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Waldorfschule - Die Reformpädagogik von Rudolf Steiner

Title: Waldorfschule - Die Reformpädagogik von Rudolf Steiner

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Jasmine Immerheiser (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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Das Thema „Waldorfpädagogik“, - eine interessante und spannende Art der Pädagogik und Schulform.
Zwar komme ich aus einer Stadt, in der es eine Waldorfschule gibt, dennoch wusste ich nicht viel über diese Pädagogik. Die Schule liegt außerhalb der Stadt und direkten Kontakt mit den Schülern hatte ich kaum. Vorurteile wie „das sind alles Ökos“ waren mir bekannt und weckten meine Neugierde über die Waldorfschule umso mehr. Ich erinnere mich daran, dass ich mich als Kind mit einer Waldorfschülerin unterhielt und mich damals über ihre „merkwürdigen“ Erzählungen aus der Schule wunderte. Aus diesem Grund begann ich mich dafür zu interessieren.
Wie werden Schüler an dieser Schule unterrichtet? Gibt es kein Sitzen bleiben und keine Noten? Wie lernen Kinder überhaupt unter diesen Vorraussetzungen? Welchen Abschluss kann man dort absolvieren und wie lange geht man gewöhnlich auf diese Schule? Eine Frage folgte der nächsten und schließlich kam ich nicht umhin mich zu fragen, was Rudolf Steiner mit alldem zu tun hatte und was die Anthroposophie beinhaltet. All diese Fragen wollte ich für mich klären.

Zu den Recherchen wurde hauptsächlich Fachliteratur verwendetet, sowohl von Befürwortern als auch von Kritikern dieser Pädagogik, Informationsmaterial der Waldorfschule Bad Nauheim und das Internet um den neusten Stand von beispielsweise Statistiken beschreiben zu können.
Worte und Begriffe, die Steiner verwendete, sind kursiv gekennzeichnet.
Der Text habe ist wie folgt gegliedert: Zu Beginn beschreibe ich die Biographie des Begründers der Waldorfpädagogik Rudolf Steiner. Als nächstes gehe ich auf die Anthroposophie ein und zeige Steiners Menschenbild auf. Dem folgen die Anfänge und Organisation der Waldorfschule und im Anschluss die Erläuterung dazu, wie seine Ideologie den Unterricht und die Pädagogik bestimmt. Zuletzt werde ich eine ehemalige Waldorfschülerin zu Wort kommen lassen und schließlich aus all dem mein Fazit ziehen.
Erwähnen möchte ich noch folgendes: Je mehr ich mich in dieses Thema vertiefte, mit anderen darüber redete und verschiedene Literatur las, desto deutlicher erfuhr ich, wie unterschiedlich die Meinungen sind, wie viele Gegner, aber auch Anhänger der Waldorfpädagogik es gibt. Ich habe mich bemüht sie möglichst wahrheitsgetreu zu beschreiben und einen wertfreien Text zu verfassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Biographie Rudolf Steiners

2.1 Die Kindheit: 1861- 1879

2.2 Steiners Zeit in Wien, 1879-1890

2.3 Aufenthalt in Weimar, 1890-1897

2.4 Auf Vortragsreisen

3. Anthroposophie

3.1 Einleitung

3.2 Definition

4. Steiners Menschenbild

4.1 Karma und Inkarnation

4.2 Der Mensch als Mikrokosmos

4.3 Kosmologische Vierstufigkeit

4.4 Die Dreigliedrigkeit des menschlichen Organismus

4.5 Lehre der vier Temperamente

5. Anthroposophie und Pädagogik

6. Anfänge der Waldorfschule

6.1Gründung

6.2 Entwicklung

7. Organisation

7.1 Selbstverwaltung

7.2 Unterricht

7.3 Beurteilung

7.4 Abschlüsse

8. Ideologie im Unterricht

8.1 Rhythmik

8.2 Künstlerischer Unterricht

8.3 Individuelles Lernen

9. Interview

10. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Waldorfpädagogik auseinander, um deren theoretische Grundlagen sowie die praktische Umsetzung im Schulalltag zu durchleuchten und die Rolle Rudolf Steiners in diesem Kontext zu klären. Dabei wird untersucht, inwieweit die anthroposophischen Konzepte die schulische Praxis prägen und wie ehemalige Schüler die Besonderheiten dieser Lernumgebung beurteilen.

  • Biographische Hintergründe und Werdegang von Rudolf Steiner
  • Die anthropologische Lehre als Basis der Waldorfpädagogik
  • Organisation, Selbstverwaltung und Unterrichtsgestaltung an Waldorfschulen
  • Analyse des Menschenbildes und der Entwicklungslehre (Karma, Reinkarnation, Temperamente)
  • Evaluierung durch Zeitzeugenberichte (Interview) und kritische Reflexion der pädagogischen Ansätze

Auszug aus dem Buch

3.2 Definition

Wie schon in der Biographie erwähnt, hatte Steiner in seiner Kindheit außergewöhnliche Erlebnisse, die ihn darauf schließen ließen, dass der Mensch nur einen Teil seiner Welt mit seinen Sinnenorganen und dem Bewusstsein erfassen kann. Deshalb verbrachte er sein Leben damit, für die Erfahrung einer nicht-sinnlichen Welt eine Methode zu finden, mit der man die Welt des Glaubens in die Welt der Wissenschaft überführt. Den Weg dort hin stellte er in seinen Schriften dar. Die Ergebnisse versuchte er dann in die praktische Gestaltung des Lebens um zu setzten.

Nach Steiner ist die Anthroposophie eine Erfahrungswissenschaft wie auch die Naturwissenschaften. Er definiert sie als „das Geistige im Menschen zum Geistigen im Weltall führen“ und interpretiert sie als „Bewußtsein seines Menschentums“. Dies meint, dass der Mensch stets um Erkenntnis bemüht sein soll, die ihm sein Mensch-Sein klarer erscheinen lässt und sein Handeln „befruchtet“.

Für Steiner bildet die Welt eine Einheit, die der Mensch durch sein Bewusstsein in Außen- und Innenwelt trennt. Mit seinem Körper befindet er sich in der Außenwelt und mit seinem Geist ist er „eingebunden in eine Welt, die der äußeren Erscheinungswelt als geistige Ursache zugrunde liegt.“ Durch das Denken vermag man beide Welten zu verbinden und ist damit in der Lage, Weltprozesse zu erfassen und zu gestalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation, sich mit der Waldorfpädagogik auseinanderzusetzen, und erläutert ihr methodisches Vorgehen bei der Recherche.

2. Biographie Rudolf Steiners: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Steiners nach, von seiner Kindheit in Österreich bis zu seiner Rolle als Begründer der Anthroposophie und der ersten Waldorfschule.

3. Anthroposophie: Hier wird in das umfangreiche Werk Rudolf Steiners eingeführt und eine begriffliche Definition der anthroposophischen Geisteswissenschaft versucht.

4. Steiners Menschenbild: Der Abschnitt erläutert die esoterischen und anthropologischen Konzepte wie Reinkarnation, die vier Temperamente und die Dreigliedrigkeit des Organismus.

5. Anthroposophie und Pädagogik: Es wird dargelegt, wie Steiner aus seiner Menschenkenntnis heraus eine Reformpädagogik entwickelte, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

6. Anfänge der Waldorfschule: Die Entstehung der ersten Waldorfschule in Stuttgart im Kontext der Dreigliederungsbewegung sowie deren schnelle historische Entwicklung werden thematisiert.

7. Organisation: Dieses Kapitel beschreibt das Prinzip der Selbstverwaltung, die Struktur der Lehrerkonferenzen und die Gestaltung von Unterricht und Abschlüssen.

8. Ideologie im Unterricht: Hier stehen der rhythmische Unterricht, die Bedeutung künstlerischer Fächer und das Konzept des individuellen Lernens im Fokus.

9. Interview: Ein Zeitzeugengespräch mit einer ehemaligen Waldorfschülerin gibt Einblicke in den Schulalltag und die persönliche Wahrnehmung dieser Pädagogik.

10. Schlusswort: Die Autorin reflektiert ihre gewonnenen Erkenntnisse, benennt Stärken und Schwächen der Waldorfschulen und fordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Pädagogik.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, Anthroposophie, Menschenbild, Epochenunterricht, Eurythmie, Selbstverwaltung, Karma, Reinkarnation, Temperamente, Reformpädagogik, Erziehungswissenschaft, ganzheitliches Lernen, Waldorfschule, Schulform.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich intensiv mit der Waldorfpädagogik und deren Begründer Rudolf Steiner. Sie untersucht, wie sich die anthroposophischen Lehren auf die schulische Praxis und Erziehung auswirken.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst Steiners Biographie, die Grundlagen der Anthroposophie, das spezifische Menschenbild, die Entstehungsgeschichte der Waldorfschulen sowie deren Organisation und Unterrichtsinhalte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein objektives Verständnis über die Waldorfpädagogik zu gewinnen und die verschiedenen Facetten, von der Theorie bis hin zur gelebten Schulpraxis, kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Die Autorin stützt sich primär auf eine Literaturanalyse von Fachwerken (Befürworter und Kritiker) sowie auf ergänzendes Informationsmaterial und ein Interview mit einer ehemaligen Waldorfschülerin.

Womit befasst sich der Hauptteil der Publikation?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Fundamente (Menschenbild, Anthroposophie), die historische Entwicklung der Waldorfschule sowie eine detaillierte Beschreibung der Organisation und der Unterrichtsmethodik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem zentralen Begriff der Waldorfpädagogik sind Anthroposophie, Epochenunterricht, Selbstverwaltung und die ganzheitliche Entwicklungsförderung des Kindes maßgebliche Charakteristika.

Wie bewerten Zeitzeugen die Waldorfschulzeit im Interview?

Die interviewte ehemalige Waldorfschülerin hebt die harmonische Atmosphäre und die Förderung eigenständigen Denkens hervor, kritisiert jedoch teilweise mangelnde Struktur und den fehlenden Überblick durch das Fehlen von Lehrbüchern.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Epochenunterrichts?

Die Autorin steht dem Epochenunterricht kritisch gegenüber, da sie aus eigener Recherche und dem Interview schließt, dass durch die langen Abstände der Stoff zu leicht in Vergessenheit geraten kann.

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Details

Title
Waldorfschule - Die Reformpädagogik von Rudolf Steiner
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1.0
Author
Jasmine Immerheiser (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V68664
ISBN (eBook)
9783638611114
ISBN (Book)
9783638739030
Language
German
Tags
Waldorfschule Reformpädagogik Rudolf Steiner Thema Waldorf-Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmine Immerheiser (Author), 2006, Waldorfschule - Die Reformpädagogik von Rudolf Steiner , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68664
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