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Die Institutionen der Europäischen Union - eine Analyse aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik

Title: Die Institutionen der Europäischen Union - eine Analyse aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik

Diploma Thesis , 2006 , 48 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Eva Kossmann (Author)

Politics - Topic: European Union
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Mit den Niederlagen der Referenden zur europäischen Verfassung in Frankreich und den Niederlanden hat die Europäische Union (EU) einen starken Rückschlag erlitten. Seit dem wird immer öfter die Frage nach den Kosten und nach dem Nutzen der EU laut. Im Rahmen dieser Arbeit werden diese Fragen aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik analysiert. Dabei erfolgt die Analyse aus Sicht eines Ansatzes der Neuen Institutionenökonomik, des Transaktionskostenansatzes, und konzentriert sich auf die Institutionen „Binnenmarkt“ und „Europäische Währungsunion“.

Die Arbeit beginnt mit einer Einordnung der Neuen Institutionenökonomik. Um den Transaktionskostenansatz näher zu erklären, werden die Verhaltensannahmen dieses Ansatzes und die verschiedenen Arten und Dimensionen von Transaktionskosten erläutert. Zudem wird auf die Messung von Transaktionskosten eingegangen.

Der dritte Gliederungspunk dient der Darstellung des Binnenmarktes und seiner Bedeutung für den Transaktionskostenansatz. Zudem erfolgt eine kritische Betrachtung dieser Institution.

Im Hauptpunkt der Arbeit, dem vierten Gliederungspunkt, erfolgt eine Analyse der Europäischen Währungsunion (EWU) aus Sicht des Transaktionskostenansatzes. Mit Hilfe dreier Berechnungen wird die Einsparung von Transaktionskosten durch die EWU geschätzt. Des Weiteren wird ein Überblick über die Kosten dieser Insti-tution gegeben, um die EWU abschließend aus Sicht des Transaktionskostenan-satzes zu bewerten. Außerdem wird auf die fiskalpolitischen Regelungen in der EWU aus Sicht des Transaktionskostenansatzes eingegangen.

Im fünften Gliederungspunkt wird der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum vorgestellt und aus Sicht des Transaktionskostenansatzes betrachtet.
Zusammenfassung

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Gegenstand, Gang und Abgrenzung der Arbeit

2 Der Transaktionskostenansatz der Neuen Institutionenökonomik

2.1 Einordnung der Neuen Institutionenökonomik

2.2 Darstellung des Transaktionskostenansatzes

2.2.1 Verhaltensannahmen des Transaktionskostenansatzes

2.2.2 Arten von Transaktionskosten

2.2.3 Dimensionen einer Transaktion

2.3 Die Messung von Transaktionskosten

3 Der Binnenmarkt und seine Bedeutung für den Transaktionskostenansatz

3.1 Die vier Freiheiten des Binnenmarktes

3.2 Die Senkung der Transaktionskosten durch den Binnenmarkt

3.3 Kritische Betrachtung des Binnenmarktes

4 Analyse der Europäischen Währungsunion aus Sicht des Transaktionskostenansatzes

4.1 Die Transaktionskostensenkung durch die EWU

4.1.1 Die Berechnungen der Kommission der Europäischen Gemeinschaften

4.1.2 Die Berechnungen der ifo Studie

4.1.3 Die Berechnungen von Hugo Rodríguez Mendizábal

4.1.4 Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse der Berechnungen

4.2 Die Transaktionskosten der EWU

4.2.1 Die Transaktionskosten der ersten Stufe der EWWU

4.2.2 Die Transaktionskosten der zweiten Stufe der EWWU

4.2.3 Die Transaktionskosten der dritten Stufe der EWWU

4.3 Bewertung der EWU aus Sicht des Transaktionskostenansatzes

4.4 Die fiskalpolitischen Regelungen in der EWU aus Sicht des Transaktionskostenansatzes

4.4.1 Die fiskalpolitischen Probleme der EWU

4.4.2 Die Dimensionen der Transaktionen in der EWU

4.4.3 Die fiskalpolitischen Regelungen des Maastrichter Vertrages

4.4.4 Der Stabilitäts- und Wachstumspakt

5 Ausblick: Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum

6 Schlussfolgerungen aus der Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Institutionen der Europäischen Union, speziell den Binnenmarkt und die Europäische Währungsunion, auf Basis des Transaktionskostenansatzes der Neuen Institutionenökonomik, um deren ökonomische Effizienz und Nutzen für Verbraucher und Unternehmen zu bewerten.

  • Neue Institutionenökonomik und Transaktionskostenansatz
  • Bedeutung des Binnenmarktes für die Senkung von Transaktionskosten
  • Analyse der Europäischen Währungsunion (EWU) hinsichtlich Kosteneinsparungen
  • Bewertung fiskalpolitischer Regelungen (Maastrichter Vertrag, Stabilitäts- und Wachstumspakt)
  • Ausblick auf den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA)

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Verhaltensannahmen des Transaktionskostenansatzes

Für den Transaktionskostenansatz haben zwei Grundannahmen über das menschliche Verhalten zentrale Bedeutung: Die begrenzte Rationalität und der Opportunismus.

Die begrenzte Rationalität der Menschen unterstellt, dass die Wirtschaftssubjekte aufgrund unvollständiger Informationen und natürlicher Schranken des Verstandes nur beschränkt rational handeln können. Diese Annahme hat zur Folge, dass eine Transaktion nicht vollständig im Voraus geplant und durch vertragliche Vereinbarungen abgesichert werden kann. Daher können Ereignisse, die während der Vertragslaufzeit auftreten, nicht gänzlich in dem ursprünglichen Vertrag berücksichtigt werden. Infolgedessen ist das Konzept des relationalen Vertrages im Transaktionskostenansatz von großer Bedeutung. Im Gegensatz zu einem umfassenden Vertrag, der Leistung und Gegenleistung für alle Eventualitäten festlegt, lässt der relationale Vertrag Lücken in der Vereinbarung. Relationale Verträge müssen daher oft im Nachhinein abgeändert bzw. ergänzt werden.

Die zweite Verhaltensannahme, der Opportunismus, ist eine stärkere Version des eigennützigen Strebens nach Vorteilen. Es wird unterstellt, dass die Menschen versuchen ihre eigenen Interessen und Vorteile auch unter Zuhilfenahme von List und Tücke durchzusetzen bzw. zu erreichen. Um dieses Verhalten des Vertragspartners zu verhindern, müssen Sicherungen in einen Vertrag eingebaut werden. Diese vertraglichen Sicherungen sollen eine gegenseitige glaubwürdige Zusicherung beider Partner, die Bedingungen des Vertrages zu erfüllen, gewährleisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gegenstand, Gang und Abgrenzung der Arbeit: Einführung in die Problematik der EU-Kosten sowie Zielsetzung der Arbeit unter Verwendung des Transaktionskostenansatzes.

2 Der Transaktionskostenansatz der Neuen Institutionenökonomik: Theoretische Einordnung der Neuen Institutionenökonomik und Definition der zentralen Begriffe und Konzepte der Transaktionskosten.

3 Der Binnenmarkt und seine Bedeutung für den Transaktionskostenansatz: Darstellung der vier Freiheiten und Analyse der Transaktionskostensenkungen im EU-Binnenmarkt sowie kritische Würdigung der verbleibenden Hemmnisse.

4 Analyse der Europäischen Währungsunion aus Sicht des Transaktionskostenansatzes: Detaillierte empirische Schätzung der durch die EWU eingesparten Transaktionskosten und Untersuchung der fiskalpolitischen Regelungen.

5 Ausblick: Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum: Vorstellung der SEPA-Initiative und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Wettbewerbsvorteile und weiterer Transaktionskostensenkungen im Zahlungsverkehr.

6 Schlussfolgerungen aus der Arbeit: Fazit der Untersuchung, das die untersuchten Institutionen als effizient bestätigt und weiteren Forschungsbedarf zur Messung von Transaktionskosten postuliert.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Neue Institutionenökonomik, Transaktionskosten, Binnenmarkt, Europäische Währungsunion, EWU, fiskalpolitische Regelungen, Maastrichter Vertrag, Stabilitäts- und Wachstumspakt, SEPA, Zahlungsverkehr, Institutionen, ökonomische Effizienz, Opportunismus, begrenzte Rationalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Institutionen "Binnenmarkt" und "Europäische Währungsunion" aus der Perspektive des Transaktionskostenansatzes als effizient anzusehen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Einsparung von Transaktionskosten durch europäische Institutionen, die Analyse der Währungsunion sowie die Bewertung fiskalpolitischer Regelungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ökonomischen Vorteile der EU-Integration in Form von gesunkenen Transaktionskosten zu quantifizieren und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Anwendung des Transaktionskostenansatzes der Neuen Institutionenökonomik, gestützt auf die Auswertung ökonomischer Berechnungen und Fallstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Kosteneinsparungen durch den Binnenmarkt und die EWU, die Kosten der EZB sowie die Wirksamkeit fiskalpolitischer Regelungen zur Absicherung gegen opportunistisches Verhalten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Transaktionskosten, Europäische Währungsunion, Institutionen, Binnenmarkt und fiskalische Budgetdisziplin charakterisiert.

Warum sind die Regelungen des Maastrichter Vertrages laut Autor nicht transaktionskostenminimal?

Der Autor argumentiert, dass die Sanktionsverfahren zu aufwendig und intransparent sind und somit die Zielsetzung, ex-post Opportunismus effizient zu verhindern, verfehlen.

Wie bewertet die Arbeit den Erfolg des Stabilitäts- und Wachstumspaktes?

Das Fazit lautet, dass der Pakt keine konsequente Methode darstellt, da Spielräume bei der Beurteilung von Defiziten bestehen und das Beispiel Deutschland zeigt, dass Sanktionen in der Praxis oft ausbleiben.

Was wird unter der "no-bail-out-Regelung" verstanden und wie wird sie beurteilt?

Es ist der Haftungsausschluss für Verbindlichkeiten anderer Mitgliedstaaten, den der Autor jedoch als wenig glaubwürdig einstuft, da er in Konkurrenz zu anderen Solidaritätsverpflichtungen steht.

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Details

Title
Die Institutionen der Europäischen Union - eine Analyse aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik
College
University of Applied Sciences - Hachenburg Castle
Grade
2+
Author
Eva Kossmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
48
Catalog Number
V68411
ISBN (eBook)
9783638594554
ISBN (Book)
9783638737128
Language
German
Tags
Institutionen Europäischen Union Analyse Sicht Neuen Institutionenökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Kossmann (Author), 2006, Die Institutionen der Europäischen Union - eine Analyse aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68411
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