„Deutschlands Unternehmen haben in den vergangenen Monaten so viel im eigenen Land investiert wie seit vier Jahren nicht mehr. Aus ersten Schätzungen der Bundesbank geht hervor, dass die Ausgaben für Ausrüstungen im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent höher lagen als im Vorjahr.“ Daraus ergibt sich, dass der Anteil der Gewinne aus Unternehmertätigkeit und Vermögen am Volkseinkommen auf 33,5 % gestiegen ist, ein Wert den es zuletzt in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts gab. Die Auswirkungen des Wirbelsturms Katrina in den USA Ende August diesen Jahres auf die Ölpreise am Weltmarkt werden dieser Entwicklung entgegenstehen. Dies macht es für Investoren noch wichtiger, ihre Investitionsprogramme sorgfältig zu planen und alle Alternativen auf Wirtschaftlichkeit zu überprüfen, um folgenschwere Fehlentscheidungen zu vermeiden. Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Verfahren der Investitionsrechnung vorzustellen und kritisch zu beurteilen. Dazu ist es notwendig, zuerst die Motive und Zielsetzungen von Investoren zu erläutern und Bedeutung der Investitionsplanung innerhalb der Unternehmensgesamtplanung zu verdeutlichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Definition des Investitionsbegriffs
2.2. Investitionsarten
2.3. Investitionsmotive und Investitionszielsetzungen
3. Die Investitionsplanung als bedeutender Bestandteil der Unternehmensplanung
3.1. Beschreibung von Investitionsplanung und deren Aufgaben
3.2. Der Investitionsplanungsprozess
3.3. Sukzessivplanung und Simultanplanung
4. Die Investitionsrechnung
4.1. Das Entscheidungsproblem
4.2. Statische Verfahren
4.2.1. Gewinnvergleichsrechnung
4.2.2. Amortisationsrechnung
4.3. Kritische Beurteilung der statischen Verfahren
4.4. Dynamische Verfahren
4.4.1. Kapitalwertmethode
4.4.2. Methode des internen Zinsfußes
4.5. Kritische Beurteilung der dynamischen Verfahren
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Verfahren der Investitionsrechnung detailliert vorzustellen und einer kritischen Analyse zu unterziehen. Hierbei liegt der Fokus auf der Bedeutung der Investitionsplanung innerhalb der Unternehmensführung sowie der Identifikation geeigneter methodischer Ansätze zur Bewertung der Vorteilhaftigkeit von Investitionsobjekten.
- Grundlagen und Definitionen des Investitionsbegriffs
- Prozess der Investitionsplanung in der Unternehmensstruktur
- Vergleich und Analyse statischer Verfahren der Investitionsrechnung
- Untersuchung dynamischer Verfahren und deren Kalkulationsansätze
- Kritische Würdigung der methodischen Aussagekraft
Auszug aus dem Buch
4.2. Statische Verfahren
Die statischen Verfahren der Investitionsrechnung werden in der betrieblichen Praxis vergleichsweise häufig eingesetzt, da sie relativ einfach zu handhaben sind. Sie sind durch folgende gemeinsame Eigenschaften gekennzeichnet:
Sie betrachten nicht den gesamten Planungszeitraum, sondern nur eine repräsentative Durchschnittsperiode, meist den Zeitraum eines Buchungsjahres. Man rechnet folglich mit durchschnittlichen Erfolgsgrößen, weshalb die zeitliche Struktur der in die Berechnung eingehenden Wertgrößen unberücksichtigt bleibt. Dies macht es erforderlich, anstelle von Einzahlungs- und Auszahlungsreihen mit Kosten und Erträgen zu rechnen, da dies periodisierte Größen sind. Von den vier wichtigsten klassischen statischen Verfahren der Investitionsrechnung werden nun im Folgenden nur die Gewinnvergleichsrechung und die Amortisationsrechnung ausführlicher behandelt. Die Kostenvergleichsrechnung berücksichtigt nur die von einer Investition verursachten Kosten und verhält sich gegenüber den Erträgen indifferent. Sinnvolle Vergleiche zwischen Investitionsobjekten lassen sich damit folglich nur anstellen, wenn deren Erträge übereinstimmen. Des Weiteren darf man nicht davon ausgehen, dass ein als lediglich am kostengünstigsten ermitteltes Investitionsobjekt notwendigerweise auch einen Gewinn bringt. Die Gewinnvergleichsrechnung stellt dagegen eine Erweiterung der Kostenvergleichsrechnung dar, da sie auch die erwirtschafteten Erträge mitberücksichtigt. Somit müssen die qualitative und quantitative Leistungsfähigkeit der zu vergleichenden Investitionsobjekte nicht mehr identisch sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Investitionslage deutscher Unternehmen und unterstreicht die Notwendigkeit sorgfältiger Investitionsplanung zur Vermeidung von Fehlentscheidungen.
2. Grundlagen: Hier werden der Investitionsbegriff definiert sowie verschiedene Investitionsarten und die zugrunde liegenden Motive und Zielsetzungen erläutert.
3. Die Investitionsplanung als bedeutender Bestandteil der Unternehmensplanung: Dieses Kapitel beschreibt die Aufgaben der Investitionsplanung, den stufenweisen Planungsprozess sowie die Unterschiede zwischen Sukzessiv- und Simultanplanung.
4. Die Investitionsrechnung: Das zentrale Kapitel erläutert die verschiedenen Entscheidungsprobleme und analysiert sowohl klassische statische als auch moderne dynamische Verfahren wie Kapitalwert- und Zinsfußmethode.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Verfahren zusammen und weist auf die Bedeutung nicht-monetärer Faktoren bei Investitionsentscheidungen hin.
Schlüsselwörter
Investitionsplanung, Investitionsrechnung, Unternehmensplanung, statische Verfahren, dynamische Verfahren, Gewinnvergleichsrechnung, Amortisationsrechnung, Kapitalwertmethode, interner Zinsfuß, Kalkulationszinssatz, Investitionsmotive, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Risikoanalyse, Differenzinvestition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und praktischen Methoden der Investitionsplanung sowie der Investitionsrechnung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Systematisierung von Investitionen, die Einbettung in den Planungsprozess und der detaillierte Vergleich von statischen und dynamischen Rechenverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Investitionsrechnungsverfahren vorzustellen und durch eine kritische Analyse ihre Eignung sowie ihre Grenzen bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung betriebswirtschaftlicher Kalkulationsmethoden anhand von Fallbeispielen und rechnerischen Modellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Investitionsplanung, die statischen Verfahren (Gewinn- und Amortisationsrechnung) sowie die dynamischen Verfahren (Kapitalwert und interner Zinsfuß).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Investitionsplanung, Kapitalwertmethode, interner Zinsfuß, Wirtschaftlichkeitsrechnung und Investitionsentscheidungen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen Verfahren wichtig?
Statische Verfahren sind zwar einfach handhabbar, vernachlässigen jedoch den Zeitwert des Geldes, während dynamische Verfahren dies durch Diskontierung berücksichtigen und damit realitätsnähere Ergebnisse liefern.
Was besagt die Kritik an der Methode des internen Zinsfußes?
Kritisiert werden der hohe Rechenaufwand, die mögliche Mehrdeutigkeit der Ergebnisse bei wechselnden Vorzeichen der Zahlungsströme sowie die teilweise mangelnde ökonomische Aussagekraft.
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- Matthias Schmid (Author), 2006, Investitionsplanung und Investitionsrechnung. Ziele, Verfahren, Kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67855