Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Miscellaneous Topics

Suizidalität bei Jugendlichen - Risikofaktoren und salutogenetisch orientierte Präventionsansätze

Title: Suizidalität bei Jugendlichen - Risikofaktoren und salutogenetisch orientierte Präventionsansätze

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christina Meyer (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wieso nehmen sich in Deutschland mehr als 500 Jugendliche pro Jahr das Leben? Ihres hat noch nicht einmal richtig begonnen und schon wollen sie es wieder beenden. Warum ist der Tod durch Suizid mittlerweile schon die zweithäufigste Todesursache bei den 15-35jährigen? Was sind ihre Beweggründe diesen Schritt zu gehen und was kann man vor allem präventiv dagegen unternehmen? Dies alles sind Fragen und Gedanken die einem kommen, wenn man die Zeitung oder Zeitschriften aufschlägt und man schon wieder einen Artikel darüber gelesen hat, dass sich ein junger Mensch das Leben genommen hat.
Eins ist zu mindest klar; viel zu oft werden psychische Probleme bei Jugendlichen verkannt, nicht ernst genommen und sogar ins Lächerliche gezogen. Das Umfeld und vor allem die Familie verschließt die Augen vor dem, was ihre Kinder berührt. Manche Eltern schenken ihren Kindern viel zu wenig Aufmerksamkeit und bemerken auch somit gravierende Veränderungen im Verhalten oder der Gefühlswert der Sprösslinge nicht. Anstatt ihnen in schwierigen Situationen Mut zu machen und sie zu unterstützen, kehren sie die Probleme unter den Tisch. Kommunikation und Empathie sind in vielen Familien Fremdwörter. Es darf nicht sein, dass Jugendliche den Selbstmordversuch als letzte Chance sehen, auf sich aufmerksam zu machen.
Ich konzentriere mich daher bei meiner Arbeit auf den Suizid bei Jugendlichen und salutogenetisch orientierten Präventionsmaßnahmen im Familien-, Schul- und Freizeitbereich. Um herauszufinden, warum so viele Jugendliche Selbstmord begehen, ist es mir wichtig vorerst einen Blick auf die Jugendphase an sich zu werfen. Was ist charakteristisch für diesen Lebensabschnitt? Was für Veränderungen durchleben die Jugendlichen bio- wie auch psychologisch? Als nächstes ist es angebracht kurz und knapp die Probleme des Jugendalters anzuschneiden, welche ich im nächsten Abschnitt über den Suizid und seine Risikofaktoren weiter ausführe. Des Weiteren beleuchte ich die Grundzüge des „Salutogenetischen Modells“ Antonovskys um es im folgenden Abschnitt unter Präventionsmaßnahmen orientierten Aspekten auf das Problem der Suizidalität bei Jugendlichen anzuwenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Jugendalter

2.1 Definition

2.2 Probleme des Jugendalters

3. Suizid

3.1. Definition

3.2 Risikofaktoren

3.3 Warnsignale

4. Das Salutogenetische Modell nach Antonovsky

5. Salutogenetisch orientierte Präventionsansätze

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Suizidalität bei Jugendlichen, analysiert zugrunde liegende Risikofaktoren und leitet daraus salutogenetisch orientierte Präventionsansätze ab, um die psychische Widerstandsfähigkeit junger Menschen zu stärken.

  • Biologische und psychologische Herausforderungen des Jugendalters.
  • Ursachen und Auslöser suizidaler Handlungen bei Heranwachsenden.
  • Erkennung von Warnsignalen für eine drohende Selbstmordgefährdung.
  • Das Salutogenese-Modell nach Aaron Antonovsky als theoretische Basis.
  • Präventionsstrategien in den Lebensbereichen Familie, Schule und Freizeit.

Auszug aus dem Buch

3.1. Definition

„Selbstvernichtung“, „Selbstmord“, „Freitod“, „Selbstzerstörung“… Es gibt viele interpretationsbedürftige Ausdrücke um die Flucht aus dem Leben zu umschreiben. In der Wissenschaft wird jedoch heutzutage meistens der Begriff „Suizid“ (lat. „sui cedere“ = sich töten) genutzt, da er, im Gegensatz zu den anderen Begriffen, keine Wertung enthält.

Man unterscheidet zwischen dem tatsächlichen Suizid und dem Suizidversuch bzw. Parasuizid, wobei die Grenzen beider Handlungen sehr fließend sind. Im Grunde genommen hängt es meistens vom Zufall ab, ob der Ausgang tödlich endet oder nicht. Im Gegensatz zum Suizid, bei dem der Tod explizit gewollt ist, handelt es sich beim Versuch vordergründig um einen Appell an die „signifikanten Anderen“ (vgl. Bründel, Heidrun, 2004, S.45) wie Freunde und Familie. Der Betroffene befindet sich seines Erachtens in einer ausweglosen Lage und möchte so auf sich aufmerksam machen. Er möchte auf diesem Weg erreichen, dass er mehr Unterstützung, Aufmerksamkeit, Hilfe und Verständnis von seinem Umfeld bekommt. Teilweise geht es vielen Jugendlichen auch darum ihren Eltern ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie wollen ihnen mit ihrer Handlung verdeutlichen, dass sich Diese nicht genug um sie gekümmert haben.

Um Gründe für den Suizid zu finden, unterscheidet man zum einen die Ursache und zum anderen den Auslöser. Die Ursachen liegen meist in der Kindheit. Gestörte Familienverhältnisse, Leistungsdruck, Misstrauen und autoritäre Erziehung können Anhaltspunkte sein. Diese wirken sich nämlich allesamt negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung aus. Der Auslöser ist meist nur noch der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Es sind meistens aktuelle Anlässe wie z.B. Liebeskummer, Probleme in der Schule oder Verlust eines Elternteils durch Scheidung oder der Tod eines Familienmitglieds. Es handelt sich dabei also um eine Kurzschlusshandlung des Betroffenen, weil er sich in dem Moment völlig hilflos der Situation ausgeliefert fühlt. Folglich kann man also festhalten, dass das Elternhaus und die Kindheit prägend sind, was den Griff zu suizidale Handlungen angeht. Dort lernen sie mit Problemen umzugehen und negative Erfahrungen gut zu verarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die erschreckende Häufigkeit von Suiziden unter Jugendlichen in Deutschland und führt in die Absicht der Arbeit ein, Präventionsmaßnahmen auf Basis des Salutogenese-Modells zu untersuchen.

2. Das Jugendalter: Dieses Kapitel definiert das Jugendalter als eine von Konflikten und Krisen geprägte Phase des Übergangs und beschreibt die damit verbundenen Entwicklungsaufgaben sowie sozialen Herausforderungen.

3. Suizid: Hier werden der Begriff Suizid definiert, die Unterscheidung zwischen Ursachen und Auslösern erläutert und wichtige Warnsignale für eine mögliche Selbstmordgefährdung dargestellt.

4. Das Salutogenetische Modell nach Antonovsky: Dieses Kapitel erläutert das salutogenetische Konzept nach Aaron Antonovsky mit seinem Fokus auf das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und das Kohärenzgefühl als Schutzfaktor.

5. Salutogenetisch orientierte Präventionsansätze: Der Autor zeigt auf, wie durch Stärkung von Protektivfaktoren in Familie, Schule und Freizeit die Resilienz Jugendlicher gefördert werden kann, um suizidale Krisen zu vermeiden.

6. Fazit: Die Zusammenfassung betont, dass eine liebevolle elterliche Fürsorge und ein unterstützendes Umfeld die entscheidende Basis bilden, um Jugendliche vor suizidalen Handlungen zu bewahren.

Schlüsselwörter

Suizidalität, Jugendalter, Salutogenese, Aaron Antonovsky, Prävention, Kohärenzgefühl, Risikofaktoren, Protektivfaktoren, psychische Gesundheit, Selbstbewusstsein, Familie, Schule, Krisenintervention, Warnsignale, Adoleszenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Suizidalität bei Jugendlichen, analysiert die Ursachen und Risikofaktoren dieses Phänomens und leitet Strategien zur Prävention ab.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, die Suizidproblematik, die Theorie der Salutogenese und die praktische Anwendung von Präventionskonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Jugendliche durch salutogenetisch orientierte Maßnahmen besser unterstützt werden können, um ihre psychische Widerstandsfähigkeit in Krisensituationen zu erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur zu den Themen Jugendpsychologie, Suizidforschung und dem salutogenetischen Modell der Gesundheit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung der Lebensphase Jugend, eine Analyse von Suizidrisiken, die theoretische Einführung in die Salutogenese und die Entwicklung konkreter Präventionsansätze.

Welche Schlüsselwörter beschreiben den Inhalt am besten?

Wichtige Begriffe sind Suizidalität, Jugendalter, Salutogenese, Protektivfaktoren und Kohärenzgefühl.

Warum ist das Kohärenzgefühl für die Prävention so wichtig?

Das Kohärenzgefühl nach Antonovsky ermöglicht es Individuen, die Welt als verstehbar, handhabbar und sinnvoll zu begreifen, was die psychische Stabilität maßgeblich erhöht.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Suizidprävention?

Eltern nehmen laut der Arbeit die wichtigste Rolle ein, da sie in der Kindheit den Grundstein für die Beziehungsfähigkeit legen und als zentrale Bezugspersonen Warnsignale frühzeitig erkennen können.

Warum wird die Schule als relevanter Lebensbereich für die Prävention genannt?

In der Schule verbringen Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit; ein positives Schulklima und gezielte Förderprogramme können hier wesentlich zur Stärkung des Selbstwertgefühls beitragen.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Suizidalität bei Jugendlichen - Risikofaktoren und salutogenetisch orientierte Präventionsansätze
College
University of Vechta
Course
Krankheits- und Gesundheitskonzepte
Grade
1,7
Author
Christina Meyer (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V68642
ISBN (eBook)
9783638610957
Language
German
Tags
Suizidalität Jugendlichen Risikofaktoren Präventionsansätze Krankheits- Gesundheitskonzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Meyer (Author), 2005, Suizidalität bei Jugendlichen - Risikofaktoren und salutogenetisch orientierte Präventionsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68642
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint