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Psychoanalytische Pädagogik

Título: Psychoanalytische Pädagogik

Trabajo Escrito , 2006 , 23 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Kerstin Meyer (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Das Erste Kapitel der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds. Nach einem kurzen chronologischen Abriss bzgl. der Entwicklung hin zur Psychoanalyse werden einzelne Elemente dieser Therapiemethode dargestellt. Ich möchte bereits in der Einleitung erwähnen, dass Freuds psychoanalytische Erkenntnisse trotz vielseitiger Kritiken mit anhaltender Wirkung in fast alle Geisteswissenschaften eingedrungen sind. Ihre Einflüsse sind beispielsweise in der Erziehung, Philosophie, Anthropologie oder Soziologie festzustellen (Rattner 1995, S. 3). Um den Bezug der Psychoanalyse zur Pädagogik herauszufinden, beschäftige ich mich im Zweiten Kapitel mit der Schulrichtung der Psychoanalytischen Pädagogik (im Folgenden PP genannt). Neben Pionieren dieser Richtung wie Ekstein oder Bettelheim werde ich besonders auf die Arbeit von Siegfried Bernfeld eingehen. Die Wahl dieses eher ungewöhnlichen und weniger bekannten Vertreters der PP begründe ich damit, dass er bereits im Jahr 1925 In seinem Werk „Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung“ auf wichtige Grenzen dieser Richtung hingewiesen hat. Seine psychoanalytische Herangehensweise an die Pädagogik unterscheidet sich von den eher praxisorientierten Methoden anderer, z.T. oben genannter Vertreter. Das letzte Kapitel zeigt kritische Stimmen zur Psychoanalyse und Pädagogik auf. Es soll deutlich werden, welche Gründe zum Ende der PP führten. Im abschließenden Fazit soll auf die Grundfrage zum Nutzen psychoanalytischer Erkenntnisse für die Pädagogik eingegangen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. AUF DEM WEG ZUR PSYCHOANALYSE

2.1 DAS ANLIEGEN

2.2 DAS INSTANZENMODELL

2.3 DIE LIBIDOTHEORIE

2.4 DIE NEUROSENQUELLE DER PSYCHOANALYSE

3. MEILENSTEINE DER PSYCHOANALYTISCHEN PÄDAGOGIK

3.1 EIN PIONIER DER PSYCHOANALYTISCHEN PÄDAGOGIK: SIEGFRIED BERNFELD

3.1.1 Bernfelds Psychoanalytische Pädagogik

3.1.2 Zur Bedeutung des „sozialen Ortes“

3.1.3 Bernfelds Scheidelinie zwischen Pädagogik und Psychoanalyse

3.2. DAS ENDE DER PP

4. STIMMEN ZUR PSYCHOANALYTISCHEN PÄDAGOGIK

5. FAZIT

6. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag der Psychoanalyse zur Pädagogik und analysiert dabei insbesondere die theoretischen Grundlagen der Psychoanalytischen Pädagogik (PP) sowie deren historische Entwicklung und Grenzen anhand des Wirkens von Siegfried Bernfeld.

  • Grundlegende Konzepte der Psychoanalyse (Instanzenmodell, Libidotheorie).
  • Die historische Entwicklung und der Einfluss der Psychoanalytischen Pädagogik (PP).
  • Siegfried Bernfeld als zentraler Pionier und Kritiker der Pädagogik.
  • Die Bedeutung des "sozialen Ortes" für die pädagogische Praxis.
  • Kritische Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen einer psychoanalytisch fundierten Erziehung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zur Bedeutung des „sozialen Ortes“

Als Voraussetzungen der Erziehung sieht Bernfeld zwei Elemente: die „soziale Tatsache“ und die „biologischen Tatsache“ (Bernfeld 1925, S.50). Im Jahr 1926 verwendet er in einem Aufsatz der Zeitschrift Arbeiterwohlfahrt zum ersten Mal den Begriff vom „sozialen Ort“ (Niemeyer 1998, S. 202). Der soziale Ort kann bei gleicher Handlungsmotivation jeweils unterschiedliche seelische und soziale Folgen haben: beispielsweise kann ein Diebstahl in einem „behüteten bürgerlichen Milieu ohne irgendwelche sozialen oder psychischen Folgen für das Kind“ bleiben, „während dieselbe Tat (…) in einem gefährdeten, proletarischen Milieu ausgeführt, ein völlig anderes Gewicht“ erhalte (vgl. Niemeyer 1998, S.203).

Aus psychoanalytischer Sicht stellt Bernfeld fest, dass Kinder und Jugendliche, die mit dem Jugendamt oder der Polizei in unvermeidbare Konflikte geraten, durchaus über ausgebildete ÜBER-ICH-Strukturen verfügen können – einschließlich Schuldgefühlen, Intelligenz und Realitätsfähigkeit. Allerdings kann die soziale Ungleichheit, die Jugendliche beispielsweise hinsichtlich Startchancen zum Beruf erleben, oder das Maß der wahrgenommenen Entbehrung gegenüber besser gestellten Jugendlichen dazu führen, dass sich ein Aufrechterhalten der ÜBER-ICH-Strukturen und somit des Triebverzichts nicht lohnen. Bernfeld nennt dies eine „Tantalussituation“: Ein sozial benachteiligter Jugendlicher stellt fest, dass eine ChancenUNgleichheit vorliegt, die dadurch gekennzeichnet ist, dass man nur etwas ist, wenn man etwas hat (materielle Werte). Um sich gleiche Voraussetzungen zu schaffen, kann man nur einen illegalen oder gewaltsamen Weg gehen (vgl. Müller 1995, S.48).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt den theoretischen Fokus auf die Psychoanalyse Freuds vor und begründet die Auswahl von Siegfried Bernfeld als zentralen Vertreter der Psychoanalytischen Pädagogik.

2. AUF DEM WEG ZUR PSYCHOANALYSE: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Psychoanalyse, insbesondere das Instanzenmodell, die Libidotheorie sowie Ursprünge neurotischer Symptome.

3. MEILENSTEINE DER PSYCHOANALYTISCHEN PÄDAGOGIK: Es wird die historische Entwicklung der PP nachgezeichnet, wobei der Fokus auf Siegfried Bernfeld und seine Konzepte wie den „sozialen Ort“ liegt.

4. STIMMEN ZUR PSYCHOANALYTISCHEN PÄDAGOGIK: Dieses Kapitel bündelt verschiedene kritische Perspektiven und Einordnungen zur PP als theoretisches und praktisches Konzept.

5. FAZIT: Das Fazit resümiert den Nutzen psychoanalytischer Erkenntnisse für die Pädagogik unter Berücksichtigung der Grenzen therapeutischer Intervention im erzieherischen Kontext.

6. LITERATURVERZEICHNIS: Enthält die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Pädagogik, Psychoanalytische Pädagogik, Siegfried Bernfeld, Instanzenmodell, Libidotheorie, Sozialer Ort, Tantalussituation, Erziehung, Neurosenprophylaxe, Unbewusstes, Triebstruktur, Reformpädagogik, Sozialisation, Psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen und theoretischen Verhältnis zwischen der Psychoanalyse und der Pädagogik, insbesondere im Kontext der sogenannten "Psychoanalytischen Pädagogik".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die psychoanalytische Theoriebildung nach Freud, die Anwendung dieser Erkenntnisse auf Erziehungsprozesse sowie die gesellschaftlichen Bedingungen pädagogischen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Beitrag der Psychoanalyse zur Pädagogik zu identifizieren und kritisch zu bewerten, insbesondere unter Einbeziehung der Theorien von Siegfried Bernfeld.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die zentrale Werke der Psychoanalytischen Pädagogik und deren historische Rezeption untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Psychoanalyse, die Meilensteine der Psychoanalytischen Pädagogik und spezifische Konzepte wie den "sozialen Ort" und die "Tantalussituation".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Psychoanalyse, Pädagogik, Siegfried Bernfeld, Sozialer Ort, Instanzenmodell und Erziehung.

Was versteht Siegfried Bernfeld unter dem „sozialen Ort“?

Der soziale Ort bezeichnet bei Bernfeld die Lebensumwelt eines Kindes, die maßgeblich mitbestimmt, welche sozialen und psychischen Folgen bestimmte Handlungen haben und wie sich Erziehungschancen gestalten.

Warum wird die Pädagogik bei Bernfeld als „Sisyphosarbeit“ bezeichnet?

Die Bezeichnung bezieht sich auf die von Bernfeld diagnostizierten Grenzen der Erziehung, da Pädagogik nicht unabhängig von den realen, gesellschaftlichen Bedingungen (dem Ort) erfolgreich sein kann.

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Detalles

Título
Psychoanalytische Pädagogik
Universidad
University of Lüneburg
Curso
Studiengang Diplom-Pädagogik Seminar: 'Psychoanalyse als Behandlungsmethode'
Calificación
2,0
Autor
Kerstin Meyer (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
23
No. de catálogo
V68375
ISBN (Ebook)
9783638609845
Idioma
Alemán
Etiqueta
Psychoanalytische Pädagogik Studiengang Diplom-Pädagogik Seminar Behandlungsmethode“
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kerstin Meyer (Autor), 2006, Psychoanalytische Pädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68375
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