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Glück und Glücksforschung. Gibt es eine Erziehung zum Glück?

Title: Glück und Glücksforschung. Gibt es eine Erziehung zum Glück?

Term Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne-Christin Hummelt (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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In seinem Buch „Der Glücks-Faktor: Warum Optimisten länger leben“ von 2003 befasst sich Martin E. P. Seligman mit dem menschlichen Glücksempfinden. Martin E. P. Seligman ist als Professor für Psychologie Vertreter der Positiven Psychologie, die sich mit der Erforschung positiver Emotionen und den Bedingungen für Glück beschäftigt. Damit grenzt sie sich ab von der allgemein geläufigen Psychologie und Psychiatrie, bei der es hauptsächlich um die Untersuchung von psychischen Störungen, deren Ursachenforschung und Behandlung bzw. Prävention geht. Die Ausführungen Seligmans sind in drei Teile gegliedert. Zunächst gibt er einen Überblick über die Bedeutung von positiven Emotionen für die Lebenszufriedenheit in Bezug auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Im zweiten Teil stellt er den Zusammenhang zwischen Glück und dem Aufbau von Stärken und Tugenden her, um dann abschließend seine Erkenntnisse auf die alltäglichen Situationen Arbeit, Liebe und Kindererziehung zu transferieren. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Relevanz des Themas

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Pädagogische Relevanz im Bezug auf nachhaltiges Glück

2.1 Empirische Glücksforschung

2.1.2 Die Funktion positiver Emotionen und der Glücks-Faktor

2.2 Bedingungen für Glück

2.2.1 Summe der positiven Emotionen / Ende von Erlebnissen

2.2.2 Einsatz von Tugenden und Stärken

2.2.3 Kontrolle

2.2.4 Bindungsqualität

2.3 Erziehung

2.3.1 Drei Erziehungsprinzipien aus der Positiven Psychologie

2.3.2 Acht Techniken, um positive Emotionen aufzubauen

3. Resümee

3.1 Kritik

3.2 Zusammenfassung der Ergebnisse

3.3 Konsequenzen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die Erziehung als entscheidende Weiche für das spätere Lebensglück fungiert und ob nachhaltiges Glück durch pädagogische Maßnahmen gezielt gefördert werden kann. Dabei steht insbesondere die Anwendung der Positiven Psychologie nach Martin E. P. Seligman im Fokus, um zu prüfen, ob und wie Erziehungsmethoden eine optimistische Lebenshaltung beeinflussen.

  • Empirische Grundlagen der Glücksforschung und deren Bedeutung für die Langlebigkeit.
  • Bedingungen für ein authentisches, nachhaltiges Glück (Summe positiver Emotionen, Stärken-Einsatz, Kontrolle, Bindung).
  • Die Rolle der Erziehung bei der Förderung positiver Emotionen im Kindesalter.
  • Konkrete erzieherische Techniken und Prinzipien zur Stärkung der kindlichen Resilienz.
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit psychologischer Erkenntnisse auf die pädagogische Praxis.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Einsatz von Tugenden und Stärken

Unbestritten ist wohl, dass die „Abkürzungen auf dem Weg zu guten Gefühlen“ (S. 26) wie Drogen oder übermäßiges Essen nicht zu einem langanhaltenden Glücksgefühl verhelfen. Seligman nennt das Glück, welches mit einem lebenslangen Wohlbefinden einhergeht, authentisch. Und die Authentizität des Glücks und damit auch die „Qualität des Lebens“ (ebd.) wird seiner Meinung nach dadurch garantiert, dass der Mensch seine Stärken und Tugenden in sein Leben einbringt (s. S. 24ff, S. 29: „ Wenn wir verstehen wollen, was Wohlbefinden ist, müssen wir ebenfalls unsere menschlichen Stärken und Tugenden verstehen.“).

Es gibt sechs Kerntugenden, die jeweils noch einmal in Stärken unterteilt werden können: Weisheit und Wissen, Mut, Liebe und Humanität, Gerechtigkeit, Mäßigung, Spiritualität und Transparenz. Die Positive Psychologie hat darüber hinaus nach folgenden Kriterien aus allen Persönlichkeitseigenschaften 24 Stärken festgelegt (s. S. 32): hohe Achtung in allen Kulturen, Dasein nicht nur als Mittel zu anderen Zwecken und Formbarkeit. Diese Stärken sind Neugier, Lerneifer, kritisches Denken, Erfindergeist, emotionale Intelligenz, Weitblick, Tapferkeit, Durchhaltekraft, Integrität, Menschenfreundlichkeit, Lieben und sich lieben lassen, Loyalität, Fairness, Menschenführung, Selbstkontrolle, Klugheit, Demut, Sinn für Schönheit, Dankbarkeit, Optimismus, Glaube, Vergeben, Humor und Elan (s. S. 231 – 256).

Die Stärken, die sich also aus den Tugenden ergeben, kommen vor allem dann zum Vorschein, wenn sie herausgefordert werden (S. 35: „Dies heißt, wir alle haben in Frühzeiten in uns angelegte Stärken, von denen wir vielleicht nichts wissen, bis sie wirklich herausgefordert werden.“). Hierbei unterscheidet Seligman zwischen tonischen und phasischen Stärken. Tonische Stärken lassen sich alltäglich beobachten wie Menschenfreundlichkeit oder Neugier. Phasische Stärken wie Mut oder Fairness dagegen kann man nur in Ausnahmesituationen beweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Glücksforschung im pädagogischen Kontext und fragt nach der Formbarkeit des menschlichen Glücks durch Erziehung.

2. Pädagogische Relevanz im Bezug auf nachhaltiges Glück: Dieses Kapitel erläutert die empirischen Grundlagen der Glücksforschung, definiert die Kernbedingungen für ein glückliches Leben und leitet konkrete Erziehungsprinzipien daraus ab.

3. Resümee: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Theorie, eine Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse sowie die Ableitung pädagogischer Konsequenzen.

Schlüsselwörter

Glück, Glücksforschung, Positive Psychologie, Erziehung, Kindheit, Emotionen, Stärken, Tugenden, Kontrolle, Hilflosigkeit, Bindungsqualität, Optimismus, Lebenszufriedenheit, Prävention, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen einer bewussten Erziehung zum Glück auf Basis der Konzepte der Positiven Psychologie von Martin E. P. Seligman.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die empirische Fundierung des Glücksempfindens, die Bedingungen für ein nachhaltiges Wohlbefinden sowie die Frage, wie diese Bedingungen durch erzieherische Maßnahmen im Kindesalter gefördert werden können.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, ob die Erziehung eine entscheidende Weiche für das spätere Lebensglück darstellt und ob das „glückliche Kind“ ein legitimes und erreichbares pädagogisches Ziel sein kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur, insbesondere der Werke von Martin E. P. Seligman, sowie auf die Einbeziehung psychologischer Bindungstheorien und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Glücksforschung, die Analyse der Bedingungen für Glück (wie Kontrolle und Bindung) sowie die Übertragung dieser Erkenntnisse auf praktische Erziehungstechniken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Glücksforschung, Positive Psychologie, Erziehung, Bindungsqualität, gelernte Hilflosigkeit und die Förderung individueller Stärken.

Warum ist das Konzept der „Kontrolle“ für das Glück von Kindern so wichtig?

Kontrolle ist fundamental, da das Erleben von Selbstwirksamkeit – also das Wissen, dass die eigenen Handlungen Konsequenzen haben – vor erlernter Hilflosigkeit schützt und die Basis für eine optimistische Lebenshaltung bildet.

In welchem Zusammenhang stehen „Synchron-Spiele“ mit der kindlichen Entwicklung?

Synchron-Spiele helfen dem Kind, den Einfluss des eigenen Verhaltens auf seine Mitmenschen zu erfahren, was seine Bedeutung innerhalb der Gemeinschaft stärkt und die Grundlage für aktives, selbstbestimmtes Handeln legt.

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Details

Title
Glück und Glücksforschung. Gibt es eine Erziehung zum Glück?
College
University of Münster  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Die Erziehung der Gefühle
Grade
1,3
Author
Anne-Christin Hummelt (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V68519
ISBN (eBook)
9783638610667
Language
German
Tags
Glück Glücksforschung Gibt Erziehung Glück Erziehung Gefühle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Christin Hummelt (Author), 2004, Glück und Glücksforschung. Gibt es eine Erziehung zum Glück?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68519
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