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Lesesozialisation und Leseförderung

Title: Lesesozialisation und Leseförderung

Term Paper , 2006 , 69 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katja Dreißig (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Medienberichte und Untersuchungen à la PISA, die darauf aufmerksam machen, wie schlecht es um das Leseverhalten der deutschen Kinder und Jugendlichen bestellt ist, plädieren für die Notwendigkeit dieser Überzeugungsarbeit. Das antiquierte Medium Buch scheint im Wettbewerb mit den neuen, elektronischen Medien und dem wachsenden Angebot an anderen Freizeitaktivitäten das Nachsehen zu haben. Der Kontakt mit Büchern und Literatur beschränkt sich teilweise nur noch auf die Schule. In vielen Haushalten sind Bücher Mangelware. Und das obwohl das Lesen nicht nur als unverzichtbare Schlüsselqualifikation gilt, um am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben teilnehmen zu können, ferner leisten Bücher auch einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes.

Das erste Kapitel gibt zunächst einen Überblick zum Thema Sozialisation und legt im zweiten Kapitel den Fokus auf den Prozess der Lesesozialisation. Es wird erläutert, welche Funktionen das Lesen erfüllt und welche Rolle die Sozialisationsinstanzen, besonders die Eltern, bei der Lese(r)entwicklung spielen. Denn ob jemand gerne, viel oder kaum liest, ist wesentlich darin begründet, wie sein Kontakt und Umgang mit dem Medium Buch in der Kindheit verläuft. Unter Einbeziehung des Datenmaterials verschiedener aktueller Studien zum Medien-, Freizeit- und Leseverhalten der jungen Generation soll dann geklärt werden, inwieweit die geäußerten Prognosen vom Untergang der deutschen Lesekultur tatsächlich gerechtfertigt sind.

Das letzte Kapitel widmet sich abschließend der Thematik Leseförderung und zeigt unter anderem die verschiedenen Möglichkeiten, Kinder für das Medium Buch und das Lesen zu begeistern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Sozialisation

1.1 Definition

1.2 Sozialisationsprozess

1.3 Sozialisationstheorien

1.3.1 Psychologische Theorien der Sozialisation

1.3.1.1 Persönlichkeitstheorien

1.3.1.2 Lerntheorien

1.3.1.3 Entwicklungstheorien

1.3.2 Soziologische Theorien der Sozialisation

1.3.2.1 Systemtheorien

1.3.2.2 Handlungstheorien

1.3.2.3 Gesellschaftstheorien

1.3.3 Zusammenfassung

1.4 Sozialisationsinstanzen

1.4.1 Primäre Sozialisation

1.4.2 Sekundäre Sozialisation

1.4.3 Tertiäre Sozialisation

2. Lesen & Lesesozialisation

2.1 Lesen

2.1.1 Merkmale und Funktionen des Lesens

2.2 Lesesozialisation

2.2.1 Definition

2.2.2 Verlauf

2.2.3 Bedingungen

2.2.4 Instanzen der Lesesozialisation

2.2.5 Zusammenfassung

2.3 Ist-Situation Lese-, Freizeit- und Medienverhalten

2.3.1 Non-mediale und mediale Freizeitbeschäftigungen

2.3.2 Stellenwert und Funktionen der Medien

2.3.3 Medienausstattung und Medienbesitz

2.3.4 Leseverhalten

2.3.4.1 Beliebtheit und Häufigkeit des Lesens

2.3.4.2 Lesedauer

2.3.4.3 Lesekompetenz

2.3.4.4 Buchpräferenzen

2.3.4.5 Leseerwartungen, Leseanlässe und Lesehemmnisse

2.3.4.6 Buchbeschaffung

2.3.5 Zusammenfassung

3. Leseförderung

3.1 Definition

3.2 Aktuelle Situation

3.3 Maßnahmen

3.3.1 Initiativen und ausgewählte Projekte

3.3.2 Leseförderung in Buchverlagen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Lesesozialisation im Kontext einer modernen Mediengesellschaft. Ziel ist es, die Funktionen des Lesens für die Persönlichkeitsentwicklung herauszuarbeiten, den Einfluss zentraler Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule und Medien zu analysieren und Möglichkeiten sowie Notwendigkeiten der Leseförderung aufzuzeigen, um der jungen Generation die Attraktivität von Büchern zu vermitteln.

  • Theoretische Grundlagen der Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung
  • Prozess und Bedingungen der Lesesozialisation
  • Analyse des aktuellen Medien-, Freizeit- und Leseverhaltens Jugendlicher
  • Die Rolle der Sozialisationsinstanzen (Familie, Schule, Peer-Group, Medien)
  • Strategien und Initiativen der Leseförderung

Auszug aus dem Buch

1.4.1 Primäre Sozialisation

Die Familie nimmt eine signifikante Stellung im Sozialisationsprozess ein. Ihre Aufgabe ist die primäre Sozialisation, das heißt die Vorbereitung auf die Rolle als Gesellschaftsmitglied und Hilfestellung für die Entwicklung einer stabilen und überdauernden Persönlichkeitsstruktur. Sie gilt damit als der zentrale soziale Ort „für die Herausbildung grundlegender Gefühle und von Werteorientierungen, kognitiven Schemata, Kompetenzen sozialen Handelns, Leistungsmotivation, Sprachstil, Weltdeutungen, Bildung des Gewissens.“ Darüber hinaus legt sie die Grundlage für das Selbstkonzept des Heranwachsenden, bestimmt aber auch die Möglichkeiten und Grenzen seiner persönlichen und intellektuellen Entfaltung.

Ein entscheidender Aspekt der Sozialisation ist die Kommunikation in der Familie. Die Eltern nehmen vor allem bis zur Einschulung eine Vorbildfunktion ein, da ein Großteil des Alltags in der Familie erlebt wird. Daneben fungiert die Familie auch als so genannter sozialer Filter bei der Verarbeitung von Umwelteinflüssen. Dies entspricht den Annahmen der Systemtheorie. Die Sicht des Kindes ist demnach durch das System Familie geprägt.

Die Abbildung 1.01 zeigt, welche Einflussfaktoren bei der familiären Sozialisation eine Rolle spielen. Dieses sozialökologische Modell unterscheidet zwei Ebenen: die familienspezifische Umwelt und das innerfamiliäre Sozialisationsgeschehen.

Die materielle Ausstattung und die soziale Zusammensetzung des direkten Umfeldes (Alter, Geschlecht, Sozialstatus) bestimmen den Erfahrungsbereich sowohl der Eltern als auch der Kinder. Das Zusammenleben innerhalb der Familie ist davon abhängig, ob diese Erfahrungsbereiche von Eltern und Kind übereinstimmen bzw. sich ergänzen. Zugleich spielen die Erziehungsmethoden der Eltern, die Beziehung zwischen den Eltern und das Familienklima eine Rolle und sind wiederum ein Ergebnis der Persönlichkeitsmerkmale der Eltern.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung des Lesens als Schlüsselqualifikation dar und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit, die von den Grundlagen der Sozialisation über den Prozess der Lesesozialisation bis hin zur Leseförderung führt.

1 Sozialisation: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Sozialisation, diskutiert verschiedene psychologische und soziologische Bezugstheorien und beleuchtet die Rolle zentraler Sozialisationsinstanzen für die Persönlichkeitsentwicklung.

2. Lesen & Lesesozialisation: Hier wird der spezielle Bereich der Lesesozialisation definiert, Funktionen des Lesens analysiert und das Medien- und Freizeitverhalten der jungen Generation unter Einbeziehung aktueller Studien untersucht.

3. Leseförderung: Das letzte Kapitel identifiziert den Handlungsbedarf bei der Leseförderung, stellt verschiedene Maßnahmen vor und präsentiert wichtige Initiativen sowie die Rolle von Buchverlagen bei der Vermittlung von Leselust.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Lesesozialisation, Leseförderung, Persönlichkeitsentwicklung, Medienkompetenz, Leseverhalten, Lesekompetenz, Sozialisationsinstanzen, Medienpädagogik, Buchkultur, Leseerziehung, Jugendforschung, Lesemotivation, Mediensozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu Lesern im Kontext einer modernen, von elektronischen Medien geprägten Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung der Sozialisation, die spezifische Entwicklung der Lesefähigkeit und Lesemotivation sowie praktische Ansätze der Leseförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Kinder und Jugendliche trotz Konkurrenz durch neue Medien für das Medium Buch begeistert werden können und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher Theorien, pädagogischer Modelle und aktueller empirischer Studien zum Medien- und Leseverhalten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Sozialisation, eine detaillierte Analyse der Lesesozialisation inklusive empirischer Daten zur Mediennutzung sowie eine Darstellung verschiedener Förderkonzepte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisationsinstanzen, Lesekompetenz, Lesemotivation, Mediensozialisation und Leseförderung.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Lesesozialisation?

Die Familie gilt als primäre Sozialisationsinstanz. Besonders das Vorlesen und die Vorbildfunktion der Eltern sind entscheidend für die Ausbildung einer langfristigen Lesefreude.

Warum gibt es den sogenannten "Leseknick" bei Jugendlichen?

Der Leseknick zwischen 12 und 16 Jahren entsteht durch veränderte Interessen während der Pubertät, die Ablösung vom Elternhaus und ein attraktiveres, breiteres Freizeitangebot.

Wie gehen Verlage mit dem sinkenden Leseinteresse um?

Verlage organisieren Lesefeste, unterstützen Autorenlesungen, nutzen Medienverbundliteratur und setzen auf interaktive Plattformen, um Kinder spielerisch an das Medium Buch heranzuführen.

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Details

Title
Lesesozialisation und Leseförderung
College
University of Applied Sciences Mittweida
Grade
1,0
Author
Katja Dreißig (Author)
Publication Year
2006
Pages
69
Catalog Number
V68719
ISBN (eBook)
9783638594882
ISBN (Book)
9783638903318
Language
German
Tags
Lesesozialisation Leseförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Dreißig (Author), 2006, Lesesozialisation und Leseförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68719
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