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Fotografische Abbildungstechniken in der Medizin - Die Veränderung des Blicks durch die Fotografie

Title: Fotografische Abbildungstechniken in der Medizin - Die Veränderung des Blicks durch die Fotografie

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Magistra Artium Claudia Kunze (Author)

Communications - Media History
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In meinen Ausführungen fotografischen Abbildungstechniken in der Medizin und die damit verbundene Änderung des Blickes möchte ich einen Eindruck geben in die wichtigen Veränderungen, die die Fotografie nicht nur auf gesellschaftlich-sozialer Ebene, sondern auch im Bereich der Medizin verursacht hat. Das erste inhaltliche Kapitel beschäftigt sich dann auch mit den allgemeineren, gesellschaftlichen Auswirkungen der Entwicklung und Anwendung der Fotografie. So reiht sich das neue Medium der Fotografie und die damit verbundene Veränderung der Wahrnehmung nahtlos in die menschlichen Bestrebungen nach Grenzüberschreitung ein. Wollte man zunächst den Horizont als Ende des Sichtfeldes nicht als Grenze akzeptieren und versuchte bestehende geografische Gegebenheiten wie beispielsweise Berge zu nutzen, um den eigenen Horizont zu erweitern, so wurden im 19. Jahrhundert eine Vielzahl von Aussichtstürmen konstruiert oder sogar Ballonfahrten unternommen wobei man völlig unabhängig von natürlichen oder künstlichen Aussichtsplattformen war und so seinen persönlichen Horizont erweitern konnte (vgl. Scheurer, 1987, S. 55).
Im dritten Kapitel liegt der Fokus dann auf den Anwendungsbereichen der Fotografie in der Medizin, wobei auch verwandte bildgebende Verfahren berücksichtigt werden und auf verschiedene speziell-medizinische Anwendungsmöglichkeiten der Fotografie eingegangen wird. Die Endoskopie und die Röntgenstrahlen wären Beispiele dafür. Es wird mit Hilfe technischer Möglichkeiten ein Einblick in Gebiete gegeben, die dem menschlichen Blick verborgen bleiben und nur einem noch erlauchteren Kreis als wirkliches bzw. direkt übermitteltes Erlebnis vorbehalten sind.
Im vierten Kapitel geht es dann hauptsächlich um die unterschiedlichen Funktionen, die eine Fotografie übernehmen kann, also um die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Mit einer Bewertung der Fotografie in der Medizin und einem anschließenden Fazit findet diese Hausarbeit ihren Abschluss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fotografie im Alltag – Veränderung der Wahrnehmung

3. Fotografie in der Medizin

3.1. Spezielle fotografische Techniken in der Medizin: Endoskopie

3.2. Spezielle fotografische Techniken in der Medizin: Röntgenfotografie

3.3. Medizinische Anwendungen der klassischen Fotografie

4. Funktionen der Fotografie in der Medizin

4.1. Dokumentation

4.2. Instruktion

4.3. Kommunikation

4.4. Illustration

5. Bewertung der Fotografie in der Medizin

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Fotografie auf die Wahrnehmung, mit besonderem Fokus auf deren transformierende Rolle im medizinischen Bereich. Ziel ist es, den historischen Wandel vom rein dokumentarischen Instrument hin zu einem unverzichtbaren medizinischen Hilfsmittel aufzuzeigen, welches den Blick des Arztes grundlegend verändert hat.

  • Wandel der menschlichen Wahrnehmung durch Fotografie
  • Spezielle bildgebende Verfahren: Endoskopie und Röntgen
  • Dokumentations- und Kommunikationsfunktionen im medizinischen Alltag
  • Der Wandel der Arzt-Patient-Interaktion durch mediale Vermittlung
  • Kritische Bewertung der Objektivität und Authentizität fotografischer Aufnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1. Spezielle fotografische Techniken in der Medizin: Endoskopie

Die Geschichte der Endoskopie reicht bis an den Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Der Arzt Philipp Bozzini konstruierte ein Art Spekulum, was mit einer besonders stark brennenden Wachskerze versehen war, um durch die menscheigenen Körperöffnungen in die entsprechenden Hohlräume schauen zu können. 1867 wurde die Diaphanoskopie eingeführt, wobei man mit galvanischem Licht, d.h. Licht ohne Wärmeentwicklung, in die menschlichen Hohlräume schauen konnte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden dann medizinisch brauchbare Apparaturen wie beispielsweise das Rektoskop und das Bronchoskop, jeweils benannt nach dem Hohlraum für das es bestimmt war, entwickelt (vgl. Tutzke, 1983, S. 133f).

Im Laufe der Zeit wurde die Endoskopie aufgrund ihrer vielen Vorteile für die Medizin weiterentwickelt und so versteht man heutzutage nicht mehr nur das Spekulum, welches den direkten Einblick in bestehende Hohlräume des menschlichen Körpers erlaubt. Vielmehr sind es heutzutage biegsame, rohrförmige Spezialobjektive, die z.T. nur noch einen Durchmesser von 0,5 Millimetern haben, die Nahaufnahmen aus dem Inneren des menschlichen Körpers machen können (vgl. Henninges, 1994, S. 120). Die direkte Einsicht geht dabei allerdings verloren, denn auch wenn die Foto- bzw. Videoaufnahmen direkt aus dem Körperinneren kommen, sind sie dennoch nur über einen Bildschirm vermittelt und informieren den durchführenden Arzt über den inneren Zustand bzw. über den Verlauf der Operation. Die heutigen Endoskope bestehen aus biegsamen Glasfaserbündeln, die zum einen Kaltlicht ins innere des Körpers leiten und zum anderen einwandfreie Bilder aus dem Inneren nach außen schicken (vgl. Conradt, 1997, S. 71).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Hausarbeit ab und erläutert die thematische Fokussierung auf die mediale Geschichte des Körpers und die Rolle der Fotografie.

2. Fotografie im Alltag – Veränderung der Wahrnehmung: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel durch das Medium Fotografie und wie dieses die menschliche Raum- und Zeitwahrnehmung beeinflusst hat.

3. Fotografie in der Medizin: Es werden spezifische technische Verfahren wie Endoskopie und Röntgenfotografie vorgestellt, die einen Einblick in verborgene Körperbereiche ermöglichen.

4. Funktionen der Fotografie in der Medizin: Hier werden die praktischen Anwendungszwecke wie Dokumentation, Instruktion, Kommunikation und Illustration im medizinischen Alltag detailliert dargelegt.

5. Bewertung der Fotografie in der Medizin: Dieser Abschnitt reflektiert die Objektivität der Fotografie und den Wandel der medizinischen Fotografie von einem ästhetischen zu einem sachlich-faktischen Medium.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die fundamentale Bedeutung der Fotografie für das heutige Weltbild und den medizinischen Fortschritt.

Schlüsselwörter

Fotografie, Medizin, Wahrnehmung, Endoskopie, Röntgenfotografie, Dokumentation, Bildgebung, Medizingeschichte, Körper, Minimal-invasive Chirurgie, Patient, Diagnose, Aufnahmetechnik, Objektivität, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Mediengeschichte des Körpers und untersucht, wie die Fotografie die medizinische Praxis und die menschliche Wahrnehmung seit dem 19. Jahrhundert verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Fototechnik, die Entwicklung der Endoskopie und Röntgentechnik sowie die verschiedenen Funktionen des Mediums in der medizinischen Diagnostik und Dokumentation.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich der medizinische Blick auf den menschlichen Körper durch die Einführung fotografischer Abbildungsverfahren gewandelt hat und welche Auswirkungen dies auf die medizinische Praxis hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Literaturarbeit, die mediengeschichtliche Quellen auswertet und theoretische Ansätze zur Wahrnehmungsgeschichte auf medizinische Anwendungsfelder überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Alltagswahrnehmung durch Fotografie, spezifische technische Verfahren im medizinischen Bereich sowie die vier Hauptfunktionen der medizinischen Fotografie: Dokumentation, Instruktion, Kommunikation und Illustration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Medizinische Fotografie, Wahrnehmungswandel, Endoskopie, Röntgenfotografie, Dokumentation und Medizingeschichte.

Inwiefern hat die Fotografie den Arztberuf beeinflusst?

Die Fotografie hat den Blick des Arztes verändert: Weg vom unmittelbaren Betrachten des Patienten hin zur Analyse vermittelter Bilder, etwa durch Bildschirme bei endoskopischen Eingriffen.

Was ist das Besondere an der medizinischen Fotografie im Vergleich zur Kunstfotografie?

Im Gegensatz zur künstlerischen Fotografie liegt der Fokus der medizinischen Fotografie primär auf der Sachlichkeit, der Informationsdichte und der reproduzierbaren Dokumentation, nicht auf der ästhetischen Gestaltung.

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Details

Title
Fotografische Abbildungstechniken in der Medizin - Die Veränderung des Blicks durch die Fotografie
College
University of Potsdam
Grade
2,3
Author
Magistra Artium Claudia Kunze (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V68848
ISBN (eBook)
9783638611749
Language
German
Tags
Fotografische Abbildungstechniken Medizin Veränderung Blicks Fotografie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Claudia Kunze (Author), 2006, Fotografische Abbildungstechniken in der Medizin - Die Veränderung des Blicks durch die Fotografie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68848
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