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Christentum und römische Staatsmacht in den ersten zwei Jahrhunderten - Von der Regierungszeit Neros bis zur Regierungszeit Hadrians -

Title: Christentum und römische Staatsmacht in den ersten zwei Jahrhunderten - Von der Regierungszeit Neros bis zur Regierungszeit Hadrians -

Term Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Franziska Grüner (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die Etablierung der Christen innerhalb des römischen Staates war langwierig und schwierig.
Besonders in den ersten zwei Jahrhunderten hatte man sich mit dem Unmut und der
Ablehnung innerhalb der Bevölkerung auseinander zusetzen. Aufgrund dieses Faktes begann
auf der Seite der Staatsgewalt eine immer intensivere Auseinandersetzung mit dem Problem
und man wurde auf die vermeintlich staatsgefährdenden Eigenschaften der Religion und ihrer
Anhänger aufmerksam.
Innerhalb dieser Hausarbeit sollen Ursachen für die Verfolgung der Christen und die negative
Stellung dieser Personen in der römischen Gesellschaft des ersten und zweiten Jahrhunderts
dargelegt werden.
Des weiteren werden die Reaktionen der Kaiser Nero, Domitian, Trajan und Hadrian,
aufgezeigt. Ich stütze mich dabei auf Schriften zeitgenössischer Autoren, wie Tacitus,
Plinius, Sueton und Eusebius.
Von Vorteil bei der Bearbeitung dieses Themas ist, dass sich die Religionsgeschichte zu einer
weitgehenden eigenständigen Disziplin entwickelte und dass in den letzten Jahren, innerhalb
der Beschäftigung mit der römischen Kaiserzeit, das Christentum wieder näher in das
Zentrum historischer Forschung rückte.
Bei der Betrachtung der Quellenlage, muss leider festgestellt werden, dass die meisten
Quellen über die Christenverfolgung aus dem Schriftgut christlicher Autoren stammen und
somit eine Beurteilung des Verhaltens der Obersten des römischen Reiches oftmals schwer zu
bewerkstelligen ist.
Dennoch soll innerhalb dieser Hausarbeit eine objektive Auseinandersetzung mit den
Anliegen und Handlungsweisen dieser vier Kaiser stattfinden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Religion im Römischen Reich

2.1. Römisches Religionsverständnis

2.2. Römische Religionspolitik

3. Ursachen für den Widerstand gegen das Christentum

4. Auseinandersetzung zwischen Christentum und römischer Staatsmacht in vorkonstantinischer Zeit

4.1. Der Brand Roms unter Nero

4.2. Verfolgungen unter Domitian

4.3. Christenprozess unter Trajan

4.4. Das Reskript Hadrians

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen dem frühen Christentum und der römischen Staatsmacht in den ersten beiden Jahrhunderten n. Chr. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Ursachen für staatliche Repressionen und der Rolle der Kaiser Nero, Domitian, Trajan und Hadrian im Kontext der römischen Religionspolitik.

  • Römisches Religionsverständnis und Kaiserkult
  • Soziale und religiöse Konfliktursachen in der römischen Gesellschaft
  • Die Rolle der Kaiser bei der Verfolgung des Christentums
  • Rechtliche Grundlagen und das Fehlen systematischer Christenverfolgungen

Auszug aus dem Buch

4.1. Der Brand Roms unter Nero (54 – 68 n.Chr.)

Am 16. Juli 64 n. Chr. wütete ein riesiger Brand in ganz Rom. Viele Teile der Stadt waren davon betroffen, einige wurden vollständig zerstört. Im römischen Volk entstand das Gerücht, dass der Kaiser dieser Zeit, Nero, selbst dafür verantwortlich sei. Da sich diese Vermutung sehr stark behauptete, mussten Schuldige für das Verbrechen gefunden werden. Man erwählte dafür die Anhänger des christlichen Glaubens, da diese in der Bevölkerung sowieso nicht sehr beliebt waren. Die Anschuldigung wurde von bestochenen Verhafteten vorgetragen.

Dieses Ereignis stellt die erste Tat im Sinne einer Verfolgung durch die römischen Kaiser dar. Das Motiv ist jedoch noch nicht darin zu suchen, das diese Religion für den Staat gefährlich werden könnte. Nero nutzte lediglich die negative Haltung der Römer gegenüber dieser bestimmten Personengruppe, um sich von dem Verdacht der Brandstiftung zu befreien. Somit entbehrt diese Handlung auch einer gesetzlichen Grundlage und ist nur auf die Willkür des Herrschers zurückzuführen.

Durch diese Handhabung der Ereignisse wurde jedoch die feindselige Haltung der Menschen gewissermaßen sanktioniert, worauf sich die Kaiser der Zukunft verlassen konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des frühen Christentums im römischen Staat und der Quellenlage für die Untersuchung.

2. Religion im Römischen Reich: Erläuterung des polytheistischen Religionsverständnisses sowie der religiösen Strukturen und der Rolle des Kaiserkults.

3. Ursachen für den Widerstand gegen das Christentum: Untersuchung des gesellschaftlichen Konfliktpotenzials durch den Exklusivitätsanspruch der christlichen Lehre.

4. Auseinandersetzung zwischen Christentum und römischer Staatsmacht in vorkonstantinischer Zeit: Analyse der Fallbeispiele unter Nero, Domitian, Trajan und Hadrian hinsichtlich staatlicher Interventionen.

5. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse, dass es keine generelle gesetzliche Grundlage für Christenverfolgungen gab und diese primär durch lokalen Druck entstanden.

Schlüsselwörter

Christentum, Römisches Reich, Christenverfolgung, Kaiser Nero, Kaiser Domitian, Kaiser Trajan, Kaiser Hadrian, Religionspolitik, Kaiserkult, Religionsgeschichte, Antike, Staatsmacht, Römische Gesellschaft, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spannungsreiche Beziehung zwischen dem entstehenden Christentum und dem Römischen Reich während der ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen das römische Religionsverständnis, die soziale Ablehnung der Christen durch die Bevölkerung und das staatliche Handeln einzelner Kaiser gegenüber dieser Glaubensgemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Motive und Hintergründe für staatliche Christenverfolgungen objektiv zu beleuchten und den rechtlichen Rahmen zu klären, in dem diese stattfanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-kritische Methode, indem sie zeitgenössische Quellen wie Tacitus, Plinius und andere Autoren analysiert und historisch einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Religionsstruktur des Reiches, den soziokulturellen Ursachen für den Widerstand gegen Christen sowie den spezifischen Reaktionen von Nero bis Hadrian.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind das Verhältnis von Staat und Religion, der Begriff der Gottlosigkeit, das Kaisertum, rechtliche Normen gegenüber neuen Kulten und die Rolle der Provinzen.

Warum war das Christentum aus römischer Sicht problematisch?

Der Hauptkonflikt lag im christlichen Exklusivitätsanspruch, der im polytheistischen römischen System als systemfremd und potenziell staatsgefährdend wahrgenommen wurde.

Welche Rolle spielte der Kaiser beim Vorgehen gegen Christen?

Die Kaiser handelten meist nicht aus ideologischer Bekämpfung der Lehre, sondern oft situativ auf Druck der öffentlichen Meinung oder bei Unruhen, um die öffentliche Ordnung zu wahren.

Was besagt das Reskript Hadrians?

Hadrians Reskript an Minicius Fundanus verstärkte bestehende Regelungen Trajans, betonte jedoch die Notwendigkeit ordentlicher Verfahren und sanktionierte Verleumder, um die öffentliche Ruhe zu schützen.

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Details

Title
Christentum und römische Staatsmacht in den ersten zwei Jahrhunderten - Von der Regierungszeit Neros bis zur Regierungszeit Hadrians -
College
Dresden Technical University  (Geschichte)
Grade
2
Author
Franziska Grüner (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V6816
ISBN (eBook)
9783638143059
Language
German
Tags
Christentum Staatsmacht Jahrhunderten Regierungszeit Neros Regierungszeit Hadrians
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Grüner (Author), 2001, Christentum und römische Staatsmacht in den ersten zwei Jahrhunderten - Von der Regierungszeit Neros bis zur Regierungszeit Hadrians -, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6816
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