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Einführung in MeWi und Semiotik

Title: Einführung in MeWi und Semiotik

Term Paper , 2001 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maximilian von Götz (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Einleitung

Multimedia, Computer, Email, Internet. Das sind Worte, die mittlerweile in jedermanns Munde sind. Auch wer nichts davon versteht oder hören will, wird durch die "alten Medien" Fernsehen, Radio und Zeitung ständig darauf aufmerksam gemacht.

Die wirtschaftlichen Vorteile, die diese neuen Technologien bringen, liegen auf der Hand: Arbeitsabläufe können planvoller automatisiert, besser strukturiert und damit effizienter gestaltet werden. Aber auch in sozialer Hinsicht sorgen die neuen Medien für eine stille Revolution: Informationsfluß ist nun in beide Richtungen möglich, ein neues Zeitalter der Kommunikation ist angebrochen. Der normale Verbraucher ist nicht länger zwangsweise Rezipient, also bloßer Empfänger von Daten, sondern kann aktiv in Prozesse eingreifen und wird somit zum „Prosument“. Jeder kann sein eigener Programmdirektor sein, wenn es darum geht, Informationen über Produkte, Dienstleistungen oder interessante Themen einzuholen. Es ist für den Einzelnen möglich eigene Informationen, kommerzieller- und nichtkommerzieller Art, ohne großen Aufwand und sehr schnell einem großen Publikum zuteil werden zu lassen.

Um all diese Entwicklungen wissenschaftlich auffassen, strukturieren, einordnen und bearbeiten zu können, hat sich in den letzten Jahren ein neues Studium und Forschungsgebiet an den Hochschulen als vollwertiges Fach etablieren können: Die Medienwissenschaften. Allerdings fällt es schwer eine eindeutige und nicht zu lange Definition für den Begriff Medienwissenschaften zu finden, da häufig unterschiedliche Auffassungen darüber kursieren, was die Medienwissenschaft eigentlich zum Inhalt hat und welche Ziele sie verfolgt. Wollte man alle derzeit diskutierten Ansätze hier zur Sprache bringen, so würde dies den Rahmen sprengen, daher wird sich diese Arbeit mit dem Versuch einer Definition begnügen.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Medienwissenschaft

2.1 Versuch einer Definition

2.2 Einordnung und Bedeutung der Medienwissenschaften

2.3 Teilbereiche der Medienwissenschaften

3 Semiotik und Computer

3.1 Was ist Semiotik?

3.2 Semiotik und digitale Medien

3.3 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff der Medienwissenschaft zu definieren und ihre Bedeutung im Kontext der modernen Kommunikation zu beleuchten, wobei der Schwerpunkt auf der Anwendung semiotischer Prinzipien in der digitalen Welt liegt.

  • Grundlagen und Definition der Medienwissenschaft
  • Einordnung der Medienwissenschaft als Geisteswissenschaft
  • Theoretische Grundlagen der Semiotik (Syntax, Semantik, Pragmatik)
  • Die Rolle der Semiotik für die computergestützte Kommunikation
  • Herausforderungen der Formalisierung von Zeichenbedeutungen in der Informatik

Auszug aus dem Buch

3.1 Was ist Semiotik?

„The doctrine of signs" nannte John Locke (1690, ch.XXI) den dritten Zweig der Wissenschaften neben Philosophie und Ethik. Die Semiotik lehrt, was Zeichen sind und warum alles, was wir verstehen, zum Zeichen wird. Der Begriff leitet sich ab vom altgriechischen Wort semeion = das Zeichen. Als Laie ist man versucht, hinter „Zeichen“ nur etwas Visuelles zu vermuten, doch dies stellt nur eine Untermenge dessen dar, was ein Zeichen sein könnte. Körpersprache, Geräusche und Gerüche können ebenso Zeichen darstellen, wie ein Piktogramm oder ein Wort (vgl. Abb. 2). Die Lehre von den Zeichen ist im 19. Jahrhundert von Charles Sanders Peirce (1839-1914) und im 20. Jahrhundert von Ferdinand de Saussure (1857-1913) und Charles W. Morris (vgl. dazu Art. 113 in Posner 1998) ausgearbeitet worden 5. Demnach hat jedes Zeichen 3 Dimensionen:

• Syntax

• Semantik

• Pragmatik

Die syntaktische Dimension ordnet ein Zeichen einem systematischen Kontext zu und gibt ihm dadurch eine Funktion. Die Zeichen einer Darstellungsebene müssen in einem ästhetischen Zusammenhang stehen, wie z.B. unser Alphabet, da sie sonst isoliert sind und keinen Stellenwert besitzen. Dazu Morris (1938) im Enzyklopaedia – Verlag: „Zeichen markieren etwas und machen das Markierte bedeutsam, weil es von anderem, das nicht bezeichnet ist, unterschieden wird.“

Die semantische Dimension gibt Aufschluß über die Bedeutung eines Zeichens. Dabei ist unwichtig, wie das Zeichen aussieht, es geht lediglich um seinen Inhalt. Jedes Zeichen enthält Information, ob diese aber für den Betrachter von Bedeutung ist, hängt von der Semantik ab (vgl. Abb. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz moderner Medien wie Multimedia und Internet ein und begründet die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung durch die Medienwissenschaft.

2 Medienwissenschaft: Dieses Kapitel liefert einen Definitionsversuch der Medienwissenschaft, ordnet sie als moderne Geisteswissenschaft ein und benennt ihre zentralen Teilbereiche.

3 Semiotik und Computer: Hier werden die semiotischen Grundlagen erläutert und deren kritische Bedeutung für die Kommunikation mit Computern und die Programmierung analysiert.

Schlüsselwörter

Medienwissenschaft, Semiotik, Kommunikation, digitale Medien, Syntax, Semantik, Pragmatik, Zeichen, Prosument, Informatik, Kodierung, Dekodierung, Massenkommunikation, Metainformationen, Zeichenproduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Fachgebiet der Medienwissenschaft und setzt sich intensiv mit der Semiotik als theoretischem Werkzeug zur Analyse digitaler Kommunikation und Informatiksysteme auseinander.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition der Medienwissenschaft, ihre wissenschaftliche Einordnung sowie die theoretischen Grundlagen der Semiotik in Bezug auf ihre Anwendung in der Informationstechnologie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, eine prägnante Definition der Medienwissenschaft zu erarbeiten und die Brücke zwischen zeichentheoretischen Ansätzen und der Programmierung bzw. dem Design digitaler Systeme zu schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse und die Synthese bestehender Definitionen sowie Ansätze, um den Fachbegriff Medienwissenschaft zu strukturieren und semiotische Konzepte auf die Informatik anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Medienwissenschaft und die detaillierte Betrachtung der Semiotik, inklusive ihrer drei Dimensionen (Syntax, Semantik, Pragmatik) und deren Relevanz für die digitale Medienwelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienwissenschaft, Semiotik, digitale Kommunikation, Zeichen, Syntax, Semantik und Pragmatik charakterisiert.

Warum ist die Semiotik für die Programmierung wichtig?

Da Computer nicht assoziativ denken wie Menschen, erfordert das Programmieren eine präzise Verwendung von Zeichen, wobei das Verständnis der Semiotik hilft, Prozesse maschinenlesbar zu modellieren.

Welche Herausforderung ergibt sich bei der semantischen Suche in Bilddatenbanken?

Die Herausforderung liegt darin, dass aktuelle Algorithmen Schwierigkeiten haben, abstrakte Konzepte oder künstlerische Inhalte (z.B. Gemälde) zu erkennen, da Sprache und Bedeutung offene, dynamische Systeme sind.

Was bedeutet der Satz „To program is to understand“ im Kontext der Arbeit?

Er verdeutlicht, dass das Programmieren mehr als bloße Syntax ist; es erfordert eine tiefgreifende analytische Zerlegung von Prozessen, um komplexe kommunikative Akte in formale, maschinenlesbare Strukturen zu übersetzen.

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Details

Title
Einführung in MeWi und Semiotik
College
University of Applied Sciences Flensburg  (IMTI)
Course
Einführung in die Medienwissenschaft
Grade
1,3
Author
Maximilian von Götz (Author)
Publication Year
2001
Pages
8
Catalog Number
V67903
ISBN (eBook)
9783638600187
ISBN (Book)
9783656811572
Language
German
Tags
Einführung MeWi Semiotik Einführung Medienwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian von Götz (Author), 2001, Einführung in MeWi und Semiotik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67903
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