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Geld in der modernen Kultur-Stile des Lebens nach Georg Simmel

Title: Geld in der modernen Kultur-Stile des Lebens nach Georg Simmel

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Nina Hanisch (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Ein Medium verbindet Menschen auf der ganzen Welt und trifft keine Unterscheidung in Religion, Hautfarbe oder Sprache. Dabei hat es die Macht Kriege auszulösen oder Leben zu retten. Die Rede ist von Geld. Das tägliche Leben eines Jeden dreht sich um dieses Geltungsmittel und eine Welt ohne Geld erscheint nicht vorstellbar. [...]
Das Zitat stammt von Oscar Wilde und trifft die Situation der Moderne aufs Ganze. Diesen Prozess des Geldes, als Maß aller Dinge, machte 1900 der Soziologe Georg Simmel zum Hauptthema seines Werkes „Philosophie des Geldes“. In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, wie sich Georg Simmels Einschätzungen zum Geld auf die Moderne übertragen lassen und welcher Sinn dem Geld unterliegt.
Zuvor geht es jedoch um die Entstehungsgeschichte des Geldes, um anschließend den Sinn des Geldes in der heutigen Kultur zu beleuchten und zu hinterfragen. Folgend wird auf Georg Simmels Werk „Philosophie des Geldes“ eingegangen, wobei das Hauptaugenmerk auf dem 3. Kapitel, den „Stilen des Lebens“, liegt. Ein Fazit bildet schließlich den Abschluss der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geld und seine Entstehungsgeschichte

3. Sinn des Geldes in der Kultur

3.1 Allgemeine Betrachtung

4. Georg Simmels „Philosophie des Geldes“

4.1 Stile des Lebens

4.2 Bezug zur Moderne

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Geldes in der modernen Kultur unter besonderer Berücksichtigung der soziologischen Ansätze von Georg Simmel. Ziel ist es, Simmels Prognosen zur Geldwirtschaft kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen, wie sich sein Verständnis von Geld und Kultur auf die heutige Gesellschaft übertragen lässt.

  • Entstehungsgeschichte und funktionale Entwicklung des Geldes
  • Die Philosophie des Geldes nach Georg Simmel
  • Differenzierung zwischen objektiver und subjektiver Kultur
  • Der Einfluss der Geldwirtschaft auf den Intellekt und den Lebensstil
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der modernen Geldkultur

Auszug aus dem Buch

4.1 Stile des Lebens

Das letzte Kapitel „Der Stil des Lebens“ ist sowohl Höhepunkt, Zusammenfassung und Abschluss der „Philosophie des Geldes“, weshalb das Hauptaugenmerk auf diesem Kapitel liegt. Zunächst zu dem Inhalt.

Der erste Abschnitt behandelt die Verbindung von Geld und Intellekt. Die Geldwirtschaft verdrängt jegliche Gefühle und setzt den Verstand und Willen in den Vordergrund. So kommt, laut Simmel, der moderne Geist am Besten im Geld zum Ausdruck. Die einzige Regung, die vor Täuschungen schützt, ist das Gefühl. Dies wurde noch nicht vom Geld zurückgedrängt. Geld und Intellekt weisen entscheidende Gemeinsamkeiten auf. So sind beide von Charakterlosigkeit gekennzeichnet.

Der Intellekt kann als solches beschrieben werden, da er auf rationalen Handlungen basiert und somit die Logik die Überhand hat. Das Geld hingegen erscheint charakterlos, weil es alles gleichwertig nebeneinander messbar macht. Nur der objektive Wert ist für das Geld von Bedeutung, die Persönlichkeit rückt in den Hintergrund. Bei Geldangelegenheiten entscheidet der Intellekt, er wiegt Nutzen und Zweck ab und kommt schließlich zu einem sachlichen Abschluss. Demnach besitzt der intellektuelle Mensch mehr Macht als derjenige der auf seine Gefühle hört.

Durch die Betonung der gemeinsamen Elemente von Intellekt und Geld kam es für Simmel zu einer Objektivierung der Lebensstile. In diesem ersten Abschnitt möchte Georg Simmel letztlich die Doppelrolle des Intellekts wie die des Geldes aufzeigen. Sie sind beide ihrem Inhalt nach unpersönlich, ihrer Funktion nach jedoch individualistisch und egoistisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Geldes als universelles Medium ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Übertragbarkeit von Simmels Soziologie auf die heutige Moderne vor.

2. Geld und seine Entstehungsgeschichte: Dieses Kapitel bietet einen historischen Abriss von den Anfängen des Tauschhandels über Naturalgeld bis hin zur modernen, datenbasierten Geldwirtschaft.

3. Sinn des Geldes in der Kultur: Hier wird der allgemeine Kulturbegriff im Kontext des Geldes diskutiert, wobei insbesondere die funktionale Zweckmäßigkeit des Geldes beleuchtet wird.

4. Georg Simmels „Philosophie des Geldes“: Das Kapitel analysiert Simmels Hauptwerk, differenziert zwischen dem analytischen und synthetischen Teil und untersucht den Einfluss des Geldes auf Individuum und Lebensstile.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Aktualität von Simmels Thesen zusammen und mahnt zu einem bewussteren Umgang mit der durch Geld dominierten modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Geld, Georg Simmel, Philosophie des Geldes, Moderne, Kultur, Objektive Kultur, Subjektive Kultur, Arbeitsteilung, Intellekt, Geldwirtschaft, Tauschwert, Lebensstil, Rationalität, Machtposition, Konsumdenken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die soziologische Bedeutung des Geldes und dessen Einfluss auf die moderne Kultur basierend auf dem Werk von Georg Simmel.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die historische Entwicklung des Geldes, der Kulturbegriff, die Wechselwirkung zwischen Geld und Intellekt sowie die Folgen der modernen Arbeitsteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der Frage, wie Georg Simmels soziologische Analysen aus dem Jahr 1900 auf die heutige, hochgradig geldgeprägte Welt angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse soziologischer Fachliteratur, die Simmels theoretische Konzepte in einen aktuellen gesellschaftlichen Kontext stellt.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Fokus liegt auf Simmels „Philosophie des Geldes“, wobei die Kapitel über Stile des Lebens und der Bezug zur Moderne besonders detailliert betrachtet werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geldwirtschaft, objektive/subjektive Kultur, Rationalität und Entfremdung geprägt.

Was versteht Simmel unter der Trennung von objektiver und subjektiver Kultur?

Simmel beschreibt damit den Prozess, bei dem die Produktion von Kulturgütern (objektive Kultur) so stark zunimmt, dass die persönliche, subjektive Identitätsbildung des Einzelnen in den Hintergrund gedrängt wird.

Warum sieht Simmel Geld und Intellekt als verwandt an?

Weil beide Medien laut Simmel „charakterlos“ sind; sie basieren auf Rationalität und Zweckmäßigkeit und blenden das individuelle Gefühl sowie die Persönlichkeit bei der Abwägung von Nutzwerten aus.

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Details

Title
Geld in der modernen Kultur-Stile des Lebens nach Georg Simmel
College
University of Constance
Grade
2
Author
Nina Hanisch (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V68307
ISBN (eBook)
9783638609517
Language
German
Tags
Geld Kultur-Stile Lebens Georg Simmel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Hanisch (Author), 2005, Geld in der modernen Kultur-Stile des Lebens nach Georg Simmel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68307
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