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Kennzahlen als Instrument zur Steuerung des Produktionsbereichs

Title: Kennzahlen als Instrument zur Steuerung des Produktionsbereichs

Term Paper , 2006 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian Steiner (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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„Die Atome des Controllings sind die Kennzahlen. Daraus werden Controllinginstrumente, nämlich Kennzahlensysteme gebaut. […] Ohne Kennzahlen gibt es kein Controlling! Gleichgültig ob man Budgets überwacht, Projekte steuert […], letztendlich geht es immer um Kennzahlen“

In der Praxis sind Kennzahlen weit verbreitet und zählen zum Standard-Instrument der Controller. Die dominierenden finanziellen Kennzahlen, z.B. Umsatz und Kostenkennzahlen, werden zunehmend durch nichtfinanzielle Kennzahlen, z.B. Auslastungsgrad der Kapazitäten oder kundenbezogene Kennzahlen, ergänzt.
Der Produktionsbereich ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl vernetzter Einzelvorgänge. Aufgrund der komplexen Zusammenhänge in der Produktion er gibt sich, dass für eine zielorientierte Steuerung der Produktion, Informationen in Form eindeutiger und exakt formulierter Größen benötigt werden. Die notwendige Informationsbeschaffung ist Aufgabe der Kennzahlen. Durch Auswahl, Vergleich und Auswertung der Kennzahlen gewinnt die Unternehmensführung diese notwendigen Informationen. Doch es gibt immer wieder Aussagen aus der Praxis, die dem Einsatz von Kennzahlen im Produktionsbereich kritisch gegenüber stehen. „Betriebliche Kennzahlen zu ermitteln ist der erste Schritt. Betriebliche Kennzahlen auszuwerten ist der schwierigste Schritt. Praktische Konsequenzen daraus zu ziehen ist der wichtigste Schritt.“ Probst beispielsweise übt dahingehend Kritik, dass es zwar eine Menge an Kennzahlen gibt, aber die, die unbedingt gebraucht werden sind nicht dabei.
Diese Arbeit soll die Anwendungsvoraussetzungen für die Verwendung der Kennzahlen als Steuerungsinstrument aufzeigen. Anhand einiger beispielhafter Kennzahlen aus dem Produktionsbereich soll gezeigt werden, inwieweit Kennzahlen wirkliche Multitalente für das Unternehmen und speziell in der Produktion darstellen, und welche Fülle an Daten sie liefern können. Es wird der Frage nachgegangen, welche Kennzahlen aus dem schier unendlichen Angebot die sinnvollen für den Produktionsbereich sind. Abschließend werden Gefahren und mögliche Fehler beim Umgang mit Kennzahlen offen gelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe der Produktion

2.1 Produktion

2.2 Produktionswirtschaft

2.3 Produktionsmanagement

2.4 Produktionscontrolling

3. Der Kennzahlenbegriff in der Literatur

3.1 Kennzahlen

3.1.1 Arten von Kennzahlen

3.1.2 Funktionen von Kennzahlen

3.1.3 Anforderungen an Kennzahlen

3.2 Kennzahlensysteme

4. Kennzahlen im Produktionsbereich

4.1 Klassifikationen der Produktionskennzahlen in Kennzahlensysteme

4.2 Kennzahlen im Input-Output-Modell

4.2.1 Kennzahlen bezogen auf den Input (Produktionsfaktoren)

4.2.1.1 Verbrauchsbezogene Kennzahlen

4.2.1.2 Gebrauchsbezogene Kennzahlen

4.2.2 Kennzahlen bezogen auf den Transformationsprozess (Troughput)

4.2.3 Kennzahlen bezogen auf das Produktionsergebnis (Output)

4.2.4 Kennzahlen bezogen auf die Input-Output-Analyse

5. Kennzahlen als Steuerungsinstrument im Produktionsbereich

5.1 Produktionssteuerung

5.2. Steuerung durch Kennzahlenvorgabe

5.3 Steuerung durch Kennzahlenvergleich (Kontrolle)

5.4. Kennzahlensteuerung im Input-Output-Modell

6. Fazit: Vor- und Nachteile der Kennzahlenanwendung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendungsvoraussetzungen von Kennzahlen als Steuerungsinstrument innerhalb des Produktionsbereichs. Dabei wird analysiert, inwieweit Kennzahlen eine zielorientierte Steuerung unterstützen, welche Daten sie liefern können und mit welchen methodischen Ansätzen (insbesondere dem Input-Output-Modell) sie sinnvoll für die Unternehmensführung selektiert und eingesetzt werden können, unter gleichzeitiger Berücksichtigung potenzieller Gefahren bei der Ermittlung und Anwendung.

  • Grundlagen der Produktion und des Produktionscontrollings
  • Strukturierung von Kennzahlen mittels Input-Output-Modell
  • Steuerungsfunktionen: Kennzahlenvorgabe und Soll-Ist-Vergleiche
  • Methodik der Kennzahlenbildung und -anwendung
  • Kritische Analyse von Fehlern und Grenzen des Kennzahleneinsatzes

Auszug aus dem Buch

4.2.1.2 Gebrauchsbezogene Kennzahlen

Produktionsanlageneinsatz

■ Die Kennzahl des Maschinenstundensatzes hat das Ziel, die Kosten zu ermitteln, die pro Stunde Laufzeit an einer Maschine anfallen. Berücksichtigung finden hierbei nur die Kosten, die der jeweiligen Maschine direkt zuordenbar sind. Hierbei werden die maschinenabhängigen Kosten von den Fertigungsgemeinkosten getrennt.

Die Maschinenkosten setzen sich zusammen aus den kalkulatorischen Abschreibungen KA, kalkulatorischen Zinsen KZ, Instandhaltungskosten KI, Raumkosten KR und den Energiekosten KE.

Maschinenstundensatz = (KA + KZ + KI + KR + KE) / Maschinenlaufzeit in Stunden

Die Maschinenstundensatzrechnung findet ihre Anwendung speziell bei Produkten, die maschinenintensiv hergestellt werden. Das heißt, die meisten Kosten fallen durch die Bearbeitung auf einer oder mehrerer Maschinen an.

■ Aus dem Kreis der Opportunitätskosten (Leerkosten durch ungenutzte Kapazitäten) sind nachfolgend die Rüstkosten aufgeführt, die aus Sicht der Produktion als (durchaus) elementar angesehen werden. Kommt es in der Produktion zu einem Wechsel von einer zu produzierenden Sorte auf eine andere, fallen Kosten an. Der Enzyklopädie folgend, entstehen diese Rüstkosten durch die „Durchführung der Umrüstung“ der Maschinen. Die Rüstkosten setzen sich zum Beispiel zusammen aus den Umstellungskosten (Löhne, Material), Reinigungskosten, Anlaufkosten (Probelauf), Produktionsausfallkosten, Transportkosten und den Verwaltungskosten. Die Rüstkosten sind mit dem zugeordneten Kostensatz zu bewerten. Eine Berechnung der Rüstkosten kann mit folgender Formel erfolgen:

Rüstkosten = Maschinenstundensatz x Rüstzeit (Stillstandzeit)

Neben diesen Rüstkosten gehören auch die Instandhaltungskosten und Störkosten, hervorgerufen durch Materialmangel oder Energieversorgungsproblemen, zu den Opportunitätskosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz von Kennzahlen für ein effektives Controlling und umreißt die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit, Kennzahlen als Steuerungsinstrument im Produktionsbereich zu untersuchen.

2. Grundbegriffe der Produktion: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem die Begriffe Produktion, Produktionswirtschaft, Produktionsmanagement und Produktionscontrolling definiert und abgegrenzt werden.

3. Der Kennzahlenbegriff in der Literatur: Dieses Kapitel erläutert den Kennzahlenbegriff, klassifiziert Arten von Kennzahlen, beschreibt deren Funktionen sowie Anforderungen und führt in den Nutzen von Kennzahlensystemen ein.

4. Kennzahlen im Produktionsbereich: Hier erfolgt eine tiefergehende Untersuchung von Produktionskennzahlen anhand verschiedener Klassifikationen und speziell nach dem Input-Output-Modell (Input, Transformationsprozess, Output und Analyse).

5. Kennzahlen als Steuerungsinstrument im Produktionsbereich: Das Kapitel behandelt die praktische Anwendung von Kennzahlen zur Steuerung, differenziert zwischen Planungsvorgabe und Soll-Ist-Kontrolle und verdeutlicht dies anhand des Input-Output-Modells.

6. Fazit: Vor- und Nachteile der Kennzahlenanwendung: Abschließend werden die Grenzen und typischen Fehlerquellen bei der Bildung und Anwendung von Kennzahlen reflektiert und eine schrittweise Implementierung als Vision für Unternehmen hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Produktion, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Produktionscontrolling, Input-Output-Modell, Durchlaufzeit, Rüstkosten, Kapazitätsauslastung, Wirtschaftlichkeit, Produktivität, Produktionsmanagement, Soll-Ist-Vergleich, Prozessoptimierung, Qualitätskosten, Fehlerquellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Kennzahlen als Werkzeug zur Steuerung und Kontrolle innerhalb der industriellen Produktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Kennzahlen, deren Klassifizierung, die Anwendung im Rahmen des Input-Output-Modells sowie die praktische Nutzung zu Planungs- und Kontrollzwecken.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Anwendungsvoraussetzungen aufzuzeigen und zu analysieren, wie Kennzahlen als wirksame Steuerungsinstrumente zur Verbesserung der Produktionsleistung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse und Systematisierung durchgeführt, die Kennzahlen primär entlang des betriebswirtschaftlichen Input-Output-Modells strukturiert und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung und Kategorisierung spezifischer Produktionskennzahlen sowie deren praktische Verwendung im Produktionscontrolling.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Produktion, Kennzahlensysteme, Kapazitätsauslastung, Wirtschaftlichkeit, Durchlaufzeit und Produktionscontrolling.

Wie werden Rüstkosten in der Arbeit definiert und berechnet?

Rüstkosten entstehen bei der Umstellung der Produktion auf eine andere Sorte und werden als Produkt aus dem Maschinenstundensatz und der Rüstzeit berechnet.

Warum wird das Input-Output-Modell zur Strukturierung genutzt?

Das Modell ermöglicht eine logische Einteilung der komplexen Produktionsvorgänge in Input, Transformation und Output, was die Identifikation und Zuordnung steuerungsrelevanter Kennzahlen erleichtert.

Welche Probleme werden im Fazit bezüglich des Kennzahleneinsatzes genannt?

Das Fazit benennt Fehlerquellen bei der Bildung (z.B. Formelfehler) und bei der Anwendung (z.B. isolierte Interpretation, Zahlengläubigkeit) als zentrale Herausforderungen.

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Details

Title
Kennzahlen als Instrument zur Steuerung des Produktionsbereichs
College
Leipzig University of Applied Sciences
Course
Produktionswirtschaft
Grade
1,7
Author
Florian Steiner (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V68814
ISBN (eBook)
9783638611510
ISBN (Book)
9783638818117
Language
German
Tags
Kennzahlen Instrument Steuerung Produktionsbereichs Produktionswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Steiner (Author), 2006, Kennzahlen als Instrument zur Steuerung des Produktionsbereichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68814
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