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Manageranreize und Integration

Title: Manageranreize und Integration

Diploma Thesis , 2006 , 77 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Benjamin Gotta (Author)

Business economics - General
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Das Volumen von Mergers & Acquisitions Transaktionen hat in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. So könnte nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg und M&A Review das Jahr 2006 zu einem neuen Rekordergebnis führen. Der bis Ende September berechnete Gesamtwert aller bereits bekannt gewordenen Übernahmen und Fusionen beläuft sich auf ca. 2,7 Billionen US$. 1 Dieser Wert liegt leicht über dem vergleichbaren Volumen des Rekordjahres 2000. Trotz leichter Abschwächung nach dem starken ersten Quartal diesen Jahres kann 2006 dennoch das erfolgreichste M&A - Jahr aller Zeiten werden. Diese Entwicklung könnte bei den Aktionären jedoch nicht nur auf positive Resonanz stoßen. Neben öffentlich bekannten Fehlkäufen, wie beispielsweise DaimlerBenz und Chrysler, TimeWarner und AOL, Adidas und Salomon oder BMW und Rover zeigen vor allem diverse Untersuchungen, dass eine Vielzahl von Akquisitionen und Fusionen der jüngsten Vergangenheit zu Vermögensverlusten bei den Aktionären führten. In so genannten Event-studies, die sich die Aktienkursentwicklung vor der Ankündigung einer Übernahme bis zum tatsächlichen Übernahmeangebot anschauen, zeigt sich, dass bereits in dieser frühen Phase der Akquisition die Aktionäre des Käufers im allgemeinen mit negativen Renditen rechnen müssen. 2 Aufgrund des Zeithorizonts handelt es sich bei den Event-studies meist um kurzfristige Untersuchungen, die hauptsächlich die Markteinschätzung über den Erfolg der Akquisition widerspiegelt. In dieser frühen Phase des Kaufs können jedoch lediglich die Strategie, der Kaufpreis, die erwarteten Synergien und das Marktumfeld des Erwerbs bewertet werden. Ob eine Akquisition tatsächlich Wert generiert und ein Erfolg wird kann, erst zu einem späteren Zeitpunkt beurteilt werden. Denn es ist die Integration eines erworbenen Unternehmens, die die Schluss- und gleichzeitig Schlüsselphase einer M&A Transaktion bildet. Hier zeigt sich schlussendlich, ob die im Voraus entwickelten Strategien und die erwarteten Synergiepotentiale realisierbar sind und die Transaktion zu einer Wertsteigerung des Unternehmens führt. Eine hervorragende Integrationsphase ist in der Lage, kleinere Unstimmigkeiten und Fehleinschätzungen in der Planung und Entwicklung der Akquisition zu beheben, während eine schlecht durchgeführte Integration trotz [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Manageranreize in Investitions- und Finanzierungs-entscheidungen

2.1 Interessenskonflikte und Organisationsstruktur

2.2 Managerinteressen und opportunistisches Verhalten

2.3 Entscheidungs- und Kontrollrechte verändern Manageranreize

2.3.1 Der interne Kapitalmarkt (ICM)

2.3.2 Veränderung der Manageranreize und Socialism

2.3.3 Aktive Beeinflussung der Kapitalallokationsentscheidungen

2.4 Diversification Discount

2.5 Die Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz

3 Manageranreize im Rahmen der Integration von Allianz und Dresdner Bank

3.1 Die Dresdner Bank im Allianzkonzern

3.1.1 Einflussnahme und Anstrengung im 2 Manager Fall

3.1.2 Einflussnahme und Anstrengung im n Manager Fall

3.1.3 Arbeitszeitmodell für n Manager

3.2 Zusammenführung zweier Unternehmenskulturen

3.3 Der Einfluss von Vergütungsverträgen auf Manageranreize

4 Theoretische Methoden der Anreizsteigerung und deren praktische Anwendbarkeit

4.1 Monitoring und Anreizverträge – Die Behandlung von Symptomen

4.2 Entscheidungskompetenzen und Anreizsteigerung

4.3 Anwendungsmöglichkeiten im Fall Allianz / Dresdner Bank

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, inwiefern Interessenskonflikte und Anreizprobleme von Managern die Durchführung und den Erfolg einer Unternehmensintegration beeinflussen können, wobei das Praxisbeispiel der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz als zentrale Fallstudie dient.

  • Analyse von Managerinteressen und opportunistischem Verhalten (z.B. Empire Building).
  • Untersuchung der Funktionsweise und Anreizwirkungen interner Kapitalmärkte (ICM).
  • Modellierung der Auswirkungen von Einflussnahme (Influence Activities) und Rent-Seeking auf den Integrationserfolg.
  • Beurteilung theoretischer Methoden zur Anreizsteigerung und deren Eignung in Integrationsprozessen.
  • Diskussion über den Einfluss von Unternehmenskulturen und Vergütungssystemen auf das Verhalten der Manager.

Auszug aus dem Buch

2.1 Interessenskonflikte und Organisationsstruktur

Individuen haben eigene Interessen, die sie von anderen Individuen unterscheiden: Der Vorstand eines Aktienunternehmens ist neben der Performance der Firma auch an einem großen Büro, einem teuren Firmenwagen und einem hohen Ansehen interessiert (perks oder private benefits). Die Aktionäre hingegen interessieren sich lediglich für die Rendite ihres Investments in Form der Unternehmensbeteiligung. Derart unterschiedliche Vorstellungen werden als Interessenskonflikte bezeichnet und resultieren in einem Anreizproblem (Moral hazard Problem), wenn die Tätigkeit des Vorstands nicht beobachtet werden kann. Das Verhältnis Aktionär zu Vorstand kann dann als typisches Principal – Agent Problem verstanden werden: Der Agent (Vorstand) führt gewisse Tätigkeiten durch und der Prinzipal (Aktionär) trägt die Konsequenzen, z.B. durch die resultierende Änderung des Aktienkurses oder die Dividendenzahlung.

Sofern private Informationen existieren (z.B. in Form von unternehmensinternen Informationen des Vorstands) kommt es zu einem Informationsproblem (Adverse selection): Potentielle Investoren wissen nicht genau, ob sie Aktien eines guten oder eines schlechten Unternehmens erwerben. Somit besteht die Gefahr, dass sie möglicherweise zu viel bezahlen (Überbewertung der Aktie). Der Vorstand des jeweiligen Unternehmens kennt jedoch die Entwicklungschancen und Potentiale seines Unternehmens und somit die Ertragskraft und den tatsächlichen Unternehmenswert besser als die diversen Marktteilnehmer oder Anteilseigner.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Das Kapitel führt in die M&A-Thematik ein und beleuchtet die Bedeutung der Integrationsphase für den Erfolg einer Akquisition sowie die spezifische Problematik der Allianz/Dresdner Bank-Übernahme.

2 Manageranreize in Investitions- und Finanzierungs-entscheidungen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Interessenskonflikten, Prinzipal-Agent-Problemen und dem internen Kapitalmarkt (ICM) gelegt, die erklären, wie Organisationsstrukturen Manageranreize verzerren können.

3 Manageranreize im Rahmen der Integration von Allianz und Dresdner Bank: Dieses Kapitel nutzt Modellberechnungen, um aufzuzeigen, wie sich die Veränderung von Kapitalbudgets und der Manageranzahl während der Integration auf die Anreize zu Leistung und Einflussnahme auswirkt.

4 Theoretische Methoden der Anreizsteigerung und deren praktische Anwendbarkeit: Es werden Methoden wie Monitoring, Anreizverträge und die Delegation von Entscheidungskompetenzen diskutiert, um den durch Integration verursachten Anreizproblemen entgegenzuwirken.

5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und resümiert, dass die Balance zwischen Informationsnutzung durch Delegation und der aktiven Steuerung über interne Kapitalmärkte entscheidend für den Integrationserfolg ist.

Schlüsselwörter

Manageranreize, Interne Kapitalmärkte, Integration, M&A, Interessenskonflikte, Principal-Agent-Theorie, Einflussnahme, Rent-Seeking, Unternehmenswert, Anreizverträge, Organisationsstruktur, Kapitalallokation, Allianz, Dresdner Bank, Diversification Discount

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Interessenskonflikten und Anreizproblemen von Managern auf den Erfolg von Unternehmensintegrationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktionsweise interner Kapitalmärkte (ICM), Manageranreize in hierarchischen Strukturen, strategische Kommunikation sowie der Einfluss von Vergütungsverträgen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie durch eine Integration veränderte Rahmenbedingungen (wie Kapitalverfügbarkeit und Manageranzahl) den Leistungsanreiz und das opportunistische Verhalten von Managern beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die Analyse aktueller Fachliteratur mit theoretischen Modellberechnungen, um das Verhalten von Managern in internen Kapitalmärkten bei unterschiedlichen Integrationsszenarien zu simulieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Anreizstrukturen sowie deren Anwendung auf das Praxisbeispiel der Allianz/Dresdner Bank-Übernahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Manageranreize, Interne Kapitalmärkte, Integration, M&A, Interessenskonflikte und Kapitalallokation.

Wie beeinflusst die Anzahl der Manager den Integrationserfolg laut den Modellen?

Die Modelle zeigen, dass eine Steigerung der Anzahl der Manager im ICM oft zu einer Reduktion des Anstrengungsniveaus führt, da die Grundzuteilung pro Manager sinkt und der Wettbewerb um Ressourcen zunimmt.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Integration von Allianz und Dresdner Bank?

Die unterschiedlichen Kulturen – Allianz als vertriebsorientierter Versicherungskonzern gegenüber der Dresdner Bank als beratungsorientiertes Geldhaus – führten zu Interessenskonflikten und erschwerten die erfolgreiche Umsetzung der Allfinanz-Strategie.

Warum wird die Delegation von Entscheidungsbefugnissen als Lösungsansatz diskutiert?

Die Delegation kann vorteilhaft sein, um den Informationsvorteil der Manager vor Ort zu nutzen, besonders wenn ein hoher Anteil an nicht kommunizierbaren "Soft-Informationen" über Kunden oder Projekte existiert.

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Details

Title
Manageranreize und Integration
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Benjamin Gotta (Author)
Publication Year
2006
Pages
77
Catalog Number
V68149
ISBN (eBook)
9783638594189
Language
German
Tags
Manageranreize Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Gotta (Author), 2006, Manageranreize und Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68149
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