. Uneinbringliche Forderungen sind vollständig abzuschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung der internationalen Rechnungslegung gegenüber dem traditionellen HGB und definiert die Bestandteile des Jahresabschlusses.

2. Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB: Es wird die Behandlung von Forderungen im deutschen Handelsrecht beschrieben, wobei der Fokus auf Bilanzansatz, vorsichtiger Bewertung und dem spezifischen Ausweis liegt.

3. Die Rechnungslegung der Forderungen nach IAS: Dieses Kapitel behandelt die internationale Bilanzierung von Forderungen auf Basis von IAS 39 und IAS 32, inklusive Besonderheiten wie der Percentage-of-Completion-Methode.

4. Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IAS im Vergleich: Die wesentlichen Gemeinsamkeiten und fundamentalen Unterschiede, insbesondere in der Entstehung und Bewertung, werden einander gegenübergestellt.

5. Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen: Es wird erörtert, welche Auswirkungen die Harmonisierung der Rechnungslegungsstrategien und die Debatten um den IASB auf die nationale Steuerbilanz und künftige Gesetzesanpassungen haben könnten.

Schlüsselwörter

Rechnungslegung, Forderungen, HGB, IAS, IFRS, Bilanzierung, Bewertung, Gläubigerschutz, True and Fair View, Percentage of Completion, Realisationsprinzip, Anschaffungskosten, Einzelwertberichtigung, Harmonisierung, Handelsbilanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der Rechnungslegung von Forderungen im deutschen HGB-System und den internationalen IAS/IFRS-Standards.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen der Bilanzansatz, die Bewertungsmethoden sowie der Ausweis von Forderungen und wie diese durch die unterschiedlichen Zielsetzungen der Regelwerke geprägt sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede in der Rechnungslegungspraxis aufzuzeigen und zu erörtern, wie sich der Übergang zur internationalen Rechnungslegung auf Unternehmen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende und deskriptive Methode, indem sie die gesetzlichen Vorschriften und Standards beider Systeme gegenüberstellt und ihre praktische Anwendung analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Forderungsbilanzierung nach HGB, die spezifische Betrachtung nach IAS/IFRS und den anschließenden direkten Vergleich beider Systeme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rechnungslegung, Forderungen, HGB, IAS/IFRS, Bewertung, Gläubigerschutz und Harmonisierung charakterisiert.

Was unterscheidet den Bilanzansatz bei Fertigungsaufträgen?

Der entscheidende Unterschied liegt in der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode nach IFRS, welche eine Realisierung bereits vor Abschluss des Auftrags ermöglicht, während das HGB primär am strengen Realisationsprinzip bei vollständiger Leistungserbringung festhält.

Wie werden Fremdwährungsforderungen nach den beiden Systemen bewertet?

Während nach IAS unrealisierte Kursgewinne erfolgswirksam erfasst werden dürfen, untersagt das HGB dies aufgrund des strengen Niederstwertprinzips bei der Bewertung des Umlaufvermögens.

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Details

Title
Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IFRS im Vergleich
College
University of applied sciences, Munich
Grade
2,0
Author
Sandra Stocker (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V67845
ISBN (eBook)
9783638608619
ISBN (Book)
9783640330577
Language
German
Tags
Rechnungslegung Forderungen IFRS Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Stocker (Author), 2005, Die Rechnungslegung der Forderungen nach HGB und IFRS im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67845
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