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Aus Fehlern gelernt? Der 'linke' Bundestagswahlkampf 2005 im 2002er Vergleich

Title: Aus Fehlern gelernt? Der 'linke' Bundestagswahlkampf 2005 im 2002er Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Robert Conrad (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Summary Excerpt Details

Im Jahr 2002 scheiterte die PDS am Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag.
Nicht einmal 2 Millionen Wähler1 konnten die Wahlkämpfer für ihre Partei gewinnen.
Mit einem Ergebnis von bundesweit 4,0 Prozent, wurde die Fünf-Prozent-Hürde deutlich verfehlt und man verlor den Fraktionsstatus im Parlament. In Berlin erlangten zwei Direktkandidatinnen der PDS das Mandat2 und zogen in den Bundestag als Abgeordnete ohne Fraktion ein – ein weiteres Direktmandat wäre nötig gewesen, um mittels der Grundmandatsklausel den Gruppenstatus zu erlangen.
Der PDS-Bundestagswahlkampf 2002 und seine Fehler sind am Institut für Politikwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität untersucht worden.3 Diese Seminararbeit versucht den Bogen zwischen den Wahlkämpfen 2002 und 2005 zu spannen. Es soll dabei der Wahlkampf der Linkspartei 2005 eigenständig betrachtet werden. Die Gliederung der Arbeit lehnt sich weitgehend an den Aufsatz von Christan König an, um erstens die Schwerpunktsetzung bei der Wahlkampfbetrachtung nicht zu verschieben und somit zweitens einen zutreffenden Vergleich der beiden Wahlkämpfe zu ermöglichen.4

[...]
1 1 916 702 Zweitstimmen. Vgl. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2002.
(http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/bundestagswahl2002/deutsch/ergebnis2002/bund_land/wahlkreis/kr99999.htm, [26.02.2006]).
2 Im Wahlkreis 086 Berlin-Marzahn – Hellersdorf gewann Petra Pau (PDS) und im Wahlkreis 087 Berlin-Lichtenberg Dr. Gesine Lötzsch (PDS). Vgl. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2002.
(http://www.bundeswahlleiter.de/wahlen/bundestagswahl2002/deutsch/ergebnis2002/bund_land/kru11.htm [26.02.2006]).
3 Vgl. König, Christian: Die PDS – Wahlkampf ohne Stars?, in: Oppelland, Torsten (Hrsg.): Warum Wahlen verloren gehen. Studien zu den Wahlkampfstrategien von CDU/CSU, FDP und PDS im Bundestagswahlkampf 2002, Forum Politicum Jenense, 15/2003, Jena 2003, S. 141-167.
4 Kleine Änderungen müssen dennoch erfolgen, da es sich 2005 eigentlich um zwei Parteien handelte und somit die Genese der neuen Linkspartei mindestens gestreift werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorbereitung der PDS/des Linksbündnisses für den Bundestagswahlkampf

3. Ausgangslage und angestrebte Ziele der PDS/des Linksbündnisses

4. Exkurs: Das Linksbündnis entsteht

5. Zur Organisation des Wahlkampfes

5.1 Die geplante Dramaturgie des Bundestagswahlkampfes

5.2 Das „Wahlquartier2005“

5.3 Die Kampagnenstruktur

5.3.1 Von der Stimmung getragen – Einigkeit bei Personal und Thematik

5.3.2 Die Zielgruppe der Linkspartei

5.3.3 Hauptthemen, Wahlprogramm und die Themenplakate

5.3.4 Kampf um Direktmandate

6. Mediale Fauxpas der Linkspartei

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bundestagswahlkampf 2005 aus der Perspektive der Linkspartei und analysiert, inwiefern durch die Korrektur von Fehlern des Wahlkampfs 2002 ein Wahlerfolg erzielt werden konnte.

  • Vergleich der Wahlkampfstrategien 2002 und 2005
  • Organisation und Struktur des Wahlkampfes unter dem neuen Linksbündnis
  • Analyse der Themenwahl, Zielgruppenansprache und medialen Darstellung
  • Bedeutung von Spitzenkandidaten und Direktmandaten für den Wahlerfolg
  • Umgang der Partei mit medialen Krisen und Fauxpas

Auszug aus dem Buch

5.3.3 Hauptthemen, Wahlprogramm und die Themenplakate

Im Strategiepapier der PDS sind zur Wahlprogrammatik sechs Hauptpunkte genannt, die auch als Gerüst für das Wahlprogramm fungierten: „1. Arbeiten. In Würde. 2. Solidarität und soziale Verantwortung statt Ungerechtigkeit, Almosen und Gleichgültigkeit. 3. Nur eine gebildete Gesellschaft hat Zukunft. 4. Neuansatz für Ostdeutschland. Abhängige Regionen in Ost und West stabilisieren. 5. Mehr direkte Demokratie durchsetzen! 6. Frieden leben, Frieden ermöglichen, Globalisierung gestalten.“

Mit diesen sechs Kernaussagen wollte die Linkspartei den Wahlkampf gestalten. Ausführlicher sind diese Themen im Wahlprogramm behandelt, welches insgesamt 32 Seiten umfasst. Im Folgenden soll ein Abriss der konkreten Politikvorschläge gegeben werden.

Unter der Überschrift „Arbeit in Würde“ subsumiert die Linke zahlreiche Instrumente der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik. Diese soll in Deutschland mehr Arbeitsplätze schaffen. Im entsprechenden Abschnitt des Wahlprogramms fordern die Sozialisten, dass das Hartz IV-Gesetz und die Ein-Euro-Jobs zurückgenommen werden und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im öffentlich geförderten und gemeinnützigen Sektor geschaffen wird. In diesem Zusammenhang will man gering Qualifizierte, die aufgrund der Globalisierung besonders vom Arbeitsplatzverlust bedroht seien, durch ein Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogramm weiterbilden und mittels Lohnsubventionen Arbeitsplätze schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit vergleicht den PDS-Wahlkampf 2002 mit dem Bundestagswahlkampf 2005 der Linkspartei, um Erfolgsfaktoren für die gestiegene Wählerunterstützung zu identifizieren.

2. Die Vorbereitung der PDS/des Linksbündnisses für den Bundestagswahlkampf: Nach der überraschenden Ankündigung vorgezogener Neuwahlen durch die Bundesregierung passte die PDS ihre bereits frühzeitig begonnenen Planungen an die neue Situation und das Linksbündnis an.

3. Ausgangslage und angestrebte Ziele der PDS/des Linksbündnisses: Getrieben durch eine Stimmung gegen die Arbeitsmarktreform Hartz IV konnte die Partei an frühere Erfolge auf Landesebene anknüpfen und das Ziel fassen, drittstärkste Kraft im Bundestag zu werden.

4. Exkurs: Das Linksbündnis entsteht: Dieses Kapitel erläutert die Genese des Linksbündnisses aus der PDS und der WASG unter der Einbindung von Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat.

5. Zur Organisation des Wahlkampfes: Die Organisation des Wahlkampfes 2005 zeichnete sich durch eine straffere Struktur, eine neue Dramaturgie und die Integration der WASG in die Kampagnenführung aus.

6. Mediale Fauxpas der Linkspartei: Trotz einer modernen Gestaltung der Werbemittel sah sich die Linkspartei mit zahlreichen medialen Problemen konfrontiert, darunter umstrittene Äußerungen des Spitzenkandidaten und Angriffe auf dessen Lebensstil.

7. Fazit und Ausblick: Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Linkspartei durch strategische Korrekturen gegenüber 2002 erfolgreich war, warnt jedoch vor einer dauerhaften Abhängigkeit von situativen Stimmungen gegen die Regierung.

Schlüsselwörter

Linkspartei, PDS, WASG, Bundestagswahlkampf 2005, Oskar Lafontaine, Gregor Gysi, Wahlstrategie, Hartz IV, Direktmandate, Medienberichterstattung, Wahlkampforganisation, Politische Linke, Wahlprogramm, Erststimme, Zweitstimme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse des Bundestagswahlkampfes 2005 aus der Perspektive der Linkspartei und vergleicht diesen mit dem PDS-Wahlkampf des Jahres 2002.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Wahlkampfstrategie, die Parteistruktur, die inhaltliche Ausrichtung des Wahlprogramms sowie der Umgang mit medialen Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für das deutlich bessere Abschneiden der Linkspartei bei der Bundestagswahl 2005 im Vergleich zum Scheitern der PDS im Jahr 2002 zu benennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse der Wahlkampfstrategien, basierend auf Parteibeschlüssen, Medienberichten und weiterführender politologischer Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Vorbereitung und Organisation des Wahlkampfs, die Entstehung des Linksbündnisses, die Kampagnenstruktur, die inhaltliche Programmatik sowie die mediale Wahrnehmung der Kampagne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Linkspartei, Wahlstrategie, Bundestagswahlkampf, Wahlkampforganisation und mediale Fauxpas charakterisieren.

Wie wirkte sich die Einbindung der WASG auf den Wahlkampf aus?

Die Einbindung der WASG ermöglichte durch die Gewinnung von Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat eine stärkere Öffentlichkeitswirkung und die Hoffnung, auch in Westdeutschland Wähler zu erschließen.

Welche Rolle spielten mediale Fehler für die Kampagne?

Mediale Fehler, wie unglückliche Äußerungen zur "Fremdarbeiter"-Thematik oder die "Luxuslinken"-Debatte, führten zu Einbrüchen in den Umfragewerten, konnten den Einzug in den Bundestag jedoch letztlich nicht verhindern.

Warum war der Erststimmenwahlkampf 2005 erfolgreicher als 2002?

Im Gegensatz zu 2002 konzentrierte die Partei ihre Ressourcen 2005 zielgerichtet auf fünf ausgewählte Wahlkreise, um dort erfolgreich Direktmandate zu erringen.

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Details

Title
Aus Fehlern gelernt? Der 'linke' Bundestagswahlkampf 2005 im 2002er Vergleich
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Die deutschen Parteien nach Wahlkampf und Bundestagswahl im Jahr 2005
Grade
2,3
Author
Robert Conrad (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V68286
ISBN (eBook)
9783638609357
ISBN (Book)
9783656133940
Language
German
Tags
Fehlern Bundestagswahlkampf Vergleich Parteien Wahlkampf Bundestagswahl Jahr Die Linke Oskar Lafontaine Gregor Gysi; Bundestagswahl 2005 Bundestagswahl 2002 WASG PDS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Conrad (Author), 2006, Aus Fehlern gelernt? Der 'linke' Bundestagswahlkampf 2005 im 2002er Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68286
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