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Die Emotionstheorie von Charles Darwin

Title: Die Emotionstheorie von Charles Darwin

Presentation (Elaboration) , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kevin Francke (Author)

Psychology - General
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Die Frage, wie der Mensch zu dem geworden ist, was er ist, hat nach weithin allgemeiner Anerkennung der Naturforscher Charles Darwin Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals wissenschaftlich beantwortet. Sein Hauptwerk “On the Origin of Species by Means of Natural Selection“ – auf Deutsch „Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl“ –, erstmals 1859 veröffentlicht, bildete die Grundlage für die moderne Biologie und stellt somit den Ausgangspunkt jeder wissenschaftlichen Arbeit auf dem Forschungsgebiet der Merkmalsvererbung und Entwicklung dar. In diesem Werk weist Darwin die menschliche Verwandtschaft zum Tierreich nach und bietet somit ein logisches Modell der Herausbildung von verschiedenen Merkmalen an. Danach verfügen die heutigen Lebewesen über eine perfekte Anpassung an ihre bestehende Umwelt, da die von ihnen genutzten Werkzeuge wie beispielsweise Schnäbel, Hände, Füße, Häute oder Haare ihren Vorfahren in der Vergangenheit einen Selektionsvorteil gegenüber anderen Artgenossen, die nicht über genau diese Art von Werkzeugen verfügen konnten, verschafft hatten.

1872 veröffentlichte Darwin “The Expression of the Emotions in Man and Animals“ – „Vom Ausdruck der Emotionen bei Menschen und Tieren“. Sein Hauptanliegen war es, die phylogenetische Entwicklung von Emotionen nachzuweisen, also den Nachweis zu erbringen, dass die Emotionen ebenfalls ihren Ursprung im Tierreich haben und keine „Erfindung“ des Menschen sind. Er konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf die „Mimik, aber auch Gestik, Vokalisationen“ und physiologische Veränderungen berücksichtigte Darwin für seine Forschungen. Er stellte neben der Betrachtung der Natur von Emotionen eine Verbindung zwischen der Aktualgenese und dem konkreten Emotionsausdruck her, weshalb auch grundsätzlich von einer „Theorie der Emotionen“ gesprochen werden kann. Diese Ausarbeitung eines an der Universität Potsdam im Wintersemester 2006/2007 gehaltenen Referats stellt die wichtigsten Merkmale seiner Theorie vor. Dabei lasse ich mich von folgenden Fragen leiten:

Was versteht Darwin unter Emotionen?
Wie äußern sie sich?
Wie sind sie seiner Auffassung nach entstanden bzw. wie kommt es zu Emotionen?
Wie ist Darwin in seiner Forschung vorgegangen?
Und welchen Sinn haben Emotionsausdrücke?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

DEFINITION VON EMOTION

ÄUßERUNG VON EMOTIONEN

ENTSTEHUNG VON EMOTIONEN

DARWINS FORSCHUNGSMETHODEN

METHODE 1 INTRAKULTURELLE BEURTEILUNG DES EMOTIONSAUSDRUCKS

METHODE 2 INTERKULTURELLER VERGLEICH DES EMOTIONSAUSDRUCKS

METHODE 3 BEOBACHTUNG DES EMOTIONSAUSDRUCKS VON KINDERN

METHODE 4 VERGLEICH DES EMOTIONSAUSDRUCKS VON MENSCHEN UND TIEREN

METHODE 5 BEOBACHTUNG DES EMOTIONSAUSDRUCKS VON BLINDGEBORENEN

METHODE 6 BEOBACHTUNG DES EMOTIONSAUSDRUCKS VON GEISTESKRANKEN

BIOLOGISCHE FUNKTIONEN

ORGANISMISCHE FUNKTION

KOMMUNIKATIVE FUNKTION

SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die von Charles Darwin formulierte Emotionstheorie mit dem Ziel, die phylogenetische Entwicklung von Emotionen und deren Ausdrucksformen bei Mensch und Tier aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, inwieweit Darwin den Ursprung von Emotionen im Tierreich verortete und welche empirischen Methoden er wählte, um seine Thesen zu belegen.

  • Evolutionärer Ursprung und Phylogenese von Emotionen
  • Darwins methodisches Vorgehen bei der Emotionsforschung
  • Die organismische und kommunikative Funktion von Emotionsausdrücken
  • Kritische Würdigung von Darwins Prinzipien im Kontext heutiger Forschung

Auszug aus dem Buch

Methode 2 Interkultureller Vergleich des Emotionsausdrucks

Dass Emotionen innerhalb eines Kulturkreises erkannt werden, ist nur der Ausgangspunkt der Forschungen. Als Indiz für die Richtigkeit seiner These verschickte Darwin einen Fragenkatalog mit insgesamt 16 Fragen (s. Anhang) an Missionare, Lehrer und Kolonialbeamte auf der ganzen Welt, von denen er 36 Antwortschreiben erhielt. Fänden sich Übereinstimmungen in den Beschreibungen der unterschiedlichen Völker und Kulturen, die in keinem Kontakt miteinander stehen, wären diese ein Hinweis auf eine genetische Prädisposition von spezifischen Emotionsausdrücken und damit von Emotionen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die wissenschaftliche Bedeutung von Charles Darwins Werken ein und legt das Ziel der Arbeit dar, die phylogenetische Entwicklung von Emotionen zu erörtern.

DEFINITION VON EMOTION: In diesem Kapitel wird Darwins Verständnis von Emotionen als bewusste, mentale Zustände definiert, die sowohl bei Menschen als auch bei höher entwickelten Tieren vorkommen.

ÄUßERUNG VON EMOTIONEN: Hier werden die verschiedenen beobachtbaren körperlichen Veränderungen beschrieben, durch die sich Emotionen manifestieren, darunter Mimik, Gestik und Vokalisationen.

ENTSTEHUNG VON EMOTIONEN: Dieses Kapitel erläutert die Aktualgenese von Emotionen sowie Darwins drei zentrale Prinzipien zur phylogenetischen Entwicklung des Emotionsausdrucks.

DARWINS FORSCHUNGSMETHODEN: Es werden die sechs empirischen Ansätze dargelegt, die Darwin zur Stützung seiner These über die Abstammung des Menschen und die Vererbung von Ausdrucksformen einsetzte.

BIOLOGISCHE FUNKTIONEN: Hier erfolgt die Erläuterung der organismischen und kommunikativen Funktionen von Emotionsausdrücken innerhalb von Darwins Zwei-Faktoren-Theorie.

SCHLUSS: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über Darwins Thesen im Vergleich zu modernen verhaltensökologischen Ansätzen und betont den heutigen Konsens über den Selektionsvorteil von Emotionsausdrücken.

Schlüsselwörter

Charles Darwin, Emotionstheorie, Phylogenese, Emotionsausdruck, Evolution, Mimik, Natürliche Selektion, Aktualgenese, Organismische Funktion, Kommunikative Funktion, Verhalten, Psychologie, Vererbung, Affekte, Ausdrucksbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Emotionstheorie von Charles Darwin, insbesondere mit seinem Werk "Vom Ausdruck der Emotionen bei Menschen und Tieren".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die biologischen und phylogenetischen Grundlagen von Emotionen, deren Ausdrucksformen und die verschiedenen Funktionen, die diese Ausdrücke für den Organismus und die Kommunikation erfüllen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Darwins Thesen zur Abstammung der menschlichen Emotionen aus dem Tierreich vorzustellen und sein methodisches Vorgehen zur empirischen Untermauerung dieser Theorie zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und Zusammenfassung von Darwins historischen Forschungsmethoden, wie etwa dem interkulturellen Vergleich oder der Beobachtung von Kindern und Tieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Entstehung von Emotionen, eine detaillierte Darstellung der sechs Forschungsmethoden Darwins sowie die Analyse der organismischen und kommunikativen Funktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Evolution, Emotionsausdruck, Phylogenese, Selektionsvorteil und die spezifischen Forschungsmethoden Darwins charakterisiert.

Was unterscheidet die organismische von der kommunikativen Funktion?

Die organismische Funktion dient der Optimierung der Informationsaufnahme und der Emotionsregulation, während die kommunikative Funktion darauf abzielt, Gefühlszustände und Absichten an Artgenossen zu vermitteln.

Welche Kritik übt die moderne Forschung an Darwins Ansatz?

Während Darwin die Entstehung von Ausdrücken oft über das Lamarck’sche Prinzip der Vererbung erworbener Gewohnheiten erklärte, betont die moderne Forschung den direkten Selektionsvorteil genetisch bedingter Ausdrucksfähigkeiten.

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Details

Title
Die Emotionstheorie von Charles Darwin
College
University of Potsdam  (Institut für Psychologie)
Course
Emotionstheorien
Grade
1,3
Author
Kevin Francke (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V68089
ISBN (eBook)
9783638608749
Language
German
Tags
Emotionstheorie Charles Darwin Emotionstheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Francke (Author), 2007, Die Emotionstheorie von Charles Darwin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68089
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