Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Overall Considerations

Carl Schnaase "Geschichte der bildenden Künste"

Title: Carl Schnaase "Geschichte der bildenden Künste"

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Claudia Faller (Author)

Art - Overall Considerations
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Anfang des 19. Jahrhunderts begann die Erschließung der früher verkannten Kunst des Mittelalters, die bis dahin keinen Zugang in die Forschungen gefunden hatte. Die Zeiten, in denen ausschließlich die Antike zum Gegenstand der Schätzung und Untersuchung in der Kunstgeschichte gemacht wurde, waren somit vorbei. Wichtige deutschsprachige Gesamtdarstellungen des 19. Jahrhunderts stammen von Carl Schnaase und Franz Kugler 1 . Gemeinsam ist den ersten erschienenen Handbüchern der Kunstgeschichte, dass sie einen Überblick über das ganze Gebiet und eine Anleitung zum wissenschaftlichen Erkennen der Kunst geben wollten 2 . Thema der vorliegenden Hausarbeit sind die beiden Auflagen des Handbuches „Geschichte der bildenden Künste“ von Carl Schnaase, die seit 1843 erschienen sind. Im Laufe der Arbeit werden beide Auflagen, deren Inhalte, Zielgruppe, aber auch deren Anliegen vorgestellt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Illustrationen gelegt. Abschließend wird an Beispielen verdeutlicht, wie Bauwerke in den Handbüchern Carl Schnaases dargestellt wurden. [...]

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 2. Biografie Carl Schnaase

3 „Geschichte der bildenden Künste“

3.1 Erste Auflage der „Geschichte der bildenden Künste“ (1843- 1864)

3.2 Zweite Auflage der „Geschichte der bildenden Künste“ (1866 -1879)

4 Verhältnis von Text zu Abbildungen

5 Abbildungen

5.1 Grundriss Klosterkirche Cluny

5.2 Außenansicht Klosterkirche Laach

5.3 San Miniato al Monte

5.4 Campanile in Pisa

5.5 Fassade des Dom zu Orvieto

6 6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die beiden Auflagen des kunsthistorischen Standardwerkes „Geschichte der bildenden Künste“ von Carl Schnaase im Hinblick auf deren inhaltliche Ausrichtung, Zielgruppenansprache und das spezifische Verhältnis zwischen Text und Illustrationen.

  • Analyse der Biografie und Motivation von Carl Schnaase als kunsthistorischer Laie.
  • Vergleich der editionsgeschichtlichen Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Auflage.
  • Untersuchung des Verhältnisses von wissenschaftlichem Text und bildlicher Veranschaulichung.
  • Evaluation der Rolle von Illustrationen zur Vermittlung architekturgeschichtlicher Inhalte.
  • Betrachtung der Ästhetisierung von Bauwerken innerhalb der gewählten Abbildungen.

Auszug aus dem Buch

5.4 Campanile in Pisa

Die unterschiedliche Darstellung des Campanile in Pisa zeigt, dass die Abbildungen anderen Literaturquellen entnommen wurden. Dies wiederum ist charakteristisch für Werke, die in dieser Zeit entstanden sind und erklärt die unterschiedliche Darstellung der gleichen Objekte. Bei den Abbildungen findet am Bauwerk selbst keine Veränderung statt. Hier wird der landschaftliche Kontext einer Veränderung unterzogen. Die Abbildung des Campanile in der ersten Auflage stellt den Turm im Zentrum des Bildes dar (s. Abb.5). Am unteren Bildrand wird die Darstellung durch einen Zaun oder eine Hecke im Hintergrund und eine kleine Mauer im Vordergrund begrenzt.

Auch die Abbildung der zweiten Auflage zeigt den Turm im Zentrum eines landschaftlichen Kontextes (s. Abb. 6). Allerdings rückt hier die Darstellung des Turmes in den Hintergrund. Im Vordergrund auf der linken Seite befindet sich ein Brunnen mit dahinter liegenden Gebäuden. Auch auf der rechten Seite befindet sich am Bildrand eine Häuserreihe. Dies führt dazu, dass der Blick des Betrachters vom eigentlichen Bauwerk abgelenkt wird.

Mit dieser dargestellten landschaftlichen Idylle in dessen Kontext der Campanile steht, wirkt die Abbildung fast wie eine Ansichtskarte des Campanile und nicht wie eine Abbildung zu wissenschaftlichen Zwecken. Da Schnaase mit seinem Werk auch Laien ansprechen wollte, könnte diese Inszenierung jedoch beabsichtigt gewesen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die kunsthistorische Situation des 19. Jahrhunderts und stellt die Zielsetzung der Hausarbeit vor, die Auflagen von Schnaases Werk zu untersuchen.

2 2. Biografie Carl Schnaase: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Schnaases nach, von seiner Kindheit über sein juristisches Studium bis hin zu seiner nebenberuflichen Tätigkeit als Kunsthistoriker.

3 „Geschichte der bildenden Künste“: Hier werden die Entstehungsgeschichte und die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptwerks im Vergleich zu den Arbeiten von Franz Kugler diskutiert.

3.1 Erste Auflage der „Geschichte der bildenden Künste“ (1843- 1864): Eine detaillierte Betrachtung der ersten Auflage, ihres Aufbaus nach Völkern und Gattungen sowie der Intention, den „Genius der Menschheit“ durch Kunstgeschichte zu erklären.

3.2 Zweite Auflage der „Geschichte der bildenden Künste“ (1866 -1879): Dieses Kapitel beleuchtet die Erweiterungen der zweiten Auflage, insbesondere die Hinzunahme von Abbildungen aufgrund technischer Fortschritte beim Holzschnitt.

4 Verhältnis von Text zu Abbildungen: Es wird analysiert, wie Schnaase Abbildungen primär als illustratives Beiwerk zum dominierenden Textteil einsetzte und dabei auf existierende Kupferstiche zurückgriff.

5 Abbildungen: In diesem Kapitel werden exemplarische Bauwerksdarstellungen wie die Klosterkirche Cluny oder der Campanile in Pisa im Detail auf ihre Funktion und ihren Aussagegehalt hin untersucht.

5.1 Grundriss Klosterkirche Cluny: Eine Analyse der Grundrissdarstellung und warum Schnaase die darin enthaltenen Buchstabenkennzeichnungen in seinem Text ignorierte.

5.2 Außenansicht Klosterkirche Laach: Untersuchung der ästhetischen Einbettung des Bauwerkes in eine landschaftliche Szenerie inklusive Staffagefiguren.

5.3 San Miniato al Monte: Gegenüberstellung der schlichten ersten Abbildung mit der detailreicheren Version der zweiten Auflage, die eine verbesserte räumliche Wirkung erzielt.

5.4 Campanile in Pisa: Analyse der landschaftlichen Inszenierung des Turms, die fast den Charakter einer Ansichtskarte annimmt.

5.5 Fassade des Dom zu Orvieto: Betrachtung der architektonischen Beschreibung im Kontrast zur bildlichen Darstellung von Personen zur Verdeutlichung der monumentalen Größe.

6 6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über den Erfolg von Schnaases Vorhaben, Laien für Kunstgeschichte zu begeistern, bei gleichzeitigem Fortbestand eines wissenschaftlich anspruchsvollen Textkörpers.

Schlüsselwörter

Carl Schnaase, Geschichte der bildenden Künste, Kunstgeschichte, 19. Jahrhundert, Mittelalter, Architekturgeschichte, Illustrationen, Holzschnitt, Völkertradition, Wissensvermittlung, Laien, Fachliteratur, Edition, San Miniato al Monte, Klosterkirche Laach.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kunsthistorische Publikation „Geschichte der bildenden Künste“ von Carl Schnaase und untersucht, wie dieses Werk im 19. Jahrhundert Kunstgeschichte vermittelte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die editionsgeschichtlichen Unterschiede zwischen den beiden Auflagen des Werkes, das Verhältnis von Text zu Bild sowie die Funktion von Architekturillustrationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schnaase versuchte, sowohl Wissenschaftler als auch Laien anzusprechen und wie die Illustrationen dabei als Mittel der ästhetischen Inszenierung dienten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse und Quellenstudie, die sich auf den Textbestand der verschiedenen Auflagen sowie auf den Vergleich der enthaltenen Abbildungen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, eine Analyse der beiden Auflagen sowie eine detaillierte Fallstudie spezifischer architektonischer Abbildungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts, Architektur, Bildvermittlung, Laientheorie und editionswissenschaftlicher Vergleich beschreiben.

Warum spielt die Person Carl Schnaase eine besondere Rolle?

Obwohl er gelernter Jurist war, leistete er mit seinem Werk einen Pionierbeitrag zur Erschließung der mittelalterlichen Kunst, was ihn zu einem wichtigen, aber fachfremden Autor macht.

Welche Rolle spielten die Abbildungen in der zweiten Auflage?

In der zweiten Auflage wurden Abbildungen gezielt hinzugefügt, um die Erläuterungen verständlicher zu machen, da sich die Technik des Holzschnitts deutlich verbessert hatte.

Wie bewertet die Autorin die Wirkung der Illustrationen auf Laien?

Die Autorin stellt fest, dass die Einbettung von Bauwerken in landschaftliche Kontexte eine ästhetische Wirkung erzeugt, die Laien ansprechen konnte, auch wenn der wissenschaftliche Textanteil weiterhin sehr hoch blieb.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Carl Schnaase "Geschichte der bildenden Künste"
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Thematisches Proseminar: Das bildlich vergegenwärtigte Mittelalter.
Grade
2,3
Author
Claudia Faller (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V68449
ISBN (eBook)
9783638610278
Language
German
Tags
Carl Schnaase Geschichte Künste Thematisches Proseminar Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Faller (Author), 2006, Carl Schnaase "Geschichte der bildenden Künste", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68449
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint