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Kontinuität oder Wandel? - Die Sowjetunion unter Lenin und Stalin

Title: Kontinuität oder Wandel? - Die Sowjetunion unter Lenin und Stalin

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Johannes Maase (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die sowjetische Politik unter der Herrschaft Stalins eine Abkehr von der Politik seines Vorgängers W. I. Lenin darstellt bzw. inwieweit eine Fortführung dieser Politik betrieben wird. Hierbei wird sich exemplarisch auf drei Themenfelder jeweils der Lenin-Ära und der Zeit der Herrschaft Stalins bezogen: Die Wirtschaftspolitik, die Terrorpolitik und die Machtmonopolisierung. Hierbei wird sich jeweils auf die Zeitraum zwischen 1917 und 1941 bezogen. Es sollen sowohl die Punkte herausgestellt werden, die Kontinuität in der Politik der beiden Staatsführer aufweisen, als auch die Punkte, die eine Neuerung stalinistischer Politik im Vergleich zur Politik Lenins darstellen.
Gerade in großen Teilen der öffentlichen Meinung wird das Bild vertreten, das Stalin als den brutalen sowjetischen Diktator darstellt, der das Land mit Terror überzogen und den Menschen mit einer ausbeuterischen Wirtschaftspolitik jegliche Grundlage des Überlebens genommen hat. Diese Behauptung regt dazu an, zu untersuchen, inwieweit es bereits während der Herrschaft Lenins Elemente des Terrors, von zentral gelenkter Wirtschaftspolitik mit seinen Folgen für die Bevölkerung und Elemente der Machtmonopolisierung gegeben hat. Hierbei müssen die Ziele Lenins berücksichtigt werden, die er vielleicht nicht verwirklichen konnte, die aber evtl. Stalin durch seine Politik verwirklicht haben könnte. Aber auch die Brüche und Neuerungen der stalinistischen Politik im Vergleich zur Lenin-Ära müssen aufgezeigt werden, um ein möglichst differenziertes Bild darstellen zu können. Die Arbeit soll nicht in eine Richtung tendieren, sondern möglichst umfassend untersuchen, welche Veränderungen und Kontinuitäten mit dem Wechsel an der Staatsspitze der Sowjetunion vor dem zweiten Weltkrieg einhergegangen sind.
Die Arbeit kann aber nicht den Anspruch haben, Wandel und Kontinuität in seiner Gänze, d. h. , in allen Bereichen aufzuzeigen. Es ist für eine detaillierte Untersuchung daher sinnvoll, sich auf drei ausgewählte Bereiche zu beschränken, die aber zugleich die zentralen Bereiche darstellen. Letzten Endes sind Wirtschaftspolitik, Terrorsystem und Machtmonopolisierung die zentralen Elemente, wenn es darum geht, ein totalitäres Staatswesen zu untersuchen. Eine solche Untersuchung versucht diese Arbeit zu leisten. Hierbei sollen die Kapitel nicht schematisch abgehandelt, sondern möglichst untereinander in Beziehung gebracht werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wirtschaftspolitik

2.1 Die Wirtschaftspolitik in der Lenin-Ära

2.2 Stalins Wirtschaftspolitik – Fortführung oder Kehrtwende?

3. Terror in der Sowjetunion

3.1 Staatlich sanktionierter Terror unter der Herrschaft Lenins

3.2 Terror im Stalinismus

4. Machtmonopolisierung und Ausschaltung von innerparteilicher Opposition

4.1 Machtmonopolisierung während der Herrschaft Lenins

4.2 Ausschaltung innerparteilicher Opposition – Die Herrschaft Stalins

5. Resümee und Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Kontinuität und Wandel in der sowjetischen Politik beim Übergang von der Ära Lenins zur Herrschaft Stalins im Zeitraum von 1917 bis 1941. Dabei wird analysiert, inwieweit stalinistische Maßnahmen eine Fortführung leninscher Ansätze darstellen oder als bewusste Abkehr und Neuerung zu bewerten sind.

  • Vergleich der Wirtschaftspolitik (Kriegskommunismus, NEP, Planwirtschaft)
  • Analyse der Terrorpolitik und deren Systematisierung
  • Untersuchung der Machtmonopolisierung und der Ausschaltung innerparteilicher Opposition
  • Beurteilung der Rolle Lenins als ideologischer und praktischer Wegbereiter stalinistischer Methoden

Auszug aus dem Buch

3.1 Staatlich sanktionierter Terror unter der Herrschaft Lenins

Jörg Baberowski arbeitet einen wichtigen Aspekt heraus, der die Einstellung der Bolschewiki seit den Tagen der Revolution klar darstellt. Demnach hätten die Bolschewiki nur deshalb in den Wirren des Jahres 1917 mit blutigen Aufständen der Arbeiter und Bauern auf dem Land und in den Städten die Macht erlangt, weil „sie im Gegensatz zu allen anderen politischen Gruppen [...] der uferlosen Gewalt nicht nur das Wort redeten, sondern sie ins Recht setzten“.

Und tatsächlich wurde durch das Bodendekret und das Dekret über die Arbeiterkontrolle die Gewalt der Bevölkerung gegen Guts- und Fabrikbesitzer staatlich sanktioniert. Auf diese Weise setzten sich die Bolschewiki an die Spitze der gewaltbereiten Massen, so Baberowski. Ohne Zweifel zielte die bolschewistische Machtergreifung „auf militanten Klassenkonflikt und schloss [...] die hohe Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs ein“, wie Manfred Hildermeier es ausdrückt: Lenins Aprilthesen hetzten die Massen gegen die Provisorische Regierung auf, die versuchte, auf parlamentarischem Wege das Land zu reformieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Kontinuitäten und Brüche zwischen der Politik Lenins und Stalins anhand der drei Schwerpunkte Wirtschaft, Terror und Machtmonopolisierung zu untersuchen.

2. Wirtschaftspolitik: Dieses Kapitel vergleicht den Staatskapitalismus und Kriegskommunismus unter Lenin mit der forcierten Kollektivierung und Industrialisierung unter Stalin.

3. Terror in der Sowjetunion: Es wird dargelegt, wie die unter Lenin begonnenen Formen staatlich sanktionierter Gewalt und Unterdrückung unter Stalin zu einem totalen, systematischen Terror- und Lagersystem ausgebaut wurden.

4. Machtmonopolisierung und Ausschaltung von innerparteilicher Opposition: Das Kapitel analysiert die Zentralisierung der Macht und die systematische Unterdrückung politischer Gegner sowie innerparteilicher Kritik von den Anfängen unter Lenin bis zu Stalins Alleinherrschaft.

5. Resümee und Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass der Stalinismus in vielen Bereichen eine konsequente Weiterentwicklung leninscher Politik darstellt, wobei der systematische Ausbau der Unterdrückungsinstrumente eine signifikante Neuerung markiert.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zur historischen Untersuchung.

Schlüsselwörter

Sowjetunion, Lenin, Stalin, Politik, Wirtschaftspolitik, Terror, Machtmonopolisierung, Bolschewiki, Kriegskommunismus, Neue Ökonomische Politik, Kollektivierung, Industrialisierung, Parteidiktatur, GULag, Sowjetgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die sowjetische Politik unter Stalin eine Fortführung oder eine Abkehr von der Politik Lenins darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die drei Bereiche Wirtschaftspolitik, Terrorpolitik und Machtmonopolisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Veränderungen und Kontinuitäten beim Wechsel der Staatsführung zwischen 1917 und 1941 zu zeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die verschiedene Themenbereiche vergleichend gegenüberstellt und durch Primärquellen sowie wissenschaftliche Sekundärliteratur belegt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei oben genannten Themenkomplexe, in denen jeweils die Ära Lenin der Herrschaft Stalins gegenübergestellt wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Kontinuität, Wandel, Staatskapitalismus, Kriegskommunismus, Zwangskollektivierung und Machtmonopolisierung.

Wie bewertet der Autor Stalins "Sprung nach vorn"?

Der Autor sieht darin eine konsequente, wenn auch radikalisierte Verwirklichung der Ziele, die Lenin aufgrund der damaligen Umstände noch nicht in dieser Form umsetzen konnte.

Stellt der Terror unter Stalin für den Autor eine Zäsur dar?

Obwohl der Autor die systemischen Unterschiede und die neue Dimension unter Stalin hervorhebt, betont er, dass das Fundament für Terror und Lagersystem bereits in der Lenin-Ära gelegt wurde.

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Details

Title
Kontinuität oder Wandel? - Die Sowjetunion unter Lenin und Stalin
College
University of Münster  (Historisches Seminar)
Grade
1,0
Author
Johannes Maase (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V68478
ISBN (eBook)
9783638610445
ISBN (Book)
9783638672757
Language
German
Tags
Kontinuität Wandel Sowjetunion Lenin Stalin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Maase (Author), 2006, Kontinuität oder Wandel? - Die Sowjetunion unter Lenin und Stalin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68478
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