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Nikolaus Kopernikus - Die Kopernikanische Wende und ihre Folgen

Title: Nikolaus Kopernikus - Die Kopernikanische Wende und ihre Folgen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Heike Esser (Author)

Philosophy - Early Modern Philosophy (approx. 1350-1600)
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Die Sonne steht still und die Erde bewegt sich. Diese Erkenntnis war eine der faszinierendsten Fortschritte in der Geschichte der Wissenschaft, zugleich aber auch höchst irritierend, da diese Erkenntnis im Widerspruch zur Alltagserfahrung steht. Wir sehen wie die Sonne auf- und untergeht und wir spüren, dass die Erde, auf der wir stehen, fest und unbeweglich zu ruhen scheint. So stellt die heliozentrische Theorie die Ansichten, die sich aus der sinnlichen Wahrnehmung ergeben, in Frage. Als 1543 Kopernikus Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ erschien, läutete es eine wissenschaftliche Revolution ein.In dieser Arbeit wird Kopernikus Beitrag zu unserem heutigen Weltbild näher betrachtet. Anhand biographischer Daten werden seine ersten Berührungen mit der Astronomie verdeutlicht. Anschließend werden Kopernikus Werk, das konkurrierende geozentrische Weltbild und die philosophischen sowie astronomischen Gedanken der Antike, auf denen Kopernikus aufbaut, vorgestellt. Im Verlauf dieser Arbeit wird deutlich, was Kopernikus am alten Weltbild kritisiert, was ihn zu der Formulierung seiner Theorie motiviert hat und, wie sein heliozentrisches System von Astronomen, der Öffentlichkeit und der Kirche rezipiert worden ist. Abschließend wird kurz die Weiterentwicklung und Vollendung des heliozentrischen Weltbildes durch Kepler, Galilei und Newton dargestellt, um aufzuzeigen, inwiefern Kopernikus Konzept noch theoretisch ausgebaut, empirisch und physikalisch fundiert werden musste, um allgemeine Anerkennung zu finden.
Die erkenntnismäßige Überwindung des geozentrischen Weltbildes, die gemeinhin mit Kopernikus verbunden wird, musste früher oder später zu einem fundamentalen Umdenkungsprozess hinsichtlich der Stellung des Menschen im Kosmos führen. Diesen Umdenkungsprozess hat Kopernikus selbst jedoch gar nicht gesehen und noch weniger gewollt. Dazu ist er viel zu sehr Traditionalist und an das Gedankengut der antiken Philosophen gebunden gewesen, als dass er die Unendlichkeit des Universums angenommen und damit die „sichere“ Stellung des Menschen im Kosmos in Frage gestellt hätte. Sein Anliegen lag darin, die Astronomie und das herrschende geozentrische Weltbild zu reformieren, die Bewegungen der Himmelskörper besser und einfacher zu erklären, aber nicht das aristotelisch-ptolemäische Weltgebäude mittels eines revolutionären Gewaltaktes zu zerstören.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kopernikanische Wende

2.1 Kopernikus Weg zur Astronomie – Eine kurze Biographie

2.2 Das Weltbild der Antike – Aristoteles und Ptolemäus

2.3 Kopernikus heliozentrische Theorie und seine antiken Vordenker

2.4 „De revolutionibus“ – Kopernikus Motive zu seinem revolutionären Weltbild und dessen Traditionsbindung

2.5 Kopernikus Wirkung auf die Öffentlichkeit und die Kirche

3. Weiterentwicklung und Vollendung des heliozentrischen Weltbildes – Kepler, Galilei und Newton

4. Fazit – Kopernikus und die Folgen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den historischen Beitrag von Nikolaus Kopernikus zur Entwicklung des heliozentrischen Weltbildes, analysiert seine Motivationen sowie die wissenschaftliche Rezeption seiner Thesen im Kontext der zeitgenössischen Philosophie und Religion.

  • Biographische Einflüsse auf die astronomische Forschung von Kopernikus
  • Kritische Analyse des antiken geozentrischen Modells (Aristoteles/Ptolemäus)
  • Traditionsgebundene versus revolutionäre Aspekte in „De revolutionibus“
  • Die Rolle der Kirche und Öffentlichkeit bei der Rezeption des Heliozentrismus
  • Physikalische Fundierung des Weltbildes durch Kepler, Galilei und Newton

Auszug aus dem Buch

2.4 „De revolutionibus“ – Kopernikus Motive zu seinem revolutionären Weltbild und dessen Traditionsbindung

Kopernikus Hauptwerk „De revolutionibus orbium colestium“ wäre wohl nie zu seinen Lebzeiten zum Druck gekommen, wenn nicht seine Freunde und besonders sein Schüler Rhetikus Kopernikus erheblich gedrängt hätten. Kopernikus hat über dreißig Jahre mit der Arbeit an seinem Werk verbracht und es ständig, sogar noch kurz vor dem Druck geprüft und korrigiert. Im Jahr 1543 ging „De revolutionibus“ in den Druck und kurz vor seinem Tod wurde Kopernikus noch auf dem Sterbebett am 24. Mai 1543 ein gedrucktes Exemplar in die Hände gelegt.

Sein Hauptwerk zeigt, dass man Kopernikus auch den letzten großen ptolemäischen Astronom hätte nennen können, anstatt ihn als Revolutionär zu bezeichnen. Im Grunde bricht Kopernikus nur mit der ptolemäischen Tradition, indem er der Erde Bewegung zukommen lässt. Der kosmologische Rahmen, in dem seine Theorie entstanden ist, seine Physik und insbesondere die mathematischen Hilfsmittel, die er verwendet hat, damit sein System gute Vorhersagen zu den Planetenbewegungen machte, sie alle stehen in der Tradition der antiken und mittelalterlichen Philosophen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der heliozentrischen Theorie als wissenschaftliche Revolution, die im Widerspruch zur Alltagserfahrung steht und durch den Rückgriff auf antike Denker motiviert wurde.

2. Die Kopernikanische Wende: Detaillierte Betrachtung der Biographie von Kopernikus, der antiken Grundlagen des geozentrischen Weltbildes sowie der Beweggründe und der kirchlich-gesellschaftlichen Rezeption seiner heliozentrischen Theorie.

3. Weiterentwicklung und Vollendung des heliozentrischen Weltbildes – Kepler, Galilei und Newton: Erläuterung der empirischen und theoretischen Fundierung durch Keplers Ellipsenbahnen, Galileis Teleskopbeobachtungen und Newtons Gravitationsgesetz.

4. Fazit – Kopernikus und die Folgen: Einordnung von Kopernikus als „Revolutionär wider Willen“, der zwar das Weltbild reformierte, jedoch erst durch nachfolgende Wissenschaftler eine grundlegende Umwälzung der menschlichen Weltsicht initiierte.

Schlüsselwörter

Kopernikus, Heliozentrismus, Astronomie, De revolutionibus, Geozentrik, Kepler, Galilei, Newton, antike Vordenker, wissenschaftliche Revolution, Planetenbewegung, Epizykel, Gravitation, Weltbild, wissenschaftshistorische Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Bedeutung des heliozentrischen Weltbildes von Nikolaus Kopernikus sowie dessen historische Einbettung und wissenschaftliche Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die biographischen Ursprünge von Kopernikus' Forschung, die Kritik am ptolemäischen System und die nachfolgende mathematische und physikalische Vollendung durch Kepler, Galilei und Newton.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Kopernikus die Astronomie reformierte und warum sein Werk trotz seiner traditionsgebundenen Arbeitsweise eine wissenschaftliche Revolution auslöste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftshistorische Untersuchung, die Primärquellen, biographische Daten und fachwissenschaftliche Forschungsliteratur miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die antiken Weltmodelle, die Entwicklung der heliozentrischen Theorie durch Kopernikus und die anschließende empirische sowie physikalische Fundierung durch seine Nachfolger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Heliozentrismus, wissenschaftliche Revolution, Kopernikus, Kepler, Galilei, Newton und das ptolemäische Weltbild.

Warum war Kopernikus gegenüber der Veröffentlichung seines Werkes so zögerlich?

Er fürchtete aufgrund der Neuartigkeit seiner Thesen, die dem Augenschein widersprachen, den Spott der Öffentlichkeit und eine negative Resonanz innerhalb der Gelehrtenwelt.

Inwiefern beeinflusste die Kirche die Rezeption?

Die Kirche akzeptierte das System anfangs als mathematische Hypothese, ordnete das Werk aber nach Galileis Interpretation als Bedrohung ein, was 1616 zur Indizierung führte.

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Details

Title
Nikolaus Kopernikus - Die Kopernikanische Wende und ihre Folgen
College
University of Trier  (Fachbereich I: Philosophie)
Course
Hauptseminar: Der lange Weg zu einsteins Kosmos
Grade
1,0
Author
Heike Esser (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V68252
ISBN (eBook)
9783638609135
ISBN (Book)
9783638711692
Language
German
Tags
Nikolaus Kopernikus Kopernikanische Wende Folgen Hauptseminar Kosmos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heike Esser (Author), 2006, Nikolaus Kopernikus - Die Kopernikanische Wende und ihre Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68252
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