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Die globale Ausbreitung der Demokratie und ihre Begünstigungsfaktoren - Eine Bewertung anhand der empirisch-analytischen Demokratietheorie

Title: Die globale Ausbreitung der Demokratie und ihre Begünstigungsfaktoren - Eine Bewertung anhand der empirisch-analytischen Demokratietheorie

Thesis (M.A.) , 2007 , 123 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Jung (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Summary Excerpt Details

“The trend towards democracy now widely visible, is a natural trend, due to a general law of social progress.“ James Bryce1
Dieser Satz des berühmten britischen Politikers und Rechtsgelehrten Sir James
Bryce entstammt dem Jahre 1921 und eröffnet auch heute noch den Zugang zu einem der vielleicht spannendsten Fragenkomplexe innerhalb der Politischen Wissenschaften:
(B) Besteht tatsächlich ein weltweiter Trend zur Demokratisierung politischer
Systeme?
(C) Lassen sich Begünstigungsfaktoren des beobachteten Verlaufs benennen?
Können möglicherweise sogar Zusammenhänge und Bedingungen einer globalen Demokratisierung funktional formalisiert werden?
(D) Und sind diese derart universell, dass Demokratie zumindest potentiell
als Globalkonzept staatlicher Organisation denkbar ist, die Ausbreitung
der Demokratie in manchen Teilen der Welt also nicht aufgrund spezifischer
Faktoren von vorneherein aussichtslos, gar unmöglich erscheint? Ist ein allgemeines Gesetz der politischen Entwicklung überhaupt vorstellbar?

Excerpt


Gliederung

A. EINLEITUNG

B. DIE GLOBALE AUSBREITUNG DER DEMOKRATIE

I. MESSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN

1. Das Problem: Demokratie bellt nicht

2. Die Konsequenz: Indikatoren als Korrelate

3. Die Güte der Messung

3.1 Validität als Maßstab

3.2 Beurteilungsrelevante Leitfragen

4. Die Polyarchietheorie als Bezugspunkt

4.1 Demokratie als Grenzwert

4.2 Regimespektrum und Kategorisierungsschwellen

II. DEMOKRATIEINDIZES

1. Der Demokratisierungsindex nach Vanhanen

1.1 Messaufbau

a) Demokratiebegriff

b) Operationalisierung

c) Indexbildung

d) Kategorisierungsschwelle

1.2 Datenanalyse

a) Auswertungsverfahren

b) Messergebnis

1.3 Bewertung

a) Empirische Kritik

α) Verzerrungen durch zeitvariable Bewertungen

β) Ergebnisanpassung durch Konzeptmodifikation

b) Rein konzeptionelle Kritik

2. Der Polity-Index nach Jaggers und Gurr

2.1 Messaufbau

a) Demokratiebegriff

b) Operationalisierung

c) Indexbildung

d) Kategorisierungsschwelle

2.2 Datenanalyse

a) Auswertungsverfahren

b) Messergebnis

2.3 Bewertung

a) Empirische Kritik

b) Rein konzeptionelle Kritik

α) Messung durch subjektiven Entscheid

β) Erhöhung der Reliabilität durch Seriosität

γ) Beeinträchtigungen der Validität

III. KRITISCHE WÜRDIGUNG

1. Das Ausmaß weltweiter Demokratisierung

2. Die Bedeutung valider Demokratiemessung

3. Die empirische Immunität der Demokratiemessung – eine Metareflexion

C. DIE BEGÜNSTIGUNGSFAKTOREN DER DEMOKRATIE

I. EINIGE ALLGEMEINE VORÜBERLEGUNGEN

1. Die Sprungstelle

2. Der systematische Gleichlauf zweier Größen

2.1 Messwerte

2.2 Konstrukte

3. Die Demokratie als abhängige Variable

3.1 Grundprinzip der Regressionsanalyse

3.2 Hypothese und Kausalität

3.3 Anpassungsgüte

3.4 Signifikanztests

II. ÖKONOMISCHER WOHLSTAND

1. Der quantifizierte Zusammenhang

1.1 Ausgangshypothese

1.2 Hypothesenprüfung

1.3 Modifikationen

a) Einschränkung des Wirkzusammenhangs

b) N-kurvenförmiger Zusammenhang

c) Wohlstandsindikator

d) Zeitverzögerte Wirkung

2. Der qualitative Zusammenhang

2.1 Modernisierungstheorie

2.2 Plausibilitätsüberlegungen

a) Wirkrichtung

b) Wirkzusammenhang

3. Der gegenwärtige Forschungsstand

III. WEITERE BEGÜNSTIGUNGSFAKTOREN

1. Die Dispersion gesellschaftlicher Machtressourcen

1.1 Hypothese

1.2 Hypothesenprüfung

1.3 Bewertung

2. Die Religion

2.1 Hypothese

2.2 Hypothesenprüfung

2.3 Bewertung

3. Ein Forschungsabriss

IV. KRITISCHE WÜRDIGUNG

D. SCHLUSSFOLGERUNGEN

I. DEMOKRATIE ALS GLOBALKONZEPT STAATLICHER ORGANISATION

II. AUSSAGEKRAFT DER EMPIRISCH-ANALYTISCHEN DEMOKRATIETHEORIE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die empirisch-analytische Demokratietheorie zur Untersuchung der Frage heranzuziehen, ob ein weltweiter Trend zur Demokratisierung existiert und welche Faktoren diesen Prozess maßgeblich begünstigen.

  • Messung und Quantifizierung von Demokratie mittels verschiedener Indizes
  • Kritische Würdigung der Validität und Reliabilität der verwendeten Messkonzepte
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen ökonomischem Wohlstand und Demokratie
  • Diskussion weiterer potenzieller Begünstigungsfaktoren wie gesellschaftliche Machtressourcen und Religion
  • Bewertung der Demokratie als potenzielles Globalkonzept staatlicher Organisation

Auszug aus dem Buch

3. Die empirische Immunität der Demokratiemessung – eine Metareflexion

Mit Ausnahme der beiden zuletzt genannten Argumente entfaltet sich die Bedeutung der Demokratiemessung damit jedoch erst im Falle vorhandener Validität. Denn ist das angewandte Verfahren nicht valide, so erscheint jede daran anknüpfende Forschungsaktivität unnötig. Nun ist die Bewertung der Validität aber alles andere als problemlos. Vielmehr wurde bereits mehrfach auf dabei zutage tretende Schwierigkeiten hingewiesen (s. z.B. S. 19). Der Großteil der formulierten Kritik beschränkte sich deshalb auf die Aufdeckung evidenter interner Widersprüche, weil darüber hinaus gehende Bedenken eines objektiven Maßstabes bedürften, dessen Existenz logisch ausgeschlossen ist. Dieses Unmöglichkeits-Postulat, welches eigentlich gegen die empirische Kritik vorgebracht wurde, gilt jedoch streng genommen auch für jede konzeptionelle Kritik. Wenn z.B. Jaggers Gurr vorgeworfen wird, die Dimension der Wahlen nur unzureichend zu erfassen, so impliziert das bereits eine eigene Vorstellung darüber, in welchem Ausmaß dieser Aspekt in einer Demokratie vorhanden sein müsse. Da eine solche Kritik aber selbst nur subjektiven Überlegungen entspringt, stellt sich die fundamentale Frage, ob überhaupt eine Aussage über die Validität von Demokratiemessverfahren getroffen werden kann, oder ob diese aufgrund ihrer logischen Zirkularität nicht bloße Tautologien darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. EINLEITUNG: Einführung in die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Existenz und der Begünstigungsfaktoren eines weltweiten Trends zur Demokratisierung.

B. DIE GLOBALE AUSBREITUNG DER DEMOKRATIE: Darstellung und kritische Analyse verschiedener messtheoretischer Grundlagen sowie spezifischer Indizes zur Quantifizierung von Demokratie.

C. DIE BEGÜNSTIGUNGSFAKTOREN DER DEMOKRATIE: Diskussion der empirischen Zusammenhänge zwischen ökonomischem Wohlstand, weiteren Einflussfaktoren wie Religion oder Machtressourcen und dem Grad der Demokratisierung.

D. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Abschließende Bewertung der Demokratie als Globalkonzept staatlicher Organisation sowie eine Reflexion über die Aussagekraft der empirisch-analytischen Demokratietheorie.

Schlüsselwörter

Demokratie, Demokratiemessung, empirisch-analytische Demokratietheorie, Demokratisierungstrend, Validität, Reliabilität, Vanhanen, Polity-Index, Jaggers und Gurr, Modernisierungstheorie, ökonomischer Wohlstand, Machtressourcen, Religion, Regressionsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die globale Ausbreitung der Demokratie und bewertet mithilfe der empirisch-analytischen Demokratietheorie, ob ein weltweiter Demokratisierungstrend empirisch belegbar ist und welche Faktoren diesen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Demokratiemessung, die kritische Evaluierung etablierter Demokratieindizes und die Analyse von Begünstigungsfaktoren für Demokratie, wie etwa Wohlstand oder gesellschaftliche Machtverteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit bestehender Messkonzepte zur Demokratie zu prüfen und zu erörtern, ob Demokratie als ein globales Konzept staatlicher Organisation begründet werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden vor allem Methoden der empirisch-analytischen Forschung eingesetzt, insbesondere die Auswertung von Demokratieindizes (z.B. nach Vanhanen und Jaggers/Gurr) sowie die Diskussion statistischer Regressionsanalysen zur Bestimmung von Kausalzusammenhängen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Messverfahren für Demokratie sowie die Diskussion der Modernisierungstheorie und weiterer Faktoren, die als Begünstigung für demokratische Systeme angeführt werden.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Demokratiemessung, Operationalisierung, Validitätsprüfung, Modernisierungstheorie, ökonomischer Wohlstand und empirisch-analytische Theorie.

Welche Rolle spielt die "Polyarchietheorie" nach Robert Dahl?

Die Polyarchietheorie wird als grundlegender theoretischer Bezugspunkt für die Entwicklung der modernen Demokratiemessverfahren identifiziert, der den Maßstab für viele Folgeuntersuchungen gesetzt hat.

Warum ist die Wahl des Wohlstandsindikators (BIP pro Kopf) problematisch?

Das BIP pro Kopf wird als unvollkommener Indikator kritisiert, da es beispielsweise informelle Schattenwirtschaften nicht erfasst und somit die tatsächlichen ökonomischen Lebensverhältnisse eines Landes nur unzureichend abbildet.

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Details

Title
Die globale Ausbreitung der Demokratie und ihre Begünstigungsfaktoren - Eine Bewertung anhand der empirisch-analytischen Demokratietheorie
College
University of Passau
Grade
1,3
Author
Florian Jung (Author)
Publication Year
2007
Pages
123
Catalog Number
V68208
ISBN (eBook)
9783638594301
Language
German
Tags
Ausbreitung Demokratie Begünstigungsfaktoren Eine Bewertung Demokratietheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Jung (Author), 2007, Die globale Ausbreitung der Demokratie und ihre Begünstigungsfaktoren - Eine Bewertung anhand der empirisch-analytischen Demokratietheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68208
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