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Deutsche und lateinamerikanische Straßenkinder im Vergleich

Title: Deutsche und lateinamerikanische Straßenkinder im Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 1-2

Autor:in: Katja Tiedtke (Author)

Theology - Practical Theology
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In Anbetracht der Tatsache, dass weltweit 100-200 Millionen Kinder auf der Straße leben 1 , fand ich es sehr interessant herauszufinden, ob es bezüglich der Lebensweise etc. große Differenzen in den einzelnen Ländern gibt. Um zu möglicherweise unterschiedlicheren Ergebnissen zu kommen, habe ich für meinen Vergleich zwei verschiedene Kontinente ausgewählt. Zum Einen fand ich es wichtig zu wissen, wie die Kinder in unserer Heimat Deutschland leben, da die meisten Menschen hier immer die Kinder in Afrika oder Südamerika bemitleiden, obwohl die Problematik auch bei uns besteht und die Kinder Hilfe bräuchten. Zum anderen wollte ich mich noch genauer darüber informieren, wie es in Lateinamerika aussieht, nachdem ich schon im Seminar einen Einblick am Beispiel Kolumbien erhalten habe. Nun zum Aufbau meiner Arbeit. Zunächst möchte ich klären, was das Wort „Straßenkind“ bedeutet bzw. welche charakteristischen Merkmale mit diesem Begriff verbunden werden. Darüber besteht nämlich keine Einigkeit in den verschiedenen Institutionen und ich werde deswegen zwei Sichtweisen darlegen, die man als recht verbindlich erachten kann. Im Folgenden möchte ich die Ursachen für die Flucht auf die Straße, die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen und den Umgang mit Drogen näher erläutern. Zuerst werde ich dies am Beispiel Deutschland und anschließend an Lateinamerika genauer darlegen. Anschließend werde ich zwei Projekte, die in dem jeweiligen Land durchgeführt werden vorstellen. Dafür fand ich es interessant zu sehen, was in unserer unmittelbaren Umgebung, in Mannheim, getan wird. Bei meiner Recherche stieß ich auf das Projekt „Freezone“, welches schon seit einigen Jahren dort läuft. Aus den lateinamerikanischen Ländern habe ich mich für ein Projekt in Chile entschieden, welches ich eher zufällig entdeckte und das recht viel versprechend klang. Nachdem die Inhalte der Projekte erläutert wurden, werde ich im Schluss meiner Arbeit diese noch einmal kritisch betrachten und meine persönliche Meinung zu „Freezone“ und „Higar de Cristo“ darstellen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs „Straßenkinder“

3. Straßenkinder in Deutschland und Lateinamerika

3.1 Straßenkinder in Deutschland

3.1.1 Ursachen

3.1.2 Lebenswelt

3.1.3 Drogen

3.2 Straßenkinder in Lateinamerika

3.2.1 Ursachen

3.2.2 Lebenswelt

3.2.3 Drogen

4. Staatliche Maßnahmen

4.1 Das Projekt „Freezone“ in Mannheim

4.2 Hogar de Cristo – ein „Centro Abierto“

5. Schluss und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Lebenssituation und Hintergründe von Straßenkindern in Deutschland und Lateinamerika, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Ursachen, Lebenswelten und dem Umgang mit Drogen aufzuzeigen und staatliche Unterstützungsangebote kritisch zu evaluieren.

  • Definition und Problematik des Begriffs "Straßenkinder"
  • Vergleich der familiären und materiellen Ursachen für das Leben auf der Straße
  • Analyse der Lebenswelt und Drogenproblematik in beiden Regionen
  • Evaluation des Mannheimer Projekts "Freezone"
  • Untersuchung des chilenischen Konzepts "Hogar de Cristo"

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Lebenswelt

Der Ort an dem sich die Kinder am meisten aufhalten, ist der Bahnhof. Dies rührt wohl daher, dass er „als verläßlich empfunden wird, weil sich dort die Freunde mit den gleichen Problemen aufhalten.“ Dieser Faktor ist von großer Bedeutung für die Jugendlichen. Sie fühlen sich hier verstanden und gut aufgehoben. Doch so plausibel dies klingen mag, einen wirklichen Halt bietet der Bahnhof den Kindern nicht – im Gegenteil. Das hohe Gewaltpotential führt dazu, dass fast alle Waffen mit sich tragen und ein „unreflektierter Ausländerhaß“ entsteht. Ebenso spielt der Drogenkonsum eine massive Rolle, worauf ich jedoch im nächsten Abschnitt genauer eingehen möchte.

Weitere Orte, an denen sich Straßenkinder vermehrt aufhalten, sind Stadtzentren (Fußgängerzonen), in großen Parkanlagen und U-Bahn-Eingängen. Diese Plätze sind deswegen so beliebt, da sie „eine spezifische Mischung zwischen anonymer Öffentlichkeit mit vielen Kontaktchancen, Rückzugsmöglichkeiten und Nischen [bieten].“ In ostdeutschen Städten ziehen sich die Jugendlichen auch oft in leer stehende Häuser zurück. Meist kommen diese dann aus der unmittelbaren Umgebung und sind aus der Familie geflohen. Allgemein lässt sich sowieso feststellen, dass die meisten Straßenkinder in ihrer Stadt bleiben. D.h. entweder in der Stadt, in der auch ihre Familie lebt oder in einer Stadt, in der sie sich nach längerem Reisen niedergelassen haben. Allerdings scheint über diese Ansicht keine Einigkeit zu bestehen. So geht Seidel wohl davon aus, dass obdachlose Jugendliche immer wieder ihren Aufenthaltsort wechseln und nicht lange in einer Stadt bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt die Motivation für den Vergleich von Straßenkindern in Deutschland und Lateinamerika dar und umreißt den Aufbau der Untersuchung.

2. Definition des Begriffs „Straßenkinder“: Es werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen und Sichtweisen vorgestellt, um den komplexen Begriff für die Arbeit einzugrenzen.

3. Straßenkinder in Deutschland und Lateinamerika: Dieser Hauptteil analysiert die Ursachen, Lebenswelten und Drogenproblematiken in beiden Regionen im direkten Vergleich.

4. Staatliche Maßnahmen: Hier werden beispielhaft das Mannheimer Projekt „Freezone“ sowie das chilenische „Hogar de Cristo“ hinsichtlich ihrer Konzeption und Ziele vorgestellt.

5. Schluss und Ausblick: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, kritisch reflektiert und die Effektivität der vorgestellten Hilfsprojekte bewertet.

Schlüsselwörter

Straßenkinder, Deutschland, Lateinamerika, Sozialisation, Familienverhältnisse, Drogenkonsum, Jugendhilfe, Freezone, Hogar de Cristo, Obdachlosigkeit, Armut, Prävention, Straßenkarrieren, Jugendsozialarbeit, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Leben von Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland und Lateinamerika ohne festen Wohnsitz auf der Straße leben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die familiären und gesellschaftlichen Ursachen der Obdachlosigkeit, die prekären Lebensbedingungen der Betroffenen sowie die Rolle des Drogenkonsums.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein vergleichender Überblick über die Situation auf beiden Kontinenten sowie eine kritische Prüfung, wie spezifische Hilfsprojekte den „Einstieg in den Ausstieg“ fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich von Projektkonzepten (Qualitative Sekundäranalyse).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenanalyse (Familie, Armut), die Beschreibung des Lebensalltags (Bahnhöfe, Drogen) und die Vorstellung zweier konkreter Hilfsprojekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Straßenkinder, Sozialisation, Jugendhilfe, Drogenkonsum, Armut und das Konzept der „Straßenkarriere“.

Warum schneidet das Projekt "Hogar de Cristo" in der Bewertung besser ab als "Freezone"?

Die Autorin argumentiert, dass das chilenische Modell durch seine stufenweise Struktur und zukunftsorientierte handwerkliche Ausbildung nachhaltiger wirkt als die reine Anlaufstelle in Mannheim.

Welches Problem sieht die Autorin bei der Datenerhebung in Projekten?

Sie hinterfragt kritisch die Nutzung von Fragebögen, da sie bezweifelt, dass alle Straßenkinder über ausreichende Lese- und Schreibkompetenzen verfügen.

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Details

Title
Deutsche und lateinamerikanische Straßenkinder im Vergleich
College
University of Education Heidelberg
Grade
1-2
Author
Katja Tiedtke (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V68639
ISBN (eBook)
9783638610940
Language
German
Tags
Deutsche Straßenkinder Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Tiedtke (Author), 2007, Deutsche und lateinamerikanische Straßenkinder im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68639
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