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Effektivität der Maßnahmen internationaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit - Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union mit den AKP-Staaten

Title: Effektivität der Maßnahmen internationaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit - Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union mit den AKP-Staaten

Seminar Paper , 2006 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tanja Lergenmueller (Author)

Business economics - Economic Policy
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Schon seit den 50er Jahren setzt sich die Europäische Union für eine effektive und effiziente multilaterale Entwicklungszusammenarbeit zwischen den AKP-Staaten (Staatengruppe aus Afrika, der Karibik und dem pazifischen Ozean) und Europa ein. Ihre Hauptziele sind dabei eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage dieser Länder, ihre schrittweise Eingliederung in die Weltwirtschaft sowie die Armutsbekämpfung. Obwohl die EU weltweit entwicklungspolitisch tätig ist, gilt das Lomé Abkommen, das von 71 AKP-Staaten 1975 unterzeichnet wurde, noch immer als Repräsentationsmodell für partnerschaftliche Nord-Süd-Beziehungen und stellt einen Kernpunkt der europäischen Entwicklungspolitik dar. 1 2 Abgelöst wurde es 2000 durch das Abkommen von Cotonou, welches vor allem eine Neuregelung der Handelsbeziehungen durch die Einführung von reziproken Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) umfasst. Die EPAs sind nicht unumstritten, weshalb eine Analyse ihrer Auswirkungen und Risiken auf die AKP-Staaten im Zentrum dieser Arbeit stehen soll. Um die Effektivität der europäischen Entwicklungszusammenarbeit beurteilen zu können, sollen der historische Verlauf der Zusammenarbeit und die Kernelemente des Lomé und Cotonou Abkommens betrachtet sowie Alternativvorschläge zu den bereits existierenden Ansätzen analysiert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Die Europäische Entwicklungspolitik mit den AKP-Staaten

2.1 Anfänge der Entwicklungszusammenarbeit

2.2 Die Lomé Abkommen

2.2.1 Entstehung und Kernelemente der vier Lomé Abkommen

2.2.2 Gründe für das Scheitern von Lomé

2.3 Das Cotonou Abkommen

2.3.1 Ziele und Grundprinzipien des Abkommens

2.3.2 Die 5 Säulen des Abkommens und Änderungen zu Lomé

3 Kritische Analyse des Cotonou Abkommens und Alternativvorschläge

3.1 Probleme und Risiken der Umsetzung

3.2 Gegner der EPA-Freihandelsabkommen

3.3 Auswirkungen auf die regionale Integration am Beispiel der SADC

3.4 Alternativen zu den EPAs

4 Schlussbetrachtung und Perspektiven der Zusammenarbeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität der europäischen Entwicklungszusammenarbeit mit den AKP-Staaten, mit einem besonderen Fokus auf den Übergang vom Lomé-Abkommen zum Cotonou-Abkommen und die damit verbundenen reziproken Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs). Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Auswirkungen und Risiken dieser neuen Handelsstruktur sowie der Analyse möglicher Alternativvorschläge zur Förderung einer gerechteren Entwicklung.

  • Historische Entwicklung der EU-AKP-Beziehungen seit den 1950er Jahren.
  • Kritische Analyse der Struktur und Umsetzung des Cotonou-Abkommens.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Risiken und Konfliktpotentiale durch EPAs.
  • Auswirkungen der regionalen Integration, illustriert am Beispiel der SADC-Region.
  • Diskussion alternativer handelspolitischer Ansätze zur Armutsbekämpfung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Probleme und Risiken der Umsetzung

Oberflächlich betrachtet liefert das Cotonou Abkommen einen guten Ansatz zur Verbesserung der Situation in den AKP-Staaten. Allerdings weisen die fünf Säulen bzw. die Umsetzung dieser Säulen hinsichtlich der verschiedenen Zielsetzungen gravierende Probleme auf, da zumeist keine genauen Lösungen oder Strategien dargestellt werden. So wird die Einbindung und angestrebte Partizipation nicht-staatlicher Akteure nur verhältnismäßig unpräzise erläutert und auch bezüglich des Ziels der Armutsbekämpfung werden keine klaren Strategien aufgezeigt. Obwohl einige neue Dokumente, Maßnahmen und Initiativen im Rahmen des Abkommens dargelegt wurden, sind diese relativ generell gehalten und bieten keine konkreten Vorschläge für ihre Umsetzung. Ob die Reform der Finanzierung langfristig von Erfolg geprägt sein wird, bleibt noch abzuwarten, kritisiert wurde jedoch bislang, dass die im EEF zur Verfügung stehenden Mittel unzureichend seien. Die meiste Kritik wurde und wird an den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, geübt. Diese Freihandelsabkommen oder EPAs sind zwar nur Teil eines umfassenden Entwicklungskonzepts, gehören jedoch zu den umstrittensten Themen des Abkommens. Sie sollen deshalb im Folgenden näher untersucht werden. Es werden dabei hauptsächlich theoretische Kritikpunkte erläutert, da aufgrund des erst im Jahr 2008 Wirksamwerdens der EPAs fundierte Daten noch nicht vorliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und des historischen Kontextes der EU-AKP-Entwicklungszusammenarbeit sowie Erläuterung des Aufbaus der Untersuchung.

2 Die Europäische Entwicklungspolitik mit den AKP-Staaten: Historischer Abriss der Zusammenarbeit, angefangen bei den Römischen Verträgen über das Lomé-Abkommen bis hin zur Implementierung des Cotonou-Abkommens.

3 Kritische Analyse des Cotonou Abkommens und Alternativvorschläge: Detaillierte Untersuchung der Herausforderungen bei der Umsetzung der EPAs, der Kritik durch NGOs, der regionalen Auswirkungen und der Präsentation möglicher alternativer Lösungsansätze.

4 Schlussbetrachtung und Perspektiven der Zusammenarbeit: Zusammenfassendes Fazit der Analyse und ein Ausblick auf die zukünftigen Anforderungen an eine effiziente EU-AKP-Partnerschaft.

Schlüsselwörter

AKP-Staaten, Cotonou-Abkommen, Lomé-Abkommen, Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, EPAs, Entwicklungszusammenarbeit, Handelsliberalisierung, Armutsbekämpfung, SADC, Regionale Integration, Good Governance, Reziprozität, Europäische Union, Handelspolitik, Entwicklungshilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Effektivität der Maßnahmen internationaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen der EU und den AKP-Staaten mit dem Fokus auf den Wandel vom Lomé- zum Cotonou-Abkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die europäische Entwicklungspolitik, die Transformation von Handelsbeziehungen, regionale Integrationsprozesse in Afrika sowie kritische Analysen neuer Abkommensstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beurteilung der Effektivität der Zusammenarbeit, insbesondere unter Berücksichtigung der kritischen Auswirkungen und Risiken der neu eingeführten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) auf die AKP-Staaten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Seminararbeit, die auf einer historischen Aufarbeitung der Verträge sowie einer theoretischen und diskursiven Analyse der aktuellen Kritikpunkte und Alternativmodelle basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Lomé-Verträge, eine detaillierte Erläuterung der Säulen des Cotonou-Abkommens sowie eine kritische Untersuchung der Umsetzungsprobleme und Risiken der EPAs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hauptbegriffe sind AKP-Staaten, Cotonou-Abkommen, EPAs, Armutsbekämpfung und Regionale Integration.

Warum wird das Lomé-Abkommen als "gescheitert" bezeichnet?

Die Arbeit nennt interne Faktoren wie angebotsseitige Engpässe sowie externe Faktoren, etwa die mangelnde WTO-Konformität und schwindende Handelspräferenzen durch Liberalisierung, als Hauptursachen.

Welche konkreten Kritikpunkte werden an den EPAs geäußert?

Kritisiert werden insbesondere die Gefahr der Deindustrialisierung, hohe Anpassungskosten für die AKP-Staaten, befürchtete Einnahmenverluste durch Zölle sowie die Zersplitterung regionaler Integrationsbündnisse.

Welche "Alternativen" zu den EPAs werden in der Arbeit diskutiert?

Diskutiert werden Ansätze wie die Verlängerung von Ausnahmeregelungen (Waiver), eine Reform des GSP-Systems, minimalistische „EPA light“-Konzepte oder ein „menu approach“ für individuelle Abkommen.

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Details

Title
Effektivität der Maßnahmen internationaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit - Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union mit den AKP-Staaten
College
University of Mannheim
Course
Internationales Management
Grade
1,7
Author
Tanja Lergenmueller (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V67864
ISBN (eBook)
9783638605557
ISBN (Book)
9783656799979
Language
German
Tags
Effektivität Maßnahmen Zusammenarbeit Entwicklungspolitik Europäischen Union AKP-Staaten Internationales Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Lergenmueller (Author), 2006, Effektivität der Maßnahmen internationaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit - Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union mit den AKP-Staaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67864
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