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Das Prinzip der Lokalität in den russischen Essiv-Sätzen

Title: Das Prinzip der Lokalität in den russischen Essiv-Sätzen

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anton Reumann (Author)

Russian / Slavic Languages
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Inhalt


0. Einleitung S. 3

1. Syntaktische Grundlagen und Begriffe S. 3

2. Die Untersuchungsmethode S. 4

3. Das Prinzip „Lokalität“ S. 5
Die Lokalisator – Stelle im Essiv – Satz S. 6
Das Essiv – Verb S. 8
Das Essiv – Objekt S. 12
Zusammenfassung S. 13

4. Fazit S. 14

5. Quellen S. 15


0. Einleitung

Die russische Sprache als be - Sprache hat ein besonderes Prinzip des Ausdrucks gedanklicher Konstruktionen beziehungsweise Zustände. Sowohl in der Literatur- als auch in der Alltagssprache treten Sätze mit Anzeichen für dieses Ausdrucksprinzip auf. Es ist das Prinzip der „Lokalität“ – etwas wird, als an/in einem Ort befindlich, zu einem Ort zugehörend, ausgedrückt. Es scheint so, als ob das nichts besonderes wäre, jedoch ist dieses „Lokalitätsprinzip“ das in der russischen Sprache mit am meisten gebräuchliche Ausdrucksprinzip und bildet somit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber have – Sprachen . (Zum Beispiel: Er hat Gäste. [U nego gosti.})
So soll der Gegenstand dieser Arbeit dieses Phänomen der „Lokalisierung“, dessen Erscheinungsformen und dessen inhaltlicher Aspekt sein. Drücken Lokalitäten wirklich dieselben Verhältnisse aus, die in anderen Sprachen in weniger abstrakter Art ausgedrückt werden, oder liegt dem sprachlichen Ausdruck der Lokalität ein vollkommen anderes Welt – Konstrukt zugrunde? Die Fragewörter WAS und WIE bestimmen den Hauptteil der Arbeit, auf das WARUM soll im letzten Teil eingegangen werden. Jedoch sollen zuerst Begriffe und Grundlagen erörtert werden, mit denen in dieser Arbeit argumentiert werden soll, es soll geklärt werden, welcher Theorien sich hier bedient wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Syntaktische Grundlagen und Begriffe

2. Die Untersuchungsmethode

3. Das Prinzip „Lokalität“

Die Lokalisator – Stelle im Essiv – Satz

Das Essiv – Verb

Das Essiv – Objekt

Zusammenfassung

4. Fazit

5. Quellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit untersucht das Prinzip der „Lokalität“ in russischen Essiv-Sätzen, um zu ergründen, wie das Russische mittels räumlicher Konstruktionen Existenz ausdrückt und ob diesem Ausdruck eine spezifische Weltanschauung zugrunde liegt.

  • Analyse des Lokalitätsprinzips als zentrales Ausdrucksmittel der russischen Sprache.
  • Untersuchung der strukturellen und semantischen Komponenten: Lokalisator, Essiv-Verb und Essiv-Objekt.
  • Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Thema (Lokalität) und Rhema (Objekt).
  • Gegenüberstellung von delexikalisierten und lexikalisierten Essiv-Verben.
  • Diskussion möglicher historischer Einflüsse auf diese sprachliche Ausdrucksform.

Auszug aus dem Buch

Die Lokalisator – Stelle im Essiv - Satz

Lokalisatoren treten als echte Lokalisatoren (im Sinne von Ortsangaben, und im Folgenden als Lokalisatoren bezeichnet) und als Quasi-Lokalisatoren auf, beide erfüllen jedoch die gleiche Funktion im Satz. Es kann folgende semantische Unterscheidung angewendet werden: 1. „Fragment der Welt“ [V zale, Za Uralom] Struktur: Präposition + Adjektiv, Possesivpronomen, Pronominaladverbien + Nomen. 2. „äussere Mikrowelt des Menschen“ [Na nem, U nego] Struktur: Präposition + (Personal-)Pronomen, Adjektiv + Nomen, Eigennamen. 3. „innere Mikrowelt des Menschen“ (physisch/psychisch) [U vas, U twojego druga] Struktur: Präposition + (Personal-, Demonstrativ-)Pronomen. 4. „Welt, Teil der Welt, Abstrakta“ [V žizni, V prirode] Struktur: Präposition + Adjektive, Pronominaladverbien + Nomen.

Lokalisatoren können von zweierlei Art Bedeutung sein: 1. Persönliche Lokalisatoren: Sie benennen den Menschen, welcher Rhema der Satzaussage ist, und auf den sich das Objekt bezieht. U nich..., U nego..., U menja..., (Präposition mit Possesivpronomen oder Demanstrativpronomen), Na nem..., V nej..., ...u kotorogo... . (Denkbar ist jedoch auch, dass persönliche Lokalisatoren auch auf Gegenstände bezogen sein können, sie wären dann „gegenständliche Lokalisatoren“. Uvidel velosiped. Na nem byla interesnaja naklejka.) 2. Lokalisatoren der Ausdehnung: Sie bezeichnen zwar einen konkreten Ort in der Realen Welt, ermöglichen jedoch nur eine ungenaue Lokalisierung dessen. Sie treten meist mit Parameter-Adjektiven auf. Na dereve vorona. – Na vysokom, bol`šom, ogromnom dereve … . Sie treten jedoch immer mit Präpositionen auf.

Quasi-Lokalisatoren, die genauso immer in Verbindung mit Präpositionen auftreten, lassen sich auch nach ihrer Bedeutung in zwei große Gruppen unterteilen: 1. Produkte menschlichen (literarischen, künstlerischen, artistischen) Schaffens: Bei solchen bildet das Objekt einen Teil des Inhalts dieses Produktes. U romana..., V musyke..., V ego proizvedenijach… . 2. Ereignis, Erscheinung, Zustand: Hierbei spiegelt das Objekt einen Teilaspekt des abstrakten “Ortes”. V šume voln..., V zvuke jego golosa... .

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit führt in das russische Lokalitätsprinzip ein, welches Existenzzustände als ortsgebunden darstellt und die Sprache von sogenannten "have-Sprachen" abgrenzt.

1. Syntaktische Grundlagen und Begriffe: Es werden die logisch-semantischen Satzgrundlagen definiert, wobei der Satz als Einheit von Subjekt und Prädikat sowie Thema und Rhema betrachtet wird.

2. Die Untersuchungsmethode: Die methodische Vorgehensweise basiert auf einem logisch-semantischen Ansatz, der Sätze nach ihrem Bezug zur Realität und ihrer kommunikativen Funktion in drei Haupttypen gliedert.

3. Das Prinzip „Lokalität“: Dieses Kapitel detailliert die Interaktion zwischen Lokalisator, Essiv-Verb und Objekt und erläutert die Typologien der Lokalisatoren und Verben innerhalb dieser Konstruktionen.

Die Lokalisator – Stelle im Essiv – Satz: Untersuchung der semantischen und strukturellen Vielfalt von Lokalisatoren und Quasi-Lokalisatoren als thematischer Ankerpunkt.

Das Essiv – Verb: Analyse der Existenzverben und der Unterscheidung zwischen delexikalisierten und lexikalisierten Verben hinsichtlich ihrer prädikativen Funktion.

Das Essiv – Objekt: Darstellung der Rolle des Objekts, welches durch den Lokalisator in seinen Bestimmungsmöglichkeiten eingeschränkt oder charakterisiert wird.

Zusammenfassung: Synthese des Beeinflussungsmodells, in dem das Thema den Rahmen für die rhematischen Möglichkeiten des Satzes vorgibt.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Allgegenwart des Lokalitätsprinzips im Russischen und Reflexion über den möglichen Einfluss finno-ugrischer Sprachstrukturen.

5. Quellen: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Lokalitätsprinzip, Essiv-Satz, Russisch, Existenzverb, Thema-Rhema, Lokalisator, Quasi-Lokalisator, Objektklasse, Syntax, Logisch-semantischer Ansatz, Sprachvergleich, Linguistik, Grammatik, Semantik, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Prinzip der „Lokalität“ im Russischen, bei dem Existenzzustände strukturell als räumliche Gegebenheiten ausgedrückt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die syntaktische Struktur von Essiv-Sätzen, die Kategorisierung von Lokalisatoren und die differenzierte Verwendung von Existenzverben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen der „Lokalisierung“ in russischen Sätzen zu beschreiben und die semantischen Bedingungen zu identifizieren, unter denen dieses Prinzip angewendet wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet einen logisch-semantischen Ansatz, der Sätze als Ausdruck logischer Urteile begreift und diese in Thema und Rhema gliedert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Zerlegung der Essiv-Satz-Elemente: Lokalisatoren, Verben und Objekte, sowie deren wechselseitiger Beeinflussung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Lokalitätsprinzip, Essiv, Thema-Rhema-Gliederung, sowie die Unterscheidung zwischen delexikalisierten und lexikalisierten Verben.

Was unterscheidet delexikalisierte von lexikalisierten Verben in Essiv-Sätzen?

Delexikalisierte Verben dienen primär der Existenz-Anzeige, während lexikalisierte Verben zusätzlich eine charakterisierende Funktion in den Satz einbringen.

Wie beeinflusst der Lokalisator das Essiv-Objekt?

Der Lokalisator bestimmt oder diktiert semantisch, welche Art von Objekten in einem Satz auftreten können, indem er bestimmte räumliche oder abstrakte Kontexte vorgibt.

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Details

Title
Das Prinzip der Lokalität in den russischen Essiv-Sätzen
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2,0
Author
Anton Reumann (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V68880
ISBN (eBook)
9783638611862
ISBN (Book)
9783638776936
Language
German
Tags
Prinzip Lokalität Essiv-Sätzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anton Reumann (Author), 2004, Das Prinzip der Lokalität in den russischen Essiv-Sätzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68880
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