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Verhaltensmodifikation

Title: Verhaltensmodifikation

Term Paper , 1999 , 24 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sabine Neumann (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Mein Ziel ist es, durch mein ausgewähltes Konzept – das Konzept der
Verhaltensmodifikation – das Verhalten des Kindes aus meinem Fallbeispiel zu erkennen und es vor allem so zu lösen, wie es für alle Beteiligten am besten ist.
Dabei muß ich zuerst die Ziele in beobachtbare Verhaltensbegriffe übersetzen, d.h. ich muß mir darüber klar werden, was ich genau verändern möchte und wie das Kind sich hinterher verhalten soll.
Genauso wichtig ist es zu überlegen, unter welchen Bedingungen das Kind sich anders verhalten soll, d.h. ich muß mir die Situation/Situationen genau anschauen, indenen das Kind sich nicht so verhält wie es sollte.
Zusätzlich muß ich darüber nachdenken, wie ich beurteilen kann, daß mein Ziel erreicht ist.
Andererseits muß ich über die Legitimation der Ziele nachdenken, d.h. darüber, warum das Ziel wichtig ist.
Insbesondere ist es wichtig, daß man überlegt, für wen dieses Ziel wichtig ist – in meinem Fallbeispiel wäre die Überlegung notwendig, ob das Ziel nur für die Eltern von Nutzen ist oder ob dieses Ziel auch dem Kind etwas bringt.
In meinem Fallbeispiel möchte ich erreichen, daß das Kind nicht mehr so oft Wutanfälle bekommt und das Kind gleichzeitig merkt, daß es durch „akzeptierbare“ Verhaltensweisen seine eigenen Bedürfnisse befriedigen kann.
Dies müßte das Verhältnis zwischen den Eltern und dem Kind entspannen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung

2. Das Konzept der Verhaltensmodifikation

2.1 Klassische Konditionierung

2.2 Operantes Konditionieren

2.3 Verstärkerprogramme

2.4 Der Faktor Zeit

2.5 Verstärkerarten

2.5.1 Primäre und sekundäre Verstärkung

2.5.2 Kontinuierliche und intermittierende Verstärker

3. Interventionsmöglichkeiten

4. Fallbeispiel Annica

5. Diagnose des Fallbeispiels Annica auf der Basis des Konzeptes der Verhaltensmodifikation

6. Intervention

7. Beurteilung des Vorgehens und des Konzeptes

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Verhalten eines dreijährigen Kindes (Annica) anhand des Konzepts der Verhaltensmodifikation zu analysieren, zu verstehen und durch gezielte Maßnahmen positiv zu verändern. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie durch eine systematische Anwendung von Verstärkung und Löschung unerwünschte Wutanfälle reduziert und eine Entspannung der familiären Situation erreicht werden kann.

  • Grundlagen der klassischen und operanten Konditionierung
  • Analyse von Verstärkerprogrammen und deren Wirksamkeit
  • Diagnostik und Fallbeispielanalyse von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern
  • Methoden der Intervention, insbesondere Löschung und Gegenkonditionierung
  • Kritische Reflexion über die Grenzen und Anwendungsmöglichkeiten verhaltensmodifizierender Konzepte im pädagogischen Alltag

Auszug aus dem Buch

5. Diagnose des Fallbeispiels Annica auf der Basis der Verhaltensmodifikation:

Der erste Schritt zur Diagnose ist die Bestimmung der Kontingenzen. Man geht dabei von dem Grundschema der Verhaltensmodifikation aus.

sd -------- R ----------- C

„Sd“ ist der diskriminitive Stimulus, also die Randbedingung/die Situation, in der das Verhalten auftritt.

„R“ ist die Reaktion und „C“ sind die Konsequenzen.

Aus einer Situation folgt eine Reaktion und darauf folgt eine Konsequenz.

Bei Annica ist „sd“ also die Situation, in der das Verhalten auftritt. Bei ihr waren das die drei allgemeinen Situationen:

- etwas nicht tun wollen

- etwas unbedingt haben wollen

- etwas unbedingt tun wollen

In meinem Beispiel ist sd die "Zubettgeh - Situation".

„R“ wäre ihre Reaktion.

Also ihr schreien, ihr durch die Wohnung rennen, ihr Sachen durch die Gegend werfen. Ihre Reaktion auf das Schlafengehen ist demnach der Wutanfall.

Die Konsequenzen(= C) ist, daß die Mutter sie zurechtweist.

Diese Konsequenz ist für Annica eine positive Konsequenz, da sie damit genau das erreicht, was sie möchte.

Es wird also ein positiver Reiz hinzugefügt - sie erlangt damit die Aufmerksamkeit.

Für das Kind ist es also eine positive Konsequenze, da die Eltern auf ihr Verhalten entweder durch reden, schreien, Verbote oder gar Belohnungen für ein Aufhören reagieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung: Festlegung der Ziele zur Verhaltensänderung bei Annica durch Übersetzung in beobachtbare Verhaltensbegriffe.

2. Das Konzept der Verhaltensmodifikation: Darstellung der drei Grundannahmen sowie der theoretischen Modelle (klassische und operante Konditionierung).

3. Interventionsmöglichkeiten: Erläuterung der Methoden wie Löschung und Time-Out sowie der verschiedenen Verstärkerarten.

4. Fallbeispiel Annica: Vorstellung der Lebenssituation und der spezifischen Problematik der Wutanfälle bei der dreijährigen Annica.

5. Diagnose des Fallbeispiels Annica auf der Basis des Konzeptes der Verhaltensmodifikation: Anwendung des Grundschemas (sd-R-C) auf die Zubettgeh-Situation zur Identifikation der aufrechterhaltenden Bedingungen.

6. Intervention: Konkreter Plan zur Gegenkonditionierung durch Ignorieren der Wutanfälle bei gleichzeitigem positiven Verstärken von erwünschtem Verhalten.

7. Beurteilung des Vorgehens und des Konzeptes: Reflexion über die Schwierigkeiten der Durchführung, die erzielten Ergebnisse und den Vergleich mit anderen pädagogischen Ansätzen.

Schlüsselwörter

Verhaltensmodifikation, Operante Konditionierung, Klassische Konditionierung, Wutanfälle, Verstärkerprogramme, Löschung, Gegenkonditionierung, Erziehung, Kindliche Entwicklung, Intervention, Aufmerksamkeit, Fallbeispiel, Pädagogik, Lernmodelle, Verhaltensänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung psychologischer Lerntheorien, speziell der Verhaltensmodifikation, um die Wutanfälle eines dreijährigen Kindes bei alltäglichen Situationen wie dem Schlafengehen zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die operante Konditionierung, verschiedene Verstärkerprogramme, die Analyse von Reiz-Reaktions-Kontingenzen und Methoden zur Verhaltensänderung in der Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Reduktion der Wutanfälle des Kindes durch eine gezielte Verhaltensanalyse und die konsequente Anwendung verhaltensmodifizierender Maßnahmen, um eine entspanntere Eltern-Kind-Beziehung zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der Gegenkonditionierung angewandt, welche die Löschung unerwünschten Verhaltens durch Nicht-Reagieren mit der gleichzeitigen Verstärkung erwünschter Verhaltensweisen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den konkreten Fall "Annica", erhebt die Grundrate der Wutanfälle und dokumentiert den Interventionsprozess über einen Zeitraum von neun Wochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Verhaltensmodifikation, Gegenkonditionierung, operante Konditionierung, positive Verstärkung und pädagogische Intervention beschreiben.

Wie reagieren die Eltern im Fallbeispiel zunächst falsch?

Die Eltern reagierten anfangs auf die Wutanfälle mit Schimpfen, Drohungen oder Reden, wodurch sie dem Kind unbewusst die gewünschte Aufmerksamkeit schenkten und das Fehlverhalten dadurch stabilisierten.

Warum ist das "Nicht-Reagieren" für die Eltern so schwierig?

Das Ignorieren des Verhaltens ist schwer durchzuhalten, da es besonders zu Beginn der Intervention zu einer Intensivierung der Wutanfälle führt und eine hohe emotionale Belastung für die Eltern darstellt.

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Details

Title
Verhaltensmodifikation
College
University of Paderborn  (Pädagogik)
Course
Vorlesung: Hauptkonzepte der Erziehungswissenschaft
Grade
2
Author
Sabine Neumann (Author)
Publication Year
1999
Pages
24
Catalog Number
V6874
ISBN (eBook)
9783638143462
Language
German
Tags
Verhaltensmodifikation VT Verhaltenstherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Neumann (Author), 1999, Verhaltensmodifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6874
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