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Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Beziehungsanfang von bikulturellen und monokulturellen Zweierbeziehungen

Title: Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Beziehungsanfang von bikulturellen und monokulturellen Zweierbeziehungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Doris Rämisch (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit geht darauf ein, inwieweit zwischen bikulturellen und monokulturellen Paaren Unterschiede in einer Zweierbeziehung vorhanden sind. In diesem großen Bereich wird sich der vorliegende Text vor allem mit den Unterschieden in den Beziehungsanfängen dieser bikulturellen Beziehungen beschäftigen.
Gibt es zum Beispiel eine andere Motivation als in monokulturellen Beziehungen (z.B. Frage der Statuserhebung, materielle Absicherungen etc.) oder spielt das Ideal der romantischen Liebe eine größere Rolle.

Weiterhin wird untersuchen, ob es vermehrt und größere Verständigungsprobleme zwischen den Partnern gibt und ob sich dies auf die Vorstellung der Form der Beziehung und die weitere Zukunftsplanung auswirkt. Welche Konsequenzen die Probleme der unterschiedlichen Religion, der unterschiedlichen Sozialisation und Sprache, Weltbilder etc. auf das Paar und die Beziehung haben. Besteht eine veränderte Machtausübung, da einer vorhandenen Überlegenheit des deutschen Partners? Mit welchen rechtlichen Problemen haben solche Paare am Beginn zu kämpfen? Ist die Toleranz im familiären und freundschaftlichen Umfeld niedriger und mit welchen anderen Akzeptanzproblemen des sozialen Umfeldes hat ein solches Paar anfänglich zu befassen?

Diese Arbeit stützt sich hauptsächlich auf Studien über bikulturelle Ehepaare, da es sehr wenig Studien gibt, die sich mit nichtehelichen Lebensgemeinschaften solcher Paare beschäftigen. Weiterhin wird sich auf Studien von Paaren aus Deutschland oder Österreich gestützt, dass heißt dieser Arbeit liegen Studien zugrunde, in dem einer der Partner deutsprachig ist.

Die ganze Arbeit möchte also einen Vergleich zwischen monokulturellen Paaren und deren „normalen“ Beziehungsanfängen und denen von bikulturellen Paaren ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeit

3. Thematische Einführung

4. Geschichtliche Einführung

5. Partnerwahl

6. Orte des Kennenlernens

7. Motivation für eine bikulturelle Partnerschaft

8. Konflikte in einer binationalen Beziehung

8.1 Spezielle Probleme der unterschiedlichen Kulturen

8.2 Kommunikation und deren Konfliktsituation

8.3 Probleme im sozialen Umfeld des Paares

9. Zusammenfassung

10. Literaturliste

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Beziehungsanfang zwischen bikulturellen und monokulturellen Zweierbeziehungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwiefern kulturelle Unterschiede, soziale Erwartungen und Kommunikationsbarrieren den Prozess des Kennenlernens und die Stabilität der Partnerschaft beeinflussen.

  • Vergleich der Entstehungsphasen von binationalen und monokulturellen Paaren
  • Analyse der Rolle von Mobilität und Globalisierung bei der Partnerwahl
  • Untersuchung von Konfliktpotenzialen durch kulturelle und sprachliche Differenzen
  • Bewertung des Einflusses des sozialen Umfelds und gesellschaftlicher Normen
  • Darstellung von Identitätsentwicklungsprozessen innerhalb bikultureller Partnerschaften

Auszug aus dem Buch

8.2 Kommunikation und deren Konfliktsituationen

Kommunikationsprobleme sind nicht nur in bikulturellen Beziehungen zu finden, sondern in jeder Art von zwischenmenschlichem Kontakt. Aber in binationalen Beziehungen nimmt diese einen größeren Stellenwert dar, da es sich teilweise um wirkliche Verständigungsprobleme handelt, die sich auf unterschiedliche Muttersprachen zurückführen lassen.

Als erstes und wichtigstes Problem der Kommunikation ist natürlich das Finden einer gemeinsamen Sprache. So treten hier die selben Probleme auf, wie in der Kulturfindung. Es muss eine Sprache gefunden werden und diese Problem beinhaltet zwei Lösungsvarianten: die Sprache des einen oder anderen Partners oder das Paar spricht eine dritte, beiden verständliche Sprache. Hierzu ist auch zu sagen, dass die Sprache in der wir sozialisiert werden, Teil unserer Kultur ist und damit ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Lebens.

Sprache, vor allem Alltagsprache erzeugt durch den intersubjektiven Gebrauch eine intersubjektive Wirklichkeit. Diese Alltagswirklichkeit (nach Berger & Luckmann, vgl. Reif 1996, S. 33) beinhaltet eine Absicherung für jedes Individuum und macht meine Wirklichkeit zum Teil der intersubjektiven Wirklichkeit.

Des weiteren kann die Bedeutung von Wörtern sehr unterschiedlich sein und damit im Gebrauch zu Missverständnissen führen. Beispielsweise haben wir im deutschen sehr wenige Beschreibungen für das Wort „Schnee“, aber die Inuit (Eskimos) haben dafür für uns Europäer unbeschreiblich viele Wörter. Weitere Bespiele für die unterschiedlichen Symbolhaftigkeit einzelner Wörter: in der Sprache der Hopi-Indianer beschreibt das Wort „Hund“ alle domestizierten Tiere, also auch Ziegen, Katzen etc.; in der deutschen Sprache unterscheiden wir beispielsweise auch die Farben „blau“ und „grün“, die im Japanischen nur ein Wort beschreiben. So differenziert die türkische Sprache Farben wesentlich deutlicher und poesievoller aus, als wir das im deutschen tun (vgl. Gómez Tutor 1995, S. 111).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt das Ziel dar, Unterschiede im Beziehungsanfang von bikulturellen und monokulturellen Paaren zu vergleichen und rechtliche sowie soziale Herausforderungen zu beleuchten.

2. Begrifflichkeit: Es werden die verschiedenen Definitionen und Begriffe wie "binationale", "bikulturelle" oder "inter-ethnische" Ehen geklärt und eine einheitliche Verwendung für die Arbeit festgelegt.

3. Thematische Einführung: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Zunahme binationaler Eheschließungen in Deutschland und verweist auf die steigende Mobilität durch Globalisierung.

4. Geschichtliche Einführung: Die historische Entwicklung der "Mischehe" wird erläutert, wobei politische Hintergründe, rassenhygienische Gedanken und kirchliche Einflüsse diskutiert werden.

5. Partnerwahl: Es werden soziologische Konzepte der Homogamie und Komplementarität sowie die Anziehungsforschung als Erklärungsmuster für den Beziehungsbeginn vorgestellt.

6. Orte des Kennenlernens: Das Kapitel beschreibt den Wandel der Orte, an denen sich Partner finden, von der Nachbarschaft bis hin zum Einfluss von Erasmus-Programmen und Auslandsaufenthalten.

7. Motivation für eine bikulturelle Partnerschaft: Hier wird untersucht, warum Menschen die Fremdheit suchen und welche psychologischen Faktoren, wie die Offenheit gegenüber dem "Exotic Other", eine Rolle spielen.

8. Konflikte in einer binationalen Beziehung: Dieser zentrale Abschnitt analysiert kulturelle Differenzen, Rollenbilder und Kommunikationsprobleme sowie den Druck durch das soziale Umfeld.

9. Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden gebündelt; es wird betont, dass bikulturelle Paare zwar mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert sind, ihr Beziehungsanfang aber primär dem von monokulturellen Paaren ähnelt.

10. Literaturliste: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Bikulturelle Partnerschaft, binationale Ehe, Beziehungsanfang, Mikrosoziologie, Globalisierung, interkulturelle Kommunikation, Partnerwahl, soziale Identität, kulturelle Integration, Konfliktpotenzial, Sozialisation, Akkulturation, interpersonale Anziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Beziehungsanfang zwischen bikulturellen und monokulturellen Paaren, insbesondere im soziologischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Partnerwahlkonzepte, geschichtliche Hintergründe der "Mischehe", Orte des Kennenlernens, Motivation für interkulturelle Beziehungen sowie Konflikte in Bereichen wie Kommunikation und soziale Akzeptanz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Vergleich zu ziehen, wie bikulturelle Paare die Anfangsphasen ihrer Beziehung im Vergleich zu "normalen" deutsch-deutschen Beziehungen erleben und welche spezifischen Herausforderungen sie bewältigen müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Studien zu Partnerschaft, Integration und Beziehungsdynamiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Partnerwahl, Motivation, den Orten des Kennenlernens sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Konfliktursachen, wie kulturelle Unterschiede, Rollenbilder und Sprachbarrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind bikulturelle Partnerschaft, binationale Ehe, interkulturelle Kommunikation, Beziehungsanfang und Identitätsentwicklung.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in bikulturellen Partnerschaften?

Die Kommunikation wird als zentrale Herausforderung identifiziert, da sprachliche Differenzen und unterschiedliche kulturelle Symboliken zu Missverständnissen führen können, die über das übliche Maß monokultureller Paare hinausgehen.

Warum spielt das soziale Umfeld eine so große Rolle?

Das soziale Umfeld dient der Identitätsbestätigung. Bei bikulturellen Paaren können Vorurteile oder soziale Normen des Umfelds (z. B. der Eltern) zu zusätzlichem Druck und Akzeptanzproblemen führen.

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Details

Title
Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Beziehungsanfang von bikulturellen und monokulturellen Zweierbeziehungen
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Beziehungsanfänge
Grade
2,7
Author
Doris Rämisch (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V68143
ISBN (eBook)
9783638606653
ISBN (Book)
9783638768344
Language
German
Tags
Unterschiede Gemeinsamkeiten Beziehungsanfang Zweierbeziehungen Beziehungsanfänge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doris Rämisch (Author), 2006, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Beziehungsanfang von bikulturellen und monokulturellen Zweierbeziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68143
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