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Grundideen und -verfahren der Generativen Grammatik

Titel: Grundideen und -verfahren der Generativen Grammatik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 29 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Silvio Wolff (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich das Ziel, allgemein die Generative Grammatik als ein alternatives Grammatikmodell darzustellen. Dabei wird in erster Linie auf die Ideen des Begründers Noam Chomsky (geb. 1928) eingegangen. Er bildet die Grundlage der Generativen Theorie und somit eine wichtige Grundlage dieser Arbeit.
Das erste Kapitel gibt einen Einblick in die Geschichte und in das Grundkonzept der Generativen Grammatik. Dabei ist die Idee einer Universalgrammatik von besonderer Bedeutung, wodurch der beachtliche Anspruch der Theorie begründet wird.
Das darauffolgende Kapitel behandelt die syntaktischen Grundvorstellungen und Analysemethoden der GG, wie sie bis 1986 von Chomsky entwickelt wurden. Möglichst knapp werden die Grundtermini und Grundverfahren (Konstituentenstruktur, Transformationen etc.) dargelegt, um die Spannweite der Theorie zu erfassen. Da die Syntax einen wesentlichen Teil einer Grammatik und der dazugehörenden Forschung ausmacht, wird ihr eine besondere Bedeutung zukommen. Charakteristisch für die generative Syntax ist das Zusammenspiel verschiedener Module oder Subsysteme. Diese Besonderheit soll in besonderem Maße zum Ausdruck kommen, und die Darstellung der Modularität der Generativen Theorie ein Hauptziel dieser Arbeit sein.
Neben dem ersten großen Teil der syntaktischen Beschreibungen wendet sich der zweite Teil den neueren Entwicklungen und den übergreifenden Einflüssen auf andere wissenschaftliche Bereiche zu. Chomsky selbst arbeitete seine eigene Theorie zeitlebens weiter aus, und es wird versucht seine neueste Version "The minimalist program" kurz zu skizzieren.
Um weiter die Reichweite der Generativen Grammatiktheorie zu erfassen, muß neben der Syntax auch der Bezug zu anderen linguistischen Themenkomplexen beachtet werden, was in Kapitel 5 in Hinsicht auf die Phonologie, Semantik und die Wortbildung geschehen soll. Dabei handelt es sich natürlich nur um eine Auswahl, wodurch jedoch der Horizont angedeutet wird.
Die Generative Grammatik ist in besonderem Maße eine Theorie, die sich übergreifend auf benachbarte Wissenschaften auswirkt. Gerade im Bereich der Kognitionswissenschaften, besonders der Psycho- und Neurolinguistik, wurden Ideen der GG aufgegriffen und weiterentwickelt. Den Schluß der Arbeit bildet dann ein Blick auf die Probleme und Fragestellungen dieser Wissenschaften bezogen auf die Idee einer Universalgrammatik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte und Grundideen der Generativen Grammatik

2.1. Noam Chomsky

2.2. Grundideen

2.3. Universalgrammatik und Grundunterscheidungen

3. Die Generative Syntax

3.1. Konstituentenstrukturanalyse und Phrasenstrukturregeln

3.2. X-Bar Syntax

3.3. Kasustheorie

3.4. Das Theta-Kriterium

3.5. Das Lexikon

3.6. Transformationen, Oberflächen- und Tiefenstruktur

3.7. Government & Binding

3.8. Zusammenspiel der verschiedenen Module

4. Minimalist Program

5. Weitere Themen der Generativen Grammatik

5.1. Phonologie

5.2. Semantik

5.3. Wortbildung

6. Psycho- und Neurolinguistik

6.1. Spracherwerb und Sprachproduktion

6.2. Neurolinguistik

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Generative Grammatik als alternatives Grammatikmodell darzustellen, wobei ein besonderer Fokus auf den Ideen von Noam Chomsky, dem Konzept der Modularität und der Universalgrammatik liegt.

  • Die historische Entwicklung und theoretischen Grundlagen der Generativen Grammatik.
  • Strukturelle Analysemechanismen wie X-Bar Syntax, Kasustheorie und Theta-Kriterium.
  • Die Rolle der Modularität im Zusammenspiel syntaktischer Subsysteme.
  • Anknüpfungspunkte an Nachbardisziplinen wie Psycho- und Neurolinguistik.
  • Ein Überblick über das Minimalistische Programm als neuere Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.2. X-Bar Syntax

In diesem Kapitel soll nun kurz das Herzstück Chomskys Generativer Grammatik dargestellt werden, das X-Bar Schema. Zuvor müssen jedoch einige Grundbegriffe und Bezeichnungen geklärt werden. Zur Verdeutlichung habe ich hier ein Beispiel von Fanselow/Felix übernommen. Es symbolisiert die typische Form des Baumdiagramms. Jede Phrase besitzt einen Kopf (Head), der das tragende Element dieser Phrase ist und ihr den Namen gibt. In diesem Beispiel ist es student. Die Linien nennt man Kanten und die Stelle des Fragezeichens ist ein Knoten. Nun muß in dieser Nominalphrase jeder Knotenpunkt die nominale Eigenschaft des Kopfes widerspiegeln. So ergibt sich auf dem rechten Bild dann für student und dem Zusatz of physics N’ oder N mit einem Balken darüber, also englisch N-bar. Eine Stufe höher kann dann noch ein Komplement hinzukommen, in unserem Fall der Determiner this. Und aus dem N’ wird N’’ (oder N-double-bar).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Generative Grammatik als Modell vorzustellen, wobei besonders die Ideen von Noam Chomsky und der Fokus auf Modularität hervorgehoben werden.

2. Geschichte und Grundideen der Generativen Grammatik: Dieser Abschnitt behandelt die Ursprünge der Theorie, Chomskys nativistisches Modell des Spracherwerbs und das fundamentale Konzept der Universalgrammatik.

3. Die Generative Syntax: Hier werden die zentralen syntaktischen Analysewerkzeuge wie Phrasenstrukturregeln, das X-Bar Schema, Kasus- und Theta-Theorie sowie das Zusammenspiel dieser Module detailliert erläutert.

4. Minimalist Program: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf Chomskys jüngere Entwicklung, das Minimalistische Programm, das traditionelle Sprachebenen aufgibt und ökonomische Verarbeitungsprinzipien in den Fokus rückt.

5. Weitere Themen der Generativen Grammatik: Hier wird die Anwendbarkeit generativer Ansätze auf die Phonologie, Semantik und Wortbildung diskutiert, um die Breite der Theorie zu verdeutlichen.

6. Psycho- und Neurolinguistik: Dieser Teil beleuchtet die Verbindung der Generativen Grammatik zu kognitionswissenschaftlichen Fragen des Spracherwerbs, der Sprachproduktion und neurologischer Sprachstörungen.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wichtigsten theoretischen Module und einer kritischen Reflexion über den Stellenwert der Generativen Grammatik in der heutigen Linguistik.

Schlüsselwörter

Generative Grammatik, Noam Chomsky, Universalgrammatik, Syntax, X-Bar Schema, Modularität, Kasustheorie, Theta-Kriterium, Minimalist Program, Spracherwerb, Neurolinguistik, Sprachproduktion, Kompetenz, Performanz, Transformationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Generative Grammatiktheorie, ihre wesentlichen Module und ihre Bedeutung innerhalb der Linguistik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Generativen Syntax, das Konzept der Universalgrammatik, die Modularität von Grammatiksystemen sowie der Bezug zu Nachbardisziplinen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Generative Grammatik als alternatives Modell darzustellen, insbesondere die syntaktischen Verfahren und das Zusammenspiel der verschiedenen Module wie X-Bar Schema und Kasustheorie zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit basierend auf den Standardwerken von Noam Chomsky und anderen linguistischen Forschern zur Generativen Grammatik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit syntaktischen Modulen, dem X-Bar Schema, der Transformation, der Rolle des Lexikons sowie neueren Entwicklungen wie dem Minimalistischen Programm.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Generative Grammatik, Universalgrammatik, Modularität, Syntax, X-Bar Schema und Spracherwerb.

Inwiefern beeinflusst das X-Bar Schema die Satzbildung?

Das X-Bar Schema regelt die formale Struktur phrasaler Kategorien, indem es vorschreibt, dass Phrasen einen lexikalischen Kopf besitzen müssen, was die Möglichkeiten der Phrasenstrukturregeln drastisch einschränkt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Kompetenz und Performanz zentral?

Diese Unterscheidung ist fundamental, da Chomsky unter Kompetenz das angeborene Regelwissen eines Sprechers versteht, während Performanz die tatsächliche Verwendung der Sprache in realen Situationen bezeichnet.

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Details

Titel
Grundideen und -verfahren der Generativen Grammatik
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Deutsche Philologie)
Note
sehr gut
Autor
Silvio Wolff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
29
Katalognummer
V6797
ISBN (eBook)
9783638142892
ISBN (Buch)
9783638639651
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundideen Generativen Grammatik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvio Wolff (Autor:in), 2002, Grundideen und -verfahren der Generativen Grammatik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6797
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Leseprobe aus  29  Seiten
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