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Wissenstransfer in Unternehmen. Die Überwindung personeller Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen

Analyse der Problematiken

Title: Wissenstransfer in Unternehmen. Die Überwindung personeller Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Verw. Isabell Wirth (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Ein Teilprozess des Wissensmanagement, der Wissenstransfer, beschreibt den Vorgang der Weitergabe und Explizierung impliziten Wissens. Nonaka und Takeuchi sprechen hier von den Prozessen der Sozialisation und Externalisierung, bei dem das stillschweigende Wissen der Mitarbeiter an andere Kollegen weitergegeben und / oder dem Unternehmen zugänglich gemacht wird.

Hier ergeben sich jedoch Fragen: Inwieweit ist dieser Transfer von implizitem Wissen in der Realität überhaupt möglich? Welche Barrieren treten in der Praxis auf? Und inwieweit können die in der Literatur beschriebenen Lösungsansätze zur Eliminierung dieser Barrieren beitragen?

Das Ziel der vorliegenden Arbeit beinhaltet zwei Aspekte: Zunächst soll eine strukturierte Beschreibung und Erläuterung möglicher in der Praxis auftretender personeller Barrieren innerhalb des Wissenstransferprozesses geliefert werden. In der Literatur finden sich hier meist nur recht oberflächliche Auflistungen bzw. Statistiken dieser möglichen Hemmnisse – systematische Darstellungen fehlen jedoch. Darauf aufbauend soll verdeutlicht werden, dass die meisten in der Literatur vorliegenden Lösungsansätze zur Eliminierung dieser Barrieren unspezifisch sind und wenn überhaupt plausibilistisch argumentieren.

Die Gründe für diese unzureichende wissenschaftliche Fundierung liegen vermutlich in der Charakteristik des Gegenstandbereichs selbst: Die menschlichen Ressource des impliziten Wissens liegt unterschwellig vor. Sie ist nicht offensichtlich und kann für den Manager und / oder Wissenschaftler somit nicht greifbar bzw. messbar gemacht werden. Ob überhaupt und wie eine Überprüfung des Erfolgs oder Nicht-Erfolgs der Wissensweitergabe und -verteilung möglich ist, stellt die Wissenschaft somit vor eine komplexe und bis heute nicht ausreichend beantwortete Frage.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Implizites Wissen innerhalb des Wissenstransfers – Definition und Begriffsabgrenzung

2.1 Implizites Wissen – eine bedeutende menschliche Ressource

2.2 Der Wissenstransfer in Unternehmen – Schlüsselfunktion des Wissensmanagement

3 Personelle Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen

3.1 Grundlegendes zur vorliegenden Problematik

3.2 Barrieren auf Seiten des Wissenssenders

3.2.1 Mangelnde Teilungsbereitschaft

3.2.2 Mangelnde Teilungsfähigkeit

3.3 Barrieren auf Seiten des Wissensempfängers

3.3.1 Mangelnde Aufnahmebereitschaft

3.3.2 Mangelnde Aufnahmefähigkeit

3.4 Barrieren innerhalb der Beziehung von Sender und Empfänger

4 Lösungsansätze zur Reduktion personeller Barrieren

4.1 Schaffung einer konkurrenzfreien „Sharing-Kultur“

4.2 Schaffung von Anreizsystemen

5 Fazit

Zielsetzung & thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen beim Transfer impliziten Wissens in Unternehmen und untersucht dabei insbesondere die Rolle personeller Barrieren, die den Wissensaustausch zwischen Mitarbeitern erschweren oder verhindern.

  • Definition und Bedeutung von implizitem Wissen als Unternehmensressource
  • Identifikation personeller Hindernisse auf Seiten des Wissenssenders und -empfängers
  • Analyse mikropolitischer Barrieren und Konkurrenzdenken
  • Kritische Würdigung bestehender Lösungsansätze in der Literatur
  • Diskussion über die Wirksamkeit von Anreizsystemen und Unternehmenskultur

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Mangelnde Teilungsbereitschaft

Mangelnde Teilungsbereitschaft beschreibt das Problem, dass ein Mitarbeiter überhaupt bereit sein, d.h. die Motivation und das Interesse besitzen muss, sein Erfahrungswissen weiterzugeben. Für den Träger von erfolgskritisches Wissen gibt es einige Gründe für das Zurückhalten dieses Wissens. „Werden konkrete Ängste, wie sich überflüssig machen, mit der Generierung und Weitergabe impliziten Wissens assoziiert, wird der Transfer (mutwillig) verhindert werden.“ (Mertins/Finke 2004: 41) In Zeiten zunehmender Arbeitsplatzrationalisierung ist die Angst, durch Weitergabe von Erfahrungswissen die eigene Stellung in der Unternehmung zu gefährden, eine ernst zu nehmende Barriere. Der Träger des Wissens wird abwägen, was er durch die Weitergabe des Wissens verliert bzw. gewinnt. Hier spielen – neben der Angst um den Arbeitsplatz – auch andere Faktoren, wie z.B. Macht eine bedeutende Rolle.

Die 1597 von dem englischen Philosophen Francis Bacon postulierte Aussage „Wissen ist Macht“ gilt nach wie vor als kennzeichnendes Merkmal unserer Gesellschaft. Beweise für diese Aussage finden sich im täglichen Leben jedes Menschen wieder – ob beim Schreiben einer Abiturprüfung in der Schule oder beim Handeln mit Wertpapieren an der Börse: Derjenige, der mehr Informationen besitzt und diese gezielt einsetzen kann, ist erfolgreicher. Auch in Unternehmen findet sich dieses Phänomen wieder: Häufig besitzt ein Mitarbeiter mit mehr Wissen auch mehr Macht als andere Mitarbeiter. Dieser Zusammenhang wird noch verstärkt, wenn ein Mitarbeiter ausschließlich über ein bestimmtes unternehmensrelevantes Wissen, sog. „Monopolwissen“, verfügt (vgl. Davenport 1998: 97f). Warum sollte er nun gerade dieses für seine Machtposition ausschlaggebende Wissen, d.h. sein „persönliches Kapital“ (Von der Oelsnitz 2003:147), an andere weitergeben?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von implizitem Wissen ein und stellt die Forschungsfrage zur Möglichkeit und den Barrieren des Wissenstransfers.

2 Implizites Wissen innerhalb des Wissensvertransfers – Definition und Begriffsabgrenzung: Das Kapitel definiert Wissen und differenziert zwischen explizitem und implizitem Wissen sowie deren Rolle im Wissensmanagement.

3 Personelle Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen: Hier werden die Hürden beim Wissenstransfer durch Sender, Empfänger sowie zwischenmenschliche Beziehungsprobleme analysiert.

4 Lösungsansätze zur Reduktion personeller Barrieren: Dieses Kapitel kritisiert bestehende Lösungsansätze und diskutiert die Wirksamkeit von Sharing-Kulturen sowie Anreizsystemen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere wissenschaftliche Fundierung bei der Entwicklung von Methoden zur Überwindung von Wissenstransfer-Barrieren.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Wissenstransfer, implizites Wissen, tacit knowledge, personelle Barrieren, Unternehmenskultur, Sharing-Kultur, Anreizsysteme, Kommunikation, Erfahrungswissen, Wissenssicherung, Organisationswissenschaft, Macht, Prinzipal-Agenten-Theorie, Wissensmanagement-Instrumente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Problem des Wissenstransfers in Unternehmen mit Fokus auf die Überwindung personeller Barrieren beim Austausch von implizitem Wissen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Wissensmanagement, der Transfer von Erfahrungswissen, psychologische und strategische Hindernisse (wie Machtdenken) sowie Lösungsstrategien durch Kulturwandel und Anreize.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die strukturierte Darstellung personeller Barrieren beim Wissenstransfer sowie eine kritische Prüfung der in der Literatur vorgeschlagenen Lösungsansätze.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit managementtheoretischen Ansätzen wie dem Prinzipal-Agenten-Ansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Barrieren auf Sender- und Empfängerseite, relationale Probleme wie fehlendes Vertrauen sowie Konzepte zur Förderung eines offenen Wissensaustauschs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wissensmanagement, implizites Wissen, personelle Barrieren, Wissenstransfer und Anreizsysteme sind prägende Begriffe.

Was besagt die Metapher „Wissen ist Macht“ in diesem Kontext?

Sie erklärt, warum Mitarbeiter ihr Wissen aus Angst vor Macht- und Statusverlust bewusst zurückhalten oder als „Monopolwissen“ schützen.

Warum sind Anreizsysteme problematisch?

Finanzielle Anreize können die intrinsische Motivation verdrängen (Verdrängungseffekt), wodurch der kreative Wissensaustausch eher behindert als gefördert werden kann.

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Details

Title
Wissenstransfer in Unternehmen. Die Überwindung personeller Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen
Subtitle
Analyse der Problematiken
College
University of Constance  (Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft)
Course
Thema Wissensmanagement
Grade
1,3
Author
Dipl.-Verw. Isabell Wirth (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V68178
ISBN (eBook)
9783638606820
ISBN (Book)
9783640859900
Language
German
Tags
Wissenstransfer Unternehmen Problem Barrieren Kommunikation Wissen Thema Wissensmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Verw. Isabell Wirth (Author), 2006, Wissenstransfer in Unternehmen. Die Überwindung personeller Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68178
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