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Scheidungsursachen - Wandel, Faktoren, Effekte

Title: Scheidungsursachen - Wandel, Faktoren, Effekte

Term Paper , 2003 , 27 Pages

Autor:in: Magistra Artium Claudia Kunze (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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In dieser Hausarbeit werde ich zunächst auf die Entwicklung der Scheidungszahlen in Deutschland eingehen und einen Vergleich mit Scheidungsraten aus dem restlichen Europa ziehen. Dann soll es um die Aussagefähigkeit von Scheidungsraten gehen, welche Angaben sie beinhalten und welche nicht.
Um allgemeine gesellschaftliche Trends und Entwicklungen in der Bevölkerung, die Auswirkungen auf die Scheidungsraten haben, soll es in dem dritten Abschnitt gehen. Dabei werde ich besonders auf die Unterschiede der Entwicklungen in der ehemaligen DDR und der frühen Bundesrepublik eingehen.
Der vierte Abschnitt ist den soziodemographischen Faktoren gewidmet. Hier wird eine Auswahl der das Scheidungsrisiko beeinflussenden soziodemographischen Faktoren auf ihre Effekte geprüft und nach eventuell unterschiedlichen Auswirkungen und Relevanz in der ehemaligen DDR und der frühen Bundesrepublik dargestellt.
Subjektive Scheidungsursachen aus Sicht der Geschiedenen sind Gegenstand des fünften Abschnittes. Den Abschluss bildet der Ausblick auf eine mögliche zukünftige Entwicklung der Scheidungszahlen im sechsten Kapitel.
Alle Angaben und Aussagen beziehen sich nur auf das Scheidungsrisiko von Erst-Ehen. Zweit-Ehen bleiben aufgrund des Umfanges der Thematik weitestgehend unberücksichtigt. Generell ist jedoch festzuhalten, dass bei Zweit-Ehen aufgrund der schlechteren Ausgangsbedingungen das Scheidungsrisiko grundsätzlich höher als bei Erst-Ehen ist.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Scheidungszahlen

2.1 Deutschland im westeuropäischen Vergleich

2.2 Kritik an der Aussagefähigkeit von Scheidungsziffern

3 Allgemeine Trends und gesellschaftliche Entwicklung

4 Soziodemographische Faktoren

4.1 Heiratsalter

4.2 Ehedauer

4.3 Konfession

4.4 Wohnortgröße

4.5 Kinderzahl

4.6 Soziale Schicht

4.7 Einkommen

4.8 Bildungsniveau

4.9 Berufsposition

4.10 Intergenerationale Transmission

4.11 Kalendarischer Zeitablauf

4.12 Lebensführung und Persönlichkeit

5 Subjektive Scheidungsgründe

6 Schluss und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Ursachen von Ehescheidungen und analysiert, welche soziodemographischen Faktoren die Stabilität einer Ehe maßgeblich beeinflussen, um ein besseres Verständnis für das Scheidungsrisiko in Deutschland zu gewinnen.

  • Historische Entwicklung der Scheidungszahlen in Deutschland
  • Kritische Reflexion der Aussagekraft von Scheidungsstatistiken
  • Einfluss soziostruktureller Veränderungen auf die Ehestabilität
  • Analyse soziodemographischer Einflussfaktoren (z.B. Heiratsalter, Einkommen, Kinderzahl)
  • Betrachtung subjektiver Scheidungsgründe aus Sicht der Betroffenen

Auszug aus dem Buch

4.1 Heiratsalter

Das Heiratsalter scheint eine große Bedeutung für die Scheidungswahrscheinlichkeit zu haben. So ist festzustellen, dass Frühehen eine besonders hohe Scheidungshäufigkeit aufweisen. Unter Frühehen werden Ehen verstanden, in denen mindestens einer der Ehepartner jünger als 20 Jahre ist. Diese hohe Scheidungswahrscheinlichkeit führt man darauf zurück, dass die frühe Trennung von der Herkunftsfamilien auch wirtschaftlich eine enorme Belastung für die junge Ehe darstellt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch, dass die Entwicklung der Persönlichkeit zu solch einem frühen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist und es daher – im Verlauf der Zeit – zu Problemen kommen kann z.B. können sich die Ehepartner gänzlich gegensätzlich entwickeln und dann das Gefühl haben nicht mehr zueinander zu passen (vgl. Klein 1995, S. 78; vgl. Fooken, Lind 1995, S. 86). Hinzu kommen die vielen Veränderungen und Ereignisse denen die Ehe standhalten muss (wie Jobwechsel o.ä.), das wird Thema im Abschnitt 4.12 sein. Allerdings stellt Klein (1995) fest, dass gerade die Frühehen nach einer Ehedauer von 12 bis 13 Jahren, wenn sie die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden haben, die stabileren Ehen sind (vgl. Klein 1995, S. 83). Die Risiken, die eine Frühehe mit sich bringt, scheinen also nur von vorübergehender Dauer zu sein.

Weiterhin steigt das Scheidungsrisiko, wenn zwischen den Ehepartnern eine große Altersdifferenz besteht. Die – statistisch gesehen – günstigsten Voraussetzungen für eine große Ehestabilität sind gegeben, wenn die Braut zwischen 21 und 25 Jahren, der Bräutigam zwischen 26 und 30 Jahren ist, oder beide ein Alter von 20 haben (vgl. Rottleuthner-Lutter 1989, S. 609f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin legt die Motivation für ihre Arbeit dar und erläutert die Zielsetzung, die Scheidungsursachen und stabilisierenden Faktoren einer Ehe zu untersuchen.

2 Entwicklung der Scheidungszahlen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Anstieg der Ehescheidungen seit 1888 und analysiert historische sowie rechtliche Einflussfaktoren.

3 Allgemeine Trends und gesellschaftliche Entwicklung: Hier werden gesellschaftliche Wandlungsprozesse betrachtet und deren Auswirkungen auf die Bedeutung der Ehe in der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik verglichen.

4 Soziodemographische Faktoren: Dieser zentrale Teil analysiert systematisch verschiedene Faktoren wie Heiratsalter, Ehedauer, Konfession, Kinderzahl und Einkommen hinsichtlich ihres Einflusses auf das Scheidungsrisiko.

5 Subjektive Scheidungsgründe: Das Kapitel beleuchtet die individuellen Scheidungsgründe aus Sicht der Betroffenen und stellt Unterschiede zwischen Männern und Frauen heraus.

6 Schluss und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Einflussfaktoren und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Scheidungsraten.

Schlüsselwörter

Ehescheidung, Scheidungsrisiko, Ehestabilität, Soziodemographische Faktoren, Heiratsalter, Ehedauer, Kinderzahl, Soziale Schicht, Einkommen, Bildungsniveau, DDR, Bundesrepublik, Scheidungsgründe, Familienforschung, Wertewandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Ursachen für Scheidungen und identifiziert Faktoren, die die Stabilität einer Ehe in Deutschland positiv oder negativ beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung der Scheidungszahlen, den Einfluss soziodemographischer Faktoren sowie eine Gegenüberstellung von Scheidungsentwicklungen in der ehemaligen DDR und der frühen Bundesrepublik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzudecken, welche Ursachen eine Scheidung haben kann und welche Faktoren die Ehestabilität beeinflussen, um daraus Erkenntnisse zur Verringerung des Scheidungsrisikos zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse soziologischer Forschungsergebnisse und statistischer Daten zur Familien- und Scheidungsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den allgemeinen Trends ausführlich soziodemographische Faktoren wie Heiratsalter, Ehedauer, Kinderzahl, Bildung und Berufsposition detailliert auf ihren Einfluss auf die Ehe analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ehescheidung, Scheidungsrisiko, Ehestabilität, soziodemographische Faktoren, Wertewandel und Familienforschung.

Warum wird in der Arbeit zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik unterschieden?

Die Unterscheidung ist notwendig, da die unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, wie etwa die staatliche Kinderbetreuung in der DDR oder die Rolle der Ehe als Institution, zu signifikant anderen Scheidungsentwicklungen führten.

Was besagt das sogenannte "Glick-Modell" oder der "Glick-Effekt"?

Der Glick-Effekt beschreibt den Zusammenhang, dass Ehen ein besonders hohes Scheidungsrisiko aufweisen, wenn mindestens einer der Partner die schulische Laufbahn vorzeitig abgebrochen hat.

Welche Rolle spielt Stress laut der Arbeit für die Ehestabilität?

Stress wird als einer der wichtigsten destabilisierenden Faktoren identifiziert, da er zu einer Verringerung der Zeit für den Partner führt und die Kommunikationsfähigkeiten sowie das gegenseitige Verständnis negativ beeinträchtigen kann.

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Details

Title
Scheidungsursachen - Wandel, Faktoren, Effekte
College
University of Potsdam
Author
Magistra Artium Claudia Kunze (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V68849
ISBN (eBook)
9783638611756
ISBN (Book)
9783638890977
Language
German
Tags
Scheidungsursachen Wandel Faktoren Effekte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Claudia Kunze (Author), 2003, Scheidungsursachen - Wandel, Faktoren, Effekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68849
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