Tiepolo - das Martyrium des Heiligen Bartholomäus


Referat (Handout), 2002

14 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhalt

Tiepolo - Lebenslauf Zeitbezug

Bildbeschreibung

Legende des Hl. Bartholomäus

Vergleiche/Bildbeispiele(Ribera/Veronese/Plastination)

Interpretation

Zusammenfassung

Begrifferklärung Fresko/Tenebristen

Giovanni Battista (Giambattista) Tiepolo

Ich darf über Giovanni Battista oder auch Giambattista Tiepolo referieren.

Ein Künstler, welcher zur Zeit der Gegenreformation, der katholischen Kirche, also im Barock lebte. Er zählt als letzter großer Maler und Dekorateur dieser Zeit.

Er ist bekannt dafür, dass er seine illusionistischen Gestaltungskon-zepte und freundlichen Farben, den Konzepten seiner Auftraggeber anzupassen vermochte.

Am 5. März 1696 wurde er als Sohn von Domenico Tiepolo und Orsetta Marangon in Venedig geboren.

Sein Vater, welcher Kaufmann war verstarb jedoch schon ein Jahr nach seiner Geburt[1].

1719 heiratet er Cecilia Guardi, Schwester der Maler Francesco und Gianantonio Guardi. Aus der Ehe gehen neun Kinder hervor, von denen die Brüder Giandomenico und Lorenzo später zu den wichtigsten Mitarbeitern des Vaters werden sollen.

Leider konnte ich keine weiteren Familienumstände finden und kann somit auch nicht begründen, wieso er sich der Kunst zuwandt und nicht zum Beispiel Kaufmann wurde. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er um ein solch umfangreiches Werk zu schaffen Motivationsgründe brauchte.

Mit 16 begann er seine Lehre als Maler bei Gregorio Lazzarini, einem damals recht bekannten Maler, der ihn in Mythologie, Historie und den bildnerisch- technischen Grundlagen unterrichtet.

Zehn Jahre später taucht sein Name erstmals in Fraglia auf, was heißt, das er jetzt offiziell anerkannter Maler ist.

Doch schon in den Lehrjahren entstehen verschiedene Bilder. Unter anderem kopierte er einige Werke von Künstlern des 16. Jahrhunderts in Radierungen für die Strichsammlung Domenico Lavisas, die 1717 erscheint. Des weiteren beteiligt sich Tiepolo in der Kirche San Maria di Derrelitti mit Propheten- und Apostel-darstellungen. Diese und die Opferung des Isaak gelten als seine frühesten erhaltenen Werke.

Zu seinen Vorbildern zählt man die Tenebristi, Maler , die nach Carravaggio , die starken Kontraste, die zunächst erst in grafischen Darstellungen vorkamen, benutzten um die Ausdrucksstärke ihrer Bilder zu erhöhen und Körper skulptural auszuformen.(nach Carravaggio Hell-Dunkelmalerei) Für ihn galten Giambattista Piazetta, Frederico Bencovich, seinen Lehrer Lazzarini und den in freundlicheren Farben malenden Sebastiano Ricci zu seinen Vorbildern.

Darüber hinaus blickte Tiepolo auch auf das 17. Jahrhundert, zum Beispiel auf Lazzarinis Lehrer Salvator Rosa und über diesen hinaus auf Maler des 16. Jahrhunderts: Tizian, Tintoretto und vor allem Paolo Veronese. Zu einigen werde ich nachher noch Vergleiche ziehen.

Um 1722 wurden nach dem Testament des Patriziers Andrea Stanzio die 12 renommiertesten Maler Venedigs unter ihnen Sebastiano Ricci, Pellegrini, Antonio Balestra, Lazzarini und eben Tiepolo damit beauftragt in der Capelle San Stae, 12 Aposteldarstellungen zu gestalten. Tiepolo wurde mit dem Martyrium des Bartholomäus beauftragt . Auf diesen Auftrag werden wir später noch genauer eingehen.

Ab der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre wandte sich Tiepolo einer deutlich helleren Palette zu als seinerzeit die Tenebristen. Zwischen 1726 und 1729 stellte er ein weiteres wichtiges Werk, die Fresken im Patriarchenpalast in Udine fertig, welches zur Untermauerung der Legitimation des herrschenden Patriarchats dienen sollte, welches sich in heftiger kirchenpolitischer Auseinandersetzung mit Wien befand.

Tiepolo malt das Bild „Apelles malt Campaspe“. Und feiert damit sein Selbstbewusstsein als anerkannter Künstler am Ende seiner Lehrjahre.

1730 bis 1732 arbeitete Tiepolo in Mailand, danach kehrt er nach Venedig zurück.

Später wird er zum Direx ernannt.

Das hierzulande wohlberühmteste Werk seines Lebens wird in den Würzburger Jahren geschaffen, in denen er ab 1750 im Auftrag des Fürstbischofs von Creifenclau die Residenz mit Fresken, (Maltechnik in nassem Verputz) versah und damit sein Hauptwerk schuf.

Am 27. März 1770 stirbt Tiepolo, ohne noch einmal in seine Heimat zurückzukehren.[2]

Bildbeschreibung

Das Bild über das wir sprechen, ist ein Ölgemälde um 1722 (167x139cm) und es befindet sich in der Capelle san Stae in Venedig. Es ist ein Teil des Auftrags den der Patrizier Andrea Stanzio testa-mentarisch verfügt hat. Der Gesamtauftrag besteht aus zwölf Aposteldarstellungen, die von zwölf seinerzeit berühmtesten Malern Venedigs ausgeführt wurden. Vgl.: Giovanni Antonio Pellegrini. Kreuzigung des Hl. Andreas. Ganze Gruppen von Aposteldarstellungen haben Tradition, doch die Darstellungsweise dieses Auftrages unterscheidet sich von den anderen in dem Sinne, dass jeder der Apostel nicht stillstehend oder in einem büstenhaften Format, sondern in einem Schlüsselmoment seines Lebens dramatisch dargestellt wird.[3]

Thema des Bildes ist das Martyrium des Heiligen Bartholomäus sowie dessen Peiniger, die im Begriff sind den Mann zu häuten. Es gibt eine weitere Person, eine Frau am linken unteren Bildrand mit blauem Tuch und Lorbeerkranz um den Kopf - abwehrender Handhaltung.

[...]


[1] Tiepolo Chantal Eschenfelder

[2] Biografisches Bibliografisches Kirchenlexikon Verlag Traugott Bautz www.bautz.de/bbkl

[3] William L. Barcham

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Tiepolo - das Martyrium des Heiligen Bartholomäus
Hochschule
Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle
Note
2
Autor
Jahr
2002
Seiten
14
Katalognummer
V6885
ISBN (eBook)
9783638143578
Dateigröße
1604 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Giambattista Tiepolo Batholomäus Barock 1696 1750 Maler Malerei Fresko Öl Venedig San Stae
Arbeit zitieren
René Schäffer (Autor), 2002, Tiepolo - das Martyrium des Heiligen Bartholomäus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6885

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