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Wie lässt sich der Familie helfen?

Title: Wie lässt sich der Familie helfen?

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marius Birnbach (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Thöni und Winner sprechen [in Bezug auf Familie] (...) von der „zentralen Rolle als Trägerin wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Leistungen“ (Thöni/Winner 1996:1). Familie ist also wesentlich mehr, als die offenkundige Funktion der (biologischen) Reproduktion verrät. Sie ist durch ihre vielfältigen Leistungsbezüge zu verschiedenen gesellschaftlichen Subsystemen – so z.B. der Wirtschaft - ein konstituierender Teil der Gesellschaft.
Trotz dieser zentralen Rolle von Familie scheint es so, als ob sie mit ihren Belangen und Bedürfnissen ins Abseits gerät. Vermittelt wird dieser Trend des ‚Niedergangs der Familie’ durch die Abnahme von Eheschließungen, die Zunahme der Scheidungen, den Rückgang der Kinderzahlen und die Ausweitung des Spektrums familialer Lebensformen in den letzten Jahrzehnten. Es muss also eine Erosion der Lebensausgestaltung weg von der Kernfamilie mit Ehepartner und Kindern hin zu alternativen Lebensformen diagnostiziert werden. Es stellt sich die Frage wodurch dieser Wandel und das heutige schlechte Abschneiden der Familie - d.h. der Wunsch sich auf Dauer in einer Ehe zu binden und Kinder aufzuziehen –, als Form des menschlichen Zusammenlebens, bedingt wurde und in welcher Weise sich diese, die negative Entwicklung fördernden, Bedingungen positiv für die Familien in Deutschland verändern lassen.
In der folgenden Hauptseminararbeit werde ich folglich Gründe für die Erosion der ‚Normalfamilie’ in Deutschland suchen und daraus Möglichkeiten ableiten, wie sich der Familie helfen lässt. Ich werde hierbei auf persönliche Einflussmöglichkeiten eines jeden Individuums, als auch auf politische und wirtschaftliche Faktoren für eine Verbesserung der Lage der Familie eingehen.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Familie im sozialen Wandel

2.1 Definition der ‚Normalfamilie’

2.2 Strukturwandel der Familie

2.3 Bedeutungswandel der Familie

2.3.1 In der modernen Industriegesellschaft

2.3.2 In der postmodernen Risikogesellschaft

3 Probleme der heutigen Familie und Lösungsansätze

3.1 Wie muss staatliche Familienhilfe grundsätzlich angelegt sein?

3.2 Kulturelle und strukturelle Aspekte und ihre Lösungsmöglichkeiten

3.2.1 3.2.1. Individuelle Erwartungen an die Familie

3.2.2 Die Rolle des Kindes in der Familie

3.2.3 Die Rolle der Frau in der Familie

4 4 Resumee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für den Wandel und die Erosion der traditionellen „Normalfamilie“ in Deutschland und erarbeitet Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Familien durch politische, wirtschaftliche und individuelle Maßnahmen.

  • Struktur- und Bedeutungswandel der Familie im historischen Kontext
  • Einfluss der modernen Industrie- und postmodernen Risikogesellschaft
  • Staatliche Familienhilfe und Opportunitätsstrukturen
  • Individuelle Erwartungen und Rollenbilder (Kind und Frau)
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Die Rolle der Frau in der Familie

Der Wandel des Erscheinungsbilds der Familie im letzten Jahrhundert hängt in starkem Maß mit der veränderten weiblichen Biografie zusammen. Bestimmt wird der weibliche Lebenslauf hauptsächlich durch drei Faktoren: Bildung, Beruf und Familie. Noch vor 150 Jahren waren Frauen nicht in Bildung einbezogen. Sie bekamen Grundkenntnisse – auf den Höheren Töchterschulen auch „schöngeistige Bildungsinhalte“ (Beck Gernsheim 1983:311) – in lesen, schreiben und rechnen beigebracht, da ihre Bestimmung der Familie, dem Haushalt galt. Auch wenn vor etwa 100 Jahren die ersten Frauen ein Studium aufnahmen kam der entscheidende Schub mit der allgemeinen Bildungsexpansion in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ausgelöst durch diesen Bildungsschub verändert sich auch der weibliche Lebenslauf von einem zwei zu einem Drei-Phasen-Modell. War es früher üblich mit der Heirat, spätestens aber mit Geburt des ersten Kindes aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, so findet nach der Bildungsexpansion eine zunehmende Rückkehr in den Beruf nach der Adoleszenz der Kinder statt. Jedoch auch zunehmende Kinderlosigkeit muss als Folge der gestiegenen Erwerbsbeteiligung angesehen werden.

Die Interessen wandeln sich in der postmodernen Risikogesellschaft nun weiter zu einem Ein-Phasen-Modell, in der Kindererziehung und berufliche Erfüllung parallel stattfinden sollen und teilweise bereits stattfinden. Es kommt allerdings nicht zu einer Verschiebung von familialen Aufgaben auf den Mann: „Männer [sind](…) strukturell von familialen Verpflichtungen weitgehend freigestellt und nahezu vollständig durch die Tätigkeiten in anderen Gesellschaftsbereichen absorbiert“ (Kaufmann 1990:162). Die Frage nach der Rolle der Frau in der Familie wird somit im zunehmenden Maß auch eine Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Familie als gesellschaftliche Institution und Formulierung der Forschungsfrage nach Hilfsmöglichkeiten für Familien.

2 Familie im sozialen Wandel: Analyse der Definition der Normalfamilie sowie des strukturellen und funktionalen Wandels von der Agrargesellschaft zur Risikogesellschaft.

3 Probleme der heutigen Familie und Lösungsansätze: Untersuchung staatlicher Einflussmöglichkeiten und spezifischer kultureller Aspekte wie die Rolle von Kindern und Frauen sowie deren Auswirkung auf die Paarbeziehung.

4 4 Resumee und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderung nach politischer sowie betrieblicher Unterstützung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Schlüsselwörter

Familie, Normalfamilie, Sozialer Wandel, Familienpolitik, Vereinbarkeit, Beruf, Kindesrolle, Frauenrolle, Industriegesellschaft, Risikogesellschaft, Sozialisation, Strukturwandel, Bildungsexpansion, Erwerbstätigkeit, Familienhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel der Familie in Deutschland und der Frage, wie man die Institution Familie in der heutigen Zeit unterstützen und stärken kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Struktur- und Bedeutungswandel der Familie, die ökonomischen Rahmenbedingungen, die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau sowie die Vereinbarkeit von Beruf und familiären Aufgaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gründe für die Erosion der traditionellen „Normalfamilie“ zu identifizieren und politische sowie gesellschaftliche Handlungsoptionen abzuleiten, um Familiengründungen attraktiver zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Fachliteratur sowie der Auswertung empirischer Daten zur Familienstruktur und zu gesellschaftlichen Einstellungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Veränderungen der Familienfunktionen, die ökonomischen Opportunitätsstrukturen für Eltern und die spezifischen Herausforderungen durch die veränderten Lebensläufe von Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Familienpolitik, Sozialer Wandel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Strukturwandel und Risikogesellschaft geprägt.

Welche Bedeutung hat das „Drei-Phasen-Modell“ für den Lebenslauf der Frau?

Das Modell beschreibt den Wandel, bei dem Frauen nach der Familienphase zunehmend in das Erwerbsleben zurückkehren, was neue Anforderungen an die Arbeitswelt und Kinderbetreuung stellt.

Warum spielt die Arbeitszeitgestaltung eine so wichtige Rolle für die Familienhilfe?

Da eine starre Kernarbeitszeit oft unvereinbar mit familiären Anforderungen ist, werden flexible Arbeitszeitmodelle als essenziell erachtet, um sowohl berufliche als auch erzieherische Aufgaben erfüllen zu können.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Kindes in der modernen Familie?

Das Kind hat eine zentralere Stellung eingenommen, was zwar den Wunsch nach Eigenständigkeit fördert, jedoch gleichzeitig den Druck auf Eltern erhöht und die Paarbeziehung aufgrund zeitlicher Belastung einschränken kann.

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Details

Title
Wie lässt sich der Familie helfen?
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Die Familie: Theorie, Geschichte und aktuelle Probleme
Grade
2,0
Author
Marius Birnbach (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V68514
ISBN (eBook)
9783638610612
ISBN (Book)
9783638914031
Language
German
Tags
Familie Theorie Geschichte Probleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Birnbach (Author), 2004, Wie lässt sich der Familie helfen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68514
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