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Private Equity in Deutschland. Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Exits

Title: Private Equity in Deutschland. Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Exits

Diploma Thesis , 2006 , 135 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Sonndorfer (Author)

Business economics - Investment and Finance
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„Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten - sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter. Gegen diese Form von Kapitalismus kämpfen wir.“
Seit diesem Interview des SPD-Politikers Franz Müntefering in der Bild am Sonntag vom 17. April 2005 kennt Deutschland die Begriffe Finanzinvestoren und Private Equity. Dieses Interview, und der biblische Vergleich der Heuschreckenschwärme, war damals Auslöser für eine nationale Debatte, die bis heute anhält. Was in der angelsächsischen Finanzkultur längst selbstverständlich war, hält nun Einzug in Deutschland. Wachsende Unternehmen werden von Investoren umworben, um während ihrer Beteiligung den Unternehmenswert zu steigern. Doch in der Realität ist Private Equity auch in Deutschland spätestens seit dem Boom der New Economy an der Tagesordnung. Bekannte deutsche Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Märklin, Rodenstock, Auto Teile Unger oder der Grüne Punkt, finanzieren ihre Investitionsvorhaben mit Private Equity. Entgegen Münteferings Aussagen, könnten eine Vielzahl von unternehmerischen Ideen ohne die Risikobereitschaft von Beteiligungsgesellschaften nicht umgesetzt werden. Die Aktualität der Thematik wird deutlich, wenn man sich folgende Zahlen vor Augen führt. So meldete die britische Beteiligungsgesellschaft Permira im Juni 2006, dass sie in nur drei Monaten elf Mrd. Euro für einen Private Equity-Fonds eingesammelt hat. Allein die in Deutschland aktiven Private Equity-Gesellschaften verwalteten Ende 2005 ein Vermögen von 54,2 Mrd. Euro. Diese Zahlen belegen, dass Private Equity auch aus der deutschen Finanzierungslandschaft nicht mehr wegzudenken ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung

2. Private Equity – begriffliche Grundlagen, Ziele und Funktionen

2.1 Begriffsdefinitionen und Konzeption

2.1.1 Private Equity, Beteiligungskapital und Venture Capital

2.1.2 Exit

2.1.3 Konzeption der Finanzierungsform Private Equity

2.2 Akteure des Private Equity-Marktes

2.2.1 Investoren

2.2.2 Private Equity-Gesellschaften

2.2.3 Kapitalsuchende Unternehmen

2.3 Beteiligungsmerkmale einer Private Equity-Finanzierung

2.3.1 Beteiligungsformen

2.3.1.1 Direkte vs. indirekte Variante

2.3.1.2 Stille vs. offene Variante

2.3.2 Beteiligungsdauer, -höhe und –vergütung

2.3.3 Angestrebter Exit

2.4 Status Quo und Einordnung der Finanzierungsform Private Equity

2.4.1 Eigenkapitalsituation in Deutschland

2.4.2 Eigenkapital in der Unternehmensfinanzierung

2.4.3 Einordnung von Private Equity in die Unternehmensfinanzierung

2.5 Gesamtwirtschaftliche Aspekte von Private Equity

3. Private Equity-Markt in Deutschland – historische Entwicklung und Status Quo

3.1 Entwicklung von Private Equity in Deutschland

3.2 Aktuelle Marktsituation in Deutschland

3.3 Deutscher Markt im internationalen Vergleich

4. Wertschöpfungskette der Private Equity-Finanzierung

4.1 Fundraising

4.2 Deal Flow

4.3 Due Diligence

4.4 Deal Structuring

4.5 Monitoring

4.6 Exit

5. Private Equity – der Exit

5.1 Herausforderungen im Exit-Prozess

5.1.1 Charakteristika und Unterschiede von Exit-Prozessen

5.1.2 Exit als Hilfestellung für die Investitionsentscheidung

5.1.3 Exit-Entscheidung und Durchführung der Transaktion

5.2 Wahl des Exit-Kanals

5.2.1 Einflussfaktoren auf die Durchführbarkeit des Exits

5.2.2 Going Public

5.2.2.1 Bewertung des Going Public aus Marktsicht

5.2.2.2 Bewertung des Going Public anhand ausgewählter Einflussfaktoren

5.2.3 Trade Sale

5.2.4 Secondary Purchase

5.2.5 Buy Back

5.2.6 Liquidation

5.3 Ausgestaltung des Exit-Managements

5.3.1 Risiken zur Durchführung des Exits

5.3.2 Investmentphase

5.3.3 Betreuungsphase

5.3.4 Exitphase

5.4 Private Equity-Performancemessung

5.4.1 Grundgedanke der Performancemessung

5.4.2 Renditeforderungen der Investoren

5.4.3 Methoden der Private Equity-Performancemessung

5.4.4 Vorgehensweise von Private Equity-Gesellschaften zur Unternehmenswertsteigerung

5.4.5 Praxisfälle zur Unternehmenswertsteigerung

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Systematik der Private Equity-Finanzierung zu durchleuchten, mit besonderem Fokus auf die kritische Phase der Desinvestition. Dabei soll die Notwendigkeit dieser Finanzierungsform innerhalb der deutschen Wirtschaftslandschaft aufgezeigt, die komplexen Exit-Prozesse analysiert und die verschiedenen Exit-Kanäle unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile sowie beeinflussender Faktoren bewertet werden.

  • Grundlagen und Konzeption von Private Equity sowie die verschiedenen Marktakteure.
  • Die Wertschöpfungskette einer Private Equity-Finanzierung, vom Fundraising bis zum Exit.
  • Detaillierte Analyse der Exit-Strategien und -Kanäle (Going Public, Trade Sale, etc.).
  • Ausgestaltung des Exit-Managements zur Risikominimierung und Wertsteigerung.
  • Performancemessung und Bewertung von Private Equity-Investitionen.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Charakteristika und Unterschiede von Exit-Prozessen

Der Exit und die Umsetzung des Exit-Kanals ist ein komplizierter Prozess, weil er von einer Vielzahl von Einflussfaktoren abhängig ist. Unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren benötigt jeder Exit-Kanal eine individuelle Vorbereitung. Abhängig vom gewählten Exit-Kanal ist der Exit entweder ein einmaliger Akt oder er wird in mehreren Schritten vollzogen. Wie bereits angedeutet, entscheiden sich Private Equity-Gesellschaften manchmal nicht alle Anteile auf einmal zu veräußern, sondern schrittweise in mehreren Tranchen. Wenn dies der Fall ist, demonstrieren sie ihr Vertrauen in die Langzeit-Performance des Portfoliounternehmens gegenüber einem Nachfolgeinvestor. Jedoch ist die Notwendigkeit des Exits immer auch durch die Laufzeit des Fonds determiniert. Planung und Durchführung der Desinvestition sollte weder in den ausschließlichen Zuständigkeitsbereich des Beteiligungsmanagers noch in den des Managements fallen, sondern gemeinschaftlich erarbeitet werden. Viele Beteiligungsgesellschaften folgen dem und beziehen die Geschäftsführung des Portfoliounternehmens in den Exit-Prozess mit ein um Interessenskonflikte zu vermeiden. Wenn bei der Wahl des Exit-Kanals keine Einigung besteht, hat aber in der Regel die Beteiligungsgesellschaft die Entscheidungshoheit. Nachfolgendes Argument belegt, warum der Exit in enger Abstimmung behutsam geplant werden sollte.

So lässt sich aus der Praxis erkennen, dass sich durch exakt definierte Exit-Strategien höhere Renditen erzielen lassen als durch kurzfristig, hastig durchgeführte Exits, bei denen die Private Equity-Gesellschaft nur reagieren und nicht agieren kann. Der Grund ist darin zu suchen, dass eine überlegte Bewertung der Exit-Kanäle, aktives, gezieltes Exit-Management von Beginn an und ein ständiger Abgleich zwischen den Ressourcen des Portfoliounternehmens und den vorhandenen Innovationsmöglichkeiten der Schlüssel dafür sind, den Transaktionserlös zu steigern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Zielsetzung: In diesem Kapitel wird die Ausgangslage sowie die Zielsetzung der Arbeit erläutert, welche die Systematik der Private Equity-Finanzierung und die Bedeutung des Exits in den Mittelpunkt stellt.

2. Private Equity – begriffliche Grundlagen, Ziele und Funktionen: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen fest, definiert zentrale Begriffe wie Private Equity und Exit, beleuchtet die Akteure des Marktes und erläutert die verschiedenen Beteiligungsmerkmale und gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen.

3. Private Equity-Markt in Deutschland – historische Entwicklung und Status Quo: Hier wird die historische Entwicklung des deutschen Marktes sowie die aktuelle Marktsituation skizziert und ein internationaler Vergleich angestellt.

4. Wertschöpfungskette der Private Equity-Finanzierung: Dieses Kapitel beschreibt den gesamten Prozess der Private Equity-Finanzierung, von der Akquise über die Due Diligence und das Monitoring bis hin zur Vorbereitung auf den Exit.

5. Private Equity – der Exit: Im Hauptteil der Arbeit werden detailliert die Herausforderungen des Exit-Prozesses, die Wahl verschiedener Exit-Kanäle, das Exit-Management sowie Methoden der Performancemessung und Wertsteigerung analysiert.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das letzte Kapitel bietet ein Resümee der Arbeit und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung und Entwicklung von Private Equity in Deutschland.

Schlüsselwörter

Private Equity, Exit, Desinvestition, Beteiligungskapital, Venture Capital, Wertschöpfungskette, Going Public, Trade Sale, Secondary Purchase, Buy Back, Performancemessung, Unternehmenswertsteigerung, Monitoring, Due Diligence, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem gesamten Spektrum von Private Equity-Finanzierungen, legt dabei jedoch einen besonderen Schwerpunkt auf die Phase der Desinvestition (den Exit) und die damit verbundenen strategischen und prozessualen Herausforderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die begrifflichen Grundlagen, die Akteure des Private Equity-Marktes, die historische Entwicklung in Deutschland, die Wertschöpfungskette von der Investition bis zum Ausstieg sowie detaillierte Exit-Strategien und Performancemessung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Systematik der Private Equity-Finanzierung darzulegen, die Notwendigkeit von Private Equity in Deutschland zu skizzieren sowie die Komplexität und Relevanz des Exit-Prozesses für Beteiligungsgesellschaften und deren Renditeerzielung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Auswertung von Statistiken (z.B. BVK) und der Betrachtung von Praxisfällen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Wertschöpfungskette (Kapitel 4) sowie die vertiefende Analyse des Exits (Kapitel 5), inklusive Exit-Herausforderungen, Kanalwahl, Management und Performancemessung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Private Equity, Exit, Desinvestition, Wertschöpfungskette, Going Public, Trade Sale, Performancemessung und Unternehmenswertsteigerung.

Warum spielt das Timing beim Exit eine so wichtige Rolle?

Das Timing ist entscheidend, da es die erzielbare Rendite direkt beeinflusst. Ein optimales Exit-Fenster muss identifiziert werden, wobei Faktoren wie Marktlage, Unternehmensreife und Fondslaufzeit berücksichtigt werden müssen, um einen hohen Veräußerungserlös zu realisieren.

Welche Bedeutung hat das Monitoring für den Exit-Erfolg?

Das Monitoring dient nicht nur der Kontrolle, sondern ist die zentrale Phase, in der das Unternehmen aktiv wertgesteigert und auf einen erfolgreichen Exit vorbereitet wird. Ohne ein zielgerichtetes Exit-orientiertes Monitoring sinken die Realisierungschancen für einen optimalen Verkaufspreis signifikant.

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Details

Title
Private Equity in Deutschland. Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Exits
College
University of Applied Sciences Regensburg
Grade
1,3
Author
Tobias Sonndorfer (Author)
Publication Year
2006
Pages
135
Catalog Number
V68156
ISBN (eBook)
9783638594233
Language
German
Tags
Private Equity Deutschland Darstellung Analyse Berücksichtigung Exits
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Sonndorfer (Author), 2006, Private Equity in Deutschland. Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung des Exits, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68156
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